This is Chris Bender - Teil 4

Autor: Lizzy so Eben
veröffentlicht am: 02.11.2017


Nach fast 6 Jahren! Der vierte Teil! So eine lange Pause wird sich nicht wiederholen :D ___________________________


Es läutete gerade zur ersten Pause, als Chris auf den Schulhof trat. Aaron kam ihm entgegen.
"Alter, wo warst du? Wir mussten Gruppen bilden für so eine scheiß Hausarbeit! Und weil du nicht da warst, muss ich jetzt mit Clyde zusammen arbeiten!"
Er sah Chris wütend an. Sein Gesicht entspannte sich aber schnell, als er sich erinnerte, worüber sie Freitag noch gesprochen hatten.
"Warte mal...", sagte er und setzte sein hämisches Lächeln auf. "War es so heiß am Freitag, dass du erstmal das ganze Wochenende schlafen musstest?" Er lachte und klopfte Chris auf die Schulter.
Chris sah ihn müde an.
"Nein." er schüttelte nur den Kopf. "Freitag war absolut beschissen! Ich weiß nicht, was ich machen soll!"
Aaron zog die Stirn in Falten. "Was ist denn passiert? Hast du nicht gewusst wo...?"
"Nein!", sagte Chris schnell. "Das war's nicht... Sie hat mich geküsst! Aus dem Nichts. Dann hat sie sich entschuldigt und ich hab ihr gesagt, dass ich sie liebe. Und sie ist abgehauen!"
Aaron legte seinen Arm und Chris' Schulter.
"Alter..", flüsterte er. "Aber warte mal, sie hat dich geküsst? Ich meine, hat sie nicht einen Freund?"
"Sie hat ihn erwischt, wie er mit einer anderen... naja... und jetzt denke ich.." "...dass sie dich nur geküsst hat, weil du der erstbeste warst, der da war, um sie zu trösten?", beendete er Chris' Satz.
Chris nickte nur.
Aaron holte tief Luft. "Scheiße." sagte er nur.


Chris versuchte die letzten 4 Stunden damit zu verbringen, Katie aus dem Weg zu gehen.
Problem bei der ganzen Sache war: In der letzten Stunde saßen die beiden in einem Kurs nebeneinander.
Als er das Klassenzimmer betrat, saß sie schon an ihrem Platz. Und neben ihr, auf seinem Platz, eine ihrer Freundinnen.
Chris senkte den Kopf und suchte sich einen anderen Platz. Eigentlich kam ihm das gerade Recht, aber irgendwie verletzte ihn das auch.
Man, du bist so ein Weichei, dachte er. So einen wie dich, will sie niemals haben!
"Chris!", rief die engelsgleiche Stimme.
Er hob den Kopf.
Katie sah ihn fragend an und deutete auf den Platz neben sich.
"Willst du nicht herkommen?" Sie sah besorgt aus. Oder sowas. Frauen haben viel zu viele Emotionen!
Er seufzte und schlenderte in ihre Richtung. Die Freundin war einen Platz weiter gerrückt.
"Chris..", flüsterte Katie. Ihre Wangen färbten sich feuerrot, als sie ihn ansah.
Sein Herz fing an zu pochen. Ruhig, brauner.. ganz ruhig jetzt.
"Ich wollte dir nur sagen, dass..", fing sie an, aber die Lehrerin kam gerade zur Tür rein.
Sie verstummte und richtete den Blick auf ihre Bücher.
Als die Stunde zu Ende war, ließ Katie sich unglaublich viel Zeit um ihre Sachen einzupacken.
Chris beobachtete sie dabei. Er musste sie einfach ansehen. Er sah ihre braunen Locken an. Ihre wunderschönen Augen, umrahmt von langen dichten Wimpern. Ihre Lippen.. und ihre viel zu tief ausgeschnittene Bluse..
Sie wandte sich plötzlich zu ihm und er tat so, als wäre er mit etwas anderem beschäftigt, als sie anzustarren.

"Chris.. hast du vielleicht gleich kurz Zeit?", fragte sie ruhig. Chris nickte nur. Er wusste einfach nicht, was er sagen sollte. Was würde sie ihm sagen wollen? Lass es uns nochmal tun! Ich liebe dich auch!
Oder.. lass uns das alles einfach vergessen. Wir sollten Freunde bleiben blabla, der übliche Scheiß.

Vor dem Schulgebäude wartete er auf sie. Sie kam auf ihn zu. Für ihn fühlte es sich an wie Zeitlupe.
Der Wind ließ ihre Haare wehen und er roch ihr Parfum aus 10m Entfernung.
Das ist dasselbe Parfum, dass sie Freitag getragen hatte..
Er versuchte sich zusammen zu reißen.
"Chris..", sagte sie wieder. Man konnte ihr Unbehagen förmlich spüren.
"Das was Freitag passiert ist..." sie zögerte und sah ihn an.
"Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll.."
Chris nahm ihre Hand. Er tat es einfach. Sie sah ihn überrascht an, aber ihr Gesicht schien sich zu entspannen.
"Katie hör zu. Das was ich gesagt habe, ist die Wahrheit. Aber ich erwarte nicht, dass du dasselbe fühlst."
Er erschrak bei der Stärke seiner Stimme.
"Ich musste es nur unbedingt endlich los werden..."
Katie's Gesicht verzog sich wieder.
"Chris, ich.. als ich Freitag von dir nach Hause kam... hat David mich besucht... und...", ihre Stimme wurde immer leiser.
Chris' Herz schlug wie verrückt. Er wusste selbst nicht wieso.
"Wir haben uns vertragen..", sagte sie, selbst nicht davon überzeugt, was sie gerade gesagt hatte.
Chris konnte ein paar Sekunden nicht richtig atmen.
"Also, wieso hast du mich geküsst?", fragte er aufgebracht.
Katie sah auf ihre Füße und schüttelte den Kopf.
"Ich weiß es nicht! Und es tut mir Leid!", sie weinte.
Er hätte niemals gedacht, dass er einmal wütend auf Katie sein könnte. Aber nun war es wohl so weit.
Er war wirklich nur der Tröster gewesen. Der Mensch, der als Erster da gewesen war. Es hätte jeder x-beliebige sein können!
"Okay.", sagte Chris ruhig und drehte sich um, um zu gehen.
Katie lief ihm hinterher.
"Chris, glaub mir, es tut mir wirklich Leid!"
Er drehte sich zu ihr um.
"Er hat dich betrogen! Wie kannst du da wieder zu ihm zurück gehen? An demselben Tag, an dem er dich betrogen hat!
Wahrscheinlich hat er noch nach ihrem Parfum gerochen?!", erwiderte Chris entsetzt.
Katie schluchzte und sah ihn flehend an.
"Chris bitte.. verzeih mir..", flüsterte sie.
Sein Herz wurde warm. Er wollte sie am liebsten in den Arm nehmen. Aber irgendwo tief in seinem Inneren, war sein Stolz verletzt worden und seine Gefühle erst Recht. Und so drehte er sich um und ging, ohne sich noch
einmal zu ihr umzudrehen.





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