Engelsweg - Teil 6
Autor: Adriana
veröffentlicht am: 02.04.2012
Hey Leute :) Ich habe letztes Jahr mal eine Geschichte angefangen, aber nicht zu Ende gebracht. Durch ein paar Ermutigungen habe ich mich dazu entschieden weiter zu schreiben. Manche müssen sich vielleicht erst wieder einlesen oder von vorne anfangen. Aber ich hoffe, dass ihr trotzdem Gefallen an meiner Geschichte findet. Über Kommentare würde ich mich freuen.
Lg, Adriana :)
Die Tür ging auf und ein braunhaariger Kopf kam zum Vorschein. Jack.
„In zehn Minuten kommt ihr bitte nach unten auf den Flur, ihr bekommt einen Wächter zugeteilt und man gibt euch noch ein paar Infos zu heute Abend. Also bis gleich.“ Der Kopf verschwand wieder und die Tür wurde geschlossen. Sharon sah zu mir und lächelte leicht. „Eigentlich ist er ziemlich nett. Ich kenne ihn noch von früher, er ist echt in Ordnung.“ Ihr Gesicht sah ein wenig verträumt aus, während sie von Jack redete.
„Mhm, klar deswegen hat er dich auch angegriffen.“ Meinte ich tonlos und verdrehte die Augen. Sie fand ihn nett obwohl er ihr etwas antun wollte? Und so wie sie von ihm erzählte, mussten sie sich früher als Kinder gut verstanden haben.
„Nein wirklich. Außerdem, ich glaube er wollte mir nicht absichtlich wehtun, er hat nur die Befehle befolgt die ihm aufgetragen wurden. Als ich ihn kennen lernte war ich ungefähr 4 Jahre alt. Er kam hier an die Schule. Er war sieben.“, Ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen
„Er ist der Sohn von Marion Petrow, die Schwester der Direktorin. Seine Mutter ist aber verstorben und deshalb lebt er jetzt bei seiner Tante Adele Petrow, also die Direktorin. Soweit ich mich erinnere, hat Adele ihn immer vertätschelt. Auf jeden Fall war er der einzige, der wirklich nett zu mir war, ich meine ich war ja noch klein… Jedoch war Jack derjenige, der mir immer Beachtung geschenkt hatte und mit mir gespielt hatte. Er hatte immer auf mich aufgepasst. Die anderen hier behandelten mich immer wie Dreck und als ich acht war, hatte ich beschlossen abzuhauen, alle haben sich so gemein mir gegenüber verhalten weil… Also…Jedenfalls bin ich dann abgehauen und die Millers haben mich dann aufgenommen. Sie wussten was ich bin und ich verstand mich richtig gut mit ihnen, aber sie sind eher wie Freunde für mich und nicht wie Eltern.“ Sie schüttelte den Kopf und sah mich an. „Bitte, lass es uns hier für eine Weile probieren. Wenn es dir nicht gefällt, können wir immer noch irgendwie abhauen.“
Gut, vielleicht war es ja gar nicht so übel hier. Womöglich würde ich mich doch noch einleben und zudem war Sharon hier bei mir, das war schon mal ein Pluspunkt. Zusätzlich hatten sie uns ja auch schon von der alten Schule abgemeldet, was hieß, dass ich in Moment keinen Platz hatte, wo ich etwas lernen konnte. Doch ich bezweifelte, dass wir hier auf dieser Schule normalen Stoff durchnehmen würden.
„Ich werde es mir überlegen.“ Sharon strahlte glücklich und umarmte mich.
„Dankschön! Du wirst es auf keinen Fall bereuen. Danke, danke, danke!“
„Hey, das war kein Ja okay?“ Feixte ich. Sharon gab mir einen dicken Kuss auf die Wangen und meinte: „Aber das ist doch schon mal ein Anfang.“ Sie wedelte in ihr Bad, trug ein wenig Make-up auf und tuschte ihre Wimpern.
„Willst du dich nicht auch noch schnell fein machen bevor wir unseren Wächter gegenübertreten?“ spaßte sie. „Komm her, ich putz dich ein wenig heraus.“ Sie kam auf mich zu und trug auch mir eine gewaltige Ladung Wimperntusche auf.
„Hey! Du brauchst nicht so viel aufzutragen.“
Sie lachte herzhaft und brachte ihre Beauty Produkte wieder zurück ins Bad.
„Wieso hast du eigentlich deine Schminke dabei? Unsere Sachen sind doch noch gar nicht geliefert worden?“
„Na mein Make-up muss immer in der Tasche sein, wenn du ein paar süßen Jungs begegnest, kannst du dich noch schnell ein wenig frisch machen.“, sie packte meine Schultern und dirigierte mich in Richtung Tür „Und jetzt gehen wir runter, wir wollen doch unsere neuen Wächter kennen lernen.“ Zwinkerte sie und schloss die Tür hinter sich. Wir liefen auf die großen Treppen zu. Während wir hinab stiegen wollte ich wissen: „Was ist ein Wächter eigentlich? Und warum brauchen wir einen?“
Sharon überlegte kurz und kam dann anscheinend zu einem Ergebnis:
„Ein Wächter ist sozusagen wie ein Bodyguard, er passt auf dich auf und schützt dich vor irgendwelchen Angriffen. Wächter sind auch Unsterbliche.“ Gab sie zurück.
„Vor welchen Angriffen denn?“
„Vor den Angriffen der Verwandelten. Sie sind eine Mischung zwischen Vampiren und Werwölfen. Wir nennen sie auch Therianer. Wenn ein Vampir von einem Werwolf gebissen wird, oder auch ein Werwolf von einem Vampir, dann wird er zu einem Therianer. Das Schlimmste jedoch ist, wenn man ein Therianer ist, kann man sich nicht beherrschen, die Selbstkontrolle ist verschwunden. Alles verdoppelt sich, deine Gefühle, die Wut, der Hass, die Liebe… Außerdem haben die Verwandelten ein Ziel: Sie wollen die Himmelswesen auslöschen. Deshalb brauchen wir die Wächter.“
„Oh mein Gott. Es existieren also auch Werwölfe. Und wie viele von diesen Therianer gibt es denn?“
„Hm, keine Ahnung, das können wir in unserer nächsten Unterrichtsstunde fragen.“ Ich nickte und ging weiter. Unten angekommen sah ich mich um. In einer Sitzecke sah ich Jack mit zwei anderen Männern sitzen. Sie hatten irgendwelche Akten vor sich liegen und unterhielten sich anscheinend darüber.
„Da drüben sind sie.“ Sharon hatte sie ebenfalls ausfindig gemacht. Wir schlenderten auf sie zu. Neben Jack saßen ein Blondhaariger und ein Braunhaarige. Da flüsterte Sharon mir zu:
„Hey, sieh mal, das ist der eine mit dem du vorhin zusammengestoßen bist.“
Was? Oh nein, wieso ausgerechnet dieser Mann? Ich konnte nur hoffen, dass ich ihn nach der peinlichen Aktion vorhin auf dem Flur nicht als Wächter bekam. Ich hatte mich verhalten wie ein kleines Mädchen, das gerade zum Ersten mal den Schulschwarm sah.
Als Jack uns erkannte winkte er uns heran und begrüßte uns mit einem: „Ah da seid ihr ja.“
Er packte seine Akten zusammen und heftete sie in einen Ordner. „Also, ich würde euch dann gerne eure Wächter vorstellen. Er deutete auf den blondhaarigen. Das ist Alec Makarow, er wird dein Wächter sein, Seraphina.“ Alec gab Sharon die Hand.
„Freut mich sie kennen zu lernen, Seraphina. Ich werde gut auf sie aufpassen.“ Zwinkerte er. Mist… Das hieß dann wohl oder übel, dass der andere, mein Wächter war. Peinlich! Aber auf irgendeine unerklärliche Weiße freute ich mich darauf, mich von diesem gut aussehenden Wächter beschützen zu lassen. Schnell verdrängte ich den Gedanken daran und konzentrierte mich auf das Gespräch mit Jack. Sharon, oder sollte ich mittlerweile Seraphina sagen, schenkte ihrem Beschützer zur Antwort ein breites Lächeln.
„Und ihr Wächter, Ms. Chalid wird dann Damian Galanis sein. Der Mann von vorhin richtete sich auf und reichte mir die Hand. Sein Händedruck war stark und anmutig.
„Damian Galanis.“ Stellte er sich vor.
„Lea.. Eh’ ich meine Melek.“ Er nickte zur Erwiderung und wirkte ein wenig abweisend, dennoch sachlich. Damian nahm seine Arbeit wohl sehr ernst. Was eigentlich alle taten, die ich bis jetzt kennen gelernt hatte.
„Also im Gebäude seid ihr eigentlich sicher, die Verwandelten wagen es nicht sich hier blicken zu lassen, dazu haben wir viel zu gute Sicherheitsmaßnahmen. Trotzdem ist es nicht schlecht seinen Wächter in der Nähe zu haben. Deshalb haben sie auch das Zimmer neben euch. Nun zu den schulischen Organisationen. Übermorgen beginnt euer Unterricht und morgen werde ich euch den Stundenplan vorbeibringen. Jetzt geht erstmal schlafen. Es ist schon nach zehn Uhr und um zehn Uhr ist Zimmerruhe. So, das war es dann für heute. Wir sehen uns morgen wieder.“ Meinte Jack, packte seine Sachen und zusammen stand auf. Er nickte uns zum Abschied noch mal lächelnd zu und verschwand. Sharo… Seraphina, -ich musste mich erst an den Namen gewöhnen- lief mit Alec voraus und unterhielt sich angeregt mit ihm. Sie verstanden sich anscheinend gut. Ich ging ihnen nach und Damian folgte mir. Um die Stille und die Anspannung, die in der Luft hing ein wenig aufzulockern fragte ich:
„Arbeitest du hier schon lange als Wächter?“
„Ich bin vor zweieinhalb Jahren hierher gekommen. Nach dem Abschluss ging ich noch auf eine weiterführende Schule. Mit dreiundzwanzig Jahren war ich dann komplett fertig und habe hier angefangen.“ Ich rechnete kurz im Kopf. Er war dann also so um die…
„Sie sind also fünfundzwanzig?“
„Ja, richtig.“ Antwortete er. Meine Hoffnung platzte. Er war eindeutig zu alt für mich. Doch wahrscheinlich war es sowieso verboten, ein Verhältnis mit einem Wächter zu haben. Um Himmels willen! Ich kannte diesen Mann nicht mal eine halbe Stunde und schon dachte ich daran, etwas mit ihm anzufangen. Schnell schluckte ich diese Gedanken herunter und konzentrierte mich auf die Treppen.
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Kommentare
Adriana | 02.04.2012 10:59:32 |
Mist! Ich habe mir die Geschichte gerade noch einmal durchgelesen und mir ist aufgefallen, dass ich vergessen habe, den Namen "Damian" umzubenennen. Talia hat in ihrer Geschichte ja denselben Namen. Ich wollte dann eigentlich einen anderen für meine Geschichte benutzen. Ich hoffe euch macht das nichts aus. Wenn doch, sagt mir Bescheid, dann werde ich ihn in den nächsten Teilen anders benennen. PS: ich hoffe die Geschichte gefällt euch trotzdem :)) | |
Romina | 02.04.2012 12:43:51 |
Adriana !!!!!!!! ♥ | |
talia | 02.04.2012 14:33:24 |
Wow, ich wusste gar nicht, dass du eine Story hattest...ich muss sagen, dass du echt toll schreiben kannst und die Story an sich ist auch voll toll ;D Ach was ist doch nicht schlimm wenn du Damian benutzt...weißt du wie viele Geschichten ich schon mit einem Lukas, Luke oder so gelesen hab...viele!! Lass Damian, das ist ein schöner Name! Schreib aber schnellstmöglich weiter, die Story ist echt toll :* | |
Adriana | 02.04.2012 14:45:22 |
Dankeschön! Das werde ich :) Freu mich auch schon auf deine Fortsetzung. Ich lieeebe deine Geschichte! :) Ja ich hatte letztes Jahr angefangen und habe die Geschichte jetzt wieder aufgenommen. Ich finde den Namen Damian auch sehr schön. Danke, dass es dir nichts ausmacht! :) :* | |
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