Te amo Darling - Teil 20

Autor: e93
veröffentlicht am: 06.12.2011


Ich bedanke mich herzlich bei meinen Kritikern dafür, dass sie ihre Meinungen zu der Geschichte geäußert haben. Es bedeutet mir sehr viel..
Es stimmt in der Tat, dass ich in den letzten Teilen mir einfach viel zu wenig Mühe gegeben habe, liegt vielleicht auch dadran das ich endgültig die Lust an dieser Geschichte verloren habe. Diese Geschichte war meine erste komplette Geschichte und insgesamt habe ich mir wirklich viel Mühe gegeben, um das Beste daraus zu machen. Auch wenn die Geschichte schlecht ist, werde ich nicht aufhören weiter zu schreiben. Denn stellt euch vor, wie absurd es wäre, wenn ein Kind, das nach seinem ersten Schritt hingefallen ist, sagen würde „Ich gebe auf. Ich kann nicht laufen!“
Die Wahrscheinlichkeit das die Geschichte ein Happy End hat, ist in so einer Situation nicht wirklich glaubwürdig. Aber in diesem letzten Teil wird endlich alles geklärt. Es wird oft zwischen den Perspektiven gewechselt,damit man nochmal jede Handlung nachvollziehen kann.
Ich wünsche allen noch viel Spaß beim Lesen.

Übrigens danke ich Cri.Chan dafür das sie mich jedesmal unterstützt hat. Danke :)

...


Ramons Sicht:

Wütend stieg ich in meinen Wagen ein, fuhr los und dachte an das eben Geschehene. Es war von mir nicht richtig, Charline so anzugreifen, aber das was Noelle mir in diesem Moment mitgeteilt hatte, traf mich mitten ins Herz. Wieso um Gottes Willen wollte Charline unbedingt diesem Kind, den Namen meiner Mutter geben? Ganz egal wie sehr ich auch darüber nach dachte, ich konnte mir keinen Reim darauf bilden. - Warum musste ich bloß auch auf Adriel hören und dorthin fahren? -
So viele Fragen und keine einzige Antwort.

*ring ring* Unbekannte Nummer.
„Ja hallo?“
„Hey Schatz, mein Handy hat eben den Geist aufgegeben und deswegen konnte ich dich nicht mit meinem Anrufen, aber du... lade doch mal Adriel und seine Freundin für Samstagabend ein.“
„Wieso?“
„Damit ich die Beiden auch mal endlich kennen lerne.“ antwortete Alize mit einer eindeutig guten Laune.
„In Ordnung ich werde ihn anrufen und Bescheid sagen mein Schatz.“ brachte ich entgegen und legte auf.
Alize war wirklich eine tolle Frau, dennoch kamen die Gefühle für Charline jedes Mal wieder hoch, selbst jetzt wo ich wusste, dass sie von einem anderen schwanger war.
Wie sehr ich auch versuchte gegen diese Gefühle anzukämpfen, spürte ich, dass mein Herz sich nur nach ihr sehnte.
Nach einer kurzen Zeit, hielt ich das Auto an und stieg aus. Es konnte doch nicht wahr sein, dass mein Herz bloß diese Gefühle unterdrückt hatte.
Nachdenklich griff ich nach der Zigarettenpackung die sich in meiner Hosentasche befand und nahm mir eine Zigarre raus. Anschließend mein Handy, um es auszuschalten, denn das Einzige was ich im Moment brauchte, war einfach nur ein bisschen Zeit für mich allein.


Charlines Sicht:

„Charline bitte mach die Tür auf, es tut mir so leid.“ rief Noelle durch die Tür, obwohl es nicht ihre Schuld war. Ramon hätte es sowieso früher oder später erfahren, dass die Kleine Antonia heißen würde, deswegen war es mir sogar passend, dass er es jetzt schon wusste.
Ungefähr fünf Minuten lang klopfte Noelle an meiner Tür, bis ich endlich aufstand und ihr diese öffnete.
„Charline jetzt musst du es ihm endlich sagen. Du kannst ihn nicht länger anlügen.“, riet sie mir, während sie mein Kopf zwischen ihre Hände nahm.
„Was soll das heißen?“, fragte Adriel der nun hinter Noelle stand.
Noelle schaute mich fragend an, bis ich ihr mit einem Nicken die Erlaubnis gab ihn aufzuklären. Mit einer innigen Umarmung sagte Noelle, ihm tief in die Augen schauend:
„Das Kind ist von Ramon und Matthew ist nichts weiter als ihr bester Freund.“
Adriel löste sich sofort von Noelle, hielt meinen Arm fest und fragte mit einer strengen Miene: „Stimmt das Charline? Ist Ramon wirklich der Vater?“
Erneut nickte ich. Daraufhin hielt Adriel meine beiden Arme fest und schrie:
„CHARLINE WAS FÄLLT DIR EIN SO ETWAS WICHTIGES VOR RAMON GEHEIM ZU HALTEN?“
„Sie hat einen Tumor.“ teilte Noelle mit, aber Adriel wurde dadurch nur noch zorniger.
„NUR WEGEN DIR IST ER NACH ENGLAND GEFLOGEN! NUR WEGEN DIR BEGEHT ER EINEN FEHLER, INDEM ER SICH MIT ALIZE VERLOBEN WIRD UND NUR WEGEN DIR LEIDET ER! WAS HAT ES DIR GEBRACHT?“
„Adriel es reicht, du tust ihr weh, lass sie los!“, sagte meine Mutter die inzwischen auch dazu gekommen war.
„Sie tut sich selber weh, warum seht ihr das nicht?“ fragte er traurig und verließ die Wohnung.


Ramons Sicht:

Mein Handy ließ ich bis Samstagnachmittag aus und übernachtete bis zu diesem Tag auch in einem Hotel. Immerhin hatte ich dadurch genug Zeit gehabt, um zu entscheiden, wie ich weiter voran gehen wollte. Deswegen war auch das Erste was ich tat, meine Sekretärin anzurufen und ein Strandhaus in Barcelona zu mieten. Allein Barcelona, der Ort wo ich meine schönste Zeit verbracht hatte, würde mir im Augenblick gut tun.
„Herr Villar, wann haben Sie vor zu kommen?“
„Bereits in ein paar Tagen.“, erklärte ich.
„Gut, dann werden wir das geeignetste Haus für sie finden und buchen.“
„Vergessen Sie mein Flugticket nicht.“
„Natürlich nicht. Ich melde mich dann bei Ihnen, sobald ich alle Formalitäten erledigt habe.“
„Vielen Dank.“
„Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen noch.“
Inzwischen hatte ich über vierzig Mailboxnachrichten bekommen und mehr als die Hälfte war von Adriel. Somit war das Nächste was ich tat, ihn anzurufen.
„Hallo Adriel. Hab erst jetzt gesehen, dass du angerufen hast. Tut mir Leid. Was gibt es denn?“
„Ich habe dich vermisst, Ramon.“
„Sehr schön. Komm heute Abend doch mit Noelle zusammen zu uns. Alize wollte euch sowieso schon kennen lernen. Die genaue Adresse schicke ich dir dann per SMS“


Charlines Sicht:

„Ramon hat Noelle und mich heute Abend zu Alize eingeladen.“, verriet Adriel auf sein Handy schauend.
„Warum?“, fragte Noelle sofort neugierig.
„Sie würde uns kennen lernen wollen“, antwortete er sich gegen die Wand anlehnend.
Noelle nickte stumm und suchte aus ihrem Koffer passende Kleidungsstücke für heute Abend heraus.
„Adriel, wirst du es ihm sagen?“
„Nein Charline, keine Angst. Es wäre falsch, wenn ich es ihm sagen würde. Du musst es ihm persönlich sagen.“
Dann lächelte er mir zu und suchte ebenfalls, für heute Abend, etwas zum Anziehen aus. Wie der Abend wohl verlaufen würde?


Ramons Sicht:

Gegen kurz vor acht Uhr, klingelte es bereits an der Tür. Alize gab mir schnell noch einen Kuss, bevor sie die Tür öffnete und sowohl Adriel als auch Noelle herein bat. Beide waren formell gekleidet und präsentierten sich von ihrer besten Seite.
Ungefähr eine halbe Stunde später wurde unser Abendessen herein getragen und mit einem Anstoß unserer Champagner Gläser, begangen wir zu Essen.
Es gab leckeres chinesisches Essen und Alize spielte die perfekte Gastgeberin.
„Fehlt etwas? Wollt ihr noch etwas haben?“
Adriel lächelte leicht und antwortete sich bedankend:
„Vielen Dank, aber das reicht schon.“
Alize lächelte zurück, griff nach meiner Hand und gestand:
„Du hast wirklich zwei liebe Menschen als Freunde.“
Jedoch ging ich nicht auf dieses Kompliment ein, sondern wartete kurz, bis ich endlich mit der Sprache heraus rückte.
„Alize…“
Mit großen Augen schaute sie in meine und wartete, wie Adriel und Noelle, gespannt darauf, dass ich weiter sprach. Was ich auch nach einige Sekunden tat.
„Du bist so eine gute, gebildete, liebe und hübsche Frau, dass ich Angst davor habe, dich zu verletzen, weil ich deine Liebe nicht verdiene...“
„Was sagst du da? Du weißt, dass das nicht stimmt.“, unterbrach sie mich von Trauer erfüllt.
Ich dagegen nahm bloß ihre beiden Hände in meine, setzte einen Kuss darauf und fuhr fort:
„Du hast in diesen fünf Monaten alles dafür getan, mich glücklich zu machen. Die Momente mit dir werde ich niemals vergessen, genauso wenig wie dich und wärst du nicht gewesen, hätte ich wohl möglich meine Lebensfreude verloren. Doch du hast mir die Kraft gegeben weiter zu kämpfen und nicht zurück zu schauen. Du hast nie etwas getan, was mich verletzt hat und ich danke Gott für jeden Augenblick mit dir. Es tut mir so leid mein Engel, aber ich kann dich nach dem du für mich so viel getan hast, nicht belügen. Ich habe versucht sie zu vergessen, aber ich habe es nicht geschafft. Aus diesem Grund wird es auch nicht zu der Verlobung kommen. Verzeih mir bitte.“
Obwohl Alize tapfer ihre Tränen zurück hielt, spürte ich nur zu gut, dass sie innerlich mehr als nur weinte.
Sie lächelte mitgenommen und fragte leise:
„Wirst du zu ihr zurückgehen?“
Meinen Kopf schüttelnd, kündigte ich den Anwesenden an:
„Nein... ich werde in paar Tagen nach Barcelona fliegen und mich für eine lange Zeit zurück ziehen.“
„Moment mal. Moment, du meinst das Ganze jetzt aber nicht ernst, oder?“ , fragte Adriel schockiert.
„Doch.“, erwiderte ich kurz und knapp, stand auf, lief zum Balkon und zündete mir eine Zigarre an.
Noelle, die sich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht dazu geäußert hatte, leistete mir Gesellschaft.
Sie umarmte mich von hinten, lehnte ihren Kopf gegen meinen Rücken und schlug vor:
„Rede bitte noch einmal mit Charline bevor du gehst.“
„Noelle, was soll ich ihr denn sagen? Es ist alles zu spät. Sie trägt das Kind eines Anderen in ihrem Bauch. Was soll ich machen?“
„Bitte Ramon, du hast nichts zur verlieren.“, flehte sie bemüht weiter.
„Noelle nein. Sag ihr, dass ich mich ihretwegen von Alize getrennt habe. Sag ihr, dass sie gewonnen hat und das sie mit ihrem Matthew glücklich sein soll.“, flüsterte ich ihr zu, während ich meine Zigarre aus machte.
Bereits nach einer kurzen Zeit verabschiedeten sich Adriel und Noelle.


Charlines Sicht:

Bis Adriel und Noelle kamen, konnte ich einfach nicht einschlafen. Ich musste unbedingt erfahren, was passiert war und so wartete ich aufgeregt bis endlich die Tür klingelte.
Mit schnellen Schritten, öffnete ich diese und bat beide ins Wohnzimmer hinein.
Noelle schaute mir deprimiert in die Augen und erzählte:
„Ramon liebt dich, aber er wird in wenigen Tagen nach Barcelona umziehen.“
„Was?“, fragte ich skeptisch.
„Er hat sich vor unseren Augen von Alize getrennt und die Verlobung abgesagt.“, verriet jetzt Adriel sich gegen die Coach anlehnend.
„Ich glaube das nicht.“, sagte ich immer noch ungläubig. Noelle schaute trocken, setzte sich neben Adriel und erklärte kritisch:
„Charline, du bist an allem schuld! Jetzt bist nicht nur du allein, sondern auch er. Nur wegen deiner Dummheit wird dein Kind ohne Vater aufwachsen! Bist du jetzt zufrieden?“
Diese Worte trafen mich wirklich und ich stellte mich vor das Fenster. Wann würden diese Tränen enden? Wann würde sich endlich alles wieder zum Guten wenden?
Matthew, der wegen der Lautstärke erwacht war, kam ebenfalls ins Wohnzimmer und Noelle erzählte ihm sofort was passiert war. Er schüttelte seinen Kopf, überkreuzte seine Arme und blieb stumm. Niemand sagte mehr ein weiteres Wort…


Ramons Sicht:

An dem gleichen Abend packte ich meinen Koffer, verabschiedete mich von Alize und versprach ihr, mich sobald ich etwas brauchte zu melden. Gerade als ich aus der Tür raus gehen wollte, rief sie mir noch hinter her:
„Ramon?“
Ich drehte mich langsam zu ihr um und sie setzte ihren Satz fort:
„Rede mit Charline, bitte. Gib ihr eine Chance. Tu es für mich. Wer weiß, vielleicht wird es dir dann besser gehen, denn ich ertrage es nicht, dich so leiden zu sehen.“
Ihre Worte brachten mich zum Lächeln.
„Für dich tue ich alles, mein Engel.“, meinte ich, während ich ihr einen letzten Kuss auf die Wange gab und die Tür hinter mir schloss. Alles hatte sich in so einer kurzen Zeit verändert. Aber ich bereute meine Entscheidung nicht, denn mir war klar, dass wenn ich Alize jetzt nicht los lassen würde, sie ein Leben lang unglücklich sein würde. Sie verdiente einen gutmütigen Mann, der bereit war, ihr grenzenlose Liebe zu geben.


Charlines Sicht:

Am nächsten Tag überredeten mich alle dazu, Ramon anzurufen und zu meinem Glück ging er sogar dran.
„Ja Charline?“
„Ramon ich muss mit dir reden.“
„Sag mir wo und wann.“
„In einer halben Stunde im Hyde Park, okay?“
„Ich werde da sein.“
Mit diesen Worten legte er auf und mein Herz schlug vor Aufregung so laut, dass sogar die Anderen es hören konnten. Alle freuten sich mit mir. Mein Vater nahm sogar meine Mutter in seine Arme und meinte glücklich:
„Amy, jetzt wird endlich alles wieder gut werden. Sie wird mit ihm reden und er wird ihr verzeihen.“
Noelle gab mir einen Kuss auf die Wange und flüsterte leise:
„Du musst ihm nur noch die Wahrheit sagen und dann werden wir es endlich geschafft haben.“
Gleich danach, hielt Matthew meine Hände fest und zeigte mir, dass er sich trotz dem er mein Ex war, sich sehr für mich freute. Bevor ich mich verspätete, zog ich mich um und machte mich auf den Weg.

Kurz vor vier Uhr, kam ich im Hyde Park an. Der Grund weswegen ich mich für diesen Ort entschieden hatte war, dass hier die pure Natur herrschte. Mit einer Umarmung begrüßten wir uns, doch umgehend überwog wieder die Stille. Wir liefen nebeneinander her, bis wir an dem See ankamen.
Dann setzten wir uns auf eine Bank und er schaute mich fragend an, bis ich endlich meinen Mund öffnete:
„Ramon, ich hätte wirklich nie gedacht, dass zwischen uns beiden so eine starke Bindung sein würde, weil...“
Er unterbrach mich, nickte und sprach weiter:
„Weil ich so ein Arschloch war, vor deinen Augen mit anderen intim wurde und dich schlecht behandelt habe. Aber ich hab meinen Fehler eingesehen und durch dich und meine Gefühle zu dir, habe ich mich verändert, dich zum Mittelpunkt meines Lebens gemacht und glaub mir, ich habe so etwas davor noch nie empfunden und nach dir werde ich es auch nie wieder empfinden.“
„Ramon…“, sagte ich leise, denn mit jedem seiner Worte bekam ich Schuldgefühle.
„Charline ich hab dich verletzt, dich oft genug zum Weinen gebracht… Bestrafst du mich immer noch für meine Taten?“
Sofort verneinte ich und antwortete:
„Nein, Ramon wir haben uns gegenseitig verletzt, uns missverstanden und wegen meiner Dummheit musstest du genug ertragen, bis ich endlich verstand, dass du der Richtige für mich bist.“
„Warum hast du mich dann verlassen?“, fragte er deprimiert.
„Ich wollte zurückkommen, wieder bei dir sein. Aber ich konnte nicht, denn ich hatte Angst, dass du immer noch sauer auf mich sein würdest, weil ich ohne etwas zu sagen gegangen bin. Deswegen hab ich auch nie angerufen.“
„Und dann hast du dich wieder in Matthew verliebt, nicht wahr?“, fragte er diesmal gefühlslos weiter.
„Nein. Er ist der Sohn des Chefs meines Vaters und aus diesem Grund haben wir wieder Kontakt aufgebaut. Trotzdem hätte ich beinahe einen großen Fehler begangen und dich wirklich betrogen, aber kurz bevor es zu einem Kuss kam, bin ich ohnmächtig geworden und erst im Krankenhaus erwacht.“
Nach dieser Beichte stand er sofort auf, formte seine Hände zu Fäusten und schrie:
„ICH WUSSTE ES! ICH WUSSTE ES, DASS DU NICHT LEER IHM GEGENÜBER BIST!“
Ich stand ebenfalls auf, schob ihn leicht wieder auf die Bank und erzählte weiter:
„Das spielt doch alles keine Rolle mehr. Es war ein Fehler, das stimmt. Aber Ramon ich bin nicht ohne Grund ohnmächtig geworden.“
Erst jetzt realisierte er diesen Teil, schaute mir tief in die Augen und fragte ängstlich:
„Was hast du?“
So fest ich konnte, hielt ich seine Hände fest und gestand:
„Einen bösartigen Hirntumor.“
„NEIN, NEIN, NEIN!!! DAS KANN NICHT WAHR SEIN!“, schrie er, meine Hand fester drückend.
„Doch... ich werde sterben Ramon. Bald...“, sprach ich weiter.
Er legte seinen Zeigefinger auf meine Lippen und vergoss seine Tränen.
Ungefähr fünf Minuten lang saßen wir so da, bis er mich fragte:
„Warum hast du mir das nicht davor gesagt? Wieso hast du deine Krankheit vor mir verborgen?“
„Weil ich dumm war und gedacht habe, dass es dir nichts nutzen würde es zu erfahren. Ich wollte das du mich vergisst und mit einer anderen glücklich wirst.“


Ramons Sicht:

Meine Lippen legte ich sanft auf ihre, ich drückte sie fest an mich und flüsterte:
„Es war ein Fehler, dass du es mir nicht gesagt hast. Verdammt Charline wie konntest du nur denken, dass ich ohne dich glücklich sein kann? Als du mich damals gehen lassen hast, eine Woche vor deinem Geburtstag, weißt du wie ich gelitten habe? Nur damit die Schmerzen aufhören, habe ich deinen Worten meinen Glauben geschenkt und bin mit Alize zusammen gekommen. Aber ich habe mich von ihr gestern getrennt, weil dieses Herz nur dich lieben gelernt hat.“
Wieder legte ich meine Lippen auf ihre und streichelte ihre Haare. Wieso war sie so bescheuert gewesen und hatte solch eine falsche Entscheidung getroffen? Im Endeffekt hatte das weder ihr noch mir etwas gebracht und jetzt sah ich, wie sie diese Entscheidung zutiefst bereute. Vor allem als ich dann mit der Stimme die sie so sehr liebte sagte:
„Charline, das Kind das du in deinem Bauch trägst, ist auch ein Teil von mir. Was hast du dir nur dabei gedacht, als du entschieden hast, es vor mir geheim zu halten?“
„Ich weiß es nicht Ramon.“, antwortete sie leise.
„Dafür, dass ich mein Leben neun Monate lang ohne dich und ohne unser Baby verbracht habe, werde ich dir nie verzeihen!“
Unsere Blicke trafen sich erneut und während sie mir tief mit ihren grünen Augen schaute und mit ihren Händen durch meine, durch die Jahreszeit wieder blond braunen Haare ging, bat sie:
„Bitte Darling, verzeih mir...“
Ich verneinte und versuchte kurz einen Moment das Gesagte zu realisieren. Sollte ich mich freuen, weil sie nicht mit Matthew verlobt war und mein Kind in ihrem Bauch trug oder weinen, weil sie ihre Krankheit wegen nichts vor mir verheimlicht hatte und wir dadurch genau neun Monate verloren hatten?
Doch die Tatsache, dass sie jetzt gerade wirklich neben mir saß, änderte meine Ansicht und so entschied ich mich dafür, die restliche Zeit sinnvoll zu verbringen und sie nicht länger wegen der falschen Entscheidung zu verurteilen. Natürlich empfand ich einerseits Hass, aber mein Herz beruhigte mich wieder und zeigte mir, dass ich nun stark bleiben musste, da das Faktum sowieso nicht mehr verändert werden konnte. Zögernd legte ich meine Hände auf ihr Bauch und flüsterte ihr ins Ohr:
„Jetzt musst du mich heiraten, Prinzessin.“


Charlines Sicht:

Ramon brachte mich zum Lachen. Ich willigte ein und Hand in Hand liefen wir Richtung seines Autos. Dabei fing es an zu regnen. Ein Sommerregen, wie sehr ich es liebte.
Es fühlte sich traumhaft an, endlich wieder meinen Platz an seiner Seite gefunden zu haben. Außerdem war ich überaus glücklich, dass ich meiner Familie und meinen Freunden vertraut und mit ihm ein letztes Mal gesprochen hatte. Neun Monate lang hatte ich mich für die Einsamkeit entschieden, weil ich dachte, dass es für uns beide das Richtige sei, doch in diesem Augenblick bereute ich es.
In den nächsten Tagen lernte Ramon meinen Vater, seine Familie und Matthew kennen. Wir organisierten eine kleine Hochzeitsfeier unter engen Freunden und Familie, bei der auch Alize und Matthew sich näher kamen. Meiner Meinung nach, ergaben sie ein echt tolles Paar!
Meine Eltern hatten endlich Frieden geschlossen und Amy freundete sich sogar mit Julia an. Besonders Carlos freute sich über unsere Hochzeit und über unser Baby, da die Familie nun um zwei Personen gewachsen war. Alles war perfekt und auch die Geburt verlief problemlos. Ramon wollte natürlich der Erste sein, der unsere kleine Antonia Stacie in die Arme nahm. Nun war mein Glück vollkommen und erst Recht als Ramon mir verriet, dass wir in dem Strandhaus in Barcelona leben würden, welches er schon vor zwei Wochen gemietet hatte. Er tat wirklich Alles um mich glücklich zu machen und dies schaffte er auch ohne große Mühe, denn es genügte, dass er stark blieb und mich meine Krankheit vergessen ließ...


Ramons Sicht:

Nach diesem alles klärenden Gespräch, änderte sich unser Leben und endlich war alles so wie wir es schon die ganze Zeit erträumt hatten. Jeder war letztlich zufrieden und ohne ein schlechtes Gewissen, konnten meine Ehefrau, meine kleine Prinzessin Antonia Stacie und ich nach Barcelona fliegen. Ich tat alles was in meiner Macht stand, um Charline glücklich zu machen. Die Zeit die wir in Barcelona verbrachten, war ungelogen die schönste Zeit unseres Lebens...

Jedoch hielt unser Glück nicht lange, denn bereits an einem Morgen, nach ungefähr einem Jahr, öffnete Charline nicht mehr ihre Augen...

-Ende-

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Auch wenn ihr viel kritisiert habt, wer hat denn von euch überhaupt die Message der Geschichte verstanden?





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Kommentare

Wow

06.12.2011 14:22:50

Richtig schöne Geschichte, zwar sehr traurig am schluss, aber trotzdem richtig toll. Und ja ich habe die Message verstanden :)


Anna

06.12.2011 14:34:25

Man soll die Zeit nutzen, und sie nicht durch Streit verbrauchen...


isi

06.12.2011 15:06:58

Wow, deine geschichte war super schön am Schluss hatte ich tränen in denn Augen. Und man könnte die Gefühle richtig spüren. Einfach nur wow!!!


Loveely

06.12.2011 16:27:05

Das man wen man die liebe gefunden hat die zeit sinnvoll nutzen soll und nicht davon laufen soll !!! Das man in dieser kurzen zeit vor dem tod die zeit glücklich verbringen sollte !!! Man sollte nichts machen was man nicht sollte !!!! Ich mag deine geschichte !!


MusicJunkie91

06.12.2011 16:53:03

VOll die Moral, wie oben schon erwähnt ;D Trauriges Ende :( Schade. Aber war ja auch nichts anderes zu erwarten ;D Wenigstens haben sie noch zusammengefunden. Schön. :*


kim

06.12.2011 18:21:24

also ich fand deine story echt schön. Eign schade dass die beiden sich erst im letzten teil vertragen haben. Die teile mit den beiden zsm waren doch die schönsten :( aber ich finde dass dir der schluss trotz allem sehr gelungen ist. Ein abruptes ende. Da fragt man sich was jetzt mit ramon ist...


sunny

08.12.2011 14:44:45

Lebe jeden Tag, als wäre er dein letzter. Meine Freunde machen sich oft über mich lustig, weil ich häufig scheinbar aus dem nichts zu ihnen sage: "Ich hab dich lieb!" Sie behaupten dann "Du hast doch jeden lieb!" Aber das stimmt nicht. Ich sage das nur, wenn ich es fühle, und es bedeutet viel, denn es ist jedes einzelne Mal die Wahrheit. Und es macht mich glücklich, ganz egal, ob sie antworten oder nicht, denn ich weiß: selbst wenn es jetzt, in diesem Augenblick, zuende gehen würde... sie wüssten, dass sie einen Platz in meinem Herzen hatten. Deine Story hat aber noch eine andere Message: Dass man nicht nach dem ersten Blick urteilen und hinter die Fassade schauen soll... dass nichts so ist, wie es scheint... dass jeder eine Maske trägt und eine Rolle spielt, und dass es immer, immer, IMMER Gründe gibt für die Handlungen der Menschen. Niemand tut etwas einfach aus Willkür; wie verfolgen immer ein Ziel. Außerdem teilst du uns mit, dass Liebe stärker ist als alle Schwierigkeiten, selbst stärker als der Tod... und dass man die Hoffnung niemals aufgeben sollte. Hey, schade, dass du die Lust an der Geschichte verloren hast, hat nämlich Potential... könnte mir vorstellen, dann aus Antonias Sicht zu erzählen, wenn sie älter ist... aber naja. Well done! Du hast eine Geschichte vollendet...! Schon allein das verdient Lob! Mein Kompliment für dieses Werk! :)


murrks

08.12.2011 17:20:46

wow! Deine geschichte war echt super! Ich fand sie bis zum ende toll! Schade dass sie so zu ende geht...! Okay, ich glaube alle vor mir haben schon das geschrieben was ich auch denke ;D


Daiya

08.12.2011 21:26:18

Ich hab deine Story gestern erst richtig bemerkt und mich entschieden sie zu lesen und ich muss sagen, es war eine gute Entscheidung =) Die Story gefiel mir von Teil zu Teil immer besser, auch wenn ich an manchen Stellen Charlines Handlungen nicht nachvollziehen konnte und wirklich sauer auf sie war ;) Das Ende war soo traurig, aber zum Glück kamen Ramon und Charline doch noch zusammen! Dein Schreibstil ist unglaublich dramatisch, da fiel mir die Grammatik gar nicht auf, weil ich so in die Story versunken war! Alles in allem eine sehr schöne Story mit einer sehr wichtigen Message!!!


princess

10.12.2011 22:16:56

wow :) ich finde dein story ist echt der hammer :) ich weiß gar nicht was es daran zu bemeckern gibt. Der schluss ist ech traurig :// ich musste mir echt die tränen verdrücken. aber wahnsinnige story :)


Sheena Rose

05.01.2012 21:14:11

Is zuviel verlangt diese Story fortzusetzen ? Wäre Toll


e93

16.01.2012 00:52:31

Es tut mir Leid, aber die Geschichte wird nicht fortgesetzt.


Skylar

29.02.2012 01:59:30

Hab gerade die ganze Geschichte gelesen und muss sagen, dass sie wunderschön war. Außer ein paar Grammatik Fehlern ;) Das Ende hat mich an den Film 'Nur mit Dir' erinnert und ich musste weinen...obwohl ich es ungern zugebe


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