Te amo Darling - Teil 8
Autor: e93
veröffentlicht am: 25.08.2011
Kurz nach dem Ramon mein Zimmer verlassen hatte, kam Adriel rein.
Er saß sich neben mich auf mein Bett, ging mit seinen Händen vorsichtig durch meine Haare und gestand „Ich hab mitbekommen was passiert ist...“ jetzt saß ich mich auf, umarmte ihn und erzählte „Adriel du bist mir sehr wichtig. In diesem einen Monat bist du mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich einfach dieses Bedürfnis gespürt habe.“
Er legte seinen Zeigefinger auf meine Lippen und meinte „Charline es ist nicht deine Schuld, ich durfte es einfach nicht zulassen, aber was soll ich machen? Ich hab mit Ramon geredet, versucht das endlich dieser Krieg zwischen euch vorbei ist. Und das obwohl ich dich schon seit dem ich dich zum ersten Mal gesehen habe, süß fand.“
Überrascht schaute ich ihm in die Augen und fragte rot werdend „Du findest mich süß?“
„Charline ich stehe auf dich.“ ertönte leise seine Stimme.
„Adriel ich... ich weiß nicht was ich dazu sagen soll...“ gestand ich schockiert und überrascht zu gleich. Daraufhin hielt er meine Schulter fest, schaute mir tief in die Augen und fragte mit einem ernsten Gesichtsausdruck?
„Ist dir eigentlich klar wie wichtig du mir bist?“
Mein Herz klopfte wie verrückt und ich wusste nicht was ich denken sollte, einerseits hatte ich ja auch für ihn Gefühle entwickelt, aber andererseits war er doch der beste Freund von Ramon.
„Aber Ramon...“ fing ich meinen Satz an, doch er unterbrach mich und zur meinem Überraschen kam er sogar ein Schritt näher und meinte „Charline ich hab ihm Zeit gelassen, er hatte die Chance dazu das was zwischen euch ist zu ändern, aber anstelle das er kommt und mit dir redet, hat er sich dafür entschieden dich zu testen. Ist das jetzt meine Schuld wenn ich dir meine Gefühle gestehe und du sie erwiderst?“
Ich ging vorsichtig mit meinen Fingern über seine Wange, schaute jedoch gleich wieder tief in seine Augen und erwiderte „Nein ist es nicht. Adriel ich hab mich schon seit dem ersten Tag bei dir wohl gefühlt. Du bist ein toller Mensch und ich will dich nicht verlieren, aber ich will auch nicht zwischen dir und Ramon stehen.“
Er ließ mich los, saß sich auf mein Bett, schaute auf den Boden und gestand traurig
„er wird es sowieso noch akzeptieren, dass weiß ich... Aber soll ich solange mich von dir fern halten nur weil er mein bester Freund ist?“
Ich weiß das ich mich darüber freuen sollte, schließlich zeigte er mir das ich ihm sehr wichtig war. Aber der Gedanke das ich zwischen zwei besten Freunden stand, tat mir weh.
Mein Verstand und mein Herz hatten angefangen eine andere Sprache zu reden, doch auf welche ich hören sollte, wusste ich selber nicht. Ramon würde mich noch mehr hassen und das wollte ich auf keinen Fall. Was Adriel betrifft, schon seit dem ersten Tag an hatte ich das Verlangen danach gespürt ihn besser kennen zu lernen. Ja er gefiel mir, sehr sogar. Aber niemals würde ich die Freundschaft von ihm und Ramon gefährden. Ganz egal wie stark auch das Gefühl war ihn berühren und küssen zu wollen. Und selbst wenn mein Herz sich nun an Adriel gebunden fühlte... konnte ich nicht mehr als gute Freundschaft akzeptieren.
Um kurz für einen Moment abschalten zu können, schloss ich meine Augen, legte mich auf mein Bett, doch bemerkte wie er sich langsam zu mir legte.
Während meine Augen immer noch geschlossen waren, nahm er mein Gesicht und legte es auf seine Brust, anschließend ging er mit seinen Händen durch meine Haare, gab mir ein Kuss auf meinen Kopf und sagte traurig „ich würde dich so gerne glücklich machen.“
- Charline lass dir diesen Traummann doch nicht entgehen. Ramon ist doch selber Schuld. Warum willst du für ihn Adriel aufgeben? Das hat Adriel doch gar nicht verdient... -
Ja ist ja schon gut. Ich weiß das Ramon selber dran Schuld ist, aber ich bin nicht egoistisch erklärte ich meiner inneren Stimme.
Als ich kurz davor war ein zu schlafen, stand Adriel vorsichtig auf und verließ mein Zimmer.
Erst dann öffnete ich langsam meine Augen und spürte einen Stich im Herzen.
Ramons Sicht:
Nach dem ich Charlines Zimmer mit solch einer Wut verlassen hatte, schickte ich meine Gäste nach Hause und lief runter in den Keller, um meine Wut an den Trainingsgeräten raus zu lassen.
Es war nicht meine Absicht gewesen sie zu beleidigen, aber was sollte ich machen? Gerade als ich ihr endlich mein wahres Gesicht zeigen wollte, sah ich sie mit Adriel aneinander kuschelnd auf dem Liegestuhl liegen. Sie hatte mich enttäuscht, sich an Adriel ran gemacht und das obwohl sie ganz genau wusste, das er wie mein Bruder war. Charline war die Letzte gewesen, der ich so etwas zu getraut hatte. Schließlich hatte sie mich doch auch nie an sich ran gelassen, wie die Mehrheit der Mädchen die ich kannte. Aber warum dann ausgerechnet meinen besten Freund?
Ich kickte voller Wut gegen den Boxsack und stellte mir vor das es Charline wäre. Sie sollte dafür gerade stehen, was sie gemacht hatte...
Auch wenn ich ihr es niemals zeigte, war sie mir mit der Zeit sympathisch und wichtig geworden. Sie gehörte einfach zu meinem Alltag. Nein nicht nur zu meinem Alltag sondern zu mir.
Charline meine kleine hübsche Engländerin.
Mir war klar das ich in ihren Augen schuldig war, vielleicht hatte sie auch Recht aber hätte sie noch ein bisschen gewartet, hätte ich ihr mein wahres Gesicht gezeigt und ihr auch meine Gefühle gestanden.
Während meine Gedanken sich immer noch um Charline kreisten, kickte und schlug ich immer fester gegen den Boxsack. Sie sollte ihre Tat bereuen!
Sich an meinen besten Freund ran zu machen, hatte sich noch kein anderes Mädchen getraut gehabt, vor allem nicht unter meinem Dach. Überhaupt war Adriel immer der schüchterne, hilfsbereite und witziger Junge gewesen, der sich von solchen Sachen nie begeistern ließ.
Schließlich hatte er auch im Gegensatz zu mir, immer nur ernste Beziehungen gehabt.
Vielleicht war ja das mein Fehler. Das ich meine Zeit immer nur mit falschen Menschen verbrachte und mir nie wirklich Gedanken über die Zukunft machte. Wie denn auch wenn mein Herz und Verstand noch in der Vergangenheit war? Genauer gesagt bei dem Tod meiner Mutter. Es ist zwar jetzt schon 9 Jahre her das meine Mutter tot ist, aber trotzdem nimmt es mich mit. Immerhin war ich damals erst 13 Jahre alt. Ein Alter wo man die Mutter mehr als sonst braucht.
Sie hatte sich das Leben genommen, nur wegen meinem Vater. Nur weil er sie immer unter Druck setzte, sich nur um die Arbeit kümmerte und keine Zeit mehr für seine Familie hatte.
Meine Mutter hatte sowieso durch den ganzen Stress Asthma bekommen und wurde von Tag zu Tag immer depressiver und ihr Körper schwächer. Mein Vater sah das alles nicht, denn für ihn zählte nur die Politik. Er ist Schuld daran, dass ich den wichtigsten Menschen in meinem Leben verloren habe, aber als wäre das nicht genug hat er die Zärtlichkeit die er meiner Mutter nicht geben konnte, genutzt um angeblich seine Trauer zu überwinden. Jahre lang gingen fremde Frauen hier ein und aus und dann will mir einer erzählen, dass Politiker einen hohen Wert auf die Privatsphäre legen? Von wegen. Seit dem wir nach Madrid um gezogen waren, konnte mein Vater den Wert meiner Mutter nicht mehr schätzen und das obwohl meine Mutter 1993 den Miss España Titel erhalten hatte. Kaum zu glauben, eine Frau die ein 5 jähriges Kind hatte, wurde gewählt. Aber nicht nur das, sie war außerdem eine erfolgreiche Schauspielerin und Sängerin. Sie war nicht nur reicher und erfolgreicher als mein Vater, nein sie war eine sehr hübsche und bezaubernde Frau. Und obwohl zahlreiche Männer immer noch hinter ihr her waren, wollte sie nur seine Liebe, aber das hat sie nie bekommen. Im Gegenteil sie musste sich immer anhören, was für eine schlechte Ehefrau sie doch eigentlich wäre und das obwohl sie mit 18 schon Schwanger wurde. Sie hat so vielen Menschen geholfen, in dem sie nicht nur Geld gespendet hat, sondern selber hin geflogen und die Familien unterstützt hat. Als sie gestorben ist, hat nicht nur ganz Spanien und Portugal getrauert, sondern auch Hollywood. Sie war alles für mich, mein Lebenssinn, Hoffnung und vor allem die Person die ich am meisten in meinem Leben je lieben werde.
„UND NOCH EIN SCHLAG FÜR MEINEN VATER“ schrie ich wutentbrannt. Nur wegen ihm bin ich so geworden! Ich hab mich von ihm so erzogen lassen, wie er damals selber gelebt hat. Drogen, Sex und Alkohol. Erst kamen die Drogen, aber da mein Körper dies nicht verkraftet hat, gewöhnte ich mich an das Eine und Alkohol trinke ich sowieso nicht in der Öffentlichkeit.
Mein Vater hatte keine andere Wahl, außer mein Neues- Ich zu akzeptieren, denn schließlich war er der Grund warum ich so geworden bin.
Während ich langsam meine Wut an dem Boxsack raus gelassen hatte, kam Adriel in den Raum, setzte sich auf den schwarzen Couch hin und meinte „Ist dir eigentlich klar wie du Charline verletzt?“ „Adriel red in meiner Anwesenheit nicht über diese Schlampe. Siehst du nicht das sie nur mit dir spielt?“ fragte ich ihn nun, meine Augen verdrehend. Ich hatte keine Lust über dieses Mädchen zu reden, die Sache war für mich ein für alle mal erledigt. Die ganzen positiven Gefühle und Gedanken, hatten sich zu Hass entwickelt.
Während ich mich wieder meinem Boxsack widmen wollte, spürte ich Adriels Faust in meinem Gesicht.
„RAMON HALT DEINE VERDAMMTE FRESSE SIE IST KEINE SCHLAMPE!“
schrie er energisch.
Ich wischte mir das Blut weg, fing an frech zu grinsen und fragte ihn kränkend
„ach so deswegen schlägst du jetzt deinen eigenen Bruder?“
Und erst in diesem Moment bemerkte er, was er eben gerade da eigentlich gemacht hatte.
Er setzte sich wieder auf die Couch, spreizte seine Beine auf, beugte sich nach vorne und ließ seine Hände über seinen Knien fallen. Ich setzte mich zu ihm hin, legte meine Hand auf sein Schulter und meinte „Bruder das Mädchen macht dich verrückt. Siehst du nicht wie sie versucht uns beide gegeneinander aus zu spielen?“ Adriel schüttelte sein Kopf und erklärte
„Ramon nein. Sie redet die ganze Zeit darüber, dass sie dir das nicht an tun kann.“
„Wie?“
„Sie hat ein schlechtes Gewissen wegen dir.“
„Warum?“
„Keine Ahnung Bruder. Ich weiß nur das sie nicht zwischen uns beiden stehen will und deswegen sich mit mir nichts vorstellen kann.“ verriet Adriel von Trauer erfüllt.
„Weißt du was? Ich rede mit ihr.“ versprach ich ihn tröstend.
„Ich hab sie dir weg genommen nicht wahr?“ fragte Adriel Schuldbewusst.
„Nein hast du nicht. Mit uns wäre es sowieso nichts geworden.“ erklärte ich ihn anlügend.
Warum sollte ich ihm auch die Wahrheit sagen und ihn noch mehr verletzen?
Es war ja nicht seine Schuld das er sich in Charline verliebt hatte.
Adriel drehte nun sein Gesicht zu mir um, drückte mich und sagte „Danke Ramon.“
Ich drückte ihn zurück, stand auf und kurz bevor ich wieder nach oben lief, sagte ich ihm zu zwinkernd „das mit Charline und dir werde ich schon machen.“
Er bedankte sich, ich ließ die Tür fallen und lief hoch zu ihrem Zimmer.
Als ich vor ihrer Tür stand, atmete ich kurz ein und aus, klopfte drei mal an der Tür und wurde dann auch schon rein gebeten. Als Charline mich mit ihren verweinten Augen ansah, wurde mir erst klar was ich angerichtet hatte. Ich hatte sie tatsächlich mitten im Herz getroffen und jetzt tat es mir weh, sie so zu sehen. Ich musste wirklich lernen meine Wut unter Kontrolle zu halten.
„Ramon?“ fragte sie vorsichtig mit ihrer unglaublich sanften Stimme.
- Ehm Ramon bitte vergiss nicht warum du hier bist – erinnerte mich noch kurz meine Innere Stimme und brachte mich somit wieder zu mir selbst.
„Charline... darf ich mich hinsetzen?“
Sie nickte überrascht und machte Platz.
„Warum willst du Adriel nicht?“ fragte ich sie nun neugierig.
„Wegen dir. Ich will nicht zwischen dir und ihm stehen.“
„Aber es macht mich traurig, dass es ihm so schlecht geht... und das es dir auch schlecht geht. Ich hab dich mit meinen Wörtern verletzt tut mir Leid, aber bitte lass nicht Adriel dafür leiden.“
„Ich weiß nicht was ich will Ramon. Noch gestern wollte ich nichts mehr als Adriel, aber heute bin ich mir nicht mehr sicher.“
„Es liegt an mir. Glaub mir ihr wärt ein tolles Paar.“ erklärte ich ihr aufrichtig.
Sie lächelte mich an, schaute mir dabei in die Augen und sagte „danke...“
Ich nickte sie zurück anlächelnd, stand auf, verließ ihr Zimmer und lief direkt in die Arme eines fremden Mädchens, die gerade an den Treppen stand.
„AUA“ rief sie, sich ihren Kopf fest haltend und dabei mich entsetzt anguckend.
Während ich sie auslachte, betrachtete ich sie genauer...
- Wow Ramon ist dir eigentlich klar, was für eine Schönheit dir gerade gegenüber steht? -
Ja und was für eine Schönheit antwortete ich begeistert meiner inneren Stimme.
Sie hatte wunderschöne, lange und gewellte tizinrote Haare, die sie ab der Mitte, nach vorne hin geflochten trug. Außerdem schimmerten ihre grauen großen, dennoch leicht asiatischen Augen und vor allem ihr rosanes Kussmund erweckte meine Aufmerksamkeit.
Der Nasenpiercing sorgte dafür, dass ihre Nase schmaler aussah und vor allem diese leicht gebräunte Hautfarbe ließ den Körper makellos wirken. Durch das enge und kurze Kleid konnte man sogar die Größe ihrer Brüste, ihre Kurven und langen Beine gut erkennen und ich muss sagen das was ich sah, machte mich wirklich sprachlos. Als sie mich erwischte wie ich sie begutachtete, schaute sie mich ebenfalls musternd an und tastete mit ihren Fingern über mein Augenbrauenpiercing und sagte fasziniert „Hammer. So etwas wollte ich mir auch machen lassen.“ Wir lächelten uns gleichzeitig an, sie streckte mir ihre Hand entgegen und stellte sich vor
„Hallo ich bin Noelle Evans.“ ich nahm sofort ihre weiche Hand entgegen und meinte
„Freut mich sehr dich kennen zu lernen und ich bin Ramon Villar.“
Als sie hörte das ich Ramon bin, umarmte sie mich sogar herzlich und sagte „ich bin die beste Freundin von Charline und ich muss sagen das was ich alles über dich gehört habe hat mich überrascht.“ Sofort fing ich an zu lachen und verriet „aber von dir hab ich leider noch nichts gehört.“
„Ich mag es auch nicht im Mittelpunkt zu stehen.“ erklärte sie traurig spielend und fügte hinzu „Charline weiß nicht das ich hier her gekommen bin. Ihre Mutter hat mich eingeladen, also wenn du mir ihr Zimmer zeigen würdest wäre ich dir sehr Dankbar Herr Villar.“
Ich nickte freundlich und antwortete „gerne Miss Evans.“
Also zeigte ich ihr Charlines Zimmer und lief anschließend hoch in mein Zimmer.
- Man was für ein Tag mit was für einer tollen Überraschung -
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Kommentare
sunny | 25.08.2011 15:22:26 |
oha... das wird spannend... weiter so!!! | |
sa | 26.08.2011 01:49:22 |
Noelle soll sich bloß von ramon weg scherren, sonst bekommt sie es mit mir zu tun. Coole story | |
Cri.Chan | 28.08.2011 16:11:17 |
okay jetzt bekommst du ein richtiges kommentar von mir!! HAMMER! also dieser teil topt alles :D die anderen sidn auch gut, klar immer mal wieder ein paar schreibfehler aber die sind nicht schlimm, denn der inhallt ist echt spannend, gut geschrieben und vorallem beschreibst du die dinge gut! es ist echt wahnsinnig romantisch und gefühlvoll alles! da weiss man gar nicht, ob man sich für ramon oder Adriel entscheiden soll! ich persönlich bin für Adriel ;) (da merkt man erst, dass es echt blöd ist, wenn eigentlich 2 anderepersonen füreinander bestimmt sind (damian und carin) und da eben noch ein anderer dazwischenfunkt der auch nicht schlecht ist (marc, bei mir jetzt ;) ) ich bin wirklich gespannt, ob jetzt Charline mit Ramon oder Adriel zusammen kommt, denn wenn Ramon vll mit Charlines bester freundin zusammen kommt, dann wärs ja auch ein happy end.. aaaaber XD iwie passt das dann wieder nicht! mensch bin ich gespannt! das glaubst du gar nicht! dieser teil hat auf jeden fall 10 sterne von mir bekommen! super gut! schreib bitte bald weiter!!!!! HDL und LG :* | |
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