This is how it goes

Autor: Parisienne
veröffentlicht am: 14.04.2011


Hey! Ich melde mich mal zurück. Hatte da so eine kleine Krankenhausfantasie :o) Vielleicht zu viele Arztserien gesehen oder so. Auf einmal musste ich etwas schreiben. Und nachdem ich wochenlang auf "Love and other obscurities of human being" gestarrt habe und einfach völlig unkreativ war, hat mich endlich mal wieder die Muse geküsst =)
Kann ich euch natürlich nich vorenthalten.

Da isses:

This is how it goes

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Die Katastrophe ereignete sich am 24. Dezember. Heiligabend. Dr. Ryan Andrews hatte gerade seinen Nachtdienst im St.-Josef-Krankenhaus in Hamburg begonnen, es musste also so gegen 20:00 Uhr geschehen sein.
Es war ein hektischer Tag gewesen und Dr. Andrews erwartete nicht, dass die Nacht ruhiger werden würde. Zu Weihnachten passierten die verrücktesten Dinge, Leute spießten sich an Bratengabeln auf oder wurden von Weihnachtsbäumen erschlagen. Zuweilen probierten übereifrige Vorstadtbewohner schon die ersten Feuerwerkskörper der Saison aus und verbrannten sich fürchterlich die Finger oder wurden von herabfallenden Raketen getroffen. Das waren dann die Dinge, die nicht in Dr. Andrews’ Fachgebiet fielen. Er arbeitete seit eineinhalb Jahren am St. Josef als Neurochirurg, davor hatte er 2 Jahre lang in Schweden mit Forschung verbracht und die eine oder andere kleine brillante Studie veröffentlicht. Er war gut in dem was er tat und das wusste er genauso gut wie der Vorstand des Hamburger Krankenhauses, der ihn damals mit einem unausschlagbaren Angebot hierher gelockt hatte. Ursprüngliche stammte seine Familie aus Irland, er selbst war noch in Dublin geboren. Aber dann war die Familie erst nach Deutschland gezogen und schließlich nach Schweden. Dort lebten seine Eltern noch immer, während er selbst nach Deutschland zurückgegangen war. Die deutsche Sprache hatte er in der Schule von Grund auf gelernt, während ihm schwedisch noch immer nicht so leicht von den Lippen ging.

Gerade war es einen Moment lang ruhig. Dr. Andrews hatte den allabendlichen Rundgang zwischen den Patienten der Intensivstation erledigt und dabei keine besonderen Auffälligkeiten oder Situationen, die sein sofortiges Eingreifen erforderten, festgestellt. Er musterte sich kurz in dem Spiegel, der neben der Tür seines Büros hing. Seine blauen Augen blickten ohne eine Spur von Müdigkeit aus seinem erholt und frisch wirkenden Gesicht, und das obwohl er erst gegen Nachmittag aus dem Krankenhaus heraus gekommen war. Er hatte nicht mehr als 4 Stunden geschlafen und gleich darauf wieder den Nachtdienst angetreten. Er fuhr sich durch sein blondes Haar und richtete den Kragen seines Kittels.
Als er sich gerade der Akte einer 58-jährigen Patienten mit einem komplizierten Tumor in der Nähe der Hypophyse widmen wollte, meldete sich sein Pieper. Dr. Andrews warf einen kurzen Blick darauf, ließ die Akte fallen und machte sich sofort auf den Weg in die Notaufnahme. Er lief mit langen, eiligen Schritten den schier unendlich erscheinenden Gang entlang zu den Fahrstühlen, sah, die große rote Ziffer, die ihm suggerierte, dass der Lift in der 7. Etage hing, und entschloss sich im Bruchteil einer Sekunde statt zu warten die Treppe zu nehmen. Er erreichte die doppelflügelige Tür der Notaufnahme bevor der Lift überhaupt die Etage passierte, in der sein Büro lag. Schwester Maria erwartete ihn bereits, sie reichte ihm ein Klemmbrett und versuchte mit seinen Schritten mitzuhalten, während sie ihm erklärte was vorgefallen war:
„Es gab ein Schiffsunglück, draußen vorm Timmendorfer Strand, ein Frachter hat eine Yacht überfahren, das kleine Boot hatte natürlich keine Chance. Es waren 17 Menschen an Board, höchstwahrscheinlich sind alle tot, außer sie.“ Die Schwester deutete in einen Traumaraum, in dem bereits mehrere Ärzte und anderes Personal fieberhaft versuchten viele Geräte an ein menschliches Wesen anzuschließen, einen Zugang zu legen und die vielen Blutungen zu stillen. „Weiblich, um die 25 Jahre, wir wissen nicht wie sie heißt oder wo sie herkommt. Der Helikopter hat sie gleich hierher gebracht, sie hat schwerste Kopfverletzungen.“ schloss sie, während Dr. Andrews sich bereits die Hände desinfizierte und den Mundschutz aufsetzte. Mit dem Ellenbogen schob er die Tür auf und übernahm sofort das Kommando über das Gewusel, das um die Patientin herum herrschte. Er warf einen Blick auf ihr Gesicht, geschwollen, blutüberströmt, nahezu unkenntlich. Lange dunkle Locken umkränzten ihr Gesicht, sie waren nass und strähnig vom Blut.
Dr. Ingmar Jessen, der diensthabende Arzt in der Notaufnahme begann ohne Begrüßungsfloskeln sofort mit dem ersten Überblick:
„Wir haben sie geröntgt, sie hat sich den rechten Arm zweimal gebrochen, außerdem noch drei Rippen auf der rechten Seite und den rechten Ringfinger. Sie hat eine große Platzwunde am Hinterkopf, mindestens ein Schädel-Hirn-Trauma, in der Schläfe links stecken jede Menge Glassplitter und sie blutet aus allen möglichen Löchern. Wahrscheinlich müssen wir sie aufmachen, der Blutdruck sieht nicht gut aus und sie blutet in den Bauchraum.“
Dr. Andrews hielt die Bilder ins Licht:
„Wir brauchen sofort ein Kopf-CT!“

Fünfeinhalb Stunden später, um 00:48 Uhr stand Dr. Ryan Andrews in Zimmer 305 der Intensivstation am Bett seiner namenlosen Patientin. Er hatte gerade Ihren Schädel geöffnet und ein Subduralhämatom aus ihrem Temporallappen entfernt während Dr. Grossmann die Blutung in ihrem Bauchraum, die von der linken Niere ausging, gestillt hatte. Ihr Kopf war verbunden, die vielen kleinen Splitter waren entfernt und die Wunden versorgt worden. Ihr rechter Arm lag von der Schulter bis zu den Fingern komplett in Gips. Es war äußerst knapp gewesen, aber sie lebte noch. Ob sie die Nacht überstehen würde, konnte er nicht sagen, aber ihre Werte schienen stabil zu sein. Er hatte alles getan was er konnte und es sah vielversprechend aus. Normalerweise kam jetzt der Teil, wo er das den wartenden Angehörigen sagen sollte, aber diese dunkelhaarige junge Frau hatte niemanden, der auf sie wartete. Es waren Stunden vergangen und niemand hatte sich gemeldet, weder im Krankenhaus, noch bei der Polizei. Dr. Andrews wusste inzwischen, dass sie vorerst die einzige Überlebende des schlimmen Seeunfalls vor dem berühmten Ostseestrand war. Des Weiteren hatte die Polizei herausgefunden, dass es sich bei der Party an Board der Yacht um eine Hochzeitsfeier im Familienkreis gehandelt hatte, aber wohl nicht um ihre eigene. Es machte ihn unglaublich betroffen, dass diese junge Frau heute Abend wahrscheinlich den Großteil ihrer Familie verloren hatte. Er hoffte, dass sich im Laufe des nächsten Tages noch jemand melden würde. Vielleicht eine Tante, eine Cousine oder ein Freund. Es könnte auch ein Ehemann sein, er wusste ja immer noch nichts über sie, keinen Namen oder Familienstand. Vielleicht hatte sie Kinder? Ihm lief ein Schauer über den Rücken weil er wusste, dass auch zwei Kleinkinderleichen aus der Ostsee geborgen worden waren. Unruhig kontrollierte er seine anderen Patienten. Er war froh, dass in dieser Weihnachtsnacht alles unter Kontrolle zu sein schien. Um 02:39 Uhr verabreichte er Katharina Klinger, einem 28-jährigen Gewaltopfer, der von ihrem Freund der Schädel mit einem Hammer eingeschlagen worden war, ein stärkeres Schmerzmittel. Kurz danach checkte er den Hirndruck von Arnim Becker, er war darauf vorbereitet jederzeit eine Operation vornehmen zu müssen, sollte sich der Druck verstärken. Eine Sonde in Arnims Kopf sorgte dafür, dass jede Veränderung registriert wurde.
Anschließend kehrte er wieder an das Bett der namenlosen jungen Frau zurück. Er sah sich alle Werte an, der Puls war ein wenig schwach, aber regelmäßig. Er beugte sich ganz nah über sie und lauschte ihren mühsamen, rasselnden Atemzügen.
„Was ist dir da draußen zugestoßen?“ fragte er leise.
Er wusste, dass er keine Antwort bekommen würde, aber er sprach immer mit seinen Patienten, auch wenn sie sich im Koma oder unter Narkose befanden, er war überzeugt davon, dass die Worte irgendwie durchdringen würden.
„Wir kriegen dich schon wieder hin. Dein Gehirn sieht gut aus, ich habe alles erwischt und die Schäden halten sich in Grenzen. Wenn wir Glück haben, wirst du in ein paar Monaten nichts mehr davon merken.“
Das war sehr optimistisch gesagt, denn erstens wusste er nicht, in wie weit die Patientin Beeinträchtigungen zurückbehalten würde, nach einem solchen Schlag auf den Kopf konnte das alles Mögliche sein, und zweitens wusste er nicht, ob sie überhaupt jemals wieder aufwachen würde. Natürlich, die Werte wiesen keine negativen Anzeichen auf und ihr Körper war jung und kräftig und schien das alles irgendwie zu überstehen, aber ob diese junge Frau die Augen jemals wieder aufschlagen würde konnte kein Mensch sagen. Er musterte sie, ihr Haar war gewaschen worden und lockte sich in sanften, hellbraunen Wellen aus dem dicken Kopfverband hervor und bedeckte ihre Schultern. Sie war in eines dieser Krankenhaus-Hemden gesteckt worden und jede Menge Schläuche und Kabel verliefen von ihrer Brust und ihrem linken Arm zu den medizinischen Geräten neben ihrem Bett. Sie schien sehr hübsch zu sein, aber viel konnte er nicht erkennen in ihrem geschwollenen, geschundenen Gesicht. Er seufzte kurz, maß noch einmal ihre Temperatur und nachdem er sich davon überzeugt hatte, dass das Fiber den Umständen entsprechend normal war, wandte er sich zum gehen.

Bevor Dr. Andrews gegen 10:00 Uhr des ersten Weihnachtsfeiertages das Krankenhaus verließ, hatte er sich ein weiteres Mal davon überzeugt, dass seine Patientin noch lebte und dass es keine Komplikationen gab. Er übergab den Fall an seine Kollegin Dr. Tanja Südow und ebenso den anderen Schädel-Hirn-Trauma-Patienten, der in den frühen Morgenstunden ins St. Josef gebracht worden war. Alles in allem war es eine relativ ruhige Heiligabendnacht gewesen, er hatte schon sehr viel hektischere erlebt. Und dennoch fühlte er sich seltsam müde und abgespannt. Er hatte heute einen freien Tag und war abends zum Essen bei seiner Schwester eingeladen, aber als er schließlich frisch geduscht im abgedunkelten Schlafzimmer in sein Bett schlüpfte und versuchte einzuschlafen, konnte er nicht richtig abschalten. Immerzu geisterte ihm diese unbekannte junge Frau vor seinem inneren Auge herum. Sie war so allein. Er hoffte inständig, dass es irgendwo noch jemanden gab, der sie liebte, hoffte, dass ihr Freund oder Ehemann nicht mit auf der Yacht war und dass sie wieder vollständig genesen würde. Nach einer halben Stunde gab er schließlich auf, er sprang aus dem Bett, zog sich seine Sportkleidung an und packte in seine Tasche ein Handtuch, eine Flasche Mineralwasser und seinen Geldbeutel. Dann joggte er in sein Fitnesscenter ein paar Straßen weiter, strampelte sich zwei Stunden lang kaputt und dann endlich fand er Schlaf.

Bevor Dr. Ryan Andrews bei seiner Schwester Johanna und ihrer Familie zum Weihnachtsessen erwartet wurde, schaute er noch einmal im St.-Josef-Krankenhaus vorbei um nach Mrs. Unbekannt zu sehen. Als er am Schwesternzimmer der Intensivstation vorbei schritt, hielt ihn Schwester Maria auf:
„Dr. Andrews! Es gibt Neuigkeiten wegen ihrer Patientin in 305!“
Er blieb abwartend stehen, während Schwester Maria den letzten Rest ihres Käsebrötchens herunterschluckte und sich ihre Hände an ihrem Kittel abwischte.
„Sie heißt Arianne Fabienne Hammerstein und ist 24 Jahre alt.“ Schwester Maria reichte Dr. Andrews die Kopie eines Polizeiberichtes. „Die Familie ist erst vor 3 Monaten aus Marseille, Frankreich nach Hamburg übergesiedelt. Sie haben gestern die Hochzeit ihres Sohnes Olivier gefeiert, Arianne’s Bruder. Tragisch das alles, er ist tot, genau wie ihre Eltern, die Braut und deren Familie und sämtliche Großeltern. Die beiden kleinen Mädchen waren Elise und Julienne, ihre Nichten.“
Dr. Andrews atmete gepresst aus. Wie furchtbar! Sie hatte auf Schlag alle verloren. Und das junge Hochzeitspaar hatte nicht mal die Hochzeitsnacht erleben dürfen. Auf dem Polizeibericht war auch der Familienstand von Arianne Hammerstein vermerkt: ledig.
„Die Familie hat zwei Häuser hier in Hamburg.“ fuhr Schwester Maria fort, „Arianne hat in diesem Jahr ihr Studium abgeschlossen und war gerade dabei in das Unternehmen ihres Vaters mit einzusteigen, ein großer Verlag.“
„Hat sie noch irgendwelche Angehörige?“
„Es ist nichts bekannt.“
„Wie schrecklich. Es gibt keine schlimmere Nachricht für jemanden, der gerade am Hirn operiert wurde. Wie soll sie da normal genesen? Das macht keine Seele mit.“
„Ja, ich fürchte mich auch vor dem Moment, wo sie aufwacht und wir ihr das beibringen müssen.“ pflichtete Schwester Maria bei.
Dr. Andrews atmete tief ein und sagte:
„Das übernehme ich. Ich möchte, dass sie mich anpiepen so bald sie wach wird. Egal, welche Uhrzeit oder ob ich frei habe oder sonst was. Piepen sie mich an, sobald sich irgendwas an ihrem Zustand verändert!“
Er wartete nicht ab, was die Stationsschwester dazu sagte, sondern drehte sich sofort um die eigene Achse und lief schnurstracks den Gang hinunter Richtung Zimmer 305.
„Hallo, Arianne.“ begrüßte er sie und strich ihr vorsichtig mit dem Handrücken über die Wange.

Am Abend des nächsten Tages erwachte Arianne Hammerstein. Sie blinzelte irritiert in die hellen Lichter an der Decke und schaffte es kaum, die Augen ein paar Sekunden lang offen zu halten. Sie hatte rasende Kopfschmerzen, und als sie versuchte zu hüsteln zuckte sie vor Schmerz unwillkürlich zusammen, was ihr wieder Höllenschmerzen bescherte. Verdammt, wo war sie und was war hier los? Sie fühlte sich, als wenn sie von einem LKW überrollt worden wäre. Sie versuchte nachzudenken, sich zu erinnern, aber selbst das verursachte noch mehr Schmerzen. Arianne hörte, wie links von ihr eine Tür geöffnet wurde, Schritte näherten sich ihr. Sie versuchte lange genug zu blinzeln um zu sehen, wer da auf sie zukam. Es war ein großer, blonder Mann, mehr erkannte sie nicht und länger konnte sie die Augen nicht offenhalten.
„Arianne?“ hörte sie ihn sprechen.
Sie versuchte gegen den Nebel anzukämpfen, der ihr Gehirn umwaberte.
„Arianne, hören sie mich?“
„Mmm-hm.“
„Schön, dass sie bei uns sind. Können sie die Augen noch einmal öffnen, bitte?“
„Aaaah!“ sagte sie schwach.
Sie versuchte es. Brachte alle Willenskraft auf, die sie irgendwie in der letzten Ecke ihres Kopfes finden konnte, schließlich schaffte sie es und das grelle Licht blendete sie wieder. Sie erkannte, dass der Mann ihr mit einer kleinen Lampe direkt in die Augen leuchtete.
„Sie sind im St.-Josef-Krankenhaus in Hamburg.“ hörte sie ihn sagen, „Ich bin Dr. Ryan Andrews. Haben sie Schmerzen?“
„Ja.“
„Geben sie ihr noch eine Dosis, Maria.“ Und wieder an Arianne gerichtet: „Können sie mir sagen wie ihr vollständiger Name ist?“
Sie schwieg. Er hatte aufgehört sie zu blenden und die Augen waren wie von allein wieder zugefallen. Sie hatte jetzt keine Kraft mehr, konnte dieser Typ sie nicht einfach in Ruhe lassen?
„Mmmmmh.“ machte Arianne wieder.
Sie spürte, wie etwas ihren linken Oberarm umschnürte, es wurde immer enger und gleichzeitig machte es einen furchtbaren Lärm.
„Wasssis das?“ lallte sie.
Sie hörte, wie dieser Dr. Soundso leise lachte.
„Das ist nur das Blutdruckmessgerät. Ist gleich vorbei.“
Er hatte Recht, keine zwei Sekunden später war der Druck plötzlich weg.
„Sagen sie mir wie sie heißen, dann lasse ich sie wieder in Ruhe.“
Diese Stimme drang nur noch sehr ungenau in ihr Bewusstsein. Sie wusste schon nicht mehr, wie das Gesicht dazu aussah, aber sie wollte dem Drängen nachgeben und versuchte es:
„’Rianne `Fbienne Hmmmersteinnn“
„Dankeschön. In Ordnung, schlafen sie weiter.“
Aber das hörte Arianne schon nicht mehr.

Dr. Ryan Andrews war zufrieden. Sein Sorgenkind Nummer eins war aufgewacht, und zwar noch früher, als er befürchtet hatte. Sie war nicht wirklich bei sich gewesen, aber das was sie gesagt hatte, reichte schon aus um einschätzen zu können, dass wichtige Bereiche wie ihr Gedächtnis nicht in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Wenn die Patienten gleich nach dem Aufwachen nach einer Hirn-OP ihren Namen noch wussten, war das sehr gut.
Sie war sofort wieder eingeschlafen und er war froh, dass sie noch ein bisschen ruhig schlafen konnte, bevor er ihr die schlimme Nachricht vom Tod ihrer Angehörigen übermitteln musste. Auch an diesem Tag hatte sich niemand gemeldet, der Arianne suchte. War ja eigentlich auch klar, sie war gerade erst hergezogen. Scheinbar hatte sie auch keinen Freund, denn der wäre mittlerweile sicher aufgetaucht.
Er blickte auf das kleine Tischchen neben ihrem Bett. Dort waren keine Blumen und keine persönlichen Sachen. Alles was Arianne Hammerstein am Körper getragen hatte war zerrissen und voller Blut gewesen. Man hatte weder ein Handy, PDA oder Geldbeutel bei ihr gefunden, er vermutete, dass sie eine Tasche bei sich gehabt hatte, die jetzt irgendwo auf dem Grund der Ostsee lag. Es gab nichts was eine Verbindung zur Außenwelt herstellte, zu ihrem Leben vor dem Unfall. Alles was man wusste, war wo sie wohnte.
Er machte ein paar Notizen in ihrem Krankenblatt und informierte die Stationsärztin sowie den Neurologen und den Neffrologen.






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Kommentare

Ellen

14.04.2011 15:18:16

Na endlich! Dachte schon du bist tot oder so :-) Freu mich voll, mal wieder von dir zu lesen! Klingt schon mal interessant.


nacomi

14.04.2011 16:40:11

Wie immer ist dein Stil so gut wie unfehlbar, liebe Parisienne. Und wie immer weiss mir der Beginn deiner Geschichte zu gefallen (eventuell erwaehnst du etwas zu oft einen etwaigen Ehemann oder Freund *lach*).


Beautiful

14.04.2011 19:35:15

Ich würde meine Begeisterung am liebsten laut herausschreien :) Endlich ist eine der Besten wieder zum Leben erwacht. Ich freue mich riesig auf diese neue Story :):) Schreib schnell weiter!


MusicJunkie91

14.04.2011 21:26:00

Uuuh, ich liebe Arztgeschichten! :D Okay, ich liebe alle Arten an Geschichten aber na ja ;D Gefällt mir! Bin super gespannt wie es weiter geht.


Cri.Chan

15.04.2011 00:33:30

wow! mehr fällt mir nicht ein :D wie toll deine geschichte bis jetzt klingt! dein schreibstil ist wie bereits erwähnt undfehlbar und ich freue mich schon auf den nächsten teil!!!


Sunny

15.04.2011 08:16:42

Ich steh auch total auf Arzt-Geschichten!!! Und eine von dir find ich ja erst recht gut!


Anna :)

15.04.2011 13:56:48

@Parisienne: Darf ich dich fragen wie alt du bist? :)


Lala

15.04.2011 14:21:13

Juhuu! :D Supertoller erster Teil! Hört sich total professionell an, als wärst du wirklich eine Ärztin mit jahrelanger Erfahrung :D Ich finds toll wie viel du immer für deine Geschichten recherschierst und dich vorher informierst :)


Parisienne

15.04.2011 22:49:36

Danke euch allen! Is lieb :) @ Anna - ich bin 24. Darf ich mal fragen, warum du das wissen willst? =)


Anna :)

16.04.2011 19:46:03

Oh 24...ich hätte gedacht du wärst jünger :D Ich war nur so beeindruckt von den Kenntnissen in dem Text und da wollte ich eben wissen, wie alt du bist und ob du vielleicht selbst etwas mit Medizin zu tun hast :)


Daysi

17.04.2011 13:54:59

ohh bitte weiter schreiben :)


Jenna

17.04.2011 21:51:52

Sehr schön! Bin mal wieder begeistert -_-


himbaereis

18.04.2011 13:33:44

Uhhh, endlich eine neue Geschichte von dir


Parisienne

18.04.2011 16:41:46

Nee ich bin echt schon voll alt *_* Aber ich sollte vielleicht noch zu der Story sagen, dass ein echter Mediziner sich sicherlich die Haare raufen würde. Neurologe kann man eigentlich nicht vor seinem 30. Lebensjahr werden, von der Ausbildung her. Und auch andere Sachen habe ich eher aus Grey's Anatomy, Dr. House und Hawthorne. Vergessen wir mal nicht Emergency Room ;D Also alles nicht echt, ich komme überhaupt gar nicht aus der Branche... Grüße! Und danke an alle lieben Kommentierer!


Anna :)

18.04.2011 18:31:34

Dafür klingt es aber ziemlich proffessionel ;)


Shadow

18.04.2011 18:52:21

Mann bin ich froh wieder von dir zu hören;) Freue mich schon total auf deine nächsten Geschichten ...Und toller Anfang übrigens erinnert mich an eine Freundin der etwas Ähnliches passiert ist. LG


Arli

18.04.2011 21:46:30

Oooooh schön! Ich stehe tierisch auf Krankenhaus-Arzt-Gschichten!! Und aus was für einer Branche kommst du, wenn nicht Medizin?


Parisienne

20.04.2011 09:34:12

Juristische Branche ;o) Ganz was anderes^^


Anna :)

20.04.2011 12:43:29

Oo Anwältin oder so was? :D


Parisienne

20.04.2011 14:32:11

nee o_O ich arbeite im Wirtschaftsrecht und studiere noch. Kann noch dauern^^


Anna :)

21.04.2011 13:28:00

Ach so, na dann... :D


Jenna

21.04.2011 20:09:36

Wirtschaftsrecht?? O_O


Parisienne

16.05.2011 14:49:59

Unternehmensberatung :)


sunny

07.07.2011 23:34:49

Parisienne, schön, wieder von dir zu hören!!! Hab mir diese Geschichte hier echt lang aufgehoben, bis ich sie zu lesen angefangen habe; und hey, der Anfang klingt (wie immer eigentlich) toll!!! Jetzt bin ich auf den Rest gespannt!


e93

18.09.2011 03:28:42

Wow endlich konnte ich mir auch die Zeit nehmen und anfangen deine Geschichte zu lesen. Sie gefällt mir sehr, vor allem aber deine Schreibweise ist super. =)


Polarsternchen

27.09.2011 10:45:47

Ich liebe den Anfang! Wow, der berührt mich echt hart! Das ist sooooooo gut! Bin wahnsinnig gespannt wie es weiter geht, aber ich kann nur bestätigen, ein überirdisch guter Anfang, spannender kann eine Geschichte kaum beginnen! Ich hänge hing sofort fest! :D


Matti

05.02.2012 12:08:13

Super Anfang. Allerdings finde ich es unlogisch,das die Patientin nach Hamburg in die Klinik gebracht wird,wo Lübeck erstens näher & zweitens ne Universität besitzt ;) Aber naja :D


Joy

27.02.2012 19:34:40

So ein toller Schreibstil! Hört sich echt interessant an:)


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