boys+bauernhof=??? - Teil 4

Autor: lissilein xDD
veröffentlicht am: 24.06.2011


Noch immer den Anblick seiner einfach göttlichen Augen vor mir schloss ich die Augen und probierte einzuschlafen. Komischerweise kamen von meinem eindeutig viel zu attraktiven Zimergenossen weder ein Lachen noch sonst irgendwelche blöden Sprüche. Entspannt lehnte ich mich in meinem zurückgewonnenen Kissen zurück und schlief irgendwann ein.

"Mann, ich brauch das nicht. Ich kann gehen, ok!?", von diesem Satz wurde ich munter und schlug verwundert meine Augen auf. Ich sah mich erstmal verwirrt um bis mir wieder einfiel wo ich eigentlich war. Mit einem Seufzen drehte ich meinen Kopf zu Tim der gerade mit einer wirklich viel zu dicken und unfreundlich wirkenden Krankenschwester disskutierte. "Morgen!", sagte ich noch ganz schlaftrunken, doch ich erntete nur einen genervten Blick von Tim und einen ärgerlichen von der Schwester. Einen Augenblick später sah ich sogar das Ding, dass anscheinend an der Disskussion schuld war- eine Urinflasche. Ich musste mich echt zusammenreißen um nicht vor Lachen loszubrüllen, denn die Situation war einfach zu komisch: Tim, der mit der Schwester stritt ob er nun in diese Flasche pinkelt oder aufs WC gehen darf und die Schwester, die ihm die ganze Zeit das Ding unter die Nase hielt.
Ich spürte schon, dass sich ein gewaltiger Lachkrampf anbahnte und schaffte es auch nicht mehr ihn zurückzuhalten. Laut brüllend vor Lachen lag ich in meinem Bett und konnte nicht mehr aufhören. Meine Rippen taten mir entsetzlich weh doch so sehr ich es wollte, ich bekam den Lachkrampf nicht unter Kontrolle. Irgendwann beruhigte ich mich dann, zumindest soweit, dass ich nur mehr leise vor mich hin kicherte, und sah zu Tim. Ganz ehrlich ich habe in meinem Leben noch nicht so ein rotes Gesicht gesehen wie das von meinem werten Zimmerkollegen. Er sah aus wie eine Tomate die man zu lang am Stock gelassen hatte und dann dunkelrot wird. Die Schwester legt nur kopfschüttelnd die Flasche auf das Nachtkästchen und schlurfte aus dem Zimmer.
"Tut mir leid, dass ich so gelacht habe, aber die Szene war einfach zum Schreien.", sagte ich entschuldigend zu Tim der mich-inzwischen ist sein Gesicht schon wieder normal und nicht mehr so rot- misstrauisch beäugt. "Hmpf. Lass mich einfach mal in Ruhe", meinte dieser leicht ärgerlich. "Warum liegst du eigentlich im Krankenhaus?", fragte ich ihn vorsichtig, was er mir mit einem genuschelten, Blinddarmdurchbruch, beantwortete.
Ich hatte nicht mehr viel Zeit über ihn nachzudenken, denn zirka 10 Minuten später stand meine beste Freundin Vicky, mit einem riesigen Blumenstrauß und einer großen Packung Schokokekse in meinem Zimmer. "Lina, was machst du denn für Scheiße?! Man sollte dich anketten damit du dich nicht verletzt....", begrüßte sie mich und drückte mir überschwänglich die Blumen und die Kekse in die Hand, beziehungsweise sie legte sie auf mein Nachtkästchen, da ich sie nicht halten konnte. Genau in dem Moment in dem ich ihr sagen wollte, wie sehr ich mich über ihren Besuch freute, sah sie zu Tims Bett und ich bemerkte schon ihren verträumten Blick , den sie immer hatte wenn ihr ein Junge gefiel. Ich konnte es ihr ja nicht verübeln. Tim war wirklich erste Sahne, doch es passte mir gar nicht, dass sie ihn so ansah, weil ich ja in ihn verknallt war- zumindest glaubte ich halt zu diesem Zeitpunkt das ich in ihn verknallt war. Er schien jedoch auch ganz angetan von ihr zu sein, und ich konnte es ihm ja auch nicht verübeln. Vicky war einfach das Mädchen das sich jeder Junge als seine Freundin wünscht.
Sie ist groß und mindestens 2 Drittel ihres Körpers bestehen aus wunderschönen Beinen. Ihre langen blonden Haare fallen ihr weich über die Schultern und enden etwas unter ihren Schulterblättern. Ihr Gesicht, ist genauso perfekt wie das von einem Baby. Ihre strahlenden blauen Augen werden von buschigen, langen Wimpern umrahmt, welche meist mit viel Wimperntusche betont werden. Sie ist einfach zu beneiden, mit ihrer perfekten Figur und so.
Sie dreht sich mit einem Strahlen in den Augen wieder zu mir um und flüsterte mir zu: "Oh mein Gott!! Der ist ja der Wahnsinn." ich konnte nur mit einem "Hm" antworten, als sie-anscheinend hat sie mich schon vergessen- sich einfach zu Tim setzte und anfing mit ihm zu reden. Ich musste zusehen und es versetzte mir einen Stich, einen ziemlich großen sogar. Natürlich wusste ich, dass es albern von mir war, da ich doch gar nichts mit ihm am Laufen oder so hatte, nur hatte ich mir einfach Hoffnungen gemacht. " So ein Scheiß aber auch. Ich hätts mir ja auch denken können!", dachte ich mir wütend und nahm die Kekse vom Nachtkästchen und begann loszufuttern. Ja ich bin eindeutig ein Frustesser, aber es war mir einfach schon so egal- normalerweise reiße ich mich zwar zusammen um meine Figur zu halten, doch heute wollte ich mich nicht zusammenreißen, ich wollte mich einfach nur mit sämtlichen Kalorien vollstopfen. Ich fühlte mich so mies wie schon lang nicht mehr, ich mein was würdet ihr machen wenn ihr zuhören müsstet wie eure beste Freundin und der fescheste Typ den du je gesehen hast miteinander flirten?.
Ich fühlte mich so scheiße, dass ich mich einfach nur mehr in einem Erdloch verkriechen wollte, natürlich mit allen kalorienreichen Sachen die ich finden konnte und mich dort vollstopfen. In meiner Verzweiflung läutete ich nach der Schwester und bat sie mir einen Rollstuhl zu bringen, damit ich ein wenig raus fahren könnte. Gesagt getan, die Schwester tauchte fünfzehn Minuten später mit einem Rollstuhl auf und half mir mich hineinzusetzten.
"Allein darf ich dich aber nicht fahren lassen, ich geh mit dir mit", merkte sie an und es war mir scheiß egal, solang ich nur aus dem Zimmer hinauskam. Tim und Vicky waren so vertieft in ihr Gespräch das sie nicht einmal bemerkten, dass ich aus dem Zimmer geschoben wurde. "Na super, meine beste Freundin macht sich an den Typ ran, den ich extrem cool und so finde. Wie find ich das jetzt??", murmelte ich leise vor mich hin. Man sollte denken, dass ich mit meinen 15 Jahren schon ziemlich reif wäre, doch das war ich eindeutig nicht. Innerlich plante ich schon meine Rache, was ja wirklich lächerlich war, da ich ja nicht mal mit ihm zusammen war oder so. Ich bildete mir einfach zu viel ein, als er sagte: "Hey Süße, reg dich nicht so auf." Mann jedes Mal interpretierte ich in Sachen einfach zu viel hinein. Geknickt saß ich in meinem Rollstuhl als ich plötzlich dachte ich sehe Gespenster. "Hab ich jetzt Halluzinationen oder was?!", dachte ich, naja zumindest dachte ich, dass ich es gedacht hatte, denn wie schon bekannt, hatte ich mal wieder laut gedacht und das merkte ich indem die Krankenschwester zu kichern begann und mir antwortete, dass sie nichts davon wüsste und das in meiner Krankenakte nichts davon stünde. Ich verrate euch jetzt den Grund, warum ich dachte ich halluziniere: Vor mir- ok das war übertrieben, 10 meter von mir entfernt stand ein Junge, der Tim so ähnlich sah, dass es nicht mehr normal war. "Ist ja geil! Er hat nen Zwilling", dachte ich mir und diesmal, achtete ich darauf wirklich zu denken. Dieser zweite Tim sah meiner Meinung nach noch ein klein bisschen besser aus als sein vermeintlicher Bruder, obwohl er kleiner war und seine Augen- soweit ich das erkennen konnte nicht so strahlend grün waren. Wir fuhren ziemlich nah an ihm vorbei und ich sagte zu ihm: " Falls du der Bruder von Tim aus Zimmer 7 bist, in das Zimmer würde ich jetzt nicht gehen. Er ist beschäftigt, glaub mir ich liege ebenfalls in seinem Zimmer, deswegen bin ich gerade auf dem Weg nach draußen. Aber du kannst gerne mit mir mitgehen." Keine Ahnung was ich daher redete und ich hatte auch keine Ahnung warum ich sagte, dass er mich begleiten sollte- vielleicht lag es daran, dass ich die Schwester los werden wollte aber ist ja jetzt auch egal. Zumindest hat er nur gegrinst und gemeint, dass er mich gerne begleiten würde. Also nahm er meinen Rollstuhl und schob mich Richtung Ausgang. Ich war so verblüfft, dass ich kein Wort mehr sagte und glaubt mir das kam selten vor. Ich mein Hallo?! das ist ein Fremder, ich kenn den gar nicht und er fährt mich durch die Gegend. Aber irgendwie fand ich es auch ein wenig witzig. Geschieht ja nicht alle Tage, dass man im Krankehauspark von nem feschen Fremden im Rolli herumkutschiert wird. Ich fing an das alles langsam zu genießen und konzentrierte mich vollkommen darauf, meine Gedanken, die mal wieder verrückt spielten im Zaum zu halten. "So, da ich deinen Namen nicht kenne, bist du jetzt die geheimnisvolle Fremde. Wer bist du eigentlich und warum liegst du mit meinem Bruder im gleichen Zimmer?", fragte er mich auf einmal, was mich ziemlich erschreckte, da ich es nicht erwartete, dass mich auf einmal jemand ansprach. "Also, ich bin die Lina und ich hab keine Ahnung warum ich bei deinem Bruder im Zimmer leige. Das würde ich allerdings selbst auch ganz gerne wissen.", antwortete ich ihm und da bemerkte ich erst: Hey ich liege mit einem Jungen im Zimmer, warum eigentlich?? das kommt ja sonst auch nicht vor.... warum ist mir das nicht früher aufgefallen?
Ich nahm mir vor, sobald ich wieder im Krankenhaus war einen Arzt oder eine Krankenschwester zu fragen warum ich mir mit einem Jungen das Zimmer teilen muss. Ich war mal wieder so in meine Gedanken vertieft, dass ich mal wieder nicht mitbekam wie er mit mir sprach. So musste er seinen Satz wiederholen. "Aha ich bin Chris. Und wenn ich fragen darf, womit ist denn mein Bruder beschäftigt?", fragte er mich mit einem spitzbübischem Grinsen auf den Lippen. "Ähm ja, also meine beste Freundin ist mich besuchen geko...", ich wollte meinen Satz beziehungsweise meine Geschichte noch fertig erzählen, doch ich kam nicht dazu. Ich stoppte da er in lautes Gelächter ausgebrach. " Lass mich raten, sie flirten was das Zeug hält?", brachte er mühsam unter lautem Lachen hervor. "Bingo, Lottojackpot geknackt!", lautetet meine Antwort was ihn nur noch mehr zu Lachen brachte.
Eine ganze Stunde sind wir in dem Park herumgegangen, beziehungsweise ich ließ mich von ihm schieben und er ging- und haben uns Sachen voneinander erzählt. Danach meinte er, dass er mich jetzt auf mein Zimmer bringen würde, da es schon langsam ziemlich kühl wurde. Ich begann schon zu zittern und weil es ja so lustig war, begannen- sehr zu meinem Entsetzten, meine Zähne zu klappern. Das passiert mir immer wenn mir kalt wird. Da Chris jedoch ein sehr sozialer Mensch war gab er mir seine Jacke und ich kuschelte mich in sie hinein. Wahnsinn roch die gut, richtig männlich, jedoch nicht nur nach irgendeinem Parfum sondern einfach nur gut. "Hmm, richtig lecker!", dachte ich mir und kuschelt mich noch fester in den flauschigen Stoff. In meinem Zimmer angekommen gab ich ihm seine Jacke zurück und wollte gerade nach der Schwester rufen, als Chris mich einfach hochhob und mich in mein Bettchen legte. Ich grinste ihn an und bedankte mich glücklich. Er grinste zurück, doch dann fiel ihm auf, dass sein Bruder gar nicht mehr in seinem Bett lag und mir fiel auf, dass Vicky auch nicht mehr da war.
"Vielleicht sind sie ja ins Caffeé gegangen oder so.", merkte ich an und er nickte nur. Ich läutete trotzdem nach einer Schwester, was mir einen verwirrten Blick von Chris einbrachte, doch ich deutete ihm an das er es gleich merkt was ich will. Kurz darauf kommt schon eine Schwester dahergewuselt und ich frage sie warum ich eigentlich mit einem Jungen im Zimmer lag. Sie antwortete mir: " Also es waren leider zu wenig Zimmer frei und da mussten wir dich zu ihm legen." "Ah ok. Dankeschön.", sagte ich noch doch sie war schon wieder abgerauscht.
"Na siehste. Da hörst es, sie hatten zu wenig Platz.", sagte ich an Chris gewandt, welcher nur wissend nickte. Er meinte, dass er jetzt bald gehen müsse, aber dass ich Tim einen schönen Gruß ausrichten sollte. Zum Abschied sah er mir lange in die Augen und beugte sich langsam vor. Er gab mir einen zärtlichen Kuss auf die Wange, stand auf und ging. Ich blieb allein und ziemlich verwirrt über. "Ach herrje, wenn das so weiter gehen würde, werde ich sicher irgenwann einmal an Gefühlschaos sterben.", dachte ich verwirrt und grinste vor mich hin. Es hatte mir eindeutig gefallen und zwar sehr. Und wenn ich ehrlich bin, mag ich Chris vom Charackter her viel lieber als Tim, auch wenn ich ihn noch nicht lange kenn. In meinem Bauch breitete sich ein angenehm kribbliges Gefühl aus. Das waren dann wohl die sagenumwobenen Schmetterlinge.





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