Schwur

Autor: Demre
veröffentlicht am: 05.02.2010




' Endlich.', seufzte Vitória, als die Sonne hinter dem Horizont verschwand und langsam dunkele Wolken den Himmel besetzten. Sie lag ausgestreckt auf dem Bett, das blonde Mädchen schlief Seelenruhig auf einer abgenutzten Matratze.' Jayden. Süßer bist du satt?', fragte Vitória mit zuckersüßer Stimme und wandte sich ihm zu.Das brennen seiner Kehle war verschwunden und sein Bauch grummelte leise. Es war absurd, sich daran zu gewöhnen. Er hatte sich gerade an einem Mädchen gelabt, einfach ihr Blut getrunken. Ihm kam es so was von Pervers vor.
' Widerlich.', murmelte Letícia, sie saß auf einem Kissen und betrachtet Jayden erneut angewidert. Sie war die ganze Zeit still gewesen, hatte nur hin und wieder die Gegend aufgeräumt. Sie wirkte Müde und erschöpft.
' Letícia, ich dachte du hast dich endlich damit abgefunden. Wir sind so wie wir sind.', klärte ihre Schwester sie auf und setzte sich aufrecht auf.
' Damit abgefunden?', erwiderte Letícia entsetzt. ' Ich werde mich nie damit abfinden, dass du unschuldige Leute aussaugst, als wären sie Cola aus McDonalds. Das du auch noch neue Blutsauger erschaffst, die sich so widerlich beneh…', bevor sie ausreden konnte, war Vitória aufgesprungen und packte sie wütend am Kragen. Letícias Füße baumelten hilflos in der Luft.' Mir reicht es langsam. Vielleicht findest du dich damit ab, wenn ich dich auch zu einem Vampir mache. So wie Luíz? Dann siehst du vielleicht noch besser aus als jetzt.' Ein Gedanke schoss Jayden unerwartet durch den Kopf. ' Sie ist doch schon wunderschön.'Verwirrt schloss er die Augen. ' Vitória, lass sie los.', flüsterte er. Sie wandte ihm mit einem unheimlichen Grinsen das Gesicht zu. In Letícias Augen war jedoch keinen Spur Angst zu sehen. Nur Abscheu.
' Wie du wünschst Geliebter.', entgegnete sie und ließ Letícia auf den Boden fallen.' Könntest du mir jetzt erzählen, warum ich ein Vampir bin und was ich tun muss?' Könnten Vampire Kopfschmerzen bekommen? Denn von diesem ganzen Hirngespinst hätte sein Kopf schon explodieren müssen.
' Natürlich Schätzchen.', säuselte Vitória, als würden sie sich schon seit einer Ewigkeit kennen und wären ein paar, obwohl er sie seit gerade Mal ein paar Stunden kannte.Letícia schlurfte währenddessen zum Eingang und hangelte sich an einem Seil hinunter, auf die Erde. ' In einer halben Stunde seid ihr weg!', rief sie noch und dann hörte man nichts mehr.
Vitória ließ sich erneut auf das Bett fallen, diesmal aber hinter ihm. Er saß auf dem Boden, am Bett gelehnt. Sie klemmte sein Körper zwischen ihren Beinen, und fing an, ihm den Rücken zu massieren. GOTT. Beinah hätte er laut gestöhnt. Das tat verdammt gut.' Also fangen wir mal an. Ich war gerade auf dem Weg zu Luíz, meinem Bruder, als ich einen lauten Schrei hörte. Und da lagst du, blutend und beinah am Sterben, da die Hyänen die zerfetzt hatten. Du sahst einfach unter dem ganzen Blut und Dreck zum anbeißen aus, und ich wollte doch so ein Schönling nicht sterben lassen.' Ihre Hände wanderten zu seinen Schläfen, massierten die kurz und wanderten dann seinen Rücken runter. Schauder liefen ihm über den Rücken, als sie ihn ganz leicht kratzte.
' Weil ich wusste, dass Ärzte dir nicht mehr helfen können, beschloss ich dich zu Verwandeln. Also, du solltest mir dankbar sein, anstatt dich hier selber zu bemitleiden.' Ihre Hand wanderte wider nach oben, dann nach vorne und in sein Hemd rein, dass noch Blutflecken hatte. Seine Brust jedoch war unversehrt.
' Jaja, danke.', murmelte er, total verdroschen. ' Und was soll ich jetzt tun?', wollte er wissen und entfernte sachlich ihre Hand. Das ging ihm zu weit.
' Jetzt musst du dir erstmal eine bleibe suchen, dann musst du nachts immer auf die Jagd gehen und versuchen Sonnelicht, Holzpflocke und Kreuze zu vermeiden. Natürlich kannst du Kreuze angucken. Aber tragen bzw. Anfassen könnte deine Haut verätzen.'
' Und sonst lebe ich mein Leben weiter oder wie?', fragt er begeistert.
' Hmh… Deiner Familie wurde ich nichts erzählen. Und auch vermeiden.', Sie lächelte traurig. ' Tut mir leid, Süßer. Eine andere Wahl hast du nicht.' Das hätte ihn auch gewundert.' Aber wo soll ich denn bleiben? Ich bin in Brasilien nur im Urlaub für drei Wochen. Ich kenne hier doch kaum was.' Kopfschüttelnt stand er auf. Er war eindeutig verloren.
Vitória tippte sich nachdenklich am Kinn.
' Du könntest eine Weile bei Letícia bleiben, bis ich dir in sicheres Versteck gefunden habe.'' Kommt nicht infrage.', schrie eine barsche Stimme von draußen und Augenblicklich tauchte Letícia auf. Ihr Gesicht war vor Zorn rot angelaufen.

* Würd mich auf Kommis freuen :) *







Teil 1 Teil 2

Kommentare

kim

06.11.2010 13:59:37

hey gehts hier noch weiter. Vitoria gefällt mir.


Marisa

10.11.2010 15:37:41

Schöne Geschichte. Total fesselnd geschrieben. Hoffe du schreibst bald weiter.




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