Wie sich plötzlich mein komplettes Leben drehte

Autor: Engelsglöckchen
veröffentlicht am: 16.01.2010




Das hier ist die Korrigierte Version LIEßT Bitte die hier, die andere ist nicht kontrolliert!!!!!

Danke! LG Engelsglöckchen
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Neuer Junge
Es war schon spät abends und da platzte meine Mutter in die Haustür hinein.
„Neuigkeiten, meine Lieben!“, schrie sie und drehte sich einmal um ihre eigene Achse.
„Du hast dir also doch das Kleid gekauft?“, fragte ich und schaute sie mit einer hochgezogenen Braue an.
„Also, ich hatte mir es heute Morgen gut überlegt, da dachte ich nach für was ich es anziehen kann. Mein Schatz, am Samstag habe ich doch diesen Ausgang mit deinem Vater, nicht?“
Ihr Gesicht strahlte vor Aufregung und man merkte ihr an, dass sie sich dabei sehr sicher war.„Mom, zieh doch mal bitte die Jacke aus, damit ich das Kleid bes-ser betrachten kann.“, sagte ich und stand von der Couch auf.
Sie legte ihre teure Tasche auf einen kleinen Tisch, gleich neben der Garderobe und ich half ihr die Jacke auszuziehen.
Ein enges und glitzerndes Kleid in blau strahlte im hellen Licht.
„Wow, Mom, das ist einfach fantastisch.“, jubelte ich.
„Nun ja, es kostete nur hundert Euro neunundneunzig.“
„Nur?“, murmelte ich und blickte sie mit einen Lächeln an.
„Ich zeige es schnell deinem Vater.“
Sie rannte die Treppe hoch und verschwand um die Ecke.
Wenn ich kurz erläutern dürfte wer ich bin. Mein Name ist Kiara, aber trotzdem nennen mich alle Kia. Ich bin fünfzehn Jahre alt, gehe auf ein Gymnasium und lebe mit meinen Eltern in einem kleinen Haus, in einer Straße die am Fluss liegt. Erst vorheriges Jahr zogen wir hierher und bauten dann unser Haus. Unsere Nachbarn sind sehr freundlich und ich habe sogar eine Freundin gefunden, die zwar zwei Jahre älter ist, aber wir gehen trotzdem durch dick und dünn. Ihr Name ist Felicitas, aber ich nenne sie immer Fel.
Noch zwei Tage und dann hatten wir endlich Sommerferien. Ich freute mich schon seit zwei Wochen darauf. Endlich wieder einmal ausruhen, ausschlafen, lange wach bleiben, Partys, nichts lernen und der andere ganze Spaß. Doch das tollste war, in genau drei Wochen und vier Tagen fahren meine Eltern nach Italien und ich darf alleine zu Hause bleiben. Das wird einfach großartig. Nur, leider werde ich nicht immer alleine sein, sondern meine Tante Nana wird mich drei oder vier Mal in der Woche besuchen. Naja, Hauptsache an einem Tag kommt sie nicht, dann könnte ich Hauspartys schmeißen.
Da klingelte es an der Tür.
Überrascht streckte ich meinen Kopf zum kleinen Fenster und da sah ich Fels aufregendes Gesicht.
Schnell öffnete ich die Tür und sie stürmte gleich hinein.
„Stell dir vor, nächste Woche mache ich meinen Führerschein.“, freute sie sich und schaute mich aufgeregt an.
„Super!“
„Aber, du bist siebzehn und kannst nur mit Begleitung Auto fah-ren.“„Ja, aber mein Bruder ist ja schon dreiundzwanzig und der kann ja mit mir fahren.“
„Das wird so toll, wir können dann nachts durch die Straßen fah-ren, nach Berlin shoppen gehen, an die Nordsee campen und…“
Da vibrierte etwas in ihrer Hosentasche und sie zog ihr Handy heraus. Sie drückte es an ihr Ohr und eine laute Stimme redete mit ihr.
„Okay, ich komme ja, noch fünf Minuten…“
„Jetzt!“, brüllte eine wütende Frauenstimme und sie legte auf.
„Fel, du…“
„Es tut mir so leid, ich habe meine Klavierstunde vergessen, die Frau wartet schon zu Hause. Also, wir sehen uns morgen be-stimmt.“
Sie nahm mich noch flüchtig in den Arm und verschwand aus der Tür. Es kam für mich alles so schnell vor. Das ganze hin und her reißen. Irgendwie waren alle kurz vor den Ferien in Stress. Ich hatte nichts Eiliges zu tun und legte mich wieder auf die Couch. Es war einfach nichts Besonderes im Fernsehen.
„Schatz, ich weiß das ist jetzt unpassend, aber vielleicht sollten wir mal miteinander reden.“, erschreckte mich meine Mutter bei meiner Vertiefung beim Fernsehen. Ich hatte sie überhaupt nicht bemerkt, wie sie wieder die Treppe runter kam.
„Um was geht es?“, fragte ich und setzte mich gerade hin.
„Nun, du bist ja erst seit einem Monat fünfzehn und ich denke es ist Zeit ein besonderes Frauengespräch anzufangen.“
Ich verzog ein entsetztes Gesicht und kam zuerst nicht zu Wort. Wie kam sie jetzt auf dieses Thema, ich meine ich hatte nicht mal einen Freund. Wenn es so weit ist kann sie mir so ein Gespräch drücken, aber nicht kurz nach meinem Fünfzenten Geburtstag.
Zuerst stammelte ich und dann sagte ich nur: „Mom, ich habe noch keinen Freund und wenn es soweit ist können wir gerne darüber reden.“
Sie nahm Luft um etwas zu sagen, hielt jedoch inne und nickte mir zu. Sie verschwand dann durch die Küche und die Tür fiel zu.
Den Rest des Abends verbrachte ich durch langweilige Sachen, wie Fernsehen und am Computer sitzen. Die Hausaufgaben hatte ich schon längst fertig und deshalb ging ich schon um neun schlafen.
Auf dem weichen Kissen und unter der warmen Daunendecke machte ich es mir richtig gemütlich und schloss die Augen. Nicht lange dachte ich vom heutigen Tag nach und da schlief ich schon ein.
Morgens piepte mein Wecker, ein furchtbar greller Ton durchstieß meine Ohren. Mit geschlossenen Augen tastete ich mit der Hand nach dem Wecker und schaltete ihn dann aus.„Aufstehen!“, schrie jemand von unten.
„Keine Lust…“, brummte ich.
Mein Vater kam herein mit einer Tasse in der Hand und einem Bademantel um. Ich zog die Decke über mich und grollte vor mich hin.
„Steh schon auf!“, gähnte er und ging wieder aus dem Zimmer. Genervt schlug ich die Decke auf und setzte mich hin. Ich streckte mich und betrachtet mein Zimmer. Die Wand war hell weiß, denn die Sonne stieß durch mein Fenster. Da waren noch meine Holz-kommode, die am Bettende stand, mein Schrank hinten an der Wand, der Schreibtisch links neben der Tür und mein kleiner Fernseher, rechts davor.
Ich schlüpfte in meine Pantoffeln, die außen und innen plüschig waren und stieg die Treppe hinab. Es war kalt, denn ich hatte nur eine Shorty und ein Top an. Mit zerzausten Haaren kam ich unten an und setzte mich an den Frühstückstisch.
„Oje, normalerweise ziehst du dich immer an, bevor du runter kommst. Hast du die Nacht nicht gut geschlafen?“, fragte meine Mutter und legte die fertigen Tost in einen kleinen Brotkorb.
„Ich weiß nicht, ich glaube nicht dass ich einen Albtraum hatte, geschweige denn das ich überhaupt etwas träumte.“, murmelte ich mit trockener Stimme.
Mein Vater räusperte sich und schlug die Zeitung auf.
„Oh, nächste Woche soll am großen Platz ein Fest stattfinden, die ganze Woche lang. Da könntest du doch mal mit Felicitas…“
Ich unterbrach ihn: „Fel!“
„Ja…mit Fel hingehen, oder nicht?“
„Ja, kann ich machen.“
Ich nahm mir ein Tost aus dem Korb und legte ihn auf meinen Teller, dort bestrich ich ihn mit Butter und löffelte dann noch die Erdbeermarmelade darauf.
Ich biss hinein und schob meine glatten braunen Haare zurück. Als ich mit frühstücken fertig war, ging ich hoch und zog mich um. Vor dem Spiegel stand ich mit der Bürste in der Hand und kämmte meine bis zur Brusthöhe langen Haare durch. Den Seitenpony schob ich auch zurecht und tuschte mir noch meine Wimpern. Danach zog ich meine Weste, meine schwarzen Dunks und stolzierte aus der Tür. Eigentlich war mir schnell warm in einer langen Röhrenjeans, aber diese Woche hatten sie kein gutes Wetter gemeldet. Unter meiner Weste hatte ich noch ein gelbes Top an.
Jeden Morgen alleine zur Schule zu gehen ist irgendwie nervig, weil ich ein Mensch bin der sehr gerne redet. Vor einem Jahr ging Fel noch mit mir den Weg, doch sie war ja jetzt siebzehn und schon aus der Schule draußen. Ziemlich blöd!
Die ganze Zeit war ich in meine Gedanken vertieft, da ging ein Junge auf der gegenüberliegenden Straßenseite anscheinend den gleichen Weg. Ich sah ihm nach, doch überquerte er schon drei Straßen. Ich glaubte jetzt wirklich dass er auch zu gleichen Schule wollte, denn er hatte einen Ranzen auf. Doch wieso kenne ich ihn nicht? Er kam mir keines Wegs bekannt vor. Ich schüttelte den Kopf und ließ ihn nicht aus den Augen. Als er merkte dass sein Schuh offen war, blieb er an der nächsten Bank stehen und stellte den Fuß auf. Er band sich ihn und ich ging einfach weiter. Er blickte zu mir rüber und ich brach den Blickkontakt sofort ab. So übel sah er gar nicht aus. Sein Haar war lang und dunkelblond, er hatte einen durchtrainierten Körper und sein Gesicht sah auch sehr hübsch aus.
Nach wenigen Metern merkte ich dass jemand hinter mir war. Derjenige griff nach meiner Schulte, ich zuckte zusammen und drehte mich um.
„Hey!“, begrüßte der vorherige Junge auf der anderen Straßen-seite.Ich sah mich in ein paar blauen Augen spiegeln, die mich mit einem charmanten Lächeln neugierig betrachteten. „Hey!“, stammelte ich.
„Gehst du auch zum GAG?“, fragte er.
Das war die Abkürzung für Georg-Albert-Gymnasium. So hieß meine Schule.
Ich schluckte und nickte leicht.
„Tut mir leid ich wollte dich nicht erschrecken, nur ich gehe zum ersten Mal die Strecke.“
Ich lächelte und wir gingen nebeneinander her.
„Ja, aber wieso gehst du sie so kurz vor den Sommerferien zum ersten Mal?“, fragte ich und starrte auf den Boden.
„Also,…“, er räusperte kurz und fuhr dann fort.
„Meine Mutter konnte mich heute Morgen nicht fahren, sie hatte einen wichtigen Termin, nun ja, da entschied ich mich zu Fuß zu gehen.“
„Du wirst gefahren für so eine kurze Strecke?“
„Ja, ich bin zu faul.“
Wir beide lachten.
„Oh, Übrigends, mein Name ist Niklas, aber nenn mich bitte Nick.“, stellte er sich vor.
„Ich bin Kiara.“
Bis zur Schule redeten wir über alltägliche Dinge, sogar ein paar Geheinisse und einige persönliche Sachen. Normalerweise bin ich bei Jungs schüchtern, aber bei ihm mit seiner netten und offenen Art war ich total entspannt.
Als wir an der Schule ankamen, verabschiedete er sich und ging zu seinen Kameraden. Ich verlor ihn nicht aus den Augen, doch da kam Melissa, meine andere beste Freundin die ich hier noch an der Schule hatte.
„Kia!“; rief sie und umarmte mich.
„Was ist los? Du bist ja so ruhig.“, lächelte sie und ihr blondes Haar fiel ihr ständig ins Gesicht.
„Nichts, ich bin nur etwas müde.“, log ich und drückte ein ge-fälschtes Gähnen auf.
„Kannst du mich mal bitte anschauen?“, fragte sie und sah in meine Blickrichtung sie erhaschte Nick und fing an zu grinsen.
„So, so… die kleine Kia ist verliebt.“, sang sie und drehte sich in rhythmischen Bewegungen um ihre eigene Achse.
„Melissa, das stimmt gar nicht!“
Ich warf ihr einen wütenden Blick zu, doch sie tanzte immer noch belustigend herum und sang ständig das ein und selbe.
Ich fing an zu lachen und da läutete unsere Schulglocke.
„Melissa, komm schon, wir wollen ja den Unterricht nicht verpas-sen.“Melissa konnte ich richtig gut leiden, weil die mit drei Worten beschrieben werden kann; nett, verrückt und lustig. Ich lernte sie in der fünften Klasse kennen, seitdem hatte sie sich nicht verändert. Wir saßen nebeneinander und sie sprach mich gleich an, so wurden wir die besten Freunde.
Im Unterricht dachte ich ständig an Nick und konnte mich kaum auf den Stoff konzentrieren. Hoffentlich geht er morgen wieder mit mir den Schulweg, dann müsste ich ihn nicht mehr alleine gehen.
Am nächsten Tag um dieselbe Zeit ging ich wieder aus dem Haus und schaute dauernd um mich, er war nirgends zu finden. Schade ich hatte mich so sehr darauf gefreut ihn wieder zu sehen. An der nächsten Straßenecke, da stand er und wartete anscheinend auf mich. Ich konnte mir mein Lächeln nicht verkneifen. Er wank mir zu und ich grinste nur rüber.„Hey, na wie geht´s?“, fragte er und seine Laune war bei weitem noch besser als gestern.
„Gut und selbst?“
„Nun ja, schlecht geschlafen.“, brummte er und lächelte jedoch gleich wieder.„Oh, dafür bist du aber ziemlich gut gelaunt.“
„Tja, das hat so seinen Grund.“
Ich verzog das Gesicht fraglich und blickte ihn erwartungsvoll an.
„Also, ich war wegen etwas sehr aufgeregt, das heißt ich freute mich darauf. Das machte mich wieder launisch.“
Weswegen war er so gut gelaunt?
Ich hatte Angst zu fragen, aber ich tat es trotzdem.
„Darf ich wissen was es war?“
Er lachte beschämend und stammelte eins zwei Wörter.
„Wenn es so geheim ist dann musst du es mir nicht erzählen.“, lächelte ich und starrte wieder zu Boden.
Er schwieg, wie fast den Rest des Weges und am Schluss sagte er noch: „Also gut, es war wegen dir.“
Er konnte sein Grinsen nicht lassen.
„Echt?“, fragte ich und wurde komplett rot, mein Magen begann zu kribbeln und meine Hände wurden feucht.
„Nun ja, es ist immer wieder schön ein neues Mädchen kennen zu lernen, das so…“, er hielt inne und ich konnte mir den Satz schon zu Ende denken. Meine Nervosität stieg noch mehr.
Plötzlich kamen seine Kameraden und nahmen ihn in Beschlag. „Sorry, ich muss gehen!“
Jetzt war ich etwas enttäuscht. Zu gerne hätte ich mehr mit ihm darüber geredet und das dumme war auch noch, das ich ihn nach den Ferien erst wieder sehe.
Es war komisch von einem einzigen Jungen so viel zu wollen. Ich glaubte schon irgendwie daran, dass ich mich verliebt haben könnte. Jetzt? Schon so früh? Es traf mich wie ein Blitz.








Kommentare

Naomi

10.11.2010 14:12:43

Hey, schöne Geschi. Wann schreibste ne Fortsetzung?


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