Gefährliche Leidenschaft

Autor: Elvira3
veröffentlicht am: 04.03.2010




Ich lachte schallend und mein Magen zog sich krampfartig zusammen. Tränen stiegen mir in meine Augen. Ich hätte lieber alles andere getan, als gelacht. Geschrien, Sachen um mich geschmissen und geweint. Warum fühlte sich alles so richtig an. Warum bezweifelte ich seine Worte nicht? Ich war nie abergläubisch gewesen und habe immer rational gedacht. Und dies war alles andere als rational. Ein Geräusch ließ mich aufschrecken und in binnen von Sekunden fing das Brennen an.
'Du hast mich geohrfeigt?!'
'Es musste sein. Du standest gerade völlig neben dir. Du wirst dich jetzt richten und ich mache währenddessen einen Tee. Hast du Aspirin da? Du musst sicherlich Kopfschmerzen haben. Und du brauchst einen klaren Kopf. Wir werden einiges zu besprechen haben.''Entschuldigung, das wird nicht gehen.' flüsterte ich. Ich hätte genauso gut mit der Wand sprechen können, so leise wie ich war, aber Kristian musste mich verstanden haben.'Und warum wenn ich fragen darf?'
'Weil ich dein Bedürfnis nach Blut nicht stillen kann. Es sei denn du willst meins, was ich dir sicherlich nicht anbieten kann und werde. Und nein, Blut- Tee habe ich auch noch nie besessen. Du wirst dich dann schon mit normalen befriedigen müssen.'
Kristians Gesicht färbte sich rot und keine Sekunde und er hatte mich am Oberarm gepackt und zu sich herumgerissen. Mein Arm fühlte sich taub an und ich glaubte, er reiße mir meine Glieder heraus.
'Vergleiche mich nie mehr mit den Wesen.' Dann verschwand Kristian in die Küche.

'Er muss ja wirklich wütend sein.' Dachte ich mir. Ich stand in der Dusche und ließ mir heißes Wasser über die Haut prasseln. Das Blut hatte ich mir einen halbe Stunde abrubbeln müssen. Dennoch fühlte ich mich dreckig. Ich hörte nun zum zweiten mal,
Meine Tassen runterfallen. 'Hoffentlich hatte er nicht zwei meiner schönen Porzellantassen zerbrochen.' Auch entging mir nicht, wie Kristian mit den Schränken knallte. Ich konnte das hinterhältige Lächeln nicht unterdrücken. Ich hatte ihn getroffen und das war gut so. Er hatte mich zu Tode erschreckt mit seiner Geschichte, worauf ich reingefallen war und das würde ich ihm heimzahlen. Ich zog mir rasch bequeme Sachen an und trocknete mir meine braunen Haare mit einem Handtuch ab. Mein Magen vibrierte als ich den Duft von Tee ein sog. Ich ging in die Küche und zeigte ein spöttisches Lächeln.
'Wer hätte gedacht das die Wahl des Supervampirs auf Erdbeer- Tee fällt?' Ich zwinkerte ihm verschwörerisch zu. Dabei entgingen mir nicht, wie Kristians Augen aufflammten und er ein Knurren ausstieß. Gott er knurrte wie ein Wolf. Ein großer, gefährlicher Wolf. Ich setzte mich neben ihn und konnte nicht mit dem Lächeln aufhören. Dann würde ich es ihm auf eine andere Art heimzahlen. Er reichte mir eine Aspirintablette und keine viertel Stunde später, fühlte sie mein Kopf himmlisch leicht an.
'Also was ist nun mit Dracula und seinen anderen Gruselfreunden?' kam ich zum Punkt.'Ich glaube dir ist dein Hochmut über den Kopf gestiegen. Wie kommt´s? Gerade warst du bleich wie ein Geist und jetzt bist du zum scherzen auferlegt?'
'Tja, ich bin eine Frau mit lauter Überraschungen.'
'Und eine Vampirjägerin.'
'Uff….- wie meinst du das?'
'Ich meine, wenn du dein süßes Mündchen halten würdest, wärest du längst informiert. Außerdem bleibt uns nicht mehr viel Zeit. Du bist eine Legende, eine Prophezeiung. Nur gibt es zwei davon. Die böse Hälfte und die gute Hälfte. Die Legende kann sich durch das Mitwirken anderer immer ändern. Deshalb bist du für beide Seiten eine Gefahr. Und deshalb wirst du von beiden Seiten angegriffen, wenn sie von dir erfahren. Und du benötigst genügend Zeit, um deine Kräfte zu erlernen.'
'Hä? Ich bin doch nicht böse. Außerdem möchte ich nichts mit Vampirkampfsport oder Vampirpolitik zu tun haben. Ich weiß weder wer noch was ich bin und solle eine Gefahr darstellen. Und Vampirjägerin? Was soll das denn heißen? Soll ich irgend so eine Buffy- Kopie sein und mir Ledersachen anziehen und auf Patrouille gegen das Böse ziehen. Ich glaube du hast sie nicht mehr alle. Wann warst du eigentlich das letzte mal beim Arzt? Vor 5Jahren! Oh das ist lange her. Es wäre praktisch dort noch mal hinzugehen. Sie helfen einem, falls man Probleme hat. Wie ich darauf komme, fragst du? Ach nur so, keinen bestimmten Grund…..'
Schon wieder fing er von dem Gespräch an und beachtete mich nicht. Mir fiel schon auf, das Kristian Ungeduldig wurde. Aber es war äußerst betörend ihn auf die Palme zu bringen. Ich klimperte noch paar Mal mit den Wimpern und lächelte ihn unschuldig an. Ich hatte ab Mitte seinen Gespräches aufgehört ihm zuzuhören. Mein Gehirn weigerte sich, die ganzen Informationen auf einmal aufzusammeln. Deshalb war ich äußerst überrascht und verwirrt, als ich das Wort 'packen' und das Wort 'ausziehen' verstand. Kristian war wieder aufgestanden und suchte nach einem Koffer, wie ich vermutete. Tatsächlich fand er einen Rucksack und warf ihn mir zu. Ich musste ihn völlig verdutzt angeguckt haben denn er seufzte tief und sagte.
'Du kannst reden wie eine Gans und hast Ohren wie ein Fisch.' Komischer Vergleich, wie ich feststellte. 'Pack deine Sachen, es ist hier viel zu gefährlich. Du kommst zu mir, wo ich dich beschützen kann.' erklärte er mir, als sei ich nicht älter als fünf Jahre alt.
Meine Augenbrauen zogen sich zusammen. Das taten sie immer, wenn ich anfing wütend zu werden.
'Wenn die ganzen Geschichten die du mir auferlegt hast eine billige Ausrede war um mich zu dir zu locken und dort flach zu legen muss ich dich leider enttäuschen. Ich werde das Haus nicht verlassen weder mit dir noch sonst mit wem. Du kannst mich rauszerren so lange wie du möchtest aber ich werde schreien bis dir die Ohren abfallen.'
Sein Lächeln gefiel mir nicht. Wieso grinste der Typ immer nur, wenn etwas chaotisches bevorstand? Der Mann war durch und durch gefährlicher Natur.
'Liebes, ich habe ganz andere Methoden dich hier rauszubringen.'
Gänsehaut überschattetet meine Haut. Jetzt wurde mir doch bange. Ich schielte zur Haustür und wieder zu ihm zurück. Sein Blick war auf mich geheftet und als ich zur Tür lossprintete, wurde ich nach hinten geschleudert. Ich kam mit meinem Rücken auf dem Boden auf. Sein Arm stützte meinen Kopf, sodass er nicht so hart aufprallte. Meine ganze Luft wich aus meiner Lunge, als er auf mich drauf fiel. Und alles geschah in solcher Schnelligkeit, dass ich vor Verblüffung nicht ein Wort heraus brachte. Kristian schaute mich an und überprüfte, ob ich verletzt war.
Ich spürte etwas hartes in der Innenseite meiner Oberschenkel und mir war nur zu gut bewusst, was es war.
'Steig von mir ab.' Schimpfte ich vor Panik. Sein erregter Körper löste in mir eine heiße Wonne aus. Aber ich kannte den Mann nicht und ich mochte ihn nicht. Ich erkannte noch vor seinen Worten, dass er mich nicht so leicht entkommen lassen würde.
'Ich werde dich küssen.' flüsterte er in mein Ohr und lachte leise. Sein Atem kitzelte mich. 'Und du wirst dich nicht wehren.'
Kristians Lippen strichen über meine Wange. Dann fuhren sie meine Lippen nach und dann spürte ich den Druck, seiner seidenen Lippen auf die meinen. Sie schmeckten würzig und himmlisch. Und ich biss hinein. Er schrie auf und rollte sich von mir ab. Ich hatte nicht vor auf diese Art meine Rache zu erlangen. Er lachte und stöhnte und schien sichtlich amüsiert und überrascht. Ich hob den Rucksack auf und rannte in mein Zimmer. Ich knallte die Tür hinter mir zu und verschloss sie. Dort ließ ich mich die Tür hinab gleiten. Es tat mir fast leid den Kuss unterbrochen zu haben, ich hatte mich wunderbar gefühlt. Aber ich war keine Schlampe und ich wollte nicht jede beliebige sein. Solange er mich nicht kannte und keine Gefühle für mich hegte, würde ich meinen Körper, meine Seele und vor allem mein Herz nicht so einfach verschenken. Dabei schien mein Körper alles andere als glücklich mit dieser Versprechung zu sein.

Er lachte vor sich hin. Kristian konnte nicht anders. Diese sture, eingebildete, freche und starke Frau war das schönste was ihm je begegnet war. Ihr Duft, ihr Lachen, alles hatte sich in seinen Kopf gesetzt. Er würde nicht kampflos aufgeben und sie zu einem Vampiren mutieren lassen. Denn das war ihre Böse Prophezeiung. Die der rachesüchtigen, blutsaugenden Vampirin.







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