Machmal braucht Liebe, doch einen Schubser von dem Schicksal.....

Autor: >kleiner Engel
veröffentlicht am: 16.01.2010




Mittlerweile sitzen wir jetzt schon fast eine Stunde in 'meinem' Zimmer und reden über alles mögliche. -Das hätte ich echt nie gedacht, dass ich mit ihm so einfach reden kann, ohne dass irgendwas blödes von ihm kommt. Naja vielleicht ändert sich das ja auch noch in den nächsten Tagen, wer weiß..- geh ich wieder einmal meinen Gedanken nach, als wir die Treppe runter gehen.
'Wie kommt es eigentlich, dass du ausgerechnet bei uns jetzt wohnst?' fragt er als er mir ein Glas Wasser gibt.
'Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht.'
'Aber irgendjemand muss das ja entschieden haben, das du hier wohnst.'
'Bestimmt. Mir hat die Frau vom Jugendamt nur gesagt, das ich zu jemanden in den Nachbarort komme. Und das ist hier.'
'Ja schon klar, das dass hier dein Nachbarort ist. Aber ich mich interessiert viel mehr, wer das entschieden hat, dass du hier her kommst.'
'Willst wohl den zusammen meckern, der das entschieden hat. Oder?'
'So war das jetzt nicht gemeint.'
'Wie denn dann?' frage ich neugierig.
'Ach weiß auch nicht genau, aber es könnte schlimmer sein. Mit dir unter einem Dach zu wohnen ist jetzt kein Weltuntergang.'
'Aha..?!? Aber sonderlich begeistert klingt das trotzdem nicht.'
'Naja, in der Schule bist du ja eigentlich immer etwas ruhiger und eine, ich sag mal, gute Schülerin.' sagt er etwas nachdenklich, aber auch bedrückt.
'Ich weiß, aber was ist daran jetzt so schlimm?'
'Eigentlich ja gar nix. Ich bin sogar eigentlich froh, dass du hier wohnst. Vielleicht bist du ja privat ganz anders als in der Schule.'
-Oh man, denkt der eigentlich des gleiche wie ich? Ich werd aus diesem Typ einfach nicht schlau.-
'Achso. Also da kann ich dich mal beruhigen. Ich bin privat ganz anders als in der Schule.' sage ich mit einem leichten grinsen.
'Ach? Und wie bist du so privat?'
'Das wirst du schon noch früh genug mitbekommen.' sage ich ihm frech ins Gesicht.'Ok. Dann lass ich mich mal überraschen.' meint er nur noch etwas beleidigt. Woraus aber gleich wieder ein Grinsen wird.

Wir verlegen unser kleines Gespräch ins Wohnzimmer. Wobei mein Handy klingelt und uns eine sehr gute Freundin von mir und auch von ihm uns unterbricht.
'Hey, Romina.'
'Hey, und alles klar bei dir?'
'Japp, geht schon wieder und bei dir?'
'Ja auch, ich ruf eigentlich nur an, um dir zu sagen was wir in der Schule gemacht haben.''Ok, dann schieß mal los.'
'Also wir haben Physik raus bekommen.'
'Hast du meinen?' frage ich etwas weniger begeistert.
'Ja hab ich.'
'Und??' ziehe ich etwas in die länge.
'Ne 3,5.'
'Oh man, ich bekomm noch die kriese. Des war mal mein zweibestes Fach und jetzt verhau ich fast jeden Test.'
'Naja und dann noch hier die Mathe-hause. Also....Seite 48, Nummer 7,8,9...'
'Halt, stop, stop! Das kann ich mir nicht alles merken. Das muss ich mir aufschreiben. Warte kurz.'
'ok'
Ich hole schnell einen Stift und Papier, während Christi fragt, was ich aufschreiben will. Weil wie es so oft, hat wieder mal nicht mitbekommen, dass wir Hausaufgaben haben.
'Also, dann leg mal los.'
'Ok. Alsoo Seite 48, Nummer 7,8,9,10,11 und 12'
'Was?? Müssen wir des alles bis morgen machen??' frage ich leicht geschockt.
'Ähh...ja, naja die die schon was in der Schule gemacht haben, natürlich nicht mehr.' sagt sie so ganz locker.
'Hää...warum haben wir so viel auf, der hat doch nur gesagt die restlich aufgaben!' sagt Christi als er mir das Handy abnimmt und auch noch 'sein Senf' dazu gibt.
'Christi? Was machst du denn bei Nicole?' fragt Romina etwas sehr überrascht.
Ich mache den Lautsprecher an, und wir reden nun zu dritt.
'Sie wohnt bei mir, nur so zur info.'
'Und warum das?' fragt sie wieder.
'Naja....' fängt Christi an.
'Halt stop! Jetzt erzähl ich mal.' falle ich ihm ins Wort.
'Schon gut, schon gut' sagt er und fügt leise noch 'Kleines' hinzu.
'HALLO! Kann mich jetzt mal jemand aufklären?'
'Ja, will grad anfangen.' fange ich an.
'Gut. Also bist du gar nicht krank oder wie?'
'Jetzt lass mich halt mal anfangen zu erzählen, dann brauchst du nicht immer fragen.' sage ich in einem etwas strengeren Ton.
'Jaja, dann fang halt mal an!'
'Also gut, wie du vielleicht schon mitbekommen hast, wohne ich bei Christi.'
'Und warum des?'
'Jetzt warte doch mal, ich bin ja noch nicht fertig. Und Christi kannst du weiter machen, ich krieg das nicht schon wieder hin zu erzählen.' meine ich noch bittend zu ihm.
'OK mach ich.'
dann flüstert er noch zu mir 'offiziel oder inoffiziel?'
'offiziel' antworte ich genauso im flüsterton.
Dann erzählt er Romina den offiziellen Teil und ich höre einfach nur zu, und lass ihn reden.'Oh, das tut mir Leid Nicole. Kann ich was für dich tun?' fragt sie mich fürsorglich.'Ja kannst du, du kannst es für dich behalten. Weil bis jetzt wisst es nur ihr zwei. Und morgen, falls jemand fragt, muss ich des irgendwie selber schaffen.'
'Geht klar, ich sag zu niemandem etwas.'
'Danke, Romi.'
'No Problem. Aber ich muss jetzt aufhören. Hab gleich Training, wie du weißt.'
'Ja weiß ich. Und dir da mal viel Spaß.'
'Danke. Und Christi?'
'Was gibts?' meldet er sich wieder zu Wort.
'Pass auf Nicole auf. Und sei nett zu ihr.'
'Mach ich und bin ich doch immer.' sagt er und grinste mich dabei breit an.
'Ok. TschauTschau.'
'Tschüss'
'Tschau.'

Als sie aufgelegt hat, lasse ich mich zurück auf das Sofa sinken. Und schließe kurz meine Augen.
'Was hast du?' fragt er gleich wieder sehr fürsorglich.
'Gar nix. ICh bin nur etwas müde. Und deshalb werde ich jetzt mal hoch gehen, mich hinlegen und vielleicht noch einbisschen Mathe machen.'
'Ok, mach das. Aber überanstreng dich nicht Kleines.' sagte er schon wieder grinsend.'Haha. Du liebst es wohl mich Kleines zu nennen. Oder?'
'Ja tu ich. Weil des so super zu dir passt. Zu blöd das ich darauf nicht schon früher gekommen bin.' dabei nimmt er mich wieder leicht, irgendwie beschützermäßig, in den Arm.'Tja...pech gehabt. Aber ich geh jetzt echt hoch.'
'Mach des und ruh dich aus.'

Ich gehe also wieder hoch und lege mich ins Bett. Doch schlafen kann ich auch nicht wirklich, deswegen setzt ich mich gleich an die Mathe Hausaufgaben. Wobei ich mal wieder mehr meinen Gedanken nach gehen, als den Hausaufgaben.
-Also wirklich. Ich werde aus dem Jungen einfach nicht schlau. Mal ist er richtig fürsorglich und ein anderes Mal ist er wieder total auf Grinsekurz. Also wirklich. Männer. Man kann nicht immer mit ihnen aber auch nicht ohne sie.-







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