Aus Abneigung kann Liebe werden

Autor: emma1990
veröffentlicht am: 13.12.2009




Er war ein gnadenloser Macho. Er musste immer zeigen was er draufhatte und wie viele Frauen er rumkriegen kann. Selbst in seinem Berufsleben musste er immer den Helden spielen und sich selber zur Schau stellen. Er war Berufssoldat und alle nannten ihn Danny.Danny gehörte einer erfolgreichen Militärs-Organisation an, die in den bedeutesten Kriegen ihre Finger im Spiel hatte.

Sie war eine sehr engagierte und kluge Frau, war auch im Nahkampf tätig, wie Danny, doch arbeitete sie mit Köpfchen und hatte einen bescheidenen Charakter, konnte Niemanden aus Eigennutzen wehtun. Sie trug den wunderschönen Namen Scarlett.
Beide waren so verschieden und verabscheuten sich, konnten den anderen nicht verstehen.

Danny feiert jede freie Minute mit seinen Kollegen und schleppte Frauen ab. Er war der große Hahn im Korb, da er die meisten abschleppte und in Allem der Beste war.
Er fühlte sich wahnsinnig gut und sah sich überall im Vorteil. Er sah in der Liebe keinen Wert, konnte nicht verstehen, dass man sich verlieben muss. Ihm reichte Sex, am besten immer mit einer anderen Frau und nur das gab ihm die Bestätigung, die er brauchte und so sehr liebte.
Denn diese Bestätigung war seine einzige Liebe.

Doch das sollte sich von einer auf die andere Sekunde ändern.
Danny war wieder auf einem Einsatz. Routine, nichts weiter. So sah es für ihn aus.Es sollte mit seinem Team eine Geisel geborgen werden und ein feindliches Lager durch eine gezielt gelegte Bombe zerstört werden. Doch alles kam anders, als er es nicht rechtzeitig aus dem Waffenlager schaffte und unter den brennenden Trümmern begraben wurde.Es dauerte lange bis seine Kollegen Danny bergen konnten.

Als er zwei Wochen später aus dem Koma aufwachte, schien zunächst alles wie immer für Danny.
Er war froh nur kleine Knochenbrüche und Prellungen zu haben.
Das dachte er zunächst.
Doch als der Arzt seine Freunde, die sich sehr über sein Aufwachen gefreut hatten, rausbat wurde es zum ertsen mal richtig ernst für Danny.
Der Arzt berichtete ihm, dass er Verbrennungen erlitten hatte.
Doch wo waren die? Danny tastete geschockt sein Gesicht ab, doch seine Haut fühlte sich wie immer an. Er suchte weiter, als sein klägliches Suchen durch seinen Arzt unterbrochen wurde.Er hatte schwerwiegende Verbrennungen an seiner Hüfte erlitten, die sich tief in seinen Schritt hineinzogen.
Danny stockte der Atem. Seine Männlichkeit war gebrochen. Er wollte sofort nachgucken.Der Arzt jedoch erklärte ihm zunächst, dass sein Gewebe stark vernabt bleiben wird und diese ihm chronische schmerzen verursachen werden. So starben Dannys Hoffnungen auf Heilung.Nun blieb Danny auch noch das Herz stehen.
Als er seine Verletzungen im Spiegel sah, wurde ihm klar, dass sein geliebtes frauen-verschleißendes Leben nicht mehr existieren könnte.
Niemals könnte er sich wieder einer Frau öffnen ohne dabei den schmerzenden Scharm zu verspüren, wenn sie seine hässlichen und wiederwertigen Narben sehen würde. Keine Frau würde jemals wieder mit ihm schlafen wollen. Er könnte nie wieder mit seinen Kumpels wetten, wie schnell er die nächste ins Bett kriegt. Er war nun mal ein leidenschaftlicher Macho und er hatte es immer geliebt einer zu sein.
Seinen Freunden erzählte Danny nichts.
Niemals wollte er es jemanden erzählen. Zu erniedrigend war es für ihn, denn für ihn waren Äußerlichkeiten immer wichtig gewesen und vorallem konnte er keine Schwäche zeigen.Wochenlang zog er sich nach der Arbeit in seinem Zimmer zurück, traf sich mit niemanden mehr und hatte keinen Kontakt mit seinen Arbeitskollegen.
Erst nach einem Monat schaffte er es sich einzureden, dass seine Verletzungen von ihm überbewertet werden und dass er einfach wieder in sein normales Leben zurückkehren sollte.

Als er sich endlich wieder in der Militärsorganisation zeigte, hangen die neuen Pläne für die nächsten Einsätze aus.
Er merkte schon, dass etwas neu sein musste, denn überall herrschte lautes Geplapper unter den Soldaten.
Ihm wurde die Unruhe verständlich, als er die Pläne sah. Die Einsatz-Teams wurden erneuert.Als er die Mitglieder-Namen seines neuen Teams laß, bekam er noch schlechtere Laune.Er sollte in Zukunft tatsächlich nur noch mit einem seiner privaten Freunde zusammen arbeiten und dafür mit mehreren dieser Streber die Welt retten. Streber nannte Danny die, die ihre Nasen vor Einsätzen in tausend Bücher steckten, immer alles genau Durchplanen mussten und nie etwas riskierten.

Auch Scarlett erschrak, als sie die Teamliste sah. Mit Danny zusammenarbeiten? Das konnte sie nicht glauben. Mit diesen leichtsinnigen Soldaten , die immer an sich dachten und unbedingt bei jedem Einsatz eine Show abziehen mussten? Das konnten schöne Monate werden, dachte sie sich.

In den nächsten Wochen mussten die neuen Teams viel zusammen trainieren, sich aufeinander einstimmen und ihre Zusammengehörigkeit stärken.
Jeden Tag hartes und langes Training.
Danny hatte seit Monaten keine Frau mehr nackt gesehen, noch eine geküsst. Zum glück fiel es bisher keinen seiner Kumpels auf.

Doch neu war, dass Danny seit einiger zeit viel länger Scarlett zu sah, wie sie trainierte und das machte ihm Angst. Er konnte die Gefühle nicht deuten, empfand er etwa Sympathie für diese langweilige, spießige Streberin?
Jedesmal, wenn er an den Gedanken angelangte Gefühle für diese Frau zu haben, lenkte er sich schnell ab. Er kam niemals zu einem Entschluss. Danny konnte sich sehr gut ablenken.Erst als er mit bekam, dass Scarlett und Ben, ein anderes Teammitlglied, sich trafen und mochten, wurde ihm klar, dass er Scarlett wirklich mochte.
Sie war die erste Frau die ihn interessierte. Bei der er Gefühle bekam nur beim Anschauen ihres Lächelns. Gefühle ohne eine Frau anzufassen? Das hatte er noch nie erlebt.Doch Scarlett beachtete ihn nicht eine Sekunde. Sie verabscheutete ihn wie bisher und war schon dabei sich in Ben zu verlieben.

Der erste Einsatz im neuen Team stand bevor. Alle saßen im Helikopter, der sie zum Einsatzort bringen sollte.
Die Mission bestand darin, politische Geiseln aus dem Dschungel von Guatemala zu befreien und eine Terroristengruppe zu vernichten. Alles war genau durchgeplant.
Die Soldaten, darunter auch Scarlett und Danny, verließen den Helikopter und starteten die Mission.
Alles verlief zunächst nach Plan und Danny spielte, wie immer, den Helden. Er zeigte heute wie nie zuvor, was er alles konnte und wie leise und effektiv man Wachen erledigen konnte.Ab einem bestimmten Punkt, teilte sich das Team in zwei kleinere Teams.
Das eine Team war für die Geiselbefreiung zuständig, zu dem auch Scarlett gehörte.Das andere Team war für die Aussschaltung der Terroristen bestimmt. Zu diesem Team gehörte Danny.
Erstaunlicherweise fiel es Danny sehr schwer, Scralett alleine gehen zu lassen und ihm wurde erneut bewusst, wie sehr er sie eigentlich mochte.
Dannys Team schaltete die Terroristen mit sagenhaften Tempo aus und begab sich wieder zum abgesprochenen Treffpunkt.
Als der andere Teil mit den Geiseln wieder kam, fehlte jedoch einer der Soldaten.Danny verkrampfte der Magen , als er erfuhr, wer zurückgeblieben war.
Es war Scarlett und oberste Priorität jedes Einsatzes war es , die Geiseln zu befreien und sicher zum Helikopter zu bringen, erst dann durften Verletzte oder zurückgebliebene Teamkollegen gerettet werden.
Doch Danny ertrug das Gefühl nicht, dass Scarlett von den übriggebliebenen Terroristen verschleppt oder getötet werden konnte. Jede Sekunde die vertrich und jeder Meter, den sie zum Helikopter und weg von Scarlett machten wurde schwerer für ihn und als er es nicht mehr ertrug, kehrte er um, ignorierte die Befehle seines Vorgesetzten und begab sich zum Einsatzort zurück.
Es dauerte nicht lange, doch er musste vorher einige Wachen überwältigen, als er Scarlett gefesselt und verletzt in einem Raum fand.
Sie war kurz vor der Onmacht. Danny rannte zu ihr, nahm sie in seine Arme und bevor er sich auf den Weg zurück machte, küsste er sie auf die Stirn. Endlich konnte er ihr nah sein, auch wenn es keine Zeit für Zärtlichkeiten gab.
Er war selber schon geschwächt vom vorherigen Einsatz, doch trotzdem nahm er alle seine Kräfte zusammen, um Scarlett aus diesem erschreckenden Ort zu holen.
Er rannte so schnell er konnte, ihm durchfuhr die Angst, dass er entdeckt werden könnte und jemand Scarlett verletzen oder töten könnte.
Er rannte nicht um sein Leben, sondern um ihr Leben.
Nie zuvor hatter er sowas für eine Frau empfunden. Doch es kam, wie es kommen musste, einer der Terroristen erwischte ihn auf seiner Flucht mit einem Giftpfeil, er schaffte es mit seinen letzeten Kraftreserven den Helikopter zu erreichen.
Danny brach zusammen bevor sein Vorgesetzter ihn wegen Befehlsverweigerung anbrüllen konnte.
Auf dem Flug zurück in die Militär-Organisation kam für Danny nämlich der Ernst der Lage.Er war schwer vergiftet worden und der Einsatzarzt kämpfte um sein Leben.
Scarlett fühlte sich schuldig und wich nicht von Dannys Seite. Sie nahm sogar seine Hand.Sie war verwirrt. Wieso hatte gerade dieser Kerl sie gerettet? Wieso Danny?
Wollte er wieder eine Show abziehen?
Aber diesmal ging es doch um mehr, er wusste doch wie gefährlich diese Handlung war. Außerdem riskierte er damit seinen Job.
Danny nahm alles nur schummrig war, doch es machte ihn glücklich, dass Scarlett ihn endlich beachtete, er freute sich darüber, wie er es niemals geglaubt hätte, tun zu können.Er wusste nicht wie schön es sein könnte, richtige Gefühle für eine Frau zu haben.Er dachte daran, dass sie vielleicht jetzt einen anderen Eindruck von ihm bekommen könnte und dass er sie vielleicht näher kennen lernen dürfte, nachdem was er getan hatte.

Aber all diese Gedanken wurden unterbrochen, als alles schwarz wurde und der Arzt sagte:'Wir verlieren ihn, wenn wir nicht bald ein Gegenmittel bekommen'!







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Kommentare

Laura

03.06.2012 12:05:38

Echt interessant! Mal was ganz anderes, und die Idee, die du hattest um ihn etwas weniger Machohaft zu machen ist echt gut. Ich freu mich, dass ich jetzt weiterlesen kann :)


Ai

27.06.2012 22:02:20

Ich lieb Geschichten, bei denen sich die Hauptpersonen zuerst gar nicht leiden können und erxt nach und nach checken, dass sie sich lieben ^^ tolle Story!




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