ich brauche dich mein kleiner Gena x3

Autor: Cinderella.x3
veröffentlicht am: 03.11.2009




Als ich am nächsten Tag aufwache, traue ich micht in den Spiegel zu sehn, denn ich sehe bestimmt total verheult aus. Genau so fühle ich mich auch, ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Bin ständig aufgewacht, aber ich hatte keine Albträume. Ich hatte in dieser Nacht nur einen Traum: Ich stand im Krankenhaus, an seinem Bett, ich habe ihn angeschaut und er war wach. Gena fragte mich: 'Wie geht's dir?' 'Besser als dir, so wie's aussieht.' 'Ach ... mir geht's hier eigentlich gar nicht so schlecht, ich muss nicht arbeiten, muss mich nicht ärgern, einfach nur da liegen und nichts tun.' Er schien gar nicht so krank.Jetz stehe ich also um Bad und es ich bin erstaunt, denn ich habe keine knallroten Augen. Auf schminken habe ich heute überhaupt keine Lust, deshalb benutze ich ausnahmsweise mal nur meine Wimperntusche, Haare einfach zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden, den Pony mit einer Spange oben fixiert und fertig.
Auf dem Weg zur Bushaltestelle hohle ich noch Nasti und ihre Schwester ab, wir laufen immer gemeinsam. Sie nimmt mich in Arm und fragt, ob ich was neues weiß, ich schüttel nur meinen Kopf undmir kommen wieder Tränen, sie tröstet mich und wir laufen los. Fast bei an unserem Ziel angekommen sehen wir Vio die total aufgelöst auf uns zu kommt und schon von weitem meinen Namen schreit: 'Vika. Vika. Vika. Er ist wach!!!!' 'Wie? Ist es dein Ernst? Er ist wach? So wirklich wach?', ich bin fassungslos und natürlich erleichtert. Als sie mir nochmals bestätigt, dass er wirklich aus dem Koma erwacht ist, falle ich ihr um den Hals. Sie erzählt mir noch, dass der Unfall nicht wie zunächst angenommen mit einerFahranfängerin war, sondern mit einem erwachsenen Mann, der am Steuer eingeschlafen ist und dann den drei Jungs reingefahren ist.
Den Tag verbringe ich eigentlich wie immer: bischen rumalbern in der Schule, bischen auf den Unterricht konzentrieren, meine Kommentare zum Stoff abgeben und der letzten Stunde schaffe ich es sogar die Biologiekurzabreit zu schreiben, auf die ich mich am Tag vorher nich vorbereitet habe, weil ich mich einfach nicht konzentrieren konnte. Zum Glücke haber ich mir an die Wand einen Spicker geschrieben, das fällt auch gar nicht auf, weil ich den Vorhang davor getan habe. Die Idee dafür ist mir spontan in den Sinn gekommen, noch dazu habe ich die Wörter in russischen Buchstaben geschrieben. Ihr müsst wissen, ich bin Russin. Genau wie Gena und die meisten andren von meinen Freunden. Es ist nicht so, dass ich mit Deutschen ein Problem hätte, ich habe auch sehr viele deutsche Freunde, aber meine engsten Freunde, sind eben Russen, ich weiß auch nicht wieso. Auf jeden Fall hat mir dieses russisch schreiben schon oft meinen Arsch gerettet, den Trick habe ich mir bei meiner äußerst schlauen Violetta abgeschaut.
Als ich daheim bin, ist alles wie immer. Meiner Mutter hat bereits das Essen zubereitet und wartet auf mich. Wir essen. Dann mache ich meine Hausaufgaben, schau bischen TV und setzte mich dann vor meinen PC um mit meinen Freunden zu chaten. Als ich im ICQ online komme, schreibt mich Vio an und erzählt, dass sie mit einem von den Jungs geredet hat, mit Locha, er hat auf der Beifahrerseite gesessen. Er war gestern bei den Jungs im Krankenhaus. Slawka hat Schlüsselbeinbruch und musste 3 mal operiert werden und bei einem der Male waren die Ärzte zu blöd um etwas richtig einzusetzen oder zu verbinden. Gena's eine Niere gibt's nicht mehr und die andere ist stark beschädigt. Er kann nicht laufen und auch nich vernünftig sprechen. Kurz gesagt: Ihm geht es richtig Scheiße. Er muss noch bist Weinachten oder Silvester im Krankenhaus bleiben. Genauso wie mir, denn ich habe verdammt große Angst ihn zu verlieren. Ich wäre jetz nirgendwo auf der Welt lieber, als bei ihm. Ich vermisse ihn so schrecklich. Ich bereue es so sehr, dass ich mich nicht mit ihm getroffen habe.Ein paar Tage vor dem Unfall wollte er sich mit mir treffen, aber ich habe 'Nein' gesagt, weil ich krank war. Er war traurig deswegen und hat mich versucht zu überreden, dass ich mich doch am Mittwoch mit ihm treffen. Ich blieb bei meinem 'Nein' und selbst Donnerstag wollte ich nicht, weil ich immernoch krank war. Ich wollte mich schon mit ihm teffen, deshalb wollte ich ihm am Donenrstag Abend vorschlagen, dass wir uns am Montag treffen, er kam und kam aber nicht online. Er meldete sich Tage lang nicht und ich war verletzt, weil ich dachte, er wäre zu beschäftigt für mich oder ähnliches. Am Montag habe ich dann schließlich erfahren, dass der Unfall bereits am Donnerstag Nachmittag war.
Ich bereue es so sehr, ihn nicht getroffen zu haben.
Ich vermisse es mit ihm zu reden.
Ich vermisse es mit ihm einfach nur über jede Art von Unsinn zu diskutieren.
Ich vermisse es mit ihm Spaß zu haben.
Und vorallem vermisse ich es zu wissen, dass er mir immer zuhört, dass er immer für mich da ist.







Teil 1 Teil 2


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