Niemals

Autor: Cookyprincess
veröffentlicht am: 30.08.2009




Als ich mich nach zwei endlosen Jahren endlich eingelebt hatte, erfuhr ich, dass das Haus in Brand gesteckt worden war.
Ich fing wieder an depressiv zu werden. Noch nicht einmal meine beste Freundin Leila konnte das.
Ich lebte mich erst wieder ein, als es zu spät war. Alle waren weg… ich hatte nur noch Ralfi. Sonst hatte ich niemanden mehr und nun ist dieses dumme Internat ein Jungeninternat geworden.

>6 Jahre später

Ich saß allein in diesen riesigen Raum und ließ das erste Mal seit langen meinen Tränen wieder freien Lauf. Ich weinte mir den Schmerz aus der Seele. Ich ließ mich gegen eine Wand sinken, zog meine Beine an die Brust und legte meinen Kopf auf die Knien.
Ich war so vertieft in mein Geheule, dass ich nicht mitbekam wie die Tür leise aufging und mich jemand beobachtete.
Ich bemerkte es erst als die Tür wieder zuging.
Na toll.
Meinen Ruf kann ich in die Tonne kloppen.
Die kühle Kitty sitzt auf dem Boden und heult sich die Augen aus.
Das wird sicher eine Schlagzeile.
Mir war das zu viel. Ich zog mich also wieder um und ging auf mein Zimmer. Natürlich nicht ohne einen Abstecher zum Klo gemacht zu haben um mir das verheuelte Gesicht frisch zu machen. Ich blieb gleich in den Sachen und legte mich ins Bett. Zum Glück hatte jeder ein Einzelzimmer. So merkte niemand, dass ich im Schlaf noch weinte.
Am nächsten Morgen ging es mir blendend. Ich ging mich duschen, zog mir neue und frisch gewaschene Kleidung an und war dann kurz vor um 9 unterwegs zu unserer ersten Stunde Ethik in der dritten Etage.
In diesem Internat ging die Schule glücklicherweise erst um 9 los. Ich glaube sonst wäre ich gestorben.
Wir hatten zwei Stunden Ethik, die relativ ruhig vergingen. Danach hatten wir Musik und jeder musste zur Leistungskontrolle ein Lied seiner Wahl singen.
Dumm ist nur wenn man ein Mädchen ist und man sich noch nicht anhört, wie einer im Bass. Nein mich machen sie dumm, weil ich eine Mädchenstimme habe. Tja da kann ich ja nichts dafür, oder?
Die sollen sich mal nicht so aufregen, immerhin kann ich das ja nicht ändern. Sogar Ralfi war schon im Stimmbruch.
So jetzt war ich wieder dran. Ich ging also nach vorn und sang das Lied von Green Day.
Boulevard of Broken Dreams heißt es und wieder konnte ich mir etwas anhören.
Diesmal kam es von Jonas, unser Streber.
'Hey, du bist ja immer noch nicht im Stimmbruch! Langsam solltest du zum Arzt gehen, denn mit 16 sollte man da schon sein! Also im Stimmbruch.'
'Ich bin schon ziemlich spät in die Pubertät gekommen, also ist das bei mir normal. Ich denke selber, dass ich bald in den Stimmbruch kommen werde!', antwortete ich lässig.
'Du bist aber wirklich kein richtiger Mann! Guck dich doch nur mal an. So abgemagert wie du bist! Deine Klamotten erst! Sieht aus als ob du die aus der Altkleidersammlung hast!'Herr Meisner, unser Musiklehrer wollte gerade etwas einwerfen als Shane aufstand und sich auf Michael schmiss. Michael hat das mit den Klamotten und meiner Statur von sich gegeben. Beide Jungs fingen an auf einander einzudreschen.
Als dann Herr Meisner Shane von Michael wegzerrte spuckte Michael Shane ins Gesicht und sagte:' Na bist du jetzt unter die Loser gegangen? Jetzt prügelst du dich schon für Ausländer! Wie weit muss man noch sinken?'
Shane wischte sich die Spucke vom Gesicht und blieb aber stumm. Herr Meisner schickte beide zum Direktor und jemand, der sich um beide kümmern sollte. Wer musste also mit? Ja genau hundert Punkte… ich. Der Streitfaktor. Wir gingen also alle drei langsam die Treppe hinunter.
Vor der Tür blieben wir stehen und ich klopfte an.
'Herein!', kam es von unseren 21 jährigen Direktor, Brad Patterson. Mich wundert es nur wie man mit 21 Direktor werden kann, aber ist auch egal.
'Na Mister Culver,', damit war Shane gemeint,' wie komme ich zu dieser Ehre Sie schon wieder begrüßen zu dürfen?'
Shane kratzte sich verlegen am Kopf und so ergriff ich das Wort: 'Erlauben Sie, Mister Patterson ich würde es gern erklären!'
Er kam aus Amerika deswegen dieses Mister und Misses.
Er nickte, da er wusste, das man mir Glauben schenken durfte.
Also erklärte ich ihm kurz das Geschehene und dies wahrheitsgemäß. Unser Herr Direktor nickte oft in meiner Rede, doch er unterbrach mich nicht.







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