Aughley im Land der Liebe

Autor: abendstern
veröffentlicht am: 07.08.2009




2. Kapitel - Die Spione

In diesem Moment kamen die fünf Männer zurück und jeder schleppte einen Menschen unter dem Arm mit. Vier Jugendliche in Aughleys Alter und ein etwa vierjähriges Mädchen. 'Setzt euch', sagte Aughley mit freundlicher Stimme. 'Lasst uns los!', beschwerte sich ein stark geschminktes Mädchen lautstark. Reol flüsterte: 'Pssst. Nicht so laut!' 'Wieso denn?', fragte das Mädchen provozierend und rief laut: 'Hallo! Hier sind…' Doch weiter kam sie nicht, den Reol drückte ihr sanft den Mund zu. Das vierjährige Mädchen drückte sich ängstlich an den einen der zwei Jungen. 'Wer seid ihr?', fragte Unor barsch. 'Unor', sagte Aughley mit ruhiger Stimme, 'ich regle das schon.' An die Fremden gewendet fragte sie freundlich: 'Wie heisst ihr?' Der Junge mit der Kleinen im Arm antwortete nun: 'Wir campen hier in der Nähe und sind zufällig hier vorbei gekommen. Wir sind keine Spione, wie das dein Freund behauptet.' Aughley lächelte und sagte: 'Nein, ihr seid definitiv keine Spione. Aber ich kann euch trotzdem nicht gehen lassen, ihr werdet mit uns mitkommen müssen.' Yongo erwiderte: 'Sie werden uns doch nur aufhalten und Probleme bereiten.' Aughley hob die Hand, um Yongo zum Schweigen zu bringen. 'Sie kommen mit', erklärte sie bestimmt, 'ich weiss nicht, was sie alles mitgehört haben, aber wenn die Menschheit DAS erfährt, endet die Welt in einem einzigen Chaos. Wenn wir sie gehen liessen, wäre das ihr Tod. Oder habt ihr schon vergessen? Die Swet wollen die Menschen ausrotten, da machen sie auch keinen Halt vor einem vierjährigen Kind.' 'Aughley hat Recht. Wir müssen diese fünf jungen Menschen mitnehmen. Es werden noch genug Menschen sterben', bekräftigte Ghann Aughleys Meinung. 'Haben wir dazu eigentlich auch etwas zu sagen?', fragte das Mädchen mit der schnippischen Stimme. 'Ja', antwortete Aughley grinsend und fuhr fort: 'Ihr dürft uns jetzt eure Namen verraten.' Der Junge mit dem kleinen Mädchen im Arm übernahm das Wort und sagte: 'Ich heisse Jeremy, das ist meine kleine Schwester Cindy. Das ist Davina, unsere Zicke. Und das ist unser Pärchen, Jules und Emmylou.' Aughley prägte sich jeden Namen ein und sagte mit gedämpfter Stimme: 'Danke. Eigentlich hatte ich vor, die Einteilung der Aufgaben gleich jetzt zu verkünden. Aber ich warte damit lieber noch bis wir alle heil in unserem Land sind. Wir werden noch diese Nacht aufbrechen und wir Egaras werden uns um die Toras kümmern. Und zwar während der ganzen Reise. Die Toras werden heil in Egara ankommen. Ich stelle uns Egaras kurz vor. Ich heisse Aughley und bin Tochter des Königs. Nach meinem Vater werde ich den Thron besteigen. Ich möchte damit nicht angeben, aber nur damit ihr wisst, wieso ich hier das Sagen habe. Und ihr werdet, genauso wie die Egaras, das tun, was ich euch sage. Ob es euch passt oder nicht. Gut? Gut. Der alte Mann neben mir ist der älteste Egara, er heisst Ghann. Neben ihm sitzt seine Enkelin, Syant. Der Dunkelhäutige heisst Reol und ich möchte, dass du, Reol, dich während der ganzen Reise um Davina kümmerst. Und du, Davina, wirst nicht von Reols Seite weichen. Hast du verstanden? In eurem Leben in England gab es keine wirklichen Gefahren. Aber dieses Leben ist vorbei. Hier gibt es nur das Leben oder den Tod. Dies gilt auch für euch andere Toras. Wir Egaras sind euer Leben, alles andere bringt euch den Tod. Merkt euch das!' Aughley machte eine kurze Pause, damit sich die fünf ihre Worte einprägen konnten.

Davina nutzte die kurze Pause und maulte: 'Musst du uns eigentlich immer Toras nennen? Was heisst das überhaupt?' Aughley ignorierte Unors ungeduldiges Seufzen und antwortete stattdessen an Davina gewandt: 'Wir sind Egaras und alle anderen, zumindest alle, sagen wir mal, Normalsterblichen, sind Toras.' Emmylou, die bis jetzt geschwiegen hat, fragte interessiert: 'Wieso, seid ihr nicht normal? Ich meine, seid ihr nicht sterblich, oder was?' Aughley dachte kurz nach, wie sie es den jungen Freunden, die noch nie etwas von den Egaras gehört haben, erklären sollte. 'Es ist so', begann sie langsam und fuhr schliesslich weiter: 'Unsere Insel wird nicht nur Egara, sondern auch das Land der Liebe genannt. Das hat mehrere Gründe. Zum Beispiel, weil die Egaras ihr Leben nach der Liebe richten. Das heisst, unser Lebensziel ist es, dass wir den Partner fürs Leben finden und mit ihm glücklich sind. Aber auch, weil wir ohne die Liebe nicht überleben. Es ist wie ein Memory, jeder und jedem Egara ist ein Mensch zugeteilt. Aber es passiert oft, dass es nicht Egaras, sondern eben Toras sind. Wir müssen sie suchen und finden. Die Frauen spielen dabei eine wichtige Rolle. Denn, fühlt sich eine Frau eines Pärchens krank, fühlt sich der zu ihr gehörende Mann ebenfalls krank, egal, ob sie sich schon gefunden haben, oder nicht. Bricht sich die Frau zum Beispiel das Bein, bricht sich der Mann im selben Moment ebenfalls ein Bein. Auch wenn er zum Beispiel schläft. Ich nehme an, ihr wisst nun, was passiert, wenn die Frau stirbt. Darum werden die Frauen in unserem Land von den Männern manchmal sogar fast schon als Heilige angesehen.'

Es entstand eine Schweigeminute, in der jeder seinen Gedanken nachging, bis Aughley den Faden wieder aufnahm und dort weiter sprach, wo Davina sie unterbrochen hat. 'Ich stelle euch meine Freunde weiter vor. Wie gesagt, Reol kümmert sich um Davina. Unor und Yongo, die beiden Zwillingsbrüder, werden nicht mit uns zurück nach Egara kommen. Sie müssen noch eine Aufgabe erledigen. Son, der Chinese, wird sich um Emmylou und Jules kümmern. Das wird schon gehen, auch wenn du dich gleich um zwei Toras kümmern musst. Arsh und Olpery werden ebenfalls noch zusammen eine Aufgabe zu erledigen haben. Daher bin ich für Jeremy und Cindy zuständig. Habt ihr das alles verstanden?' Alle nickten.
Aughley zog ein kleines Säckchen aus ihrem Umhang und öffnete es vorsichtig. Nachdem sie die Hand hinein gesteckt und wieder heraus gezogen hat, lagen mehrere kleine Kugeln auf ihrer Handfläche. 'Willst du eines?', fragte sie Cindy freundlich und streckte ihr ihre Hand entgegen. Zögernd streckte das kleine Mädchen ihre Hand aus. Doch bevor sie eine Kugel ergriff, schaute sie ihren grossen Bruder fragend an. Dieser nickte aufmunternd. Schnell nahm Cindy eine Kugel zu sich und steckte sie sich in den Mund. Einen Moment schaute Cindy ziemlich verwirrt aus der Wäsche, doch dann begann sie leise zu lachen. 'Das kitzelt', kicherte sie und lachte weiter. Aughley lachte ebenfalls und streckte ihre Hand in die Mitte. 'Will sonst noch jemand eine?', fragte Aughley in die Runde. Niemand meldete sich, darum stopfte sie ihren Sack zurück in ihren dunkelbraunen Umhang und liess drei Kugeln miteinander in ihren Mund fallen. Doch keine Wirkung zeigte sich. 'Wieso kitzelt dich das nicht?', fragte Cindy irritiert. Aughley lächelte und antwortete: 'Als Kind habe ich davon jeden Tag mehrere gegessen. Mit der Zeit vergeht die Wirkung, wenn man zuviel davon isst.' Wieder entstand eine Schweigepause.

Doch dann räusperte sich Unor und schaute Aughley fragend an. Diese nickte in seine Richtung und erhob sich. Zwei Schritte gingen sie aufeinander zu und umarmten sich liebevoll. Dasselbe tat sie auch mit Yongo. Unor und Yongo verabschiedeten sich von den anderen Egaras nur durch ein Nicken. Die Zeit drängte, sie hatten keine Zeit mehr, sich lange zu verabschieden. Nun traten Arsh und Olpery vor und umarmten ihre zukünftige Königin herzlich. 'Passt auf euch auf!', meinte Aughley ernst. An Olpery gewendet flüsterte sie, damit Arsh es nicht hören konnte: 'Pass bloss auf sie auf! Sonst haben wir drei Egaras weniger!' Aughley winkte den beiden nach und ging zurück zu den übrigen.

'Wo gehen sie hin?', fragte Cindy Jeremy leise. 'Sie werden dafür sorgen, dass die Egaras möglichst lange vom Krieg verschont bleiben', antwortete Aughley an Jeremys Stelle und setzte sich neben die zwei Geschwister. 'Wie lange wolltet ihr denn noch hier campen?', fragte Aughley nun. 'Wir wollten eigentlich morgen schon wieder gehen', antwortete Jeremy und lächelte. 'Das ist nun leider nicht möglich', sagte Aughley entschuldigend und fügte hinzu: 'Eure Eltern werden euch wohl schon bald suchen. Das könnte ein Problem geben. Wenn eine ganze Suchtruppe diese Inseln hier durchkämmt, würden sie vielleicht auch Swet finden.' Jeremy lächelte traurig und sprach: 'Mein Vater ist bei Cindys Geburt schon mit einer anderen Frau abgehauen. Ihn gibt es für uns gar nicht mehr. Und unsere Mutter hatte Krebs und ist vor einem Jahr daran gestorben. Seitdem habe ich das Sorgerecht für Cindy, da ich volljährig bin. Jules und Emmylou wohnen zusammen in einer Wohnung, weil Jules ein schlechtes Verhältnis mit seinen Eltern hat. Die zwei sind schon seit mehr als sechs Jahren zusammen. Davina wohnt in einer Studentenwohnung. Eigentlich sollte es also keine Probleme mit unseren Eltern geben.' 'Das tut mir Leid, das mit deinen Eltern', sagte Aughley mitfühlend.
'Jeremy ist für mich mein Papa. Jetzt fehlt nur noch eine Mama', sagte Cindy und schmiegte sich lächelnd an ihren Bruder. 'Wie alt bist du eigentlich?', fragte Cindy an Aughley gerichtet. 'Ich weiss auch nicht. Vielleicht bin ich zwanzig, vielleicht bin ich sogar schon fünfundzwanzig oder ich bin erst fünfzehn. Das weiss ich nicht so genau.' 'Was?', fragte Cindy mit grossen Augen und schaute sie ungläubig an. 'Aber dann weißt du ja gar nicht, wann du Geburtstag hast. Kriegst du deine Geschenke denn nur an Weihnachten?', fragte sie mitleidig. Aughley lachte über Cindys Reaktion, denn sie hatte auch nichts anderes erwartet. 'Ich finde das nicht schlimm', antwortete Aughley, 'wir kriegen eigentlich nie Geschenke, weißt du. Bei den Egaras gibt es auch kein Weihnachten. Wir haben dafür andere Feste und Traditionen. Wir leben von der Liebe, darum brauchen wir keine teuren Geschenke.' Cindy wollte gerade die nächste Frage stellen, doch ein leiser Schrei aus Davinas Mund liess alle verstummen und in ihre Richtung schauen. 'Ich bin allergisch auf Bienen!', sagte Davina hysterisch und wedelte wie wild mit ihren Händen in der Luft. 'Stimmt doch gar nicht', widersprach Emmylou ihrer Freundin. Davina sagte stur: 'Vielleicht nicht auf dem Papier. Aber ich fühle mich allergisch gegen Bienen. Und es heisst doch immer, es komme auf die inneren Werte an. Also, ich bin allergisch.' Emmylou wollte ihr wieder widersprechen, doch Jules ging dazwischen und sagte: 'Emmylou weiss, dass Davina nicht allergisch ist. Und Davina weiss, dass sie allergisch ist. Wo ist das Problem?' Damit waren die beiden Mädchen zufrieden und wandten sich Aughley zu.

'Diese blöden Viecher!', fauchte Davina und ordnete ihre blonden Haare wieder, die von ihrer Verteidigung gegen zwei Bienen einiges abbekommen haben. Aughley machte das Getue von Davina nichts aus, sie war schliesslich ein Tora. 'Das waren zwei Egarabienen. In unserer Welt gibt es nur Egaratiere. Diese Tiere gibt es nur auf dieser einen Insel und jedes einzelne Tier hat seine eigenen Fähigkeiten', erklärte Aughley. 'Ach so! Das ist ja eine fantastische Fähigkeit, die diese zwei wunderschönen Tierchen hier gerade präsentiert haben. Wirklich! Können sie etwa auch noch mehr, als nur unschuldige Menschen angreifen?', giftete Davina wütend. Aughley hielt die Hand vor den Mund, doch sie konnte ihr Lachen trotzdem nicht aufhalten. Schliesslich liess sie es einfach zu und legte ihren Kopf lachend in den Nacken. Alle, aber vor allem Davina schauten Aughley überrascht an. Doch schliesslich lachte die ganze Gemeinschaft. Bis Aughley in die Hände klatschte und mit Lachtränen in den Augen verkündete: 'Wir brechen in zehn Minuten auf.'

Währenddem die anderen sich von ihren Bauchkrämpfen erholten, ging Aughley den Hügel etwas herunter und suchte mit ihren Augen den Hang nach etwas ab. Dann schien sie es gefunden zu haben und ging weiter. Fünf Minuten später kam sie zu den anderen zurück und hatte die Hände voll. Reol und Son eilten ihr sofort zu Hilfe, als sie sahen, dass Aughley bei dieser Last beinahe nicht mehr laufen konnte. 'Zuerst die Toras. Kommt bitte kurz zu mir.' Die fünf waren sofort vor ihr versammelt. Aughley kniete vor ihnen und hatte in ihrer Hand einen ledernen Beutel. 'Was ist das?', fragte Cindy neugierig. 'Das ist das Messer der Egaras. Wir nennen es Sorac. Es ist länger, als ein normales Messer, aber doch nicht so lange wie ein Schwert. Die Klinge ist auf allen Seiten scharf und vor allem, der Sorac ist leicht. Damit kann auch Cindy umgehen', zwinkerte sie der Kleinen zu und verteilte den Fünfen je einen Sorac. Davina wollte bereits wieder gehen. 'Nicht so schnell', hielt Aughley sie lachend auf. 'Das war noch nicht alles. Pro Person gibt es noch einen Letzer. Das ist eigentlich ein Sackmesser. Nur hat es nichts weiter als eine Klinge drin. Und diese Klinge hat vorne eine Krümmung. Es sieht ein bisschen aus wie ein kleiner Gertel oder eine kleine Sichel. So was in der Art. Eines der wichtigsten Instrumente in der Wildnis.' Wieder verteilte sie jedem eines der fünf Letzer. Sie waren zusammengeklappt wie ein Taschenmesser. 'Nun kriegt jeder noch drei Lederbeutel, einen Gürtel, eine Soracscheide, die bereits am Ledergürtel befestigt ist und einen Halter für euren Letzer. Der ist auch schon am Gürtel. Gut, dann könnt ihr jetzt Platz machen für die Egaras.' Die vier älteren traten zurück und machten Platz für Son, Reol, Ghann und Syant. 'Darf ich zuschauen?', fragte Cindy Aughley flüsternd. Man spürte, dass sie etwas Angst vor den beiden jungen Männern hatte. 'Klar!', flüsterte Aughley zurück. Endlich hatte Aughley alles verteilt und stand auf. Auch sie selbst war bereits eingekleidet. Wie schon am Anfang trug sie eine verwaschene, ausgefranste und verlöcherte Jeans und darüber ein blaues, ärmelloses T-shirt, von dem man nur das unterste Stück sehen konnte und den braunen Umhang mit der Kapuze. Obwohl es alles andere als modisch war, sah Aughley erstaunlich gut aus damit. Ghann zwinkerte Aughley zu: 'Pass bloss auf, dass du dem Jungen nicht den Kopf verdrehst!' Davina seufzte und versuchte den Gürtel so zu richten, dass er nicht nur praktisch war, sondern auch noch gut aussah. 'Müssen wir dieses ganze Zeug hier wirklich mitnehmen. Ich meine, ich bin eine Frau, wieso brauche ich überhaupt Werkzeuge?', beschwerte sie sich. Aughley lächelte und sagte: 'Davina, schau mich mal an.' Dann öffnete sie den Knopf ihres Umhangs und zeigte, was sie alles trug. An ihrem Gürtel hingen nicht nur der Sorac und der Letzer, sondern noch zwei andere verschiedene Messer. Dazu trug sie um ihre Schultern noch zwischen sieben und zehn Dingen. 'Dazu werde ich noch das hier alles tragen', erklärte Aughley und zeigte auf den Boden, auf dem noch einiges lag. Ein Gewehr war deutlich auszumachen. 'Soll ich noch was nehmen?', fragte Jules und zeigte auf den Haufen. 'Wenn es dir nichts ausmacht', sagte Aughley und nickte dankend. 'Ich nehme auch noch was', bot sich Jeremy an. Aughley lachte: 'Ich glaube, wir werden uns noch ums Tragen streiten.' 'Du!', begann Davina und schaute Aughley an. 'Ja?', fragte Aughley überrascht. Es war doch sonst nicht Davinas Art zuerst zu fragen, bevor sie etwas sagen wollte. 'Glaubst du wirklich, dass diese Swet den Krieg planen?' 'Nein', antwortete Aughley und fügte hinzu: 'Ich weiss es.' Davina sagte mit etwas rauchiger Stimme: 'Du hast gesagt die Swet hätten 20'000 Soldaten. Aber in den USA leben über 300 Millionen Menschen. Sagen wir mal, davon ziehen 50 Millionen in den Krieg. Aber das ist nur ein Kontinent. China hat glaube ich 1.2 Milliarden Einwohner oder so. Verstehst du? Eine Weltarmee wäre tausend Mal so gross wie eure Swetarmee.' Davina schaute Aughley und Reol mit einem hoffenden Glanz in den Augen an und wartete auf eine Antwort. 'Ja. Du hast Recht. Eine Weltarmee wäre um einiges grösser. Aber du kennst die Swet nicht. In diesem Volk gibt es nichts anderes als Hass. Und Hass ist in einem Krieg der schlimmste Feind. Denn er verleiht dir Unmengen von Kraft. Wenn 20'000 Swet ihren Hass aufbringen, ist jeder einzelne so stark wie zehn Toras. Ihr könntet niemals diesen Hass aufbringen. Die Egaras schon gar nicht. Aber die Swet sind ein kleines Problem, im Gegensatz zu dieser Farm in Grönland. Diese Farm macht mir Angst. Weil ich nicht weiss, womit wir es zu tun haben. Ich weiss nur, dass es der Tod von jedem einzelnen von uns sein wird, wenn wir es nicht aufhalten können.' Eine bedrückende Stille herrschte. Aughley versuchte die Stimmung wieder etwas zu heben und sagte: 'Macht euch nicht zu viele Sorgen. Im Moment müssen wir einfach nur zurück auf unsere Insel. Und solange ihr bei uns bleibt, seid ihr sicher, das verspreche ich euch!' Die fünf sahen bereits wieder etwas hoffnungsvoller aus, als noch vor einer Minute und nickten. Aughley sagte: 'Let's go! Unsere Heimat erwartet uns!'







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