Wenn das Herz sein Schweigen bricht

Autor: Allegra
veröffentlicht am: 27.09.2009




Kapitel 10

-Du Vollidiot. - schimpfte Romy ?ber Phil und stie? ihn noch weiter von sich weg.-Ich dachte, du wolltest es auch. - sagte er zu seiner Verteidigung und Romy war nah dran, ihm an die Gurgel zu gehen.
-Denken ist wohl nicht deine St?rke. - sagte sie stattdessen und nahm ihre Jacke von der Stuhllehne. Ohne sich noch einmal umzusehen, lief sie raus und zog ihre Jacke unterwegs an. Sie sah sich panisch um. So durfte Jason nicht gehen, ohne sie angeh?rt zu haben. Ihr Herz drohte zu platzen und sie h?rte sein Pochen in ihren Ohren. Ihr Atem ging schnell.-Jason! - rief sie ihm hinterher, als sie ihn auf der anderen Stra?enseite etwas 100 Meter vor sich sah. - Warte! - schrie sie und lief ?ber die Stra?e, ohne vorher nach rechts oder links geschaut zu haben. Daf?r erntete sie aggressives Hupen der Autofahrer, doch sie achtete nicht drauf. - Warte bitte! - schrie sie und lief ihm nach. Sie legte ihm eine Hand auf die Schulter und er blieb endlich stehen. Romy schnappte nach Luft.
-Oh hi. - begr??te er sie, als ob nichts w?re. - Hab dich gar nicht geh?rt. - sagte er dazu, doch Romy sah ihm an, dass er sie anlog.
-Es ist nicht so wie du denkst. - erkl?rte sie ihm, als sie endlich wieder normal atmete.-Ich wei? nicht was du meinst. - sagte er dazu und stierte auf den Boden.
-Du hast mich im Cafe mit diesem Typen gesehen. - sagte Romy und Jason biss sich auf die Unterlippe. - Es ist nicht so wie du denkst. - f?gte sie schnell hinzu.
-Woher willst du wissen, was ich denke? - fragte er und vergrub die H?nde in seinen Jackentaschen. Entr?stet schaute Romy ihn an.
-Weil ? na weil, du so schnell das Cafe verlassen hattest. - meinte sie dann. - Jason, Phil hatte mich gek?sst, ohne dass ich es gewollt habe. - erkl?rte sie. - Bitte glaube es mir. - flehte sie.
-Du musst mir nichts erkl?ren. - sagte er und schaute sie an. Der Schmerz in seinen Augen trieb Romy Tr?nen in die Augen. - Wir sind nicht zusammen, also darfst du dich auch mit Jungs treffen. - meinte er dazu und l?chelte sie traurig an. - Du bist mir keine Erkl?rung schuldig. - f?gte er hinzu.
-Aber ich treffe mich mit keinen anderen Jungs. Ich will mich auch mit keinen anderen Jungs treffen. - sagte sie dann und l?chelte ihn an. - Ich m?chte mich mit dir treffen. - gab sie leise zu. Er l?chelte sie strahlend an.
-Wirklich? - fragte er hoffnungsvoll.
-Ja. - gab sie zu. - Ich mag dich, wie ein M?dchen einen Jungen mag. - gestand sie ihm und l?chelte.
-Wie in Liebesfilmen? - fragte er wie vor 4 Jahren und Romy nickte. - Ich mag dich auch. - gab er zu. - Wie in Liebesfilmen. - f?gte er hinzu und Romy musste lachen. Sie schlang ihre Arme um ihn und legte ihren Kopf auf seine Brust. Mit geschlossenen Augen atmete sie seinen Duft ein und l?chelte ?ber das ganze Gesicht. -Es wird allm?hlich kalt. - sagte Jason nach einer Weile, doch Romy wollte nicht von ihm lassen. Es f?hlte sich so gut an, einfach so da zustehen und ihn zu umarmten, seine N?he sp?ren.
-Nur noch ein bisschen. - bat sie ihn und kuschelte sich noch n?her an ihn ran.
-Nur noch ein bisschen und ich bin ein Eiszapfen. - informierte er sie und stie? sie sanft von sich weg. Entt?uscht seufzte Romy. - Wir k?nnen ja ein St?ck spazieren gehen. - schlug Jason vor.
-Gerne. - sagte sie und Jason nahm ihre Hand.

Nach etwa zwei Stunden brachte Jason sie nach Hause. Vor ihrer Haust?r gab er ihr einen Kuss auf die Wange und verabschiedete sich von ihr.
-Bis Morgen. - sagte sie und betrat das Haus.
-Wo warst du denn? - fuhr Stella sie aus dem Wohnzimmer an.
-Was machst du hier? - fragte Romy und legte ihre Jacke ab.
-Ich warte bereits seit mehr als einer Stunde hier auf dich. - sagte Stella. - Hast mich einfach da stehen lassen, ganz alleine. - beklagte sie sich.
-Tut mir echt leid. - entschuldigte sich Romy mit einem strahlenden Grinsen im Gesicht.-Und findest es noch witzig. - meinte Stella beleidigt. Romy h?ngte ihre Jacke auf und setzte sich neben Stella auf die Couch.
-Ich bin mit Jason zusammen. - verriet sie ihrer Freundin.
-Echt? - fragte diese und verga? sofort, dass sie auf ihre Freundin sauer war. - Geil. - sagte sie dann.
-Ja. - stimmte Romy zu. - Ich bin ihm nachgelaufen und habe ihm alles erkl?rt. - erz?hlte sie Stella. - Dann habe ich ihm gesagt, dass ich ihn mag und er mag mich auch. - sagte sie.-Wow. - war alles was Stella von sich geben konnte. - Du bist mit dem beliebtesten Jungen der Schule zusammen. - schw?rmte sie. - Das ist echt geil. - f?gte sie hinzu.
-Ich wei?. - gab Romy zu. - Und dann haben wir miteinander zwei Stunden lang geredet. - sagte Romy und seufzte vertr?umt.
-?ber was denn? - fragte Stella neugierig.
-?ber nichts bestimmtes. - sagte Romy blo?.
-Habt ihr euch gek?sst? - fragte sie ihre Freundin.
-Er hat mir einen Kuss auf die Wange gegeben. - gab Romy gl?cklich zu.
-Jetzt wird es langweilig. - entgegnete Stella entt?uscht.
-H?r auf. Es ist gar nicht langweilig. - gab Romy zur?ck. - Ich bin doch nicht eine von diesen Tussen, die mit einem Kerl sofort in die Kiste h?pfen. - meinte Romy dazu.
-Das musst du auch nicht. - beruhigte Stella ihre Freundin. - Aber wenigsten Knutschen k?nnt ihr ja. - sagte sie weiter.
-Alles zu seiner Zeit. - meinte Romy weise dazu. Doch Stella verdrehte zu dieser Aussage blo? ihre Augen. - Wo ist denn Mum? - fragte sie dann.
-Sie war schon auf den Sprung, als ich kam. Sie wollte zu Joga. - informierte Stella.
-Seit wann macht sie denn Joga? - fragte Romy eher sich selbst als Stella.
-Seitdem ein neuer junger Lehrer mit einem knackigen Arsch dort Jogastunden gibt. - sagte Stella und l?chelte. - Deine Mum ist echt der Bringer. - f?gte sie fasziniert dazu.

Am Montag vor der Schule war Romy ganz aufgeregt. Immerhin ging sie heute zur Schule als feste Freundin von Jason. Auf dem Weg zur Schule fragte sie sich, wie Jason sie wohl begr??ten w?rde und wie ihre Mitsch?ler auf seine Begr??ung reagieren w?rden.
Ihre H?nde zitterten leicht, als sie an ihrem Spind die B?cher f?r die ersten Stunden rausholte.-Guten Morgen. - h?rte sie pl?tzlich ganz nah an ihrem Ohr eine bekannte Stimme. Sie l?chelte und drehte sich zu Jason um.
-Morgen. - gr??te sie zur?ck und gab ihm einen Kuss auf die Wange. - Wie geht es dir? - fragte sie.
-Gut. - antwortete er. - Hast du heute nach der Schule Lust, was mit mir zu unternehmen? - fragte er sie.
-Gerne. - antwortete sie mit einem L?cheln. -Was schwebt dir vor? - fragte sie neugierig.-Lass dich einfach ?berraschen. - sagte er mit einem geheimnisvollen L?cheln. - Ich nehme dich dann nach der Schule mit nach Hause. - schlug er vor und Romy nickte. - Ich muss los. Erste Stunde bei Mrs Michalski. - meinte er vielsagend.
-Dann w?rde ich mich an deiner Stelle beeilen. - riet sie ihm. Die Englischlehrerin war sehr bekannt und gef?rchtet f?r ihre Strenge.
-Bis sp?ter. - verabschiedete er sich und schritt davon. Vertr?umt schaute Romy ihm nach.-Hallooooo. - h?rte sie Stellas Stimme ganz nah am Ohr und schrak zusammen. - Aufwachen. - h?rte sie ihre Freundin sagen.
-Hi. - begr??te Romy sie zur?ck.
-Was grinst du denn so? - fragte Stella.
-Ich bin froh dich zu sehen. - sagte Romy und k?sste sie auf die Wange.
-Ich bin hetero. - informierte Stella und befreite sich aus Romys Griff. - Und du warst es gestern auch noch. - f?gte sie hinzu. Romy l?chelte sie blo? an und schlug die T?r ihres Spinds zu.

In jeder Unterrichtsstunde schaute Romy immerzu auf die Uhr. Sie konnte es kaum abwarten, bis diese vergingen und sie Jason wieder sehen w?rde. Sie beteiligte sich auch nicht am Unterricht, denn sie war in ihren Gedanken bei ihrem heutigen Date mit Jason. Endlich klingelte es zur f?nften Stunde. Noch eine Stunde, freute sich Romy innerlich. Sie trat an ihren Spind und erstarte. Zoey und Sue standen vor ihrem Spind und warteten auf sie. Romy ignorierte die Beiden und wollte ihren Spind aufschlie?en, als Zoey ihre Hand drauflegte und die T?r wieder zuschlug.
-Lass deine dreckigen Finger von J. - sagte Zoey zu Romy. -Sonst wirst du es mit mir zutun bekommen. - drohte sie ihr.
-Lass du mich in Ruhe. - entgegnete Romy, die zu ihrer eigenen ?berraschung keine Angst versp?rte, sondern blo? Abscheu. -Jason und ich sind zusammen und eine kleine Kakerlake wie du, wird uns nicht auseinander bringen. - sagte Romy und f?r einen Augenblick wusste Zoey nicht, was sie sagen sollte. Romy l?chelte und feierte innerlich ihren Sieg.
-Er wollte dich schon vor 4 Jahren nicht, warum sollte er jetzt seine Meinung ?ndern? - sagte Zoey geh?ssig. - Er bemitleidet dich doch blo?. - f?gte sie hinzu und ein h?misches L?cheln verzierte ihr Gesicht. Romys Kiefer wurde sperrig und sie knirschte mit den Z?hnen. - Damals hat er dich da sitzen lassen mit aufgeschlagenem Knie und v?llig verheult. Es war ihm so egal, dass du in ihn verliebst warst. - provozierte Zoey weiterhin und Romys Augen f?llten sich mit Tr?nen. - Diesmal wird es nicht anders f?r dich auslaufen, kleine dumme Romy. - sagte Zoey und streichelte ihr mit gespieltem Mitgef?hl ?ber das Haar. Romy schlug ihre Hand bei Seite. - Und du Dummerchen hast schon auf die ewige Liebe gehofft. Oh, wie s??. - meinte Zoey dazu und Sue kicherte im Hintergrund. Eine Wut, wie Romy sie noch nie vorher gesp?rt hatte ?berkam sie. Ihre Augen wurden ganz schmal und ihre Lippen zu einer Linie zusammengepresst. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, holte sie aus und schlug Zoey mit einer Fast ins Gesicht. Zoeys Augen weiteten sich aus und wurden nass. Sie schlug beide H?nde vor ihre Nase und Romy sah, wie einige Bluttropfen von ihrem Kinn auf ihr Sweatshirt tropfte.
-Oh mein Gott. - rief Sue erschrocken und lief ins Rektorzimmer. Romy bewegte sich keinen Millimeter weg und sie versp?rte auch keine Reue. Sie funkelte Zoey immer noch b?se an, lie? aber ihre Hand sinken.

Nach einigen Minuten kam Mr Harper angelaufen mit Sue und der Schulkrankenschwester Miss Donovan im Schlepptau. Miss Donovan legte der weinenden Zoey ihren Arm behutsam um die Schultern und f?hrte sie Weg.
-Miss Duke? - Mr Harper schien sehr ?berrascht. - Ich bin sehr entt?uscht von Ihnen. - f?gte er dann hinzu. Romy schwieg eisern. - Kommen Sie bitte mit. - forderte er sie auf ihm in das Rektorzimmer zu folgen. Stella kam ihnen entgegen und schaute Romy fragend an.-Sagst du Jason bitte, dass ich mich bei ihm melde. - fl?sterte sie ihrer Freundin zu. Stella nickte blo? irritiert und ging weiter.

Fortsetzung folgt ...







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