Wenn das Herz sein Schweigen bricht

Autor: Allegra
veröffentlicht am: 30.08.2009




Kapitel 5 (17 und es kribbelt)

Ihre Blicke verhackten sich ineinander und jeder von ihnen hatte Angst diesen Moment zu unterbrechen. Die Musik dröhnte und um sie herum lachten und redeten Leute, doch sie waren von einer himmlischen Ruhe umgeben.
-Oh. - meinte Jason dann und lächelte verlegen. - Hab dich gar nicht erkannt. - meinte er und der verzauberte Moment, von dem Romy wünschte er würde Stunden andauend, platzte wie eine Seifenblase.
-Ist es gut oder schlecht? - fragte sie ihn und strich sich das Haar hinter das Ohr. Eine Angewohnheit zu der sie griff, wenn sie nervös war.
-Bitte? - fragte Jason.
-Ich meine, wie soll ich deine Reaktion werten? - meinte sie und kam sich echt blöd vor.-Es ist gut. - sagte er dann zurück und lächelte. - Du siehst gut aus, meine ich. - stotterte er und sie lachten verlegen. -Ich mein, in der Schule siehst du ganz anders aus. So langweilig und jetzt einfach Wow. - versuchte er sich in Erklärung. - Ich mein, ich habe dich noch nie so gesehen. So sexy, meine ich. - sagte es. -Ich soll lieber die Klappe halten. - meinte er dann.-Ich meine, danke. - sagte Romy lächelnd dazu. Ein unangenehmes Schweigen entstand zwischen ihnen. Seit mehr als 4 Jahren hatten sie nicht mehr richtig mit einander gesprochen, da fiel es schon schwer, einen gemeinsamen Nenner zu finden.
-Was machst du hier? - fragte Jason dann. -Ich komme öfters hierhin und habe dich hier noch nie zuvor gesehen. - fügte er hinzu.
-Meine Freundin Stella hat mich hierhin geschleppt auf ein Date. - gab Romy zu.
'Nicht vergessen, heute Morgen hast du dich mit ihm gestritten. Du bist sauer auf ihn.' - sagte ihre kleine innere Stimme.
'Das war in der Schule.' - brachte sie die Stimme zum Schweigen. Schule und Freizeit waren zwei ganz unterschiedliche Sachen, fand Romy.
-Und wo ist dein Date? - fragte Jason und schaute sich um.
-Ich habe ihn wohl in seinen Erwartungen enttäuscht. - Romy seufzte bloß.
-Oh. - sagte Jason bloß dazu. - Dann ist er ein Idiot. - meinte er dazu und Romy schaute ihn fragend an. - So wie du aussiehst. - fügte er schnell hinzu und lächelte sie verlegen an.-Danke. - meinte Romy und ihre Wangen glühten. - Bist du alleine hier? - fragte sie.-Momentan schon. - gab er zurück und setzte sich auf den Stuhl ihr gegenüber. - Ich bin mit Mike verabredet. - gab er zu und zog seine Jacke aus. Er hatte ein weißes T-Shirt an, unter dem seine Bizeps und Brustmuskeln deutlich hervorstachen. Romy genehmigte sich einen Moment um ihn genau anzusehen. Sein ovales Gesicht war von zwei blauen Augen, einer geraden Nase und schmalen Lippen geschmückt. Sein Blondes Haar fiel ihm auf die Stirn und verdeckte eine Narbe, die er von einem Treffen mit Butch davontrug. Er hatte sich verändert, dachte Romy, nur die Augen sahen noch immer so hämisch drein wie vor vier Jahren. Er hatte einen muskulösen Oberkörper, mit starken mit feinen blonden Härchen bedeckten Unterarmen.
'Wie sieht er wohl ohne T-Shirt aus?' fragte sie sich und ihr Gesicht fing an zu glühen.-Ist das warm hier? - meinte sie dazu und fächerte sich mit der rechten Hand Luft zu.-Ja. - antwortete er bloß. - Soll ich dir was zu Trinken holen? - fragte er.
-Ein Wasser bitte. - meinte sie und er erhob sich lächeln und schritt an die Theke um seine Bestellung aufzugeben. Von hinten hatte er eine Schwimmerfigur. Breite Schultern und eine schmale Hüfte.
'Wo schaust du denn hin?' - ermahnte Romy sich selbst, als ihr Blick auf Jasons Gesäß hängen blieb. Ertappt und schämend blickte sich wieder auf ihre Hände, die ineinander verhackt auf dem Tisch lagen. Jemand setzte sich auf den Stuhl gegenüber und etwas enttäuscht stellte Romy fest, dass Stella wieder zurückgekehrt war.
-Jake ist ein toller Küsser. - meinte sie und lächelte frech.
-Super. - sagte Romy abwesend dazu.
-Wem gehört die Jacke? - fragte Stella. Doch bevor Romy antworten konnte, kam Jason mit zwei Gläsern an den Tisch zurück. Fragend schaute Stella von Romy zu Jason und wieder zurück.
-Hi J. - begrüßte Stella ihn dann strahlend.
-Hi .. ähm. - begrüßte er Sie.
-Stella. - halft sie ihm auf die Sprünge.
-Genau. - sagte er dazu. - Hi Stella. - begrüßte er sie und stelle das Glas Wasser vor Romy auf den Tisch.
-Danke. - sagte Romy kleinlaut.
-Ich muss mal für kleine Mädchen. - sagte Stella und nickte Romy in Richtung Toiletten zu.-Oh …wir sind gleich wieder da. - meinte Romy und sprang auf.
-Okay. - sagte Jason nur dazu.
Stella zehrte Romy zu den Toiletten. Sie stieß sie in den Toilettenraum und schloss die Tür ab.
-Erzähl. - forderte sie Romy auf.
-Da gibt es nicht zu erzählen. - sagte diese nur mit einem Schulterzucken.
-Wie, es gibt nicht zu erzählen? - meinte Stella empört. - Als ich ging, sahst du alleine an unserem Tisch. 2 Minuten später sitzt der beliebteste Junge der Schule bei dir am Tisch. Also erzähl. - meinte sie.
-Wie gesagt, da gibt es nicht viel zu erzählen. - meinte Romy. - Er ist an meinen Tisch gekommen und wollte mich zu einem Drink einladen. Dann erkannte er mich und wir sind ins Gespräch gekommen und da warst du schon da. - sagte Romy nur dazu.
-Wow. - Stella schien begeistert. - Vom Nahen sieht er noch besser aus. - schwärmte sie.-Wolltest du nicht aufs Klo? - fragte Romy.
-Es war doch nur ein Vorwand, um mit dir reden zu können. - meinte Stella ihr klar.-Dann lass uns wieder zurückgehen. - bat Romy. Sie verließ die Toiletten und blieb so abrupt stehen, dass Stella gegen ihren Rücken stieß.
-Scheiße. - hörte sie ihre Freundin noch schimpfen.
- Was? - fragte Stella genervt und luchste über Romys Schulter. An ihrem Tisch saßen nun mehr als 6 Personen. Es waren 3 Footballspielen, unter ihnen auch Mike und 3 Mädchen aus dem Cheerleaderteam, auch Zoey war unter ihnen. Kokett hatte sie ihren Arm um Jason Schulter gelegt und flüsterte ihm gerade etwas ins Ohr. Er lächelte sie daraufhin gequält an und nahm einen Schluck aus seinem Glas.
-Lass uns gehen. - meinte Romy.
-Aber meine Jacke ist noch da. - jammerte Stella.
-Hol sie einfach morgen ab. - gab Romy dazu und nahm ihre Hand.
-Ah komm schon, die werden schon nicht beißen. - meinte Stella nur.
-Was du nicht sagst? - sagte Romy, doch sie ließ sich von ihrer Freundin zurück zum Tisch führen.
-Hallo Leute. - begrüßte Stella alle lächelnd. - Na was geht ab? - fragte sie. 12 Augenpaare schauten sie verwirrt an, doch keiner grüßte zurück.
-Leute, das sind Romy und Stella. - stellte Jason sie vor, immer noch nichts.
-Bist du nicht in meinem Biologiekurs? - fragte Mike an Stella gewandt, doch bevor sie antworten konnte, baute sich Zoey vor ihnen Auf.
-Wie auch immer. - meinte sie dazu. - Was wollte ihr? - fragte sie und die Feindseligkeit in ihrer Stimme, ließ Romy den Schauder über den Rücken laufen.
-Wir wollten zurück zu unserem Tisch. - antwortete Stella.
-Eurem Tisch? - fragte Zoey und lächelte sie einseitig an. - Jetzt ist es unter Tisch, also haut ab. - forderte sie auf.
-Hör mal zu, du eingebildete Schnepfe. - fuhr Stella sie an. - Wir gehen dann, wenn es uns passt. - machte sie Zoey klar.
-An deiner Stelle würde ich meine Klappe nicht so weit aufreißen. - entgegnete Zoey und trat einen Schritt auf Stella zu. Sie standen so nah bei einander, dass ihre Nasen sind fast gerührten.
-Was sonst? - provozierte Stella weiter.
-Hey Mädels. - Mike kam dazwischen. - Es ist alles easy. - meinte er zu den Streithühnern. - Lasst uns Freunde sein. - sprach er weiter.
-Mit der möchte ich nicht mal meinen Tisch in der Schule teilen. - sagte Zeoy und Stella knirschte mit den Zähnen. Hoffnungsvoll schaute Romy zu Jason, doch er wich ihrem Blick aus. Das war so typisch für ihn. Wenn seine Freunde nicht da waren, war er so freundlich und kaum waren sie da, hielt er sich aus der Sache heraus, dachte sie enttäuscht.
-Komm wir gehen. - sagte Romy und legte Stella eine Hand auf die Schulter.
-Ich gehe dann, wenn es mir passt. - fuhr sie sie an, ohne Zoey aus den Augen zu lassen.-Stella bitte. - bat sie.
-Und jetzt passt es mir sehr gut. - sagte Stella bloß dazu und nahm ihre Jacke, die über der Lehne des Stuhls hing, auf dem gerade eine Cherleaderin mit roten Locken saß. Sie beugte sich vor, damit Stella ihre Jacke wegnehmen konnte. - Danke. - sagte sie nur dazu. Romy und Stella drehten sich um und gingen in Richtung Ausgang.
-Wir sehen uns noch. - rief Zoey ihnen hinterher.
-Ich hoffe auf deiner Beerdigung. - meinte Stella zurück und die Tür fiel hinter ihnen ins Schloss. Schweigend stiegen sie in das Auto ein. - Was für eine blöde Kuh. - schimpfte Stella und schlug mit den Fäusten auf das Lenkrad.
-Lass es sein. - versuchte Romy ihre Freundin zu beruhigen. - Lass uns nach Hause fahren. - schlug sie vor. Verärgert schaute Stella in ihre Richtung.
-Du bist ein Feigling. - unterstellte sie ihr. - Warum hast du mich raus geholt? - fragte sie.-Damit die Situation nicht eskaliert. - antwortete Romy vernünftig.
-Ich hätte ihr schon gezeigt, wo der Hammer hängt. - versicherte Stella. - Jetzt denkt sie, dass ich abgehauen bin, weil ich Angst vor ihr habe. - meinte sie und schlug noch mal auf das Lenkrad.
-Das ist doch egal. - sagte Romy dazu. - Du weißt doch, dass es nicht so ist. - fügte sie hinzu.-Aber sie weiß es nicht. - sagte Stella.
-Der Klügere gibt nach. - versuchte Romy es mit Vernunft, doch Stella war zu aufgeregt.-Ein Feigling gibt nach. - entgegnete Stella. - Und für solche hält sie uns jetzt. - sie wirkte enttäuscht.
-Bist du jetzt sauer auf mich? - fragte Romy, die allmählich die Geduld verlor.
-Nein. - gab Stella zu und seufzte. - Diese dumme Pute macht mir schon seit meinem ersten Schultag an der High School das Leben schwer und das wäre doch kein schlechter Moment, um ihr eine reinzuhauen. - meinte Stella dazu und schnaubte.
-Ich sag dir was. - meinte Romy zu ihr. - Das nächste Mal werde ich dich sie zusammenschlagen lassen. In Ordnung? - sie lächelte Stella zu, die sich auch kein Lächeln verkneifen konnte.
-Okay. - stimmte sie zu und ließ den Motor ihres Wagens aufbrüllen.
-Vielleicht helfe ich dir auch dabei. - meinte Romy und ließ sich zurück in den Sitz fallen.-Das will ich sehen. - meinte Stella und lachte los.
-Ich habe mich früher sehr oft geprügelt. - versicherte Romy.
-Aber sicher. - glaubte Stella ihr nicht.
-Ehrlich. Mit Jungs habe ich mich geprügelt. - bestätigte Romy mit Nachdruck.
-Ah komm. - Stella lächelte sie bloß bemitleidenswert an. -Du und dich prügeln? Das glaube ich nicht. - sagte sie dazu.
-Doch. - versuchte Romy ihre Freundin zu überzeugen. - Mit Butch habe ich mich geprügelt. - sagte Romy.
-Mit dem dicken aus dem Chemiekurs? - fragte Stella erstaunt.
-Ja. - stimmte Romy zu.
-Mit dem hast du dich geprügelt? - fragte sie immer noch ungläubig.
-Ja. - meinte Romy und nickte dazu. -Eigentlich kennst du mich gar nicht. - sagte sie und Stella musste erneut lachen.

Fortsetzung folgt ...







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