Er und ich.

Autor: ....Just Love...!
veröffentlicht am: 20.06.2009




Zuerst möchte ich versichern, dass diese Geschichte von mir ist. Ich habe im Portal eine Geschichte gesehen, die meiner zu ähnlich war.. Eigentlich fast identisch. Na ja also diese Geschichte ist mit Sicherheit von mir. Ich hoffe es gefällt.

Ich hatte gerade die Schule gewechselt, da meine Eltern gerade umgezogen waren. Der Abschied meiner alten Heimat fiel mir alles andere als schwer, im Gegenteil ich war so glücklich, auf eine neue Schule zu gehen.

Am ersten Schultag fand ich gleich Freunde. Grandiose Freunde. Sie nahmen mich auf, als wäre ich eine lang vermisste Freundin. Es war so toll. Auch die Jungs waren so sehr nett zu mir. Und einer fiel mir dabei besonders ins Auge.

Er war alles wovon ein Mädchen nur tröumen könnte. Gutaussehend. Nett. Charmant. Klug. Ich verstand mich mit ihm bestens. Im Schülerforum schrieben wir viel miteinander und auch in der Schule redeten wir viel. Es dauerte ehrlich nicht lange und ich war hoffnungslos verliebt in ihn...

Ich traute mich nicht so recht, meine Clique einzuweihen, also stellte ich indirekte Fragen um über sein Liebesleben mehr zu erfahren wie 'Wer aus der Klasse ist eigentlich vergeben?' Und so was halt... Eine Freundin erzählte, sie sei mit ihm einmal zusammen gewesen. Und in einer Beziehung sei er ein verdammtes Arschloch.
Ich konnte das zunächst nicht so recht glauben, doch nicht... ER!

Sie sagte, er sei ein Faker was dieses Gebiet anginge. Einer, der jede nimmt, die er bekommen würde und sie spätestens nach 2 Monaten wieder fallen lassen würde...

Ich hatte die ganze Nacht geweint. Nicht geschlafen. Ich war so enttäuscht, dass mein Ausgewählter so ein zweites Gesicht tragen konnte... Ich versuchte meinen Traum zu vergessen. Ihn zu vergessen. Ich wollte niemanden lieben, der... SO war... So.... Spielerisch.. Ich konnte es mir auch nicht vorstellen. Aber ich vertraute meiner Freundin.

Ein paar Wochen später, als ich ihn fast vergessen hatte, zu mindest glaubte ich das, oder ich hoffte es, bat er mich nach dem Unterricht nicht wie üblich mit meiner engsten Freundin nach Hause zu fahren (sie wohnte im selben Viertel wie ich.) Sondern auf ihn zu warten. Ich wartete also auf dem Schulhof auf ihn, denn er hatte noch ein Gespräch mit unserer Klassenlehrerin. Ich überlegte fieberhaft.

Was könnte er meinen? Was wollte er? Wieder willen schlug mein Herz schnell. Zu schnell. Ich wusste, dass er nicht gut war. Ich hatte mich umgehört. Alle sagten das selbe. 'Faker'.. Ich wollte ihn nicht lieben.. Ich durfte ihn nicht lieben.

Endlich kam er. Er lächelte. Er hatte die Hände lässig in die Hosentaschen gesteckt und seine Ärmel seines Pullovers hochgeschoben. Er kam auf mich zu. 'Hast Du ein wenig Zeit?', fragte er. 'Mhh, sorry ich muss noch zu Querflöte...', sagte ich entschuldigend. 'Na gut. Ich bringe Dich zur Haltestelle.', sagte er. 'Du wolltest mir was erzählen?', stellte ich fest. 'Ich wollte Dir etwas sagen.', korrigierte er. Und blieb stehen. Ich auch. Er schaute mir in die Augen und kam mir näher. Mein Atem wurde ungleichmäßig. 'Nein. Nein Du darfst ihn nicht lieben...', dachte ich krampfhaft und hielt an diesem Gedanken fest. Sonst hätte ich ihn wahrscheinlich geküsst. 'Ich wollte Dir sagen, dass...', sagte er und schaute erst auf den Boden und dann wieder in mein Gesicht. Seine Wangenknochen verhärteten sich. 'Dass ich Dich liebe.', beendete er den Satz. Mein Herz setze aus. Ich starrte ihn nur mit leicht geöffnetem Mund an. 'Nein. Nein nein.', dachte ich mir wieder. Ich begriff langsam, dass sein Gesicht langsam zu meinem herunterbäugte um es zu küssen und ich machte einen Schritt zurück. 'Nein.', sagte ich jetzt laut. Dann sagte keiner mehr etwas. Wir schwiegen. Lange. Dann drehte er sich um und ging.

Ich stand noch lange an diesem Ort. Unter den Linden.. Nicht mal 200 Meter von meiner Bahnhaltestelle entfernt. ich hörte 3 Bahnen an mir vorbei fahren. Bis ich mit Tränen in den Augen die nächste Bahn nahm und nach Hause fuhr.

Der nächste Schultag war schrecklich. Er sah furchtbar aus. Als hätte er mehrere Nächte nicht geschlafen. Auch ich sah nicht anders aus. Ich hatte mich an diesem Tag nicht einmal geschminkt. Peinlich.

Miene Freundinnen wollten wissen was los ist, aber ich sagte nichts, weil ich wusste, was sie sagen würden. 'Ach das macht er bei jeder. mach Dir keine Sorgen' würden sie sagen. Ohne Verständnis. Erst jetzt verstand ich, dass sie niemals Vertrauensfreundinnen werden konnten. Bis auf eine. Diese eine setzte sich in der Pause mit mir auf eine Bank. Legte mir einen Arm um die Schultern. 'Ich weiß nicht was los ist.', sagte sie. 'Aber egal was es ist. Vergiss die Angst.' Vergiss die Angst. Es traf so sehr zu.. Ich hatte ihn gehen lassen...

IHN.

'Hör auf dein Herz. Denn alles was andere sagen ist gelogen. Nur dein Herz kann die Wahrheit sagen.', sagte sie. Ich kam mir ein wenig komisch vor, sie redete wie die begehrte nette Blondine aus dem Film. Ich hatte über sie in Erfahrung gebracht, dass sie mit ihren Gedankengängen weiter war als andere.

Ich merkte wie Recht sie hatte. Und weinte noch an Ort und Stelle. 'Ich werde es ihm sagen', sagte ich. Und sie fragte nicht was ich meinte. Und das war auch gut so.

Am selben Tag noch ging ich zu ihm hin. 'Ich muss mit Dir reden.', sagte ich und mein Herz fühlte sich an, als würde es brennen. Soldaten marschierten mir durchs Blut und ich zitterte. 'Okay.', sagte er. 'Allein.', beharrte ich. Er hob eine Augenbraue aber lief los. Auf den Schulhof. Wir hatten in 3 Minuten Unterrichtsbeginn, aber wir gingen trotzdem. 'Schieß los.', sagte er. Meine Kehle versagte. 'Ähm.. Also.. Als ich Dich neulich abgewiesen hatte...', meine Stimme machte einen Knicks. 'Da.. Also.. Ich bereue es. Ich hatte einfach solche Angst.. Weil Du doch.. Ich hatte Ansgt nur der Lückenfüller zu sein und das was Nina erzählt hat...' 'Was hat Nina erzählt?' Und ich erzählte ihm alles, was ich über ihn in Erfahrung gebracht hatte. Er war stocksauer. 'Mensch, die labern alle! Was meinst Du, warum ich die Schule wechseln wollte? Mann die erzählen hämmungslos Scheiße über mich.' Ich schwieg. Er schwieg. Der Unterricht lief berreits.Egal. Es war alles egal. Plötzlich erhielt ich einen kräftigen Adrenalinstoß. Ich schaute ihm sicher in die Auchen und sagte bestimmt: 'Ich liebe Dich.' Er sh mir in die Augen und nach ein paar Sekunden umspielte ein Lächeln seine Lippen. Er kam meinem Gesicht wieder näher und beinahe hätte er mich geküsst. Beinahe. Denn auf einmal hörten wir wildes Gekreische und Klatschen. Wir sahen uns panisch um und sahen einige aus unserer Klase, weit aus dem Fenster gelehnt. Es war zu peinlich. Viele hielten Handys in der Hand, sie hatten uns fotografiert... Dann hörte man wildes Gemecker meiner Klassenlehrerin die alle vom Fenster verscheuchte und sich selbst herauslehnte. 'Es ist Unterrich ihr lieben! Kommt ihr bitte sofort herein?!' Sie war stocksauer. Hand in Hand gingen wir in den Klassenraum.

Es war der allerschönste Tag in meinem Leben. Der wirklich schönste. Ich hatte vor ihm nie eine Beziehung und er ist wirklich meine erste große Liebe. Dieser Tag, das war heute. Heute habe ich ihm meine Liebe gestanden. Heute hätte er mich beinahe geküsst. Heute. Der 05.06.2009.
Der aller schönste Tag. Der wirklich schönste!







Teil 1 Teil 2


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