Mein bester Freund

Autor: Aa++!!Tammy
veröffentlicht am: 12.07.2009




Hoffe euch gefällt meine Fs.


Ich sah ihn. Ich sah Cedric. Er stand da, auf einer roten Mohnwiese ganz in weiß. Doch dann kam auf einmal Phillip. Gerade eben waren meine Augen noch auf Cedric gewesen, und jetzt klebten sie an Phillip. An seinen leicht roten Haaren, der winzigen und vereinzelten Sommersprossen auf seiner Haut, an seine Augen. An seine hellgrünen Augen.
Manchmal sahen sie so aus, als säße jemand mit einer Taschenlampe dahinter und beleuchte sie von innen.
Cedric hatte ich vergessen. Ich konnte nur noch an eines denken. Ich wollte Phillip küssen. Ich musste es einfach tun, doch ich konnte nicht. Denn Cedric hielt mich fest …

Ich schreckte hoch. Was war das? Ein Traum? Aber das musste ja bedeuten, dass ich wirklich in Phillip verliebt war. Das konnte doch nicht sein. Wir waren Freunde. Nur Freunde?!Und plötzlich fühlte ich mich leer. So furchtbar leer, wie noch nie. Ich hatte das Gefühl innerlich zu verbrennen, wenn ich auch nur an Phillip dachte. Es war wie verhext.

Auf einmal spürte ich eine Hand an meiner Wange und erst jetzt realisierte ich, wo ich war. Ich lag bei Phillip zu Hause auf seinem Bett. Wie hatte er es bloß geschafft mich bis hier her zu tragen? Noch eine Frage mehr.
Ich war gerade dabei wieder in einem Strudel von Gedanken zu versinken, als er mich plötzlich umarmte.
Mir blieb die Luft für einen kurzen Moment weg und ich wusste nicht mehr wie mir geschah. Und was erschwerend zu meiner verwirrenden Gefühlslage hinzukam, war die Tatsache, dass es mir gefiel. Ich fühlte mich trotz des kurzzeitigen Sauerstoffmangels wohl bei ihm.Als er die Umarmung löste streiften seine Lippen meine Wange und ich bekam eine Gänsehaut am ganzen Körper.
Er sah mich an und fragte: „Geht es dir besser?“
Ich nickte leicht und zog ihn wieder zu mir.
Was war nur mit mir los. Wollte ich das wirklich woran ich dachte, oder bildete ich mir alles nur ein. Zum verrückt werden.
Es war furchtbar zu wissen, dass er da war und ich ihn doch nicht haben kann. Nein, das konnte ich Cedric einfach nicht nochmal antun.
Doch genau das tat ich. Ich hatte mich nicht mehr unter Kontrolle und folgte einmal mehr meinem Herzen.
Denn als er die Umarmung wieder lösen wollte und sich erkundigte, ob es mir wirklich gut gehe, da schnitt ich ihm das Wort mit einem Kuss ab. Ich zog ihn zwischen meine Beine und küsste ihn immer weiter, doch auf einmal stockte er.
„May, du hast selbst gesagt, das es nicht geht.“„Bitte, Lass uns nicht länger darüber nachdenken!“
„Aber du und Cedric seit …“
„Bitte!“, flehte ich und schnitt ihm das Wort ab, „Bitte, nur ein letztes Mal. Es war mit dir so schön wie ich es noch nie erlebt habe. Bitte, tu es für uns. Nur noch ein letztes Mal. Ein einziges Mal. Aber bitte, hör auf mir zu sagen, dass es falsch ist. Das weiß ich auch selbst. Nur noch dieses eine Mal für immer …“
Die letzten Worte konnte ich schon gar nicht mehr aussprechen, da er mich geküsste hatte. Es war wunderschön. Und wieder hatte ich das Gefühl, das es perfekt war.
Gewiss plagten mich ein paar Schulgefühle gegenüber Cedric, aber als ich Phillip dann so neben mir liegen sah, da verschwanden die Stiche in meiner Bauchgegend und verwandelten sich in eine flatternde Horde von Schmetterlingen.
Er sah so süß aus, wie er da mit geschlossenen Augen lag und mit seinen Fingern über meine Lippen fuhr.
Ich hätte ihn noch ewig so ansehen können, doch auf einmal wurde mir übel. Richtig elend und ich rannte durch die Türe in seinem Zimmer in das anliegende Bad.
Gerade so schaffte ich es mich zum Klo zu retten und den Deckel aufzuklappen.
Dann übergab ich mich zum zweiten Mal an diesem Tag.
Ich kotzte mir sozusagen die Seele aus dem Leib und bemerkte erst später, dass ich von zwei Händen gestützt und gestreichelt wurde.
Ich hob meinen Kopf und griff nach dem Taschentuch, das Phillip mir reichte und wischte mir den Mund ab.
Ich versuchte mich aufzurichten und bekam sofort wieder einen Schwindelanfall.
Das letzt was ich spürte war, wie sich seine Hände gerade noch rechtzeitig um meine Taille schlangen, um zu verhindern, dass ich auf dem Boden aufprallte.

Und wieder träumte ich.
Ich träumte von Cedric und Phillip. Doch dieses Mal war es wieder anders. Ich stand da und konnte mich nicht bewegen. Ich schaute um mich, um zu sehen, wer mich festhielt. Es war Cedric und als ich meinen Blick wieder nach vorne wandte, da sah ich Phillip. Er hatte mir den Rücken zu gekehrt und entfernte sich langsam aber sicher immer weiter. Ich wollte schreien. Mich losreißen. Ich wollte zu ihm, doch ich konnte nicht. Ich konnte nicht schreien, da Cedric mir die Hand auf den Mund presste.

Ich spürte, wie mich jemand fest im Arm hielt. Und ich spürte heiße Tränen meine Wangen herunterlaufen. Was war nur mit mir los? Ich stand am psychischen Abgrund und drohte immer wieder hinein zu fallen.
Ich schluchzte an Phillips Brust und presste mich eng an ihn. Ich hatte Angst ihn loszulassen. Ich hatte Angst, dass ich ihn nie wieder sehen würde, wenn ich ihn jetzt gehen ließ.„May, was hast du denn?“, fragte er, als ich mich nach einer halben Ewigkeit immer noch nicht gefangen hatte.
Ich wollte gerade zu Phillip auf sehen, als mein Blick den Kalender streifte.
Oh Gott! Der 25. Mai. Wir hatten schon den 25. Mai! Das durfte doch nicht wahr sein. Wie konnte das nur passieren.
Da hatte ich mich gerade wieder beruhigt und dann schon wieder so etwas.
Und dann passierte es schon wieder. Ich sackte in mich zusammen. Ich sackte an Phillips Brust und konnte nichts mehr sagen. Nichts mehr tun.
Auf einmal wurde ich von ihm hochgehoben und er trug mich in sein Zimmer, wo er mich auf sein Bett legte.
„Was ist denn mit dir los?“, fragte er nach einer Weile.
Ich konnte es ihm nicht sagen. Das ging nicht. Er würde ausrasten oder rumschreien. Oder er würde sagen, dass er mich nie wieder sehen wollte. Das durfte nicht passieren. Ich liebte ihn doch!
Ja, das tat ich. Ich liebte ihn.









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