Love and other disasters

Autor: Breeze
veröffentlicht am: 26.06.2009




Entschuldigung, dass es so lange gedauert hat, aber ich bin im Moment nicht so wirklich in der Stimmung eine Liebesgeschichte zu schreiben, daher kommt sozusagen die 'Schreibblockade'. Ich hoffe es gefällt euch trotzdem und freue mich natürlich über Kommis :)

'Was soll ich nur anziehen?' Zwischen all den Klamotten, die sich inzwischen im ganzen Zimmer sowohl auf dem Bett als auch auf dem kompletten Fußboden ausgebreitet hatten, hatte sich die inzwischen völlig verzweifelte Isabella niedergelassen und sah sich um. 'Mensch, ich hab dir schon vor zwanzig Minuten gesagt, dass du das rote Top anziehen sollst, das was wir letzte Woche in de Stadt gekauft haben. Es lässt dich definitiv aussehen als wärst du schon 18. Und so langsam solltest du dich ranhalten, denn wir müssen in 10 Minuten los!', drängelte Julie, die gerade dabei war sich im Badezimmerspiegel zu begutachten und sich zu einem gelungenen Make-up zu gratulieren.
Sie hatte ein türkisblaues Top an und trat gerade aus dem Bad um sich erstaunt umzublicken und sich zu fragen, wo das aufgeräumte Hostelzimmer nur geblieben war, dass sie vor gut 15 Minuten verlassen hatte um sich im Bad zu schminken und ihre Haare zu machen. 'Is, was hast du nur gemacht!', lachte Julie und fing an einige der Klamotten aufzusammeln. Isabella sah sich um und schien jetzt erst das totale Chaos zu bemerken. 'Ach, ich weiß doch auch nicht', kicherte sie. 'Meinst du wirklich das rote Top steht mir?'
'Na klar, sonst hätte ich dir nicht schon letzte Woche im Laden 20mal beteuert, wie toll es aussieht und dass du es dir unbedingt kaufen musst. Also zieh das jetzt an und dann können wir endlich los. Ich hab keine Lust die letzte zu sein.', rief sie und warf Isabella das besagte Top zu. Kurz darauf waren beide schon mit der S-Bahn auf dem Weg, die anderen hatten ihnen den Weg auf eine Serviette gezeichnet und wollten sich mit ihnen an der Ecke vor dem Club treffen. Isabella schien ziemlich gut drauf zu sein, was Julie wiederum auch zu einer aufgekratzten Stimmung verhalf und so lachten sie und alberten sie ganze Zeit herum, was natürlich auch die Blicke einiger Leute auf sie zog und zweimal hörten sie, was die beiden allerdings nicht ihrer Albernheit sondern eher ihrer Klamotten zuschrieben, hinter sich ein lautstarkes Pfeifen.

Als sie an der besagten Ecke, die auf der Serviette mit einem großen roten Kreuz markiert war, ankamen, sahen sie schon Fiona und Jessy. 'Hey, wo sind denn die anderen?' 'Also die Jungs haben eben angerufen und gesagt, dass sie den Bus ein bisschen verpasst haben und deshalb erst in fünf Minuten hier sind', sagte Jessy und verdrehte dabei die Augen.
'Sven hat es zwar auf seinen Kumpel geschoben aber ehrlich gesagt denke ich, dass es wohl doch er war, der zu lange gebraucht hat um sich rauszuputzen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie eitel er sein kann. Da denkt man manchmal glatt, dass er weiblich ist.' Fiona stimmte Jessy zu und fing an eine Geschichte über Sven zum Besten zu geben, wo es um seine neuen Schuhe ging, die er pflegte und hegte wie nichts anderes.
'Und kurz nachdem er sich runtergebeugt hatte und sie mal wieder sauber gemacht hatte, da kam doch Vincent an und übergab sich genau über seinen weißen Schuhen! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was das für eine Schweinerei war', lachte Fiona.
In genau diesem Moment kamen Sven und Eric um die Ecke. Julie riss die Augen auf und konnte nicht glauben, wen sie da erblickte.

Hinter Sven und Eric stand doch tatsächlich der süße Typ aus dem Zug. Der Besitzer von Oskar und derjenige, nachdem sich Julie mehrmals am Bahnhof umgeguckt hatte, in der Hoffnung, dass er auch an der Station aussteigen würde. Und das war der Kumpel von Sven? So viel Glück konnte man doch eigentlich gar nicht haben, dachte Julie während sie versuchte nicht vor Freude zu strahlen. 'Also Leute, das hier ist Robert. Er ist auch erst heute angekommen und es war ALLEIN seine Schuld, dass wir zu spät dran sind', stellte Sven seinen Freund vor und sowohl Jessy als auch Fiona zogen fragend die Augenbrauen zusammen was zeigte, dass sie Svens Erklärung immer noch nicht ganz glauben konnten. Robert grinste entschuldigend und meinte: 'Es stimmt wirklich. Ich hab einfach die Zeit verpasst.' Julie, die ihn musterte und die er anscheinend noch nicht entdeckt hatte, hätte ihm bei diesem Lächeln alles verziehen. In diesem Moment schaute er ihr direkt ins Gesicht und Julie betete, dass er sie nicht für eine komplette Vollidiotin hielt, so wie sie ihn anstarrte.'Hey, bist du nicht das Mädchen aus dem Zug? Das was Oskar heute abgeleckt hat?', fragte er und fügte erklärend hinzu: 'Oskar ist der Hund meiner Schwester. Er ist auch der Grund warum ich im Moment in der Stadt bin.' 'Ja, genau die bin ich.' Julie jubelte innerlich, da er sich auch noch an sie erinnern konnte und das bedeutete, dass er ihr vor ein paar Stunden mehr als nur einen flüchtigen Blick geschenkt haben musste. 'Also, lasst uns endlich feiern gehen. Ansonsten stehen wir ja morgen noch hier', drängelte Eric, der irgendwie aufgeregt zu sein schien. 'Was hast du denn Eric, wartete da drin vielleicht jemand auf dich?', neckte Fiona ihn. Er wurde rot und versicherte schnell: 'Ach quatsch, aber ich will endlich reingehen. Wahrscheinlich ist die Tanzfläche sowieso schon gerammelt voll!' Julie und Isabella schauten ihn verwundert an. 'Ja, okay. Ich gebe es zu, ich hab letzte Woche ein Mädchen gesehen und sie war einfach… unglaublich. Ich will sie unbedingt wieder sehen und ich platze beinahe vor Neugier, ob sie heute Abend wieder da ist oder nicht!' Dabei intensivierte sich die Farbe seines Gesichtes noch weiter.
'Also gut, da wir ja nicht wollen, dass du noch einen Herzinfarkt erleidest - und ehrlich gesagt bin ich auch gespannt auf deine Freundin - lasst uns wirklich losgehen', sagte Jessy und zog Fiona und Isabella mit jeweils einer Hand hinter sich her.
Während sie auf den Club zugingen, kamen Julie die ersten ernsthaften Zweifel und obwohl sie sich eigentlich nicht unbedingt als Feigling bezeichnen würde, musste sie zugeben, dass sie sich nicht vorstellen konnte, dass Robert es wirklich schaffen würde sie einzuschleusen. Die Türsteher sahen nicht gerade freundlich aus und Julie wollte sich die Blamage gar nicht erst vorstellen, wenn man sie einfach wieder an der gesamten Schlange zurückschickte. Die Schlange war doch beachtlich lang und so standen sie 10 Minuten bis sie es bis zur Eingangstür geschafft hatten. Julie wurde in diesen 10 Minuten immer unruhiger, da sie genau sah, dass die meisten an der Tür nach ihrem Ausweis gefragt wurden. Sie rückten immer näher an den Eingang heran und dann stand sie plötzlich vor einem der in schwarz gekleideten Muskelprotze.
Als ihr der Türsteher einen Blick zu warf, sie hatte das Gefühl, dass es einer von den Unerbittlichen war, drehte sich ihr der Magen um und ihr wurde furchtbar übel. Fiona, Jessy und Isabella waren alle drei einfach mit Selbstbewusstsein auf die Gruppe zugesteuert und niemand war auf die Idee gekommen überhaupt anzuzweifeln, dass die drei nicht jeden Samstagabend hier waren. Das mochte für Fiona und Jessy vielleicht stimmen aber Isabella war noch 6 Monate von der Volljährigkeit entfernt und normalerweise war sich Julie sicher, dass sie diejenige der beiden war, die auf andere Leute älter und reifer wirkte. Jetzt stand die genau vor dem gefährlich aussehendem Mann, der sie herausfordernd ansah.'Dein Ausweis bitte.'







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