Felix (Wer ist denn nun der richtige für's erste Mal?)

Autor: Aa++!!Tammy
veröffentlicht am: 06.06.2009




Es wurde trotzdem noch ein schöner Tag, auch wenn ich immer wieder mal nicht ganz bei der Sache war und Felix tausend Mal nachfragte.
Er wusste genau wann es mir gut ging und wann nicht.
Aber am besten war, dass er nicht aufhören konnte mich zu küssen, das musste wohl an meinem Erdbeer-Labello liegen, dachte ich insgeheim.
Als wir dann am Abend, völlig fertig von diversen Schwimm- und Tauchwettkämpfen, Wasserschlachten und Knutschereien miteinander, vor unserem Gartentürchen standen war da wieder dieses Gefühl. Ich fühlte mich so wohl bei ihm.
'Felix, willst du noch mit hoch kommen?', fragte ich mit aufgeregter Stimme.
Er sah ziemlich verdutzt aus, nickte aber nach ein paar Sekunden peinlichen Schweigens.Es war noch nicht mal schwierig ihn so hoch zu schleusen, dass meine Eltern das nicht mitbekamen, denn wie sich herausstellte waren sie schon schlafen gegangen.
Das erleichterte alles und besonders mein Vorhaben um Tim endlich zu vergessen. Denn ich hatte vor mit Felix zu schlafen. Ich weiß, es klingt blöd, aber ich dachte es wäre der einzige Weg um ihn zu vergessen.
Kaum waren wir oben, fing ich auch schon an ihn zu küssen, doch er tat nichts von dem was ich erwartet hatte. Er stand einfach nur da, umarmte mich und küsste mich.
Also wurde ich direkter, schob meine Hände unter sein T-Shirt und zog es ihm aus.
Einfach machen und nicht drüber nachdenken versuchte ich mir einzuprägen, doch Felix sah das anders.
'Was wird das denn?', fragte er überrascht und misstrauisch zugleich.
'Naja, ich … ich will … Tim vergessen.', antwortete ich nach einer Weile ertappt.
'Das ist doch kein Grund. Ich kenn dich doch Lali, damit würdest du dich im Nachhinein todunglücklich machen.'
Durchschaut!
'Das macht doch keinen Unterschied ob ich jetzt todunglücklich bin oder nachher.'
'Doch in dem Fall schon. Ich will dich glücklich machen und nicht unglücklich.'
'Heißt das du willst nicht?'
'Nein … äh doch … ich meine, klar! Hast du eigentlich ne Ahnung wie scharf du bist? Aber du zumindest nicht. Naja, nicht wirklich.'
Darauf konnte ich nichts mehr sagen. Ich schmiss mich bäuchlings aufs Bett und flennte wie ein kleines Mädchen. Wenige Sekunden später hatte sich Felix neben mich gelegt und mich umarmt. Ich hatte meinen Kopf auf seine Brust gelegt, einfach ins leere gestarrt und mir von ihm den Kopf streicheln lassen.
Nach einer Weile konnte ich ihm zwar immer noch nicht in die Augen sehen, aber mit ihm reden.'Wieder okey Lali?'
'Ja, ziemlich. Danke, dass du da warst. Ich geh jetzt schlafen.', antwortete ich knapp und peinlich berührt.
Ich verabschiedete mich mit einem kurzen Kuss von ihm, ließ ihn dann durchs Fenster raus, winkte ihm noch einmal zu und zermarterte mir dann die ganze Nacht den Kopf darüber, warum ich das gemacht hatte. Felix hatte recht. Ich hätte mich todunglücklich gemacht.
Nach einer kurzen Nacht wachte ich schweißgebadet und völlig aufgewühlt auf.
Ich hatte die halbe Nacht wach gelegen und mich gefragt, ob Felix jetzt denkt ich sei komplett bescheuert. Ich wusste nicht ob ich ihm jemals wieder unter die Augen treten konnte.
Zum Glück kam meine Mutter fünf Minuten später in mein Zimmer und schickte mich sofort wieder ins Bett. Ich war heilfroh, dass ich Felix heute nicht sehen musste. Es war ja nicht so, dass ich nicht in ihn verliebt war oder ihn nicht mochte. Nein, genau das Gegenteil war der Fall und genau deshalb war es ja auch so schwierig. Ich konnte einfach nicht aufhören mir Gedanken darüber zu machen was er nun von mir dachte. Er musste doch denken ich sei völlig bescheuert.
Dieser Tag war ein reiner Kampf mit mir selbst, nur unterbrochen von den etlichen immer wieder von meiner Mutter gefüllten Teekannen und Nachfragen wie es mir geht.
Ich sagte jedes Mal: 'Ja es geht mir besser, danke.'
In etwa wie ein Band mit einem Wackelkontakt, denn zu etwas anderem war ich nicht fähig. Und tatsächlich kam mir der Gedanke, dass er es gar nicht schlimm finden könnte oder irgendwie peinlich, erst am nächsten Tag, an dem ich auch zu Hause blieb. Spätestens morgen würde ich ihm wieder begegnen, da wir Mittwochs immer zusammen auf dem Sportplatz trainierten und meine Mutter fand, dass ich nicht mehr so krank aussah und am nächsten Tag wieder in die Schule könnte.
Es half nichts, keine Vorgetäuschten Bauchschmerzen und auch keine vorgetäuschte Blässe durch Babypuder.
So kam es, dass ich den ganzen Mittwoch versuchte kein Wort mit Felix zu wechseln, doch als ich auf dem nach Hause weg war, fing er mich ab und sah mich ziemlich verwirrt an.
'Was ist eigentlich los. Hab ich irgendwas falsch gemacht?'
Stille …
'Nein, ich … ach, es ist nur … '
'Kann das sein, dass es was mit Sonntag Abend zu tun hat?'
Ich dachte nur noch daran, dass ich weg wollte. Das alles war mir so furchtbar peinlich. Und, dass ausgerechnet er es auch noch mitbekam war auch nicht viel besser. Doch gerade als ich es ihm gestehen wollte, las er schon wieder meine Gedanken.
'Sag bloß, das ist dir peinlich.'
Er legte mir einen Arm um die Schultern und zog mich zu sich.
Ich sah ihm in die Augen und nickte dann langsam.
'Aber das muss es doch nicht. Ich finde es sogar irgendwie süß. Aber ich hatte recht, oder?''Ja, das hattest du.'
Er nahm mich zärtlich in den Arm und küsste zuerst mein Schlüsselbein, meinen Hals, meine Wange und dann meine Lippen. Dann fuhren seine Hände über meinen Bauch und über meine Brüste zu meinen Wangen.
Ich zuckte kurz zusammen, lehnte mich dann aber wieder leicht an ihn an und versank in seinen Küssen.
Wir hatten total ausgeblendet, dass wir auf der Straße standen, bis es plötzlich anfing wie aus Eimern zu schütten. Innerhalb von einem Sekundenbruchteil waren wir komplett durch genässt.
So schnell wir konnten rannten wir in unser Haus und gingen tropfend in mein Zimmer, wo ich und erst einmal ein paar Handtücher holte.
Doch es half alles nichts, wir waren und blieben klatschnass.
'Okey, das wird so nix. Ich leih dir ein paar Klamotten.'
Nach einer Suchaktion in meinem fast leeren Kleiderschrank fand ich ein altes großes Sweatshirt, eine ausgeleierte Jogginghose, sowie ein Träger Shirt, Hotpants und einen neuen BH für mich.
Ich drückte ihm die Klamotten in die Hand und zog meine Jacke aus, während er einfach nur unschlüssig dastand.
Also fragte ich ihn: 'Soll ich mich umdrehen?'
'Nein, das ist es nicht, ich hab mich nur gefragt, ob ich mich umdrehen soll.'







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