Felix (Wer ist denn nun der richtige für's erste Mal?)

Autor: Aa++!!Tammy
veröffentlicht am: 31.05.2009




Als er kurz darauf seine Lippen wieder von meinen nahm, spürte ich mein Herz heftig gegen meinen Brustkorb schlagen, schlang meine Arme um seinen Nacken und kuschelte meinen Kopf unter sein Schlüsselbein. Felix legte seine Arme um meine Taille und vergrub seine Nase in meinen Haaren.Ich hob den Kopf und sah in sein ungläubiges Gesicht.
“Lali, ich kann’s immer noch nicht fassen.”
Dann nahm er mein Gesicht in seine Hände und küsste mich nochmal. Ich stellte fest, dass zweite Küsse sogar noch besser waren als erste und wurde den restlichen Tag auf einer Welle des Glücksgefühls getragen.Wir verabredeten uns noch für den nächsten Tag am See und ich verschwand schweren Herzens nach Hause.Ich war am nächsten Tag so aufgeregt, dass ich morgens mein T-Shirt 2mal falsch herum angezogen hatte, eine Stunde vorm Spiegel gestanden bin nur um meine Haare zu machen, die beim schwimmen im See sowieso total zerzaust werden würden und schenkte mir tatsächlich Orangensaft übers Müsli.
Anscheinend hatte auch meine Mutter schon etwas mitgekriegt und musterte mich ziemlich kritisch. Ich glaube, dass sie überlegte, wie sie mich ab jetzt jeden Abend unauffällig auf Fingerabdrücke untersuchen konnte. Doch ich hatte dafür keinen Nerv und verzog mich dann ohne Frühstück in mein Zimmer um meinen blauen und meinen rot-weißen Bikini zu suchen und einzupacken. Dazu schmiss ich noch Sonnencreme, zwei Handtücher, meine Sonnenbrille, 10 Euro und einen Labello mit Erdbeergeschmack.
Leider hatte ich noch eine Stunde Zeit bevor ich los musste und lief ununterbrochen in meinem Zimmer auf und ab, fragte mich wie es wohl werden würde, wenn mir Tim oder Chris begegnen würden und kaute an meinen Fingernägeln.
Wenn Tim auftauchen würde, dann hatte ich zum Glück noch Felix an meiner Seite, aber das enttäuschte Gesicht von Chris könnte ich nicht ertragen.
Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus, also schnappte ich mir mein Fahrrad und radelte schon mal zum See, zog mir den blauen Bikini an indem ich einfach göttlich aussah und schwamm schon mal eine Runde.
An diesem Tag war es sehr, sehr ruhig, was ungewöhnlich war, denn es fing gerade an schön warm zu werden. Nicht zu kühl und nicht zu warm. Eigentlich ideales Badewetter im 20 Grad warmen See.
Es war so, als ob das Schicksal wollte, dass wir heute ungestört romantisch sein konnten.
Gerade als ich aus dem Wasserstieg und meine Haare zurückgeworfen hatte, kam Felix mit seinem Fahrrad an der Hand angelaufen, stoppte schlagartig als er mich sah und musterte mich von oben bis unten mit offenem Mund.
Ich stemmte die Hände in meine Hüfte und sah ihn erwartungsvoll an während ich auf ihn zu lief. Doch den Mund brachte er immer noch nicht zu.
“Was gibt’s denn da zu glotzen?”, fragte ich ihn mit einem Funkeln in den Augen.“Sorry, aber du … du siehst … heiß aus.”
“Danke, das hat mir heute aber auch noch niemand gesagt.”
“Das fand ich schon immer. Ich konnte es dir nur nicht sagen.”
“Warum eigentlich nicht? Ich hab dich doch nicht dran gehindert.”
“Ja. Aber wie hätte das denn ausgesehen? Wir kannten uns noch nicht so lange und wenn ich dir dann sagen würde, dass ich dich wunderschön und scharf finde hättest du vielleicht gedacht, dass ich dir nur an die Wäsche will und deshalb dein Kumpel war. Und dann warst du mit Tim zusammen. Du warst so glücklich und ich wollte dir das nicht zerstören oder dich verwirren.”
Ich wusste zuerst nicht, was ich darauf sagen sollte. Er war ja so süß. Aber dann fand ich wieder einen Weg zu sprechen.
“Hast du dir denn dann nie gewünscht mit mir zusammen zu sein?”
“Ja, mehr als alles andere. Aber solange du glücklich warst, war ich es auch. Ich hätte alles für dich getan, nur damit du glücklich wirst. Und das würde ich heute auch noch.”
Es schnürte mir die Kehle zu und ich spürte wie mir eine Träne die Wange herunterrollte.
Er nahm mich in den Arm, wischte mir die Träne mit einer liebevollen Geste weg und führte mich dann zurück zu meinem Platz wo er dann auch sein Handtuch ausbreitete und sich neben mich setzte.
“Wirklich?”, fragte ich immer noch wie versteinert.
“Ja, wirklich!”
Ich rutschte ganz nah zu ihm heran, kuschelte mich an ihn und machte seine ohnehin nassen Klamotten noch nässer.
“Weißt du Felix, Tim hätte jetzt schon wieder was erwartet oder hätte mir ununterbrochen auf den Busen gestarrt. Im Dauerglotzen war er Weltmeister. Das tut richtig gut einfach nur hier zu sitzen.”
“Tim ist, war und bleibt ein Arsch. Er respektiert niemanden, und überhaupt …”
Ich sah ihn fragend an und folgte seinem geschockten Blick. Da drüben war er und lief zielstrebig auf uns zu, den Blick etwas unterhalb meines Kinns. Da hatte Felix Recht, er würde sich nie ändern.
“Wenn man vom Teufel spricht!”
“Was will der denn hier?”, fragte er entnervt mehr sich selbst als mich.
“Soll ich euch allein lassen, Lali?”
“Ja, kurz, aber bleib in meiner Nähe, bitte!”, flehte ich fast regelrecht.
“Keine Angst, mach ich.”
Gerade als Felix sich umgesehen, ein paar Kumpels entdeckt hatte und zu ihnen ging kam Tim bei mir an.“Wer war denn das?”, fragte er misstrauisch.
“Das war Felix mein … Moment mal. Ich bin nicht mehr deine Freundin und dir somit auch keinerlei Rechenschaft schuldig! Verzieh dich!”
“Bitte Lali, gib mir doch noch eine Chance.”
Er machte es schon wieder. Kaum sah er mich mit diesem Dackelblick an, wurde ich weich. Er wusste genau was er tun musste, um mich dazu zu bringen ihm noch eine Chance zu geben, denn ganz vergessen hatte ich ihn noch nicht. Es war als bediente er mich mit einer Fernbedienung. Und ich war drauf und dran darauf reinzufallen, bis ich an Felix dachte. Ich wollte Tim nicht mehr und versuchte alles um ihm stand zu halten. Doch alleine würde ich es nicht schaffen ihn in die Wüste zu schicken. Also sah ich mich hilfesuchend nach Felix um, der sofort begriff und rüber kam.
Mit ihm gemeinsam schaffte ich es Tim in die Wüste zu schicke. Doch es wurde trotzdem noch ein Handfester Streit.
Er plädierte immer wieder, dass wir doch so lange zusammen waren und ich das nicht einfach wegschmeißen konnte und er sich bestimmt bessern würde.
Danach sank ich völlig zerschlagen an Felix Brust und sah ihn dankend an.
Wenn Felix nicht da gewesen wäre, wäre ich Tim wahrscheinlich wieder verfallen. Ich musste ihn vergessen und gegen seine Art immun werden, denn Felix war nicht immer da. Also fasste ich einen Entschluss um das zu schaffen.







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