Wer ist denn nun der richtige für's erste Mal? (Vorgeschichte)

Autor: Aa++!!Tammy
veröffentlicht am: 17.05.2009




Ich konnte immer zu ihm gehen, egal wie spät es ist und außerdem wollte ich ihm auch noch die Sache mit Tim erzählen.
Ich ging zu seinem Haus, stieg über das kleine Gartentor um keinen großen Lärm zu machen. Denn es quietschte immer wie verrückt, wenn man es öffnete. Dann ging ich hinten in den Garten, hob ein paar kleine Kieselsteinchen auf und schmiss sie gegen sein Fenster.Es dauerte nicht lange, bis ein ziemlich zerknautscht aussehender Felix seinen Kopf aus dem Fenster steckte und sich verwundert umsah.
Er musste wohl gedacht haben, dass ein kleiner Vogel oder so was gegen sein Fenster geflogen war, doch als er mich unten stehen sah, schlugen auch seine Alarmglocken. Es war normal, dass wir uns so besuchten, aber es war nicht normal, dass es so spät war.

Sofort ließ er eine Strickleiter runter und half mir oben durch sein Fenster.
Kaum hatte ich einen Fuß auf den Boden gesetzt, ließ ich mich auch
schon gegen Felix nackte Brust sinken und flennte zum Zweiten Mal an
diesem Tag wie ein Baby vor mich hin.
Er schlang sofort seine Arme um und bugsierte uns auf sein Bett.
Wir saßen nur so da. Ich weinte und er umarmte mich.
Als ich mich endlich wieder gefangen hatte fragte er: “Warum bist du denn so traurig?Ich dachte heute war euer Jubiläum und ihr habt das gebührend gefeiert.”
“Naja … er wollte feiern, ich aber nicht. Zumindest nicht so …”“War er denn so schlimm?”
Ich krempelte beide Ärmel meine Pullis hoch um die Zwei blauen Flecken zu offenbaren, die sich inzwischen dort gebildet hatten.
Er riss die Augen auf und in ihm fing es an zu kochen.
“Dieser Arsch, wenn ich den in die Finger kriege!”
Er wollte aufspringen und wahrscheinlich direkt zu ihm rennen, doch ich konnte gerade noch die Arme von hinten um seine Brust schlingen bevor er aus dem Fenster geklettert wäre.“Es ändert auch nichts, wenn du ihn jetzt verprügelst!”
“Aber so behandelt man kein Mädchen und schon gar nicht ein so
Bildhübsches!”
Er drehte sich in meinen Armen um und ich sah ihn verwundert an. Er hatte mir schon oft Komplimente gemacht, aber noch nie so eines.
“Du findest mich bildhübsch?“, fragte ich mit zittriger Stimme.
“Das habe ich schon immer. Du warst immer meine Traumfrau. Ich habe mir immer gewünscht, dass meine Freundin mal so ist wie du. Aber es gibt nur eine Lali.”, meinte er sehr zögerlich und etwas beklommen.
Ich stand wie versteinert vor ihm und hielt immer noch die Arme fest um ihn geschlungen. Ich konnte nicht glauben was er da gerade gesagt hatte. Ich wusste, dass wir uns mochten, sehr sogar. Aber, dass er mich so sehr mochte, damit hatte ich nicht gerechnet.
Ich sah ihm in die Augen und da war es wieder, dieses Gefühl.
Auf einmal waren wir uns so nahe, dass ich nur noch seine Umrisse erkennen konnte und dann küssten wir uns tatsächlich.
Da war wieder dieses unglaubliche Gefühl. Ich konnte nicht mehr damit aufhören, bis mir bewusst wurde wen ich da küsste.
Es war mir schmerzlich bewusst, dass ich gerade Felix küsste, meinen besten Freund und ich wusste auch, dass wir damit unsere langjährige Freundschaft aufs Spiel gesetzt hatten.Ich schob mich von ihm weg, stand auf und kletterte ohne ein Wort aus dem Fenster.Ich erhaschte nur noch einen kurzen Blick auf ihn. Er saß geschockt da. Er wusste wahrscheinlich auch nicht, was er da gerade eben gesagt und getan hatte und starrte ins Leere.Als ich unten ankam torkelte ich wie benommen zurück auf die Straße. Ich wusste schon wieder nicht wo ich hingehen sollte und beschloss einfach wieder nach Hause zu gehen.Also kletterte ich zu meinem Fenster in der Hoffnung es offen gelassen zu haben. Und tatsächlich, es war offen, also stieg ich durch, schloss es sofort wieder und fröstelte. Denn es gab so gut wie keinen Temperaturunterschied zwischen draußen und drinnen.

Doch es war mir im nächsten Moment auch schon wieder egal, weil mir beim Gedanken an unseren Kuss auf einmal ganz warm wurde.
Ich legte mich einfach ins Bett und schlief zu meiner Überraschung sofort ein. Der Tag war einfach zu anstrengend um noch groß wach zu liegen und vielleicht würde ich mir so auch über meine Gefühle klar werden. Einfach alles nochmal überschlafen.
Doch am nächsten Morgen war ich auch nicht klarer im Kopf und da traf es sich, dass es Samstag war.
Auf einmal klingelte mein Handy, ich streckte blind den Arm unter der Decke hervor und tastete auf meinem Nachttisch danach.
Ich bekam fast einen Herzinfarkt als ich sah wer mich gerade anrief. Es war Tim!
Was sollte ich tun. Einerseits wollte ich ihm mal gehörig die Meinung sagen, aber Andererseits hatte ich Angst, dass er mich wieder um den Finger wickelt, wie er es schon immer geschafft hatte, weil ich so unsicher war.
Mit zitternden Fingern drückte ich auf die Abnahmetaste und hielt mir das Handy ans Ohr.“Ja?”







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