Ein unvergesslicher Stern

Autor: Ande
veröffentlicht am: 17.04.2009




Nach dem tödlichem Unfall meiner Eltern auf ihrer Yacht wollte ich nicht in meiner Stadt bleiben und erst recht nicht bei meiner Familie die mich so sehr an alles erinnerte. Ich wollte raus. Einfach weg! Es ist nicht richtig vor seinen Problemen und Ängsten davon zu laufen, dass weiß ich, aber ich war nie das Mädchen das sich gerne schwierigen Aufgaben stellte.Meine Oma sagte jedes mal >Alexandra wenn du das nicht willst kannst du immer zu mir kommen.< Lange überlegte ich mir ob ich wirklich das Angebot meiner Tante annehmen sollte und auf ein Internat in die USA gehen sollte.

Meine Überlegungen auf ein Internat zu gehen konnte ich allerdings erst einmal vergessen. Denn durch den großen Druck der auf mir lastete bekam ich eine schlimme Lungenentzündung, ich lag zwei Wochen im Krankenhaus und konnte noch nicht einmal mehr sprechen. Eine OP rettete mir meine Stimme, alle wussten, dass es eine verdammt riskante Operation war. Aber ich fragte mich was hatte ich denn noch zu verlieren?!Seit ihrem Tod hatte ich mich vollkommen zurück gezogen, ließ niemanden mehr an mich heran. Meine ehemaligen Freunde wollten deshalb auch nichts mehr mit mir zu tun haben und hielten es nicht für Sinnvoll einfach mal für mich da zu sein.
Die zwei Wochen im Krankenhaus vergingen für mich wie im Flug. Meine Tante und ich einigten uns in den letzten Tagen im Krankenhaus darauf, dass es besser für mich wäre wenn ich in die USA fliege. Sie erledigte alles, ohne große Diskussionen.
''Alex? Ich hab jetzt alles erledigt. Hier sind deine Tickets und Sonntag um 16 Uhr bringe ich dich zum Flughafen ja?'' sagte sie leise zu mir.
Ich nickte und versuchte ein lächeln in mein Gesicht zu zaubern. Aber ich bin mir nicht sicher ob es sehr überzeugend war.
''Gut, dann werde ich jetzt mal den Arzt fragen gehen wann du raus kannst.''
Ich nickte kurz mit dem Kopf und sie ging. Mir gingen tausend von Fragen durch den Kopf. Wie wird es dort sein? Habe ich bis dahin meine Stimme schon wieder? Was wenn nicht? Wie sollte ich mich dann zurecht finden? War es die richtige Entscheidung?

15 Minuten später kam Tanja also meine Tante mit (m)einem Arzthelfer in mein Zimmer. Ich schaute ihn an und hoffte ins geheim noch etwas länger hier bleiben zu dürfen.
''Also Alex. Deine Stimme wird in einigen Wochen wieder da sein. Bis dahin musst du mir versprechen dich zu schonen. Du musst aufpassen, dass du dich nicht erkältest und sonstige Krankheiten von dir fernhalten.'' seine Stimme klang besorgt. Wollte er nicht das ich weg gehe? Naja er sah schon verdammt gut aus. Er war so um die 20, also 5 Jahre älter als ich. Seine braunen Augen sahen traurig und zugleich besorgt aus. Wenn er nicht so alt gewesen wäre, und wir uns besser gekannt hätten wäre ich vielleicht hier geblieben. Es war nun mal nicht so.
''Ich habe eben mit dem Doktor gesprochen, da er zur Zeit beschäftigt ist, sollte ich dir sagen, dass du am Sonntag morgen entlassen werden kannst.'' sagte er mit einem kleinen lächeln im Gesicht. Ich würde also noch 4 ganze Tage hier bleiben. Irgendetwas löste ein kleines lächeln in meinem Gesicht aus, aber war es weil ich in 4 Tagen aus diesem weißen, langweiligem Krankenhaus raus war oder weil ich noch 4 Tage lang ihn mir anschauen konnte, ich glaube wohl doch eher das letztere. Die letzten 4 Tage vergingen so schnell das es mir vor kam als drücke jemand auf die Schnelllauftaste in einem Film.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag konnte ich gar nicht erst schlafen. Alles war viel zu Aufregend, um auch nur einen Gedanken ans schlafen zu verschwenden. Ich stellte mir vor wie schön es sein würde, dass mich niemand kannte und niemand wusste, dass meine Eltern bekannte Professoren in Deutschland waren. Es ist nicht immer leicht gewesen, ihre Tochter zu sein und ein normales Leben führen zu können. Trotzdem war ich stolz genau sie als Eltern zu haben, nicht weil sie reich und berühmt waren, sondern weil sie mir so viel Liebe und Wärme gaben wie man es sich als Kind nur wünschen könnte. Wir lebten in einem kleinen schönen Haus mit Garten, es war eigentlich relativ normal, sodass ich auch ein einigermaßen normales Leben hatte. Abgeschnitten von der Öffentlichkeit und den Medien in einem kleinen Dorf. Es war eine herrliche Vorstellung, dass mich niemand kannte, diese Vorstellung alleine machte mich so richtig glücklich und ich freute mich auch aufeinmal auf den nächsten Tag.

Tanja kam mich so gegen 12 Uhr abholen, also war noch genug Zeit um all meine Sachen zu packen und mich nochmal frisch zu machen. Bei dem Gedanken den Arzthelfer nicht mehr sehen zu können, kam doch ein wenig Trauer in mir hoch. Um nicht ganz den Kontakt abzubrechen, drückte ich ihn ganz fest und steckte ihm heimlich einen kleinen Zettel mit meiner E-Mail Adresse zu und ein paar lieben Worten ''Du weißt ja ich kann nicht reden, also können wir doch ein paar E-Mails schreiben. Ich hoffe doch das die Amerikaner, sowas wie Internet kennen. Freue mich auf deine erste Mail. Lg Alex'' Als wir mein zu hause betraten war es unangenehm und schmerzhaft, jedoch wollte ich nicht weinen, nicht vor ihr. Eigentlich wollte ich vor niemandem weinen. Als ich in meinem Zimmer war, schaute ich in meinem Kleiderschrank und packte so schnell es ging all meine Lieblingssachen in den Koffer. Wie erwartet war mein Koffer natürlich viel zu klein, ich holte eine große Sporttasche aus dem Schrank und packte dort noch einige Kleider, Hosen und T-Shirts rein. Nur mein Lieblingsoberteil ließ ich draußen. Es war braun und hatte vorne einige Schmetterlinge, seine Ärmel waren weit und gingen bis zum Ellenbogen, der V-Ausschnitt war tief, aber man konnte nicht zu viel sehen. Alles lag eng an nur die Ärmel flatterten wenn der Wind hindurch blies. Um dem Rat des Arztes zu folgen zog ich mir ein braunes Halstuch an. Ich zog mir eine ¾ Jeans an und braune Chucks. Als ich meinen Blick dem Spiegel zu wandte fiel mir auf wie blass ich war, um ein wenig gepflegter auszusehen pinselte ich mir ein wenig Puder ins Gesicht und ein wenig Wimperntusche auf die Augen. Schnell packte ich alles wieder in meine Schminktasche und schleppte sie nach draußen. Um auch einige Sachen mit an Bord nehmen zu können packte ich mir meine Schultasche voll mit Stiften und Blöcken, dazu noch einige wichtige Sachen wie I-Pod usw. Mein Laptop musste natürlich auch mit, also nahm ich die Laptoptasche auch noch mit. Nach ca. 2 Stunden packen mussten wir auch schon los. Mein Flug ging um 18 Uhr und wir mussten schließlich noch bei Oma vorbei, um mich von allen zu verabschieden. Nach einer langen anstrengenden Stunde bei Oma fuhren wir endlich los in Richtung Flughafen. Auf der Fahrt redeten wir nicht, es war angenehm einmal keine Fragen beantworten zu müssen. In letzter Zeit war ich anders, ich erzählte niemandem mehr etwas über mich. Ich hatte mich zurückgezogen und wollte meistens alleine sein.

Fortsetzung folgt.....

Ich hoffe bis hier hin gefällt euch meine Geschichte. Natürlich werde ich noch weiter schreiben, wenn euch meine Geschichte gefällt. Ich möchte nur sagen, falls ihr euch noch nicht so richtig was darunter vorstellen könnt, was es mit dem Titel zu tun hat, lasst euch überraschen ;-). Ich freue mich über kritik und hinweise wie ich besser schreiben kann.lg Andrea







Teil 1 Teil 2 Teil 3


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