Die Insel 2

Autor: chanti95
veröffentlicht am: 01.06.2009




hey leute
sorry, dass es so lange gedauert hatte, aber erst war ich in den ferien, dann hatte ich keinen pc, und dann war meine lust zum schreiben weg.
aber jetzt habe ich meine fortsetzung, also viel spass!!
lg
chanti95

Kapitel 3

Gondelfreund?

An diesem Tag gingen wir auf den Rummel im Nachbarsdorf. Leider hatte Tina Höhenangst, daher kam sie nie mit auf höhere Bahnen, ebenso nicht auf das Riesenrad. Doch da wollte ich unbedingt hin. Ich liebte das Riesenrad mehr als jede andere Bahn, doch Vani wollte bei Tina bleiben, da auch sie nicht mitkommen wollte. Also stand ich alleine an, während die Mädels in ein kleines Restaurant in der Nähe sassen.Der Rummel wurde von vielen besucht. Entsprechend lang ging es, bis ich endlich in eine Gondel sitzen konnte. Nur mein Pech, dass ich alleine war, denn sie liessen, wie ich erst bei der Gondel heraus fand, mindestens zwei in eine Gondel, damit der Rest nicht so lange anstehen musste. Hinter mir war auch jemand einzeln, ein Mann. Er musste in 'meine' Gondel. Ich musterte ihn wenig aufmerksam. Er hatte lange, blaue Shorts und ein zu grosses, weisses Shirt an. Dazu kamen noch Badelatschen. Ob er wohl gerade vom Schwimmbad kam? Er hatte blond-braune Haare, die recht lang waren, allerdings nicht hin zu den Schultern reichten. Und diese traumhaft blauen Augen! Er sah aus wie ein Beachboy, es fehlte nur noch das Surfbrett. Dann sah er mir in die Augen. Welch traumhaft schöne Augen!! Dann schaute ich weg. Als ich kurz die Augen schloss, sah ich ihn vor mir, wie er in die Gondel gekommen war. Er war wie mein Schwarm in der 5. Klasse, nur im Grossformat. Ich wusste, es war kindisch, ihn mit dem Jungen damals zu vergleichen, aber er hatte wirklich genau das gleiche Gesicht! Dann glaubte ich, schwerelos zu werden. Ich genoss dieses Gefühl, und ohne es zu merken, musste ich schmunzeln. Dann schlug ich die Augen auf, und bemerkte, dass wir schon mehrere Meter an Höhe gewonnen hatten. Direkt gegenüber sass dieser Junge, nein, dieser Mann. Er schaute an mir vorbei, und doch hatte ich dass Gefühl, er würde mir direkt in die Augen schauen. Diese himmlisch blauen Augen!

Bald waren wir auf der Höhe angekommen, an der die Gondel hielt. Die Luft war stickig, und ich bekam beinahe keine Luft. Da machte mir zudem mein Asthma, das mir von meinem Vater vererbt wurde, zu schaffen. Und ich Idiot hatte mein Spray vergessen! Ich hatte keine Wahl, ich musste ihn ansprechen.
'En-entschuldigen sie. Würde es ihnen etwas ausmachen, wenn ich das Fenster öffne?', stotterte ich.
'Wie? Hier hat es Fenster??'
'Ja, ganz kleine.'
'Öffnen sie ruhig.'
Zitternd suchten meine Hände den Spalt, an dem der Fensterverriegler war. Kurz darauf bekamen sie ihn zu fassen. Ich zog kräftig daran, aber das Fenster öffnete sich nur wenige Zentimeter. Ich bekam Panik, denn zu meinem Asthma kam noch Platzangst dazu, so wie in einem Teufelskreis. Ich begann zu zittern und zu hyperventilieren. Der Mann mir gegenüber starrte mich an, sagte dann ganz ruhig:
'Asthma?'
Ich nickte nur mit dem Kopf, oder versuchte es zumindest. Doch er verstand. Er sagte ganz ruhig:
'Hören sie mir zu. Atmen sie regelmässig. Ein - Aus. Ein - Aus. Sehr gut. Es passiert ihnen nichts, es wird alles gut.'
Ich hielt immer noch den Riegel, und er legte sanft seine Hände über meine und zog daran. Das Fenster liess sich öffnen, bis der einstige kleine Spalt, der nun eine Hand breit war. Ich reckte den Kopf entgegen und sog die frische Luft in mich hinein. Dann ging es endlich weiter. Nachdem ich endlich genug Luft bekam, fragte der Mann:'Geht es wieder?'
'Ja. Danke', antwortete ich leise.
'Gut zu wissen', sagte er, nach kurzem Zögern fügte er hinzu 'und wie heissen sie?'
'Wie?'
'Wie lautet ihr Name?'
'Wer will das wissen?'
'Ich.'
'Und wer ist ich?'
Er lachte.
'Joshua. Ich heisse Joshua Benson.'
'Caro. Also ich meine Caroline.'
'Und weiter?'
'Mayers. Caroline Mayers.'
'Schön, sie kennen zu lernen, Caroline.'
'Ebenfalls. Aber bitte nennen sie mich nicht Caroline, ich hasse das. Einfach Caro.'
'O.K., .'
Ich musste lachen, er ebenfalls. Da bemerkte ich seine kleinen Grübchen in den Wangen, wenn er lachte. Ich war wie verzaubert.
'Und wohnen sie hier, wenn ich so frei sein darf, zu fragen?'
'Ehm, also ich wohne im Nachbarsdorf.'
'In welchem?'
'Wüsste ich auch noch gern. Nein. Natürlich nicht. Ich wohne in Ravensburg.'
'Cool, da komme ich auch her!', antwortete er mir mit verschmitztem Lächeln.
'Echt? Wieso haben wir uns noch nie gesehen?'
'Naja, das liegt wahrscheinlich daran, dass ich erst vor einer Woche hier her gezogen bin. Und daher kenne ich hier so gut wie niemanden.'
'Wenn du willst, kann ich dich ja mal rumführen. Nur wenn du willst, natürlich.'
'Gerne', sagte er und lächelte mich mit einem himmlischen Lächeln an! Ich vergass mich beinahe, ich grinste ihn nur noch dumm an. Das schien er gar nicht zu bemerken, oder er überschaute es einfach. Da dachte ich plötzlich wieder an Jacke und mein Grinsen war verschwunden, ebenso meine Freude. Dies bemerkte er komischerweise.'Was hast du?'
'Ach nichts', murmelte ich niedergeschlagen.
In diesem Moment sah ich eine Frau in einem pinkigen Oberteil, ganz klar; Vani.
'Hey!!'
'Hey Vani.'
Joshua sah mich fragend an, ebenso Vani, die völlig verdutzt und dennoch fröhlich da stand und plötzlich lächelte.
'Ehmmmm. Ja, darf ich vorstellen; Joshua, Vani, meine Mitbewohnerin und beste Freundin. Vani, Joshua. Ja.'Jetzt wurde Vanis Lächeln zu einem fetten Grinsen, und Joshua sah mich fragend an, bis er endlich etwas sagte.'Du, ich muss los. Wollen wir Telefonnummern tauschen?'
'Ja klar, gerne.'
Also gab ich ihm meine Nummer.

Am nächsten Tag bereute ich es. Joshua rief an, gerade in dem Moment, als Jacke kam. Er entschuldigte sich, aber ich wusste, dass er es in der ersten Gelegenheit wieder vergessen würde. Und diese Gelegenheit sollte nur wenige Momente später sein.
Ich bekam also Joshua's Anruf, doch mein Fehler war es, das Handy auf dem Stubentisch liegen zu lassen, während ich in der Küche war. Ich hörte das Klingeln nicht, daher nahm kurzerhand Jacke ab.
'Hallo?'
'Hallo, hier Joshua. Ehm, ist das nicht Caroline's Nummer?'
'Doch! Aber wer will das wissen? Was für ein Joshua? Bist du mit Caro verwandt?'
'Jacke!', rief ich, denn ich merkte, dass er das Handy abgenommen hatte.
Er knallte das Handy auf das Sofa.
'WER IST DIESER JOSHUA?!'
'Den kennst du eh nicht. Ich.. Ich.. Also, wir sind Sandkastenfreunde. Er ist ein super Kolleg von mir. Wieso meinst du eigentlich?'
'Ich glaub dir nicht', sagte Jacke und funkelte mich wütend an.
Aus dem Handy hörte ich Joshua's Stimme.
'Caro?? Caro!!'
Tuut, tuut, tuut.
Er hatte aufgelegt, und ich kriegte es mit der Angst zu tun.
'Wehe dir, wenn du fremd gehst!! Dann kriegst du es mit mir zu tun!'
Dann stürmte Jacke zur Tür hinaus und zog sie dabei so fest zu, dass es nur noch knallte.
Ich lehnte mich gegen die Wand und sank zu Boden. Dort sass ich lange, wimmerte vor mich hin. Bis es läutete, doch ich antwortete nicht.
'Caro?? Bist du da?? Caro!!'
Ich erkannte die Stimme. Es war Joshua.
'Caro, ich komm rein, o.k?'
Die Tür war nicht abgeschlossen, also konnte er problemlos die Tür öffnen. Er musste mich sofort gesehen haben, denn er kam gleich auf mich zu.
'Caro. Was ist passiert?', sagte er sanft.
Ich antwortete nicht, sondern schluchzte nur.
Er setzte sich neben mich und hielt mich einfach im Arm.







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