Die Insel 2

Autor: chanti95
veröffentlicht am: 10.04.2009




hallo liebe leute
da ich in meiner geschichte 'Im Schatten der Feindschaft' nicht mehr richtig voran komme, habe ich mich dazu entschlossen, ein 'Band 2' von 'Die Insel' zu schreiben. Einige personen kommen wieder vor, ich versuche sie so zu umschreiben, dass auch neuleser mitkommen und nicht das 1 erst lesen müssen.
ich bitte um kommentare, verbesserungsvorschläge, wie auch kritik.
liebe grüsse
chanti95


Einleitung

Für die, die mich noch nicht kennen, ich heisse Caro Mayers, eigentlich Caroline Mayers.Inzwischen war beinahe alles so, wie einst. Ich hing mit Vani ab, lästerte über Jessica und Leila und ekelte mich jedesmal über Herr Karlson, wenn ich ihn wieder mal sah. Doch einige Sachen waren anders: Jacke und ich waren zusammen, ich spazierte mit Saphira, meinem kleinen Wölfchen, das inzwischen zu einer stolzen Wölfin heran gewachsen war, ich war aus der Schule und ging in die Lehre als Journalistin.
Ich hatte mich in diesen zwei Jahren seit meiner 'Strandung' nicht viel verändert: Ich war immer noch gross und schlank. Diese Figur beneidete Jessica besonders, die leider auch eine Lehre in dem Verlag unserer Zeitung absolvierte. Zwangsläufig sah ich sie jeden Tag. Um meine roten Korkenzieherlocken beneidete sie mich nicht, auf jeden Fall nicht MEHR, inzwischen war sie mit ihrem schwarzen Bob zufrieden. Meine Finger und Lippen waren immer noch gleich. Die Finger lang und dünn, sie hatten mir schon in vielen verzwickten Situationen geholfen, und meine roten und vollen Lippen liebte Jacke. Ebenfalls waren meine haselnuss-braunen Rehaugen geblieben, wie Vani sie immer nannte.
Was sich allerdings verändert hatte, war, dass ich nicht mehr bei meiner Mutter wohnte, sondern zusammen mit Vani und Tina, eine junge, hübsche Frau aus dem Verlag, eine WG bildete. Das konnte manchmal nerven, doch ich war zuversichtlich, denn es gab viele gute und lustige Momente.

Kapitel 1

Auseinandersetzungen

Hey, Caro', begrüsste mich Vani, nur um gleich die sarkastische Bemerkung; 'schon lange nicht mehr gesehen?!!', abzulassen.
'Oh ja, wirklich schon laaaaange nicht mehr gesehen. Wir haben uns ja seit dem Frühstück nicht mehr gesehen, nicht wahr?!'
Die kleine Blondine kam auf mich zu, während sie aus allen Löchern strahlte.
'Und?'
'Was und??', fragte ich wohlwissend.
'Komm schon, spann mich nicht auf die Folter', sagte sie, während sie sich zu mir an den kleinen Tisch auf der Terrasse des Cafées setzte.
'Ich hab keeeeiiiine Ahnung, von was du sprichst.'
'CARO!!', schrie sie förmlich.
'Na gut. Also. Ich ging in das Büro des Redaktionschef, habe mich vorgestellt und gesagt, dass ich meine Ausbildung zur Journalistin abgeschlossen habe und nach einem Job suche. Er hat mir meine Probereportagen und das ganze Zeug aus der Schule angeschaut und hat gelacht!!'
Ich machte eine kleine Pause zum Luft holen, in der mich Vani unglaubhaft und gespannt anschaute.
'Und dann hat er sich mit einer Frau kurz besprochen.'
'Ja und dann???'
Vani wurde nur histerisch, ich konnte es nicht fassen, dass sie aufgeregter war als ich.'Dann kam er und hat gesagt, dass soeben eine Stelle frei geworden wäre und sie mich gerne auf drei Monate Probezeit einstellen würden!!!'
Nun fingen wir beiden an zu kreischen, so dass uns die vorbeigehenden Leute nur noch blöd anschauten.
'Sie haben dich wirklich genommen??', fragte Vani ungläubig.
'Ja-ha!'
Und plötzlich kreischte sie wieder los, und in das Gekreische stimmte ich freudig ein.'He Leute, was ist denn der Grund für eure Freude, wenn ich fragen darf??', sagte eine weibliche Stimme hinter mir. Ich erkannte sie sofort, auch ohne mich um zu drehen. Es war die Tina, mit der wir eine WG bildeten. Ausnahmsweise waren ihre Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden, was ich sehr missbilligte, denn sie hatte wunderschöne, braune Haare, die einwenig gekräuselt waren.
'Hey Tina. Klar, du darfst fragen. Ich wurde in der Redaktion genommen!!'
'Echt? Boah, das ist ja toll!'
Sie war genau so fassungslos wie Vani im ersten Augenblick.
'Dass muss gefeiert werden!! Caro, wann fängst du an??'
'In drei Tagen. Wieso?'
'Sag ich dir gleich. Tina, wann musst du wieder arbeiten?'
'In vier Tagen', antwortete diese.
'Toll!! Ich hab morgen frei!! Wisst ihr was?? Wir feiern! Ich bereite alles vor. Heute abend sehen wir uns, nicht? Also haltet euch morgen auch noch frei, ok?'
Caro und Vani schauten sich verdutzt an. Für das war Tina bekannt, für ihre Spontanität und Organisationstalent.
'Bye, Leute. Ich muss noch `nen Artikel fertig schreiben.'
Tina stand auf, ging und winkte noch kurz. Dann war sie um die Ecke verschwunden.Ich und Vani tranken unsere Cola aus und verabschiedeten uns dann ebenfalls.

Am Abend war ich zuerst ganz alleine in unserer Wohnung. Ich sass auf unserer weissen Couch, die in der hinteren Hälfte unseres Wohnzimmer's stand, direkt gegenüber des Kamins, in dem jetzt Ende Mai keine Flammen herum züngelten. Neben mir lag Saphira, meine schöne Wölfin, die jetzt ihr Sommerfell bekam und immer wie heller wurde.
Da knallte die Türe zu. Erschrocken sprang ich auf und kuckte in das wütende, verzogene Gesicht von Jacke, der mit schnellen Schritten auf mich zu kam.
'Du', zischte er.
'Jacke, was-'
Weiter kam ich nicht. Mit voller Wucht schlug er mir mit seiner Rechten in's Gesicht. Da wurde alles schwarz. Das einzige, was ich noch hörte war, wie Saphira bellte, Jacke schrie und die Türe wurde aufgerissen. Dann war ich weg.

'Caro. Caro! CARO!!'
Eine weiche Hand tätschelte mir die linke Wange. Langsam schlug ich die Augen auf und schaute in smaragd-grüne Augen, wie ich gleich darauf herausfand, gehörten diese Augen Vani. Ich schmeckte Blut auf meiner Zunge. Da erst viel mir wieder ein, was passiert war. Gleich darauf wurde ich von der Panik gepackt.
'Jacke. Faust. Geschlagen.' Nur diese paar Wörter kamen aus mir raus, nur damit ich nachher nochmals ganz kurz weg war.
Die Prozedur mit Vani wiederholte sich.
Nach etwa einer Stunde hatte ich mich einigermassen erholt. Der Notarzt war hier gewesen. Er sagte, ich hätte Glück gehabt, dass mein Kiefer nicht gebrochen wäre. Und während ich ihm anmerkte, dass er wahnsinnigen Schiss vor Saphira hatte, erklärte er mir, ich sollte froh sein, dass Saphira hier gewesen sei und mich verteidigt hat. Sonst wäre vielleich noch schlimmeres passiert. Nur kurz darauf hastete er auch aus unserer Wohnung, aus der Reichweite von Saphira, die jetzt jeden Fremden anknurrte und böse anstarrte.
'Caro, was ist passiert?', fragte Vani zum 10. Mal. Da erst rückte ich mit der Geschichte heraus und erzählte ihr und Tina, die sich nach Vani's Anruf zu uns gesellt hatte, die ganze Geschichte.
Darauf hin wurde Tina so wütend, dass sie zu ihrem Freund, einem Bodybuilder, fuhr, und mit ihm zu Jacke. Dieser wurde dann von John, Tina's Freund, so brutal hier her gezogen, dass er keinen Mucks von sich gab. Ich selber war noch zu benommen, um ihn zu fragen, was die Aktion sollte. Also erledigte das Vani für mich.
'Wieso hast du kleine Ratte unsere Caro so übel zugerichtet?? Antworte gefälligst, du Arsch!'
Jacke, der immer wieder eingeschüchtert zu John gegukt hatte, baute sich jetzt vor Vani auf.'Diese Schlampe dort', er zeigte auf mich, 'hat mich mit meinem eigenen BRUDER betrogen!!', schrie er.
'WAS?', rief ich entsetzt.
'ICH HAB DICH DOCH AM DIENSTAG GESEHEN! DU WARST BEI MEINEM BRUDER, HAST IHN GEKÜSST UND BIST HINEIN GEGANGEN!!'
'Ja, ich war bei deinem Bruder. Ja, ich habe ihn geküsst, aber nur auf die WANGE! Und ja, ich bin zu ihm hinein gegangen, aber ich habe ihn nur besucht, um mit ihm die Überraschung für dich zu planen, nachdem du doch dein Rugbyteam so oft zu Siegen geführt hast!!!'Dann herrschte Stille. Jacke starrte mich fassungslos an, alle anderen starrten Jacke an, nur ich hielt mit ihm Augenkontakt. Da brach er zusammen.
'Es tut mir so leid', sagte er und wendete den Blick von mir ab, nur um mich ein paar Sekunden später wieder an zu starren.
'Caro', flüsterte er.
Ich stand auf und ging die Treppe hinauf. Ich liess alle anderen einfach unten stehen, aber das war mir jetzt egal. Ich ging in's Bad, schloss mich dort ein und schaute mich im Spiegel an.Meine Haare waren total zerzauselt und verheddert, meine linke Wange geschwollen, als wäre dort alles mit Botox aufgespritzt. Am linken Mundwinkel lief mir Blut heraus, worauf hin ich den Mund öffnete. Da sah ich den Grund für das ganze Blut; Ich hatte mir wohl beim Sturz meine ganze innere Wange aufgebissen. Es war alles blutig.
Etwas scharrte an der Türe. Ich hörte das liese Wimmern von Saphira, und machte die Türe einen Spalt weit auf. Saphira schlüpfte herein und ich schloss die Tür wieder. Meine kleine Wölfin hatte sich hingelegt und schaute mich jetzt aus ihren gelben Augen treuherzig an. Prompt setzte ich mich neben sie, umarmte sie...
und fing an, zu weinen.







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