Was wäre, wenn..

Autor: caniiM
veröffentlicht am: 20.06.2009




* 1. Kapitel: Janice und ihre neuen Freunde.

'Felicitas.. Ich gehe in die Schule!!' schrie Janice durchs ganze Haus und ging. Felicitas war ihre spanische Putzfrau. Sie hasste es einfach jeden Morgen so früh aufzustehen, um in die Schule zu gehen.
Vor allem fand sie es komisch, alleine in die Schule zu gehen. In letzter Zeit, war es nur noch komischer.. Viele neue Leute waren in der Stadt und Janice sah sie immer, wenn sie zur Schule ging. Meistens einen blonden Jungen. Sie schüttelte den Kopf und beschloss zum Bahnhof an den Kiosk zu gehen, um sich etwas zu kaufen.
'Wo habe ich denn mein Kleingeld?' redete sie mit sich selbst und kramte ihre Geldbörse hervor. Sie seufzte genervt als es ihr runter fiel. Plötzlich zuckte sie zusammen. Ein Junge stand vor ihr und hielt ihr die Geldbörse entgegen.
'Danke..' murmelte sie und nahm die Geldbörse. Er hatte es wahrscheinlich nicht einmal gehört.
'Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick?' fragte er plötzlich. Sie hob eine Braue. Wer war dieser Kerl? Und wieso konnte er nicht einfach 'Gern geschehen..' sagen und gehen? Aber- es war doch dieser komische Typ, den sie immer sah!
'Äh-' machte Janice unentschlossen.
'Oder soll ich noch mal vorbeikommen?' der Blonde grinste nun. Ah.. jetzt verstand auch Janice. Er fand sich wohl ziemlich witzig.
'Oder nein.. Ich versuche den hier: Kommst du mit- für ein paar Donuts und nachher vögeln?' er sah sie ernst an. Es waren die doofsten Anmachesprüche der Welt. Sie sah nur noch verdatterter aus.
'Was? Du magst keine DONUTS?' jetzt lachte er. Janice musste schmunzeln.
'Siehst du diese Lady da?', fragte er plötzlich und sah zum Automaten, 'Man könnte auch etwas bei ihr probieren, obwohl ich glaube, dass es nicht hinhaut! Es klappt immer- leicht und schnell! Man geht zu ihr hin und dann sagt man: Äh- entschuldigen Sie, haben sie Shit dabei? Dann redet man über Scheiss wie, das Wetter und ob sie öfters hier wäre.. ' grinste er. Dann hielt er plötzlich Janice eine Zigarette hin. Wollte er etwa angeben, wie gut er sich mit Anmachesprüchen auskannte? Ziemlich schräg!
'Ich- ich rauche nicht..' stammelte sie.
'Oh dann- kann ich sie wiederhaben?' lachte er. Sie gab ihm die Zigarette und er zündete sie an.
'Ich wünschte..', er nahm einen Zug, 'Ich würde es auch nicht- ich meine rauchen.. Richtig Geil, du rauchst nicht' erklärte er. Janice hörte nur zu. Das Gespräch war ziemlich schräg.'Das Meiste von meinem Geld, investiere ich ihn Zigaretten!' sagte er und nahm wieder einen Zug. Dann bemerkte er ihren verwirrten Blick.
'Oh, ich bin Eric..' er hielt ihr die Hand hin. Sie nahm sie an. 'Janice..' erwiderte sie.'Also Janice.. Was machst du hier? Bist du neu hier?' fragte er. Wie meinte er jetzt das schon wieder?! Neu? Sie wollte doch nur zur Schule- und kein Gespräch mit einem Hirnamputierten führen.
'Neu? In wie fern?' wollte sie wissen. Da bemerkte er ihre Schultasche.
'Ah- ich dachte du gehst auch anschaffen..' sagte er. ANSCHAFFEN?
'Auch?' sie sah ihn fragend an. Sie hatte die ganze Zeit mit einem Stricher geredet!
'Ja- ich schaffe an..' erklärte er einfach.
'Du meinst- so auf dem Strich?' fragte sie verwirrt. Er nickte.
'Wo denn sonst? Auf dem Ausrufezeichen?' wieder lachte er heiser.
'Ähm.. Verarschst du mich?' fragte sie.
'Nein.. Ich bin ein Stricher..' outete er sich, als ob nichts dabei wäre.
'Und wie lange schon?' fragte Janice unsicher.
'Schon eine Weile.. Wie ich sehe gehst du zur Schule? Wie alt bist du?' fragte er.'Ich bin 16- Und du?' sie sah ihn eindringlich an. Er war sicher kaum älter als sie und ging nicht in die Schule.
'Ich bin 17- Ich habe schon lange mit Schule abgeschlossen.. Das heisst, dass ich keinen Abschluss habe.' erklärte er. Mein Gott! Janice konnte nicht glauben, was sie da hörte.'Oh.. Ähm, ich sollte gehen.. Sonst komme ich zu spät!' erklärte sie und deutete auf die Uhr.'Na dann.. Man sieht sich sicher wieder. Ich stell dir bei Gelegenheit meine Freunde vor! Viel Spass- IN DER SCHULE!' grinste er und ging.
'Was war denn das?!' fragte sie sich und schüttelte den Kopf. Sie sah noch wie er zu einem seiner Freunde ging, dann setzte sie ihren Weg fort.

*

Janice ging mühsam nach Hause und hatte den ganzen Tag satt. Die Schule war so langweilig, wie noch nie gewesen. Und das Turnen liess zu wünschen übrig. Sie wollte einfach nur nach Hause. Innerlich, hoffte sie, dass ihre Eltern nicht da waren, obwohl sie eigentlich nie da waren.
'Hey-' machte eine Stimme hinter ihr. Oh, der Hirnamputierte! Wie hiess er doch gleich?'Hallo..' sagte sie trocken.
'Oh, Schule war wohl doch nicht so toll?' grinste er. Ah, Eric hiess er!
'Kann man wohl sagen..' erwiderte sie lustlos.
'Komm mal mit-' sagte er plötzlich. Wie durch Hypnose folgte sie ihm. Als sie vor die Gleise kamen, sah sie noch mehr Leute. Waren das seine Freunde?
'Das sind Steve, Molly, Alexa, Donna und der da heisst Bud..' stellte er sie vor.
Molly sah am ältesten aus. Plötzlich ging Eric zu Molly und gab ihr einen Kuss auf die Backe. Ungläubig blinzelte Janice herum.
'Leute- das ist Janice..' sagte er und lächelte Molly an.
'Äh- deine Freundin?' machte Molly und grinste Janice an.
'Nein.. wo denkst du hin..', lachte Eric, 'Ich habe sie heute morgen kennen gelernt!' erklärte er. Janice lächelte nun auch.
'Ach so.. Dann bist du also neu?' fragte Steve. Janice machte den Mund auf.
'Sie schafft nicht an, Steve..' sagte Eric und sah ihn wütend an. Was war denn jetzt los?! Eric wusste, dass Steve probierte Janice zu provozieren. Steve brauchte immer sehr lange, bis er neue Freunde akzeptierte, oder ihnen vertraute.
'Ah okay.. Ich dachte schon ich müsste mir Sorgen machen!' lachte Steve.
Eric verdrehte die Augen. Plötzlich setzten sich Alexa, Donna und Bud auf und gingen zu Janice. Sie verabschiedeten sich und verschwanden um die Ecke.
'Sorgen?' fing Janice wieder an und sah Steve an.
'Steve ist bisexuell..' sagte Eric.
'Ah okay..' sagte Janice vorsichtig.
'Ausserdem geht es ihm ums Geld, er schläft mit jedem, wenn es darum geht..' erklärte Eric weiter. Steve schien ruhig und locker zu sein. Es interessierte ihn gar nicht.. Also war es die Wahrheit.
'A-auch mit Männern?' fragte sie verwirrt.
'Ja genau..' erwiderte Steve. Janice hatte Mühe nicht ihre Augen aufzureissen.
'Ah ja, Janice- wie lange wohnst du in dieser Gegend schon?' fragte Eric.
'Nicht so lange.. Wieso?' fragte Janice unsicher.
'Willst du meine Wohnung sehen? Wenn du möchtest kannst du gleich hier bleiben..' fragte er und Steve hob eine Braue.
'Ich weiss nicht- Ich habe mich noch nicht zu Hause gemeldet..' erwiderte sie. Dann machte sie eine Geste und holte ihr Handy hervor..
'Felicitas? Sagst du meinen Eltern, dass ich heute bei Kelly schlafe? Okay, danke- du bist die Beste!' lächelte Janice.
'Wow.. Das ging ja schnell!' lachte Eric.
'Meinen Eltern ist das egal..' erklärte Janice. Sie ging neben Eric her und sie verabschiedeten sich noch von Steve. Dann sah Janice wie er bei jemandem einstieg.
'Oh, keine Angst.. Das ist okay-', erklärte er, 'Und was ist eigentlich mit deinen Eltern?' fragte er.
'Gar nichts.. Ich glaube- sie wollten mich nie!' sagte sie leise.
'Ach was..' meinte er und zeigte auf eine Art Motel. Alle Wohnungen waren nebeneinander. Es sah ziemlich schlimm aus. Janice hatte das 'Motel' schon ein paar Mal gesehen.
'Doch.. Es ist ihnen völlig egal, wo ich bin und wie lange ich weg bin!' sagte sie. Sie betraten das Gebäude und Janice sah sich um. Er hatte eine kleine Wohnung, es war irgendwie alles ineinander gequetscht. Sie gingen ins nächste Zimmer.
'So wie du das sagst, kann ich es irgendwie nicht glauben..' sagte er.
'Es ist aber wahr.. Die einzige Person, die mich respektiert und mich gern hat, ist Felicitas, unsere Putzfrau.' sagte sie. Auf dem Boden lag eine Matratze, also kein Bett. Würde sie hier schlafen?
'Und ich..' fügte er hinzu. Janice musste lächeln.
'Eric, du- kennst mich doch gar nicht!' erwiderte sie.
'Du bist aber sympathisch, wie ich finde.. Du hast Ausstrahlung!' lächelte er.
'Ausstrahlung?' wiederholte sie.
'Ja genau.. AUSSTRAHLUNG!' lachte er. Plötzlich ging die Tür auf.
'Yo Eric.. Kann ich das bei dir lassen? Die Bullen waren da und haben meine Wohnung durchsucht, zum Glück haben sie es nicht gefunden..' er warf ihm ein Päckchen zu.'Okay.. In Ordnung!' sagte Eric.
'Danke Alter.. Oh, wie ich sehe, hast du Besuch?' grinste er.
'Ja, das ist Janice, Janice, das ist J.T!' stellte er sie vor.
'Hi..' machte Janice. J.T reichte ihr die Hand.
Was tat sie da? Sie schlief bei IHM? Na, das konnte ja heiter werden.
'Na dann, ich muss mal wieder los!' sagte J.T und ging.
'Was- was ist das?' fragte sie vorsichtig.
'Drogen.. Gras..' erklärte er.
'Und du-' sie sprach nicht weiter.
'Nein.. Eigentlich nehme ich das Zeug nicht. Ich soll nur drauf aufpassen.' sagte er leise.'Wieso 'eigentlich'?' erkundigte sie sich.
'Ich finde das Zeug schrecklich..' sagte er und deutete aufs Bett (Matratze)'Stört es dich wenn ich erst später wiederkomme? Ich- ich habe noch eine Verabredung..' wollte er wissen. Zuerst kam es Janice etwas suspekt vor.. Aber dann verstand sie.'Schon okay..' lächelte sie. Er gab ihr einen Kuss auf die Stirn, entschuldigte sich ungefähr 1000 Mal und ging.

* 2. Kapitel: Der Franzose

Janice zog sich um und setzte sich auf die Matratze. Wohin er wohl ging? Was er wohl tat? Sie konnte es sich nicht ausmalen. Das wahr eine andere Welt für sie. Zwar war sie nicht verwöhnt, aber mit Strichern zu verkehren war auch ganz mal was anderes.
Schliesslich legte sie sich hin. Als sie schon eine Weile schlief, wurde sie durch ein Husten geweckt. Sie setzte sich auf und hörte das Husten erneut.
'Eric?' rief sie leise und stand auf. Eric stand am Spülbecken.
'Was ist denn los?' fragte sie erschrocken. Er antwortete nicht sondern spuckte ins Waschbecken. Es machte ihr Angst, diese Ungewissheit.
Sie machte das Licht an, auch wenn sie nur ihre Unterwäsche anhatte.. Es war ihr egal.'Eric!' stiess sie hervor. Er spuckte Blut.
'Schon okay..' hörte sie ihn keuchen.
Eric wischte sich mit dem Handrücken über den Mund und sah sie mit einem
schmerzverzerrten Gesicht an.
'WAS IST PASSIERT?' fragte sie laut. Sie traute sich nicht näher zu kommen.'Gar nichts- nur ein paar Schläge kassiert..' sagte er und versuchte zu lachen. Es gelang ihm nicht stattdessen hustete er und rang kurz nach Luft. Bevor sie etwas sagen konnte, sah er sie an und versicherte ihr, dass alles in Ordnung sei.
'Leg dich schon mal hin..' sagte er.
'Hm.. Okay.' sie nickte und ging wieder zum Bett. Er blieb noch eine Weile im Bad. Später legte er sich neben sie.
'Eric?' flüsterte sie.
'Hm?' machte er nur.
'Du würdest es mir doch sagen, wenn du Probleme hättest, oder?' wollte sie wissen. Obwohl sie sich nicht lange kannten, mochte sie Eric sehr.
'Mhm..' machte er.
'In Ordnung.. Gute Nacht!' murmelte sie ein wenig enttäuscht.
'Der Franzose.. Ein Kunde von mir- hat mich so zugerichtet..' begann Eric. Janice sagte kein Wort, sondern sie hörte einfach nur angespannt zu.
'Das erste Mal?' fragte sie dann doch.
'Nein..' erwiderte er.
'Und wieso-' sie konnte nicht weiter sprechen, weil sie die Antwort schon kannte.'Ich brauch doch das Geld..' sagte er und klang ziemlich traurig. Er brauchte nicht nur das Geld. Er musste vom Strich kommen. Dachte sich Janice. Aber wie!?

Fortsetzung folgt.

much Love caniiM!

P S. Es tut mir Leid, dass ich so viel Zeit brauche! In der letzten Zet hatte ich ne Menge Stress! Ich hoffe ihr könnt ein Auge zudrücken ;)

Byebye.







Teil 1 Teil 2 Teil 3


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