Im Schatten der Feindschaft

Autor: chanti95
veröffentlicht am: 01.03.2009




Kapitel 5

Ein verhängnisvolles Date

Sie stieg auf ihren Quad.
'TINA, ICH BIN DANN MAL WEG!'
Da ertönte auch schon der Motor. Roxy gab Gas und fuhr weg vom Haus, aus dem Wald hinaus. Wieder mit ihrem giftgrünen Helm.
Als sie beim Kino ankam, stellte Roxy ihren giftgrünen Quad hin und zog den Schlüssel hinaus. Sie konnte nur hoffen, dass das Wetter hielt und nicht plötzlich umschlug. Einen Moment lang zog es etwas um ihren Bauch, da das Top nur bis zum Bauchnabel ging und die Hose eine Hüfthose war. Sie hängte sich den Helm um den Arm, stopfte ihren kleinen Schlüsselbund in die Hosentasche und sah sich um. Beim Fahren waren viele ihrer roten Korkenzieherlocken in's Gesicht gefallen.. Für den Weg hier her hatte sie die Haare nicht zusammengebunden. Als sie ein Haarband nehmen wollte, viel ihr auf, dass sie gar keines um das Handgelenk trug. Am linken war nur die silberne Uhr ihrer verstorbenen Mutter. Sie bekam immer wieder einen Stich in den Brustkorb, wenn sie an damals zurück dachte. Ihre Mutter war vor 7 Jahren bei einem Autounfall gestorben. Roxy erinnert sich noch an beinahe jedes Detail:
Sie sass neben ihrem 3 Jahre älteren Bruder, auf dem Rücksitzt eines VW's. Ihr Vater fuhr. Ihre Mutter sass auf dem Beifahrersitz, sie freute sich riesig, dass sie endlich zusammen in die Ferien fuhren. Da passierte es: Obwohl es wunderschönes, trockenes Wetter war, kam das Auto vor ihnen mitten in der Autobahn zum schlingern. Roxy's Vater konnte nicht genug abbremsen und krachte mit der rechten Seite des Autos direkt in den Vorderwagen. Ihre Mutter war sofort tot. Ihr Bruder überlebte den Unfall nur knapp, für eine lange Zeit war er auf der rechten Seite gelähmt. Erst vor einem Jahr konnte er sich wieder vollends bewegen. Ihr Vater und Roxy selber bekamen nichts von dem Unfall ab. Roxy hatte ein paar Prellungen, mehr nicht. Ihre Mutter kostete es das Leben.

Ryan fuhr mit dem Auto los. Er hatte mit dem Auto 10 Minuten zu fahren, und war jetzt schon beinahe zu spät. Daher trat er noch mehr auf's Gas. Als er endlich dort ankam, sprang er aus seinem blau-lakierten Subaru Impreza und schloss schnell ab. Gleich darauf sah er sie. Sie sah umwerfend aus.
'Wow', murmelte er.
Er ging auf sie zu.

‚Wow', dachte sie sich. Er hatte ein weisses, enges Shirt an, durch welches sich seine Muskeln und sein Waschbrettbauch deutlich abzeichneten. Dazu hatte er kurze, blaue Hosen an, die ihm bis über die Knie reichten und schlabbrig waren.
'Hey.'
'Hey, Roxy. Du siehst... toll aus!'
'Danke. Du siehst auch nicht schlecht aus.'
Zusammen gingen sie in das Kino. Ryan bezahlte, wie versprochen, das Kino.


'Der Film war gut.'
'Ja, sehr gut! Hast du dich gegruselt, Roxy?'
Roxy zögerte mit der Antwort.
'Naja, einwenig. Aber weißt du was wirklich gruselig war?'
'Was denn?'
'. Der Teil mit Michael Jackson. Da bin ich wirklich erschrocken.'
'Hast recht.'
Sie gingen kurz schweigend neben einander, als die Stille von Ryans Ausruf durchbrochen wurde.
'Hey, nein, WAS MACHEN SIE DA??!!'
Zwei Männer schleppten Ryans blauen Subaru Impreza ab.
'Ist das deiner?'
'Ja', antwortete Ryan gequält.
'Hey, sie da, ist das ihr Wagen?', fragte sie einer der beiden Männer.
'Ja. Wieso schleppen sie ihn ab??'
'Er steht im Parkverbot. Und darauf kommt noch eine Busse, das hat jedenfalls der Polizist gesagt.'
'Toll.'
Ryan drehte sich genervt um.
'Und wie komm ich jetzt nach Hause?!!'
'Ich könnte dich mitnehmen, wenn du willst.'
'Echt??'
'Ja, klar, du musst einfach ohne Helm fahren.'
'Wieso? Mit was bist du hier? Fahrrad?'
'Neee, mit `nem Quad.'
'Was?'
'Komm, ich zeig ihn dir.'
Roxy drehte sich um und ging zu ihrem Quad.
'Wow, das is' ja `n geiles Teil!'
'Findest du?'
'Ja.'
Roxy stieg auf den Quad. Dabei merkte sie nicht, dass sie von fünf dunkeln Gestalten angestarrt wurde, die auf dem Dach des Kinos standen. Ryan erkannte sie. Unbemerkbar für Roxy schaute er hinauf und fauchte. Seine Augen nahmen einen roten Glanz an, der sich gleich in bernsteinfarbig änderte. Als er fauchte, erkannte man, dass er zwei spitze Eckzähne hatte. Diese waren einen kurzen Moment nachher, als der den Mund schloss, wieder weg. Ebenso hatten seine Augen wieder eine braune Farbe angenommen.
'Ryan?'
'Komme.'
Er setzte sich auf den Quad und schlang seine Arme um ihre Hüfte, während Roxy den Helm anzog.
'Bereit?', fragte sie ihn noch.
'Ja.'
Und sie fuhr los. Dabei bemerkte sie im Rückspiegel, wie einige Gestalten vom Dach runtersprangen. Auch Ryan sah das. Und er wollte weiter. Roxy wollte ebenfalls weiter, denn sie wusste, dass diese Gestalten in ihren Umhängen Vampire waren. Die grössten Feinde ihrer Spezies. Also fuhr sie schneller. Die Gestalten holten sie dann im Wald ein. Zwei sprangen auf den Quad zu und zerrten Ryan runter. Dieser wurde wütend, wollte sich allerdings vor Roxy nicht in seiner Vampirgestalt zeigen. Er wusste, wer diese Vampire waren. Eine Blutsverwandte von ihm, die Anführerin namens Ajiard, hatte ihn gerade ab dem Quad gezogen. Abermals fauchte er. Seine Augen blieben wieder nicht rot, sondern Bernsteinfarbig.Ein weiterer Vampir sprang auf Roxy zu. Er wollte sie runter ziehen und schaffte es auch. Aber nur, weil Roxy einen Vollstopp gemacht hatte.
Sie landete hart auf dem Rücken, direkt auf einer Wurzel.
'Ajiard, was soll das??'
'Wiiiir werden einen weiteren Werwolf töten', zischte die Angesprochene.
'Wieso Werwolf??', fragte Ryan verdutzt.
'Ryan, dieses Ding dort, um das du dich vorhin geschlungen hast, wollte dich entführen. Es ist ein Werwolf.'
Das erste Mal seit seinem Sturz schaute Ryan die gestürzte Roxy an. Sie hatte sich aufgerappelt. Ajiard ging auf sie zu. Roxy machte keine Anstallten, zu fliehen, und sie liess sich, wenn es so war, nicht anmerken, dass sie Angst hatte. Im Gegenteil; sie grinste.







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