Dear Heart

Autor: caniiM
veröffentlicht am: 21.02.2009




Erklärungen: /blabla../ ß Zeichensprache
' ..' ßGedanken
Ich schreibe meistens aus seiner Sicht. z.B. * Alex
Wenn nicht, dann steht kein Name, sondern nur das Kapitel^^

* Alex
'Soo..' sagte Mrs. Hudson und legte das Heft auf ihr Pult.
'Wir kriegen eine neue Schülerin.. Ihr Name ist Kate!' erklärte die Lehrerin. Ich sah auf und sah Mrs. Hudson an. Dann seufzte ich. Plötzlich klopfte es. Kate! Sie öffnete vorsichtig die Tür, die Klasse verstummte. Dieses Mädchen hatte so etwas zögerliches an sich. Sie war sehr hübsch.
'So Klasse, begrüsst bitte alle: Kate Elliott!' Kate lächelte.
'Hallo Kate!' machte die Klasse. Ich murmelte den Satz hinterher
'Ich bitte euch so nett wie möglich zu ihr zu sein! Sie ist erst vor kurzem hierher gezogen!' sagte Mrs. Hudson. Ich lächelte Kate an.
'Du kannst dich neben Faith setzen..' sagte Mrs. Hudson und zeigte auf ein blondhaariges Mädchen. Kate setzte sich neben sie. 'Ist sie in Gruppe A?' fragte Faith dann.
'Nein, sie ist in der B..' sagte Mrs. Hudson. Ich sah Kate gespannt an. Sie erwiderte meinen Blick. Mir huschte ein Lächeln übers Gesicht. Wir waren also in der gleichen Gruppe.


* Später // Alex Sicht, dann Kates



Nach der Schule, war Kate auf dem Heimweg, Faith musste in die andere Richtung. Ich rief ihr nach: 'Kaaate! Warte kurz..' ich wollte mit ihr nach Hause. Sie blieb stehen. 'Wo wohnst du?' fragte ich. Sie zeigte zur nächsten Strasse. 'Ah, in die Richtung muss ich auch..' sagte ich. Sie lächelte beherzigt.
Ich war echt nett zu ihr.. Den Rest des Weges schwieg sie aber. Sie bog ein, als ich 'Tschüss' sagte und ging nach Hause. Ich verstand dieses Mädchen nicht! Sie machte sich wohl einen Spass daraus, mich für dumm zu verkaufen..
Als sie im Haus war, seufzte sie und zog ihre Stiefel und ihren Mantel aus. Ihr Käppchen war aus Frankreich, ein Geschenk ihrer Mutter. Früher war sie ihr zu gross, jetzt passte sie.Sie ging in die Küche, ihre Tante hatte schon Essen gemacht. 'Wie war dein erster Schultag hier? In Ordnung?' fragte ihre Tante Joanna. Kate nickte und setzte sich. Sie assen zu Mittag. Joanna hatte nicht so gute Laune.
Dann machte Kate Hausaufgaben, am Nachmittag hatte sie keine Schule.
Aufgabe: Schreibe eine Wunschliste. Was möchtest du machen? Egal in welcher Zeitgrenze. (mindestens 5-10 Wünsche) Sie holte Luft.

1. In einer Kirche heiraten.. Dann Medizin studieren!
2. Das Grab meiner Eltern besuchen.
3. Wieder Sprechen.
4. Im Mondschein tanzen, ohne Musik.
5. Nach Paris fahren..
6. Freunde finden. Beste/r Freund/in

Sie seufzte und legte es weg. Das würde doch Niemand Ernst nehmen..

* Am nächsten Tag // 1. Kapitel: Freunde finden..

Kate wollte ihr Heft abgeben, als ich in sie reinlief. Na gut! Ein bisschen mit Absicht, aber ich konnte nicht locker geben. Ich musste wissen, warum sie mich nicht mochte.
'Entschuldige..' sagte ich. Sie schwieg. 'Also- Kate.. Könntest du mir mal erklären.. Wieso du NIE antwortest?!' wollte ich wissen. Ich klang angepisst und versteckte diese Tonlage auch nicht.
'Mr. Harrison.. Sie ist stumm!' sagte Mrs. Hudson.
'Oh.. Ich- entschuldige!' sagte ich geknickt und sah Kate an. So viel mal, zum angepisst sein. Toll Alex! Jetzt mag sie dich sicher nur noch mehr!
Kate winkte ab und lächelte. Wie konnte sie denn nur lächeln?! Ich könnte das nicht! Naja, ich würde ja auch meine Witze machen, wie zum Beispiel: Traumberuf- Pantomime! Genug davon..
Meine Tante war auch stumm. Ich verstand die Zeichensprache sehr gut.
'Zeig mal..' sagte ich und sah auf ihr Heft. Kate errötete. Ich sah es durch, diese Wünsche kamen wohl von Herzen.
'Es- tut mir Leid, ich wollte vorhin nicht so, klingen..' lächelte ich gequält.
Kate aber lächelte.
/Das macht nichts!/ gab sie mir zu verstehen.
Ich drehte mich breit grinsend um und sah ihr nach, sie hakte Wunsch 8. ab!
Also hatte sie einen Freund gefunden! Mich! Ach, wenn ich jetzt allein wäre, würde ich mir auf die Schulter klopfen..

Nach der Schule, lehnte ich mich an den Türrahmen und betrachtete sie.
Sie packte ihre Sachen zusammen. Ein Typ aus der Klasse tauchte auf und machte Kate dumm an. Er fing an über ihre Wünsche zu reden, er hatte sie auch gesehen.. Als er noch anfing über ihre Eltern zu reden, wollte sie wegrennen. Sie konnte nicht, ihr schnürrten diese Worte die Luft zu. Sie wurde wütend und traurig zugleich. Das sah ich ihr an. Ich trat näher heran und sah den Typ an. Joe, fand sich wohl sehr lustig!
'Joe, ich würde dir anraten, endlich still zu sein!!' zischte ich.
Kate sah mich verwundert an.
'Ah, muss sie dich also vorschicken? Kann sie den Mund denn nicht selber aufmachen? Oh, ja! Hätte ich doch glatt vergessen.. Sie ist stumm!' lachte er.
'Wenn du nicht gleich auch stumm bist-' zischte ich.
'Was dann?!' höhnte er. Ich schmunzelte. Denn ich war nicht so der Schlägertyp.. Das wussten alle! Aber, wenn ich wütend war.. O je!
'Hör zu Joe, weisst du noch was ich mit Dean gemacht habe?' erinnerte ich ihn.
Das war die brutalste Schlägerei an der Schule gewesen. Ausserdem war Joe, einen Kopf kürzer als ich und noch dazu, viel schwächer! Als er mir in die Augen sah, schien er in ein tiefes Loch zu fallen.. Er verschwand ganz plötzlich, wie er auch gekommen war.
Kate war inzwischen draussen im Flur. Ich kam näher und sprach sie vorsichtig an. 'Hey! Geht's dir gut?' wollte ich wissen.
Sie schüttelte den Kopf.
/Ich will nach Hause../ gab sie mir zu verstehen. Ich sah sie besorgt an. In ihren grünen Augen glitzerten Tränen.
'Komm..' flüsterte ich und nahm reflexartig ihre Hand. Dann brachte ich sie nach Hause. Ihre Tante war nicht da, also gingen wir rein.
/Danke../ sie sah mich erleichtert an. Den ganzen Weg über, hatte sie ihre Tränen unterdrückt. Langsam senkte sie den Blick und ich sah eine Träne die runterkullerte.
'Du musst dich nicht bedanken..' sagte ich. Sie lächelte kurz. Dann wischte ich ihre Tränen weg.
'Kate, dass tut mir wirklich sehr Leid..' sagte ich leise. Sie nickte nur.
'Ich weiss nicht, wa-was ich sagen soll!' erklärte ich unschlüssig.
/Du musst nichts sagen Alex.. Es ist nicht deine Schuld!/ erwiderte sie.
'Hör zu, nimm diese kleine Ratte einfach nicht Ernst..' erklärte ich locker. Ich sah sie aufmunternd an.. Sie verstand.
'Und denk jetzt nicht ich sage das aus Mitleid- a..aber ich mag dich! Ich weiss nicht wieso und warum.. aber ich mag dich wirklich! Allein schon deine Art, auch wenn du nicht redest! Das klingt verrückt, aber ich finde dich so sympathisch! Das klingt verrückt, entschuldige-' ich hörte auf zu reden. Kate musste nur noch mehr lächeln.
'Ich kenne dich kaum und mag dich schon- was rede ich nur..' schüttelte ich lachend den Kopf.
/Dann kennst du dieses Gefühl auch, dich so zu jemanden verbunden zu fühlen, den du nicht einmal richtig kennst../ stellte sie fest. Dieses Mädchen war nicht zu fassen! Wie konnte sie nur so etwas sagen? Ich bin meistens ein Idiot und ein komplettes Arschloch, aber, wenn sie meint..
'Ja, genau dass meine ich!' sagte ich Ernst.
/Als ich meine Eltern verloren habe, hatte ich dieses Gefühl lange nicht mehr.. Danke, dass du mich daran erinnert hast, wieder zu vertrauen../ erklärte sie.
'Wie? Du- du vertraust mir?' fragte ich verwirrt. Wenn ich jemanden vertraue, dann meiner Mutter! Und sie, ausgerechnet jemand der stumm ist, vertraut M I R!
/Ja.. Du hast es bewiesen! Gerade vorhin, hast du meine Hand genommen und mich nach Hause gebracht, ohne ein einziges Wort auf dem Weg gesagt zu haben.. Alex- du hast mich verteidigt!/ machte sie und sah mich an, als wäre es das unnormalste auf der Welt. Okay, ich war nicht so der Held, aber vorhin, da musste ich etwas tun!
'Findest du, dass so ein Beweis genügt?' erkundigte ich mich.
/Ich hatte in den letzten Jahren, keine Freunde, also auch kein Vertrauen.. Ich vertraue aber jetzt dir, komischerweise../ sie sah mich wieder eindringlich an.
'.. Als ob es ein Wunder wäre, dass ich dir geholfen habe!' lachte ich bedrückt.
/Niemand hat mich je verteidigt, nur du../ erklärte sie und sah auf den Boden.
'W-wirklich?' fragte ich und schon wieder tat sie mir verdammt Leid.
/Ja.. Niemand wollte etwas mit mir zu tun haben, nur weil ich nie etwas gesagt habe. Du bist der Erste, von dem ich so etwas erfahren darf! Dieses Gefühl nicht alleine dazustehen../ ihre Handbewegungen wurden langsamer und sie sah mich an. Es kam mir so vor, als wollte sie mehr 'sagen', aber sie hatte ihre Hände auf ihren Schoss gelegt.
'Ich kann dich ja auch unmöglich bewerten, wenn du sprichst oder halt nicht.. Ich finde dich als Person so.. sympathisch! Weisst du Kate, ich bin kein Mensch, der dich schnell in eine Kategorie steckt, nur weil du nun Mal nicht sprichst!' sagte ich und sah nun auf ihre Hände. Sie hatte 'dünne' Hände, gepflegte Fingernägel und eine blasse, aber dennoch nicht bleiche Haut. Maaan, ich lüge hier herum, nur damit sie mich mag. Ich bin nicht so, überhaupt nicht! Eigentlich, habe ich schon so viele Leute ausgelacht, dass es mir sogar jetzt Leid tut sie anzusehen.
/Danke../ machte sie nun überrascht.
'Du vertraust mir?' wollte ich noch ein Mal wissen. Sie nickte froh.
'Gut, dann.. Lasse ich dich nicht alleine- wenn du Hilfe brauchst, bin ich da! Und sonst auch.. Ich nehme dein Vertrauen nicht auf die leichte Schulter!' sagte ich Ernst. Für sie klang dass so.. wie eine Art Schwur. Ich würde sie also nicht alleine lassen. Ich vernahm an ihrem Gesichtsausdruck, dass es gut tat, dass mal wieder zu hören. Richtig befreiend! Fand ich zumindest. 'Ich hoffe er macht keinen Spass, oder verarscht mich nur..' dachte sie und sah mich an. Zu gern wollte ich fragen, an was sie dachte.
Ich blieb Ernst um Kate nur noch mehr zu bestätigen, dass sie endlich einen neuen Freund gefunden hatte. Wie armselig klang das denn?! Sie tat mir schrecklich Leid und ich wollte sie auf keinen Fall wie meinen Sozialfall behandeln. Leider, konnte ich aber nicht anders und lud sie zum Essen ein. Ich fühlte mich wie Mutter Theresa, aber das war jetzt nicht mehr wichtig. Jetzt war Kate wichtig.
'Soll ich dich dann abholen?' lächelte ich zufrieden. Sie nickte.
'Gut, dann- gehe ich mal!' sagte ich schnell und sah sie an.
/In Ordnung, bis später../ machte sie und umarmte mich. Mir wurde schrecklich heiss & kalt gleichzeitig. Schliesslich drehte ich mich um und ging.







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