Ein Traum wird wahr

Autor: Dani
veröffentlicht am: 28.12.2008




Kapitel 3: Der Anfang

Für einen Moment sahen Carolina und Daniel sich in die Augen und dieses Mal, war nichts als pure Emotionalität in ihnen.
In der nächsten Sekunde, hatte sich Carolina jedoch schon umgedreht, um im Laufschritt den Trainingsraum zu verlassen. Vor der Tür lehnte sie sich an die Wand und rutschte mit dem Rücken an ihr herunter. Sie fühlte sich hilflos und der Situation ausgeliefert, ein Gefühl, mit dem sie nicht gut umgehen konnte, denn normalerweise war sie stets beherrscht und souverän.Den Kopf in den Nacken legend, atmete sie ein paar Mal tief durch und schloss für einen Moment die Augen, so dass sie nicht bemerkte, dass auch Daniel vor die Tür getreten war und sie nun nachdenklich musterte, bevor er sich neben ihr auf dem Boden nieder ließ.
Überrascht öffnete Carolina die Augen, nahm aber das Taschentuch, was er ihr hinhielt und putzte sich die Nase.
'Tanzen ist etwas sehr emotionales Prinzessin, dass müsstest du doch eigentlich wissen…', fing er an.
'Das weiß ich auch, aber normalerweise passiert mir sowas nicht! Und nenn mich nicht so!''Wie denn, Prinzessin?', neckte er sie und es verfehlte seine Wirkung nicht.
'Genau so!', gab sie schon wieder mit dem Anflug eines Lächelns zurück.
'So gefällst du mir schon viel besser!'
Mit einem Ruck sprang Carolina auf, wischte sich mit dem Handrücken noch einmal über die Augen und forderte Daniel auf: 'Na los, das Training wartet!' Und schon marschierte sie zurück in Richtung Trainingsraum, während Daniel ihr noch einen Moment hinter her sah, bevor auch er sich erhob und ihr folgte.
Die nächste Dreiviertelstunde wurde an vielem gearbeitet und Carolina und Daniel verstanden sich immer besser. Carolina musste sich sogar eingestehen, dass er eigentlich ganz nett war, auch wenn sie ihm das (noch) nicht ins Gesicht sagen würde!!!
Nachdem Madame Gérard die Stunde beendet hatte, verabschiedete sich Carolina von ihr und Daniel um dann in der Umkleide zu verschwinden und sich um zuziehen, denn ihre Eltern wollten, dass sie sofort nach dem Training nach Hause kam.
Derweil sahen Madame Gérard und Daniel ihr lächelnd hinterher und die Tanzlehrerin sagte einen Satz, der Daniel zu denken gab: 'Das Herz eines Menschen ist der kostbarste Schatz, den er besitzt. Gehe also niemals, hörst du niemals, leichtfertig damit um.'

Daniel lächelte nur unsicher und wusste nicht recht, worauf Madame Gérard hinaus wollte. Doch spürte er, dass es nicht an der Zeit war, Fragen zu stellen und so verließ er ebenfalls den Trainingsraum, um sich umzuziehen und nach Hause zu fahren.
Carolina war indes schon fertig und auf dem Weg zu ihrem Fahrrad. Doch als sie aus der Tanzschule heraus trat, konnte sie es nirgends sehen, dabei war sie sich doch sicher, dass sie es gleich hier vorne an den Fahrradständer gekettet hatte! Sie lief die Straße ein Stück hinauf und hinunter, aber das Rad blieb verschwunden.
Tränen standen in ihren Augen. Was würden ihre Eltern sagen, wenn sie zu spät kam und dazu noch beichten müsste, dass ihr Fahrrad gestohlen worden war? Sie würden sicher außer sich sein und Carolina beschuldigen, nicht darauf geachtet zu haben, das Schloss sorgfältig zu schließen. Und wie immer würde es sie nicht interessieren, dass es ganz anders gewesen war.'Hey Prinzessin, hast du zu viel Wasser getrunken?', erklang die Stimme von Daniel, der inzwischen fertig umgezogen war und eine lässige Jeans und ein graues Hemd trug. Überhaupt nicht belustigt warf Carolina ihm einen Blick zum, der ihn wohl tödlich getroffen hätte, wenn dies möglich wäre.
Im selben Moment merkte Daniel, dass es nicht die Zeit für Scherze war und es tat ihm augenblicklich Leid.
Er trat auf Carolina zu, streckte die Hand aus und berührte ihren Arm. Sie zuckte leicht zusammen und sah ihn aus ihren großen verweinten Augen an. Dieses Bild ging Daniel in Mark und Bein und er meinte in ihren Augen lesen zu können, wie in einem offenen Buch.'Was ist denn los?', fragte er nun mit weicher Stimme.
'Mein Fahrrad…es ist weg… ich kann nicht nach Hause!', schluchzte Carolina.
Daniel verstand nur Bahnhof, bot ihr aber an, sie nach Hause zu fahren.
Sofort fühlte Carolina sich unverstanden und riss sich von seinem Arm los, doch Daniel hatte sie mit wenigen langen Schritten eingeholt und packte sie an der Schulter.
'Nicht so schnell Prinzessin, du steigst jetzt in mein Auto und dann erzählst du mir bei einem Kaffee alles in Ruhe, in Ordnung?'
Carolina blickte in Daniels eindringliche Augen, auf der Suche nach einer bösen Absicht seinerseits. Als sie aber nichts als ehrliches Interesse fand, wich langsam die Spannung aus ihrem Körper und sie fühlte sich ausgelaugt, als wäre sie mehrere Kilometer bei sengender Hitze gelaufen.
Schwach nickte sie und ließ sich von Daniel zu seinem Auto führen.
Mechanisch setzte sie sich auf den Beifahrersitz, schlug die Tür zu und schnallte sich an.Daniel vollführte die gleiche Prozedur und startete dann den Wagen. Mir ruhigem und sicherem Fahrstil verließ er den Parkplatz der Tanzschule.
Carolina und Daniel ahnten nicht, dass sie geradewegs in ein neues Leben voller Glück, Liebe, Schmerz und Trauer fuhren.







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Kommentare

Ronja

17.03.2012 13:25:38

Wow! Klasse Geschichte!!! Bitte schreib weiter. :)


Ronja

18.03.2012 08:08:36

Wow, echt ne klasse Geschichte!!! Schreib schnell weiter! :-)




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