Fighter of Freedom

Autor: Alassey
veröffentlicht am: 30.08.2009




Wie versprochen hab ich schnell weiter geschrieben und ich hoffe, dass der Teil heute noch hochgeladen wird x)

Dieses mal ist der Teil auch etwas länger als sonst ;D

Viel spaß =)

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Ich stand auf und wanderte im Zimmer umher. Immer wieder gestikulierte ich mit meinen Händen und stieß zischend Wörter aus. Ab und zu hieb ich auch gegen die Wand.
Neshiro war so ein Dickkopf und ich mochte ihn nicht. Immer noch wusste ich nicht, wer von beiden er war, doch es interessierte mich nicht, da ich die Person sowieso nicht mochte, die es nun gab. Ich hatte jemanden gefunden den ich mochte und der mir außer etwas Blutverlust nichts antun wollte und genau derjenige wurde rausgeworfen. Jetzt würde ich mich wieder langweilen und hatte keine Rechte. Ich lief zum Fenster und sah nach unten. Die Party schien noch nicht zu enden, da immer noch Leute miteinander unter dem Fenster auf der Terrasse tanzten und ich beobachtete sie eine Weile.
Währenddessen überlegte ich mir ein paar Auswege und ich hatte bemerkt, dass die Türe nicht abgeschlossen war, da es kein Klicken im Schlüsselloch gegeben hatte, als Neshiro das Zimmer verließ. Auf der anderen Seite zu fliehen war sinnlos. Da würde ich wieder stundenlang und vergeblich auf dem Gras rumhüpfen, wenn ich fliehen wollte, dann ging es nur durch den Wald, der sich vor mir auftat, doch um dorthin zu gelangen müsste ich die ganze Party durchqueren und ich wusste nicht, wo sich Neshiro befand, ansonsten würde er meinen Fluchtversuch mitbekommen. Ich runzelte die Stirn.
'Ach scheiß drauf! Dann würde er mich eben erwischen und wenn nicht, dann bin ich frei!', sagte ich zu mir selbst, drehte mich um und verließ ebenfalls das Zimmer mit raschen Schritten. Ich durchquerte die Gänge und war glücklich darüber, dass mir niemand den Weg kreuzte. Dann stand ich wieder vor dem Ballsaal und hielt mich nah an der Tür versteckt um einen ersten Blick hineinzuwerfen. Neshiro konnte ich nirgends ausmachen, daher huschte ich durch die große Tür und schlich mich möglichst unauffällig durch die Leute. Hin und wieder musste ich plötzlich auftauchenden Ellenbögen ausweichen, doch ich kam schnell voran und hatte bald schon die Terrasse erreicht.
Mein weißes und schlichtes Kleid, dass ich direkt nach dem Wachwerden angezogen hatte, war unten schon leicht zerrissen, doch das interessierte mich im Moment nicht.Eiligen Schritten wich ich den tanzenden Paaren aus um mich letzten Endes vor dem Wald zu befinden. Ich warf einen Blick zurück. Niemand achtete auf mich. Ich lächelte über meinen geglückten Fluchtversuch und zog die schwarzen High Heels aus um schneller rennen zu können. Ich hielt die Schuhe in meiner rechten Hand fest und fing an in den Wald hinein zu laufen, immer wieder warf ich einen Blick hinter mich, doch ich konnte niemanden sehen, der mir folgen könnte. Meine Miene hellte sich immer mehr auf je mehr Abstand ich zu dem Schloss bekam und irgendwann fing ich an triumphierend zu lachen. An manchen Bäumen stützte ich mich mit der linken Hand um mir einen Ruck zu geben um noch schneller rennen zu können. Ich bemerkte kaum, wenn ich auf spitze Äste oder wenn ich auf Nacktschnecken oder sonstigen Weichtieren tritt. Ich war viel zu sehr der Freude über meine Freiheit verfallen und einmal stolperte ich sogar und schürfte mir das Knie auf, dennoch stand ich sofort wieder auf um weiter zu rennen.
Ich wusste nicht wie lange ich lief, doch nach etwa einer atemlosen Stunde ließ ich mich ins Efeu fallen und lächelte während ich in den schwarzen Nachthimmel hoch sah.
Die Sterne funkelten mich hoffnungsvoll an und ich schloss die Augen.

'Wir werden uns gedulden müssen.', sagte Sora und sah Toulon besänftigend in die Augen. Toulon schnaubte und seine Augen funkelten gefährlich.
'Warum brauchen sie solange!', knurrte Toulon und es war im ganzen Wald zu hören. 'Nun ja. Viele der deinen müssen viele Meilen hinter sich bringen und das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, doch es werden schon alle auf dem Weg sein.', erklärte Sora dem großen schwarzen Werwolf vor sich.
Toulon wurde immer gewalttätiger und hatte ständig Wutausbrüche, es war nicht leicht ihn immer wieder zu beruhigen. Besonders Sorgen machte er sich, wenn eine Wölfin sich ihm anbot und er einen Blick hatte, als würde er sie zerfleischen wollen, doch er verstand ihn. Er vermisste Nami auch sehr stark und obwohl Toulon im Herzen grausam und gewalttätig war, wusste er, dass das einzige was Toulon begehrte Nami war.
Er konnte jeden töten ohne einen Funken von Reue, doch wenn er sich an sein Verhalten Nami gegenüber erinnerte, konnte er starke Unterschiede raus erkennen.
Seitdem sie in diesem Wald waren, kamen hunderte von Vampiren, die er alleine fertig machte und am Ende sogar verspeiste. Die Angewohnheiten von Toulon im Kampf, wiederten selbst ihn an. Er war früh darüber, dass er nicht sein Feind war und einen so grausamen endlosen Tod vor sich hatte. Das einzige Lebewesen, dass ihn verändern konnte war Nami und seitdem er sie verloren hatte, wurde er von Tag zu Tag schlimmer und Sora hatte die Befürchtung, dass Toulon irgendwann seinen Verstand verlor und alles um sich herum niedermetzelte. 'Sora!', hörte er es leicht gereizt von der Seite kommen. Sofort wandte er sich Toulon zu und sah ihn mit einem fragenden Blick an.
'Ich rieche es! Sag mir wo sie sich aufhalten! Ich weiß, dass du es weißt!', knurrte Toulon und seine schlitzartigen Pupillen veränderten sich zu einem dünnen schwarzen Strich. Ein Schauer lief über Sora´s Rücken.
'Es wäre nicht so gut, wenn du das tätest.', sagte Sora und neigte den Kopf, doch ließ Toulon nicht aus den Augen. Toulon zog die Lefzen hoch und knurrte.
Sora nickte unterwürfig. 'Ich werde dich hin führen.', erwiederte er und trottete zusammen mit Toulon im Schlepptau aus der Höhle. Sora überlegte.
Es war sowieso nur eine Horde Vampire, von daher wäre es nicht so schlimm, falls er sie niedermetzeln wollte. Außerdem wäre so schon einmal ein Problem gelöst.
Sie liefen ein paar Minuten durch den Wald, als sich vor ihnen ein Fluss aufmachte.Sora sprang über den Fluss und Toulon sprang hinter ihm über den Fluss mit einer Leichtigkeit, als wäre es eine mickrige Pfütze. Sie liefen noch weitere paar Minuten, bis Sora stehen blieb und mit der Schnauze vor sich deutete. Toulon schritt durch das Gestrüpp, direkt hinter sich Sora. Es waren etwa 15 Vampire, die sie anscheinend schon mit dem Wind gerochen hatten, denn sie standen schon in einer Abwehrhaltung erwartungsvoll in einer Reihe. Als sie nur Toulon und Sora sahen, fingen sie an zu lachen.
'Was denn? Sie schicken nur einen Werwolf und einen kleiner Tiger aus Feuer?', amüsierten sie sich und Sora blinzelte kurz. Anscheinend wusste die Vampire gar nicht, in was für einer Gefahr sie sich befanden. Er sah Toulon an. Er hatte einen unklaren Ausdruck auf dem Gesicht, doch dann konnte Sora beobachten, wie sich seine schönen goldenen Augen in blutroten Augen verwandelten. Er war verwundert. Er hatte immer angenommen, dass nur Vampire rote Augen bekommen könnte, doch anscheinend stimmte das nicht. Toulon brüllte auf und es hallte durch den ganzen Wald. Selbst Sora ging es bis auf die Knochen. Die Vampire hatten bemerkt, dass er in einen Blutrausch, der eigentlich nur ein Zeichen für Vampire war, gefallen ist und gingen in eine sichere Abwehr, dennoch mit einem verwirrten Ausdruck auf dem Gesicht.
Toulon sträubte das Fell und zog die Lefzen hoch. Sora konnte beobachten, wie Tropfen für Tropfen Geifer aus seinem Mund fiel, doch im nächsten Moment stand er nicht mehr an der Stelle, sondern fiel schon über die ersten zwei Vampire her, die keine Chance hatten. Er begrub sie unter seinem Gewicht und danach riss er ihnen die Köpfe vom Leib und zerbrach die Schädel mit seinen spitzen Zähnen im Maul.
Angewiedert sah er weg, hörte trotzdem immer wieder Knochen knacken und Vampire ihren letzten Schrei ausstoßen. Als er sich nach eine Weile wieder umdrehte, weil er keine Sterbensgeräusche mehr vernahm, erblickte er Toulon mit roten Augen mittendrin.Seine Schnauze war rot gefärbt von dem ganzen Blut und aus seinem Fell tropfte auch Blut. Obwohl man vermuten könnte, dass es sein eigenes war, wusste Sora, dass es das Blut der Vampire war. Der ganze Boden und die Bäume und Gebüsche ringsherum waren ebenfalls rot und Sora vermutete, dass Toulon das erste mal die Vampire auf eine natürliche Weise gefressen hatte. Es war gut für die Vampire, da sie so einen schnellen Tod erlitten hatten, doch andererseits war es genauso abscheulich wie die andere Art seines Fressens. Sein Blick richtete sich wieder auf Toulon, als sich dieser bewegte.
Er stand mit dem Hinterteil zu ihm gerichtet, doch dann hatte er den Kopf leicht schräg gestellt um nach hinten zu sehen. Wieder lief ein Schauer über Sora´s Rücken, als er bemerkte, dass Toulon mit roten gefährlichen Augen ihn ansah und ihm dabei Blut vermischt mit Geifer aus dem Maul tropfte, obwohl er es geschlossen hatte.
Toulon fing an zu knurren und hatte seinen Blick immer noch auf Sora gerichtet.Sora stutzte. Hatte er jetzt schon vor ihn ebenfalls abzuschlachten?
'Toulon! Ich bin's, Sora!', rief er mit einem freundlichen Ton.
Toulon rührte sich nicht und verharrte in der Position. Anscheinend kämpfte er mit sich innerlich. Sora wusste, dass diese roten Augen bedeuteten, dass er seinen Verstand verloren hatte und nicht zwischen Freund und Feind unterscheiden konnte, doch er hatte die Hoffnung, dass dieser Zustand nur vorübergehend war. Seine Hoffnung schien sich zu erfüllen, denn nach einer Weile ging das rote Schimmern seiner Augen wieder in ein goldenes über und erleichtert atmete Sora einmal heftig aus.
'Du hast mir vielleicht Angst gemacht!', sagte Sora und schüttelte den Kopf, dann sah er wieder Toulon an, der ihn mit einer niedergeschlagenen Miene ansah.
Sora schaffte es, Toulon dazu zu bringen wieder in Richtung der Höhle zu gehen und als sie ankamen, wurden sie forschend von jedem einzelnen Werwolf angesehen, doch wenn Toulon ihnen einen Blick zuwarf, schüttelte es sie einmal kurz vor Angst und sie unterwarfen sich sofort. Sie wussten wer ihr König war und vor jedem einzelnen Zupfen Fell hatten sie Angst. Sie spürten seine Macht und obwohl er sie vor ihnen verbarg, erdrückte es sie dennoch.Sora gab einen seufzenden Ton von sich. ´ Nami wo bist du bloß?! ´

Als ich aufwachte, befand ich mich immer noch im Efeu und kleine Tiere beobachteten mich von ihren Bäumen aus. Jetzt fiel mir wieder ein, dass mir die Flucht geglückt war und voller Motivation sprang ich förmlich auf und lief weiter.
Es war mir egal, wo mich mein Weg hinführte, meine einzige Bedingung war, dass ich frei sein sollte. Ich wanderte den ganzen Tag ziellos umher, doch der Wald endete nicht, er war unvorstellbar groß, schien es mir. Doch im Folge des Tages bemerkte ich, dass ich ein Problem bekam. Ich konnte mich zwar von den Beeren ernähren, doch ich würde sehr schnell abmagern, doch jagen konnte ich nicht, da Toulon das immer gemacht hatte.
´ Toulon... ´
Ohne ihn war ich es nicht mehr gewohnt in freier Natur zu überleben und hatte somit ein echtes Problem, doch ich würde schon irgendwie überleben. Ich würde alles auf mich zukommen lassen und Verhungern konnte ich nicht. Mein Wille zu überleben, da ich nun frei war, war zu stark um meinen Körper erschlaffen zu lassen. Bald schon kam ich an einen Fluss an und trank einen Schluck. Während ich trank, bemerkte ich ein Rehkitz, dass seine Mutter verloren hatte und nun ebenfalls erschöpft seine Zunge in den Bach schnellen ließ. Ich erschuf einen Feuerball und wollte ich gerade auf das Rehkitz werfen, als dieses hochblickte und mich traurig ansah. Ich hielt inne und sah ihm genau in die Augen. Ich konnte all seine Gefühle praktisch mit ihm teilen, obwohl ich ihm nur in die Augen sah. Verzweiflung, Trauer, Hoffnungslosigkeit und unendliche düstere Stille.
Das Rehkitz hatte sich schon auf seinen Tod vorbereitet und allein das ich das wusste, machte mich fertig. Der Feuerball in meiner Hand löste sich in Luft auf und ich stand auf. Das Rehkitz rührte sich nicht von der Stelle und sah mir immer noch in die Augen.'Gib die Hoffnung nicht auf.', sagte ich und die Ohren des Rehkitzes stellten sich lauschend auf. 'Wenn du die Hoffnung verlierst und dich der Verzweiflung hingibst, wirst du auch sterben, doch wenn du es nicht tust, dann wirst du leben.', erklärte ich und lächelte leicht. Das Rehkitz schabte kurz mit der Hufe im Boden, doch es verharrte weiter an der Stelle. 'Nun lauf schon. Du wirst sie finden, wenn du daran glaubst.', sagte ich und das Rehkitz drehte sich um und lief davon.
Ich sprang über den Fluss und folgte den Spuren des Jungtieres.

Mehrere Tage folgte ich ihnen, doch dann erblickte ich noch eine zweite Spur, die der des Rehkitzes folgten. Es waren Bärenspuren und ich blickte ungläubig nach vorne.'Nein!', sagte ich leise und lief schneller den Spuren nach. Irgendwann änderten sich die Spuren. Sie waren weiter auseinander und ich wusste, dass das Rehkitz an der Stelle bemerkt hatte, dass etwas es verfolgte. Es hatte angefangen zu rennen. Auch der Bär hatte bemerkt, dass es schneller lief und da er seine Beute nicht fliehen lassen wollte, fing auch er an sich schneller fortzubewegen. Ich fing an zu rennen. Obwohl ich bald Seitenstiche hatte, wollte ich die Hoffnung nicht aufgeben die Beiden einzuholen und es retten zu können. Es wurde immer dunkler und wieder heller, dann konnte ich die Sonne am Horizont aufgehen sehen und das erste, was ich sah, dass die Sonne beschien, war ein Bär der sich über etwas gebeugt hatte. Ich hielt geschockt den Atem an.

Wütend, geschockt und hoffnungslos erschuf ich einen Feuerball und warf ihn auf den Bären. Dieser brüllte auf, als er in Flammen gehüllt wurde und rannte unter sichtlichen Schmerzen davon. Ein Lichtstrahl fiel nun durch die Baumkronen und erhellte genau den Punkt, wo das Rehkitz lag. Ich näherte mich langsam und ließ mich vor dem Rehkitz fallen. Es war sichtlich abgemagert und das Fell war von dem ganzen Blut, dass es verloren hatte rötlich gefärbt. Es hatte gewaltige Prankenhiebe abbekommen und die Krallen hatten sich bis zu den Organen durchgehauen. Es atmete heftig und schnell.
Seine Augen sahen stur nach vorne, als würde es erwarten, dass gleich seine Mutter durch das Gebüsch auf es zugelaufen kommen würde. Natürlich wusste es genauso gut wie ich, dass das nicht passieren würde.
Ich strich mit meiner zitternden Hand über seinen Hals und spürte den schnell pochenden Puls unter meiner Hand, doch dann wurde er langsamer und als ich meine Hand auf seine Brust legte, spürte ich, wie das Schlagen des Herzens erst langsamer wurde, dann immer schwacher. 'Warum?!', sagte ich ins Nichts.
'Es hatte Hoffnung, es hat gekämpft!', meine Augen wurden feucht.
'Warum musste das passieren?! Warum?!', schrie ich und Tränen strömten mir mittlerweile über das Gesicht. Ich sah dem Rehkitz in die Augen und bemerkte den letzten hoffnungslosen Schlag des Herzes unter meiner Hand und während ich es dabei in die Augen sah, konnte ich mit ansehen, wie seine Augen ihre Lebendigkeit und ihren Schimmer verloren und ins Nichts starrten, als würde es in eine andere Welt blicken.
Mein Kiefer zitterte und ich formte das Wort 'Warum?!' mit meinen Lippen, dann schloss ich die Augen und weinte die ganze Trauer aus mich heraus.
Plötzlich spürte ich einen schwachen Schlag unter meiner Hand, doch ich wusste, dass es nur Einbildung war, da ich wollte, dass es lebte.
- Bubumm...-
- Bubumm...bubumm-
Ich öffnete meine Augen verwirrt und sah das Rehkitz an.
Plötzlich konnte ich erkenne, wie die Lebendigkeit in die Augen zurückkehrte, dann blinzelte es einmal. Dann wieder und wieder.
Ich konnte beobachten, wie sich die tiefen Wunden verschlossen und zu Narben verheilten. Erstaunt beobachtete ich alles gespannt bis zu dem Moment, wo es sich aufrappelte und vor mir stand. Gesund und munter.
Ich saß immer noch auf den Knien auf dem Boden und nun sah es mich auf gleicher Höhe an, während es vor mir stand. Die Augen des Rehkitzes zeigten Dankbarkeit und dann stupste es mich kurz mit seiner Nase an bevor es wieder im Dickicht verschwand.
Ich verharrte weiter kniend auf den Boden und sah dem Rehkitz hinter her.
Dann änderte sich mein Gesichtsausdruck von verwirrt und erstaunt zu einem Lächeln und dann fing ich an zu lachen vor Freude. Ich sah auf meine Hände.
Ich hatte es geschafft etwas Totes wieder lebendig zu machen und das nur mit Hilfe meiner Heilkraft und meinem Willen. Ich stand auf und wischte mir die Tränen unter den Augen und auf den Wangen weg. 'Es gibt keinen Grund zu weinen!', sagte ich zu mir selbst und lächelte.
Plötzlich erschien eine Tür vor mir und ich blinzelte überrascht.
Neugierig schlich ich näher heran und öffnete die Tür um im nächsten Moment in Verteidigungsstellung nach hinten auszuweichen, doch nichts passierte.
Hinter Tür konnte man nur weißes Licht erkennen, doch da ich hier momentan sowieso nichts zu verlieren hatte, wagte ich mich durch die Tür und befand mich dann inmitten des Lichtes, doch dann verschwand das Licht und ich befand mich plötzlich auf einem Sportplatz.

Ich erkannte den Ort sofort wieder und wusste, dass ich auf dem Sportplatz gelandet war, wo ich damals in die andere Welt übergegangen bin.
Einen kleinen Moment später liefen Leute an mir vorbei, drehten sich dann jedoch im nächsten Moment verwirrt um. Ein Junge der etwas über 17 Jahre alt sein zu schien trat einen Schritt auf mich zu und ich sah ihn misstrauisch an. Der Junge streckte die Hand nach ihr aus und berührte sie dann an der Schulter. 'Was soll das?', fragte ich gereizt und sah ihn mit einem bösen Blick an. 'Man ist die ein Freak oder so?! Die hat ja rote Augen!', sagte ein Junge hinter dem Jungen vor mir und trat neben den Jungen vor mir. 'Alter, lass das lieber!', schlug der Junge der gerade vorgetreten war vor, doch der Junge der mich berührte, schüttelte den Kopf.
'Seiko man! Du weißt nicht wer sie ist und die scheint ein totaler Freak zu sein!', sagte der eine Junge und ich kniff meine Augen zusammen und besah mir meinen Bruder. Er war älter geworden, somit größer und hatte eine männlichere Figur bekommen. 'Seiko.', sagte ich und ließ mir den Namen auf der Zunge zergehen.
'Die ist mir unheimlich Alter! Lass uns gehen!', sagte der Junge und ich sah ihn böse an. Dieser verstummte sofort und ich sah wieder meinen Bruder an.
Er sah mich interessiert an. Vielleicht ahnte er, dass ich seine Schwester war.
Der Junge der eben noch neben ihm war, rannte fort und redete mit dem Sportlehrer.
'In welcher Klasse bist du jetzt Seiko?', fragte ich Ihn und sah ihm in die Augen, die mich forschend ansahen. 'In der 11 bist du jetzt oder?', fragte ich und nun sah er mich verwirrt und misstrauisch an. 'Woher weißt du das?', fragte er mich und wich einen Schritt zurück. 'Ich bin's, Nami!', enthüllte ich die Wahrheit und geschockt sah er mich an. 'Was ist passiert? Warum hast du diese Augen und schwarze Haare?', fragte er mich verwirrt und überrumpelt.
'Ich war in einer anderen Welt und ich habe mich dort verändert.', sagte ich bloß und er sah mich immer noch misstrauisch an.
'Inwiefern verändert?', fragte er mich und ich ritzte mir im nächsten Moment mit dem Fingernagel in den Arm. Eine Wunde entstand und sie fing an zu bluten, im nächsten Moment hielt ich meine Hand drüber und als ich sie wieder wegnahm, war keine Wunde zu sehen. Ich wischte das Blut weg, um ihn noch deutlicher zu zeigen, dass dort keine Narbe mehr war. 'Du kannst heilen?', fragte er mich und sah mir erstaunt in die Augen. Ich nickte. 'Ich kann auch noch anderes.', sagte ich und hielt meine offene Handfläche nach oben. Kurz darauf erschien erst ein Licht, dann eine kleine Kugel, die immer größer wurde um schließlich ein orangenes Feuer darzustellen.
Dann konzentrierte ich mich und versuchte mit Erinnerungen meine Energie wallen zu lassen und das Feuer rotierte schneller um sich und färbte sich rot.
'Mein Gott!', stieß Seiko aus und sah mich an, als wäre ich ein Gott oder ein Monster. Ich hielt das Feuer mehr in seine Richtung, doch plötzlich fuhr ein stechender Schmerz durch meine Hand und das Feuer verschwand auf der Stelle ins Nichts und ein Loch war in meiner Hand. Blut strömte heraus und ich sah wütend auf meine Hand.
Dann sah ich nach rechts und sah dort einen Polizeiwagen stehen. Irgend jemand hatte die Polizei verständigt und diese hatte gerade eben auf mich geschossen.
Seiko hatte sich erschrocken und starrte auf meine Hand, die sich gerade wieder verschloss. 'Die Schweine haben mir in die Hand geschossen!', rief ich wütend und meine Augen waren geweitet. Seiko war verängstigt, ich spürte es, doch es interessierte mich nicht im geringsten. 'Wahrscheinlich haben sie gedacht, du würdest mich mit dem Feuer bedrohen.', versuchte er mich zu beruhigen, doch ich wollte nur Rache.
Ich erschuf wieder einen Feuerball, doch sobald er erschien, wurde ich schon wieder angeschossen. Diesesmal ins Bein. 'Was ist mit denen?! Warum wollen die mich umbringen?!', schrie ich noch wütender und schoss einen Feuerball ab, doch da ich in dem Moment schon wieder ins andere Bein getroffen wurde, stieß der Feuerball in den Himmel, da ich auf die Knie fiel. Seiko bemerkte ich nur aus den Augenwinkeln. Er stand wie erstarrt hinter mir und sah mich mit verschreckten Augen an.
Ich erschuf wieder einen Feuerball, doch sobald er erschien wurde ich schon wieder angeschossen und er verschwand ins Nichts.
Ich hätte es locker mit ihnen aufnehmen können, wenn sie mich nicht völlig überrascht hätten und ich nicht so ausgehungert wäre.
Plötzlich erstand ein silbernes Loch im Himmel und ein Mann tauchte schwebend auf.Er hatte große schwarze Flügel, lange Vampirzähne sowie Krallen und ein Schwert an seiner Seite. Als ich die weiß-schwarzen Haare sah, wusste ich sofort, um wen es sich handelte. Ich sah, wie sein blau-silbernes Auge und das braun-silberne Auge die Situation musterten und als er mich verletzt auf dem Boden sah, schwebte er zu mir runter und sah meinen Bruder erst an, der vor Angst und Schrecken zurück wich.
'Wie war dein kleiner Ausflug Nami?', fragte Neshiro mich und ich lächelte gequält.Dann sah er nach vorne zur Polizei, hob seine Hand und deutete auf sie. Ich konnte beobachten, wie sich sein rechtes Auge rot verfärbte und das linke weiß.
Plötzlich hoben die Polizisten die Waffen an ihre Schläfen und schossen.
Seiko fiel nach hinten und landete auf seinem Hinterteil.
'Was läuft hier eigentlich für eine krumme Scheiße?!', sagte er vollkommen verstört. Neshiro wandte sich zu ihm um. 'Nicht! Er ist mein Bruder!', rief ich erschöpft und Neshiro musterte meinen Bruder. 'Ich werde deine Schwester wieder mitnehmen. Sie gehört nicht in diese Welt.', erklärte er und Seiko lächelte grimmig.
'Ja so sieht sie auch nicht aus!', beleidigte er mich und ich war schockiert von meinem Bruder. Meine Wunden waren immer noch am heilen, daher konnte ich mich nicht bewegen. Ich hörte einen Schmerzensschrei und kurz danach wurde ich hochgehoben. Ich befand mich in Neshiro´s Armen und sah auf Seiko hinab.
Neshiro hatte ihm mit seinem Schwert durch die Hand gestochen, doch Mitleid empfand ich nicht mit meinem Bruder. Ich realisierte schnell, dass ich nicht mehr in diese Welt gehörte und ebenso auch keine Familie und Freunde mehr hier hatte und somit band mich nichts mehr an diese Welt in der ich einst aufgewachsen war.

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Sooo ich schreibe heute direkt auch noch weiter und der nächste Teil wird auf jeden fall am 5.09 hochgeladen sein x)

Wie immer: Kommis, Bewertungen &nd Kritiken = ♥







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