Sequenz einer Liebesgeschichte

Autor: adamina
veröffentlicht am: 10.01.2009




Kommis würden mich echt freuen, anregungen und ideen übrigends auch^^

Er rollte erschöpft von ihr herunter. Er stöhnte matt 'Das war gut.' Und kramte eine Zigarette heraus, um sie sich sofort anzuzünden. Es war dunkel in diesem muffigen kleinen Raum über der Bar die vorher besucht hatte. Es roch nach Schweiß, Rauch und nach dieser Frau. Ihr Name war Trixi, sie war etwa 45 Jahre alt, sah jedoch nach deutlich mehr aus. Sie beugte sich lächelnd über ihn. 'Du warst so stürmisch...wann hattest du eigentlich dein Letztes Mal?' Er versteifte sich auf einmal, nur leider nicht so wie es ihr gerade gefallen hätte, sondern vor Wut. 'Scheiße! Das geht dich einen Dreck an!' Seine schlechte Laune und seine Wut verwirrten sie, hatte sie etwas falsch gemacht?! Er rollte sich wütend aus dem Bett und zog sich wüst schimpfend an. Er fluchte ständig und wiederholte ständig 'Du hättest nicht fragen sollen!' Sie wurde ebenfalls wütend, er hatte kein Recht so mit ihr umzugehen! 'Sie muss ja übel gewesen sein, das du auf keinen Fall daran erinnert werden willst!' Er packte sie bei den Schultern drückte sie aufs Bett, und sah so tief in die Augen das seine Nase fast die ihre berührte. 'Sag so etwas nie wieder hörst du, rede nie wieder von ihr! Das darfst du nicht!' Er schüttelte sie grob. 'Sprich nie wieder von ihr! Nie wieder!' schrie er. Dann rannte er hinaus. Eins war für Trixi klar, nie wieder ein Geschäft mit einem Irren, er hatte sie ja nicht einmal bezahlt!
Nathan lief durch die Stadt, die Hände in den Hosentaschen und mit hochgeklappten Kragen, es war dunkel und kalt. Wieso war diese kleine Hure nur so dumm? Warum musste sie seine Wunden aufreißen? Er wollte sich nicht an Anna erinnern, verdammt! Warum musste es jeder an seiner Stelle tun?
Er trat in eine Dose die am Boden lag. Es stimmt, er war seit Anna mit keiner Frau zusammen gewesen, er hatte es nicht übers Herz gebracht. Nun, ein Jahr später hatte er sich selbst gezwungen Trixi aufzusuchen, alles was danach kam war ziemlich einfach gewesen. Nach einem Jahr Abstinenz war es nicht schwer gewesen. Doch jetzt fühlte er sich wie der letzte Dreck. Er war müde, er wollte nur noch nach hause, seine zwei Zimmer Wohnung, in der niemand wartete. Er schloss erschöpft die Augen, er wollte dass es bald vorbei war. Schneller als ohnehin schon.
Zuhause angekommen, zog er seinen Mantel aus und drückte auf den blinkenden Knopf seines Anrufbeantworters. 'Nathan, wo zur Hölle warst du heute?! Dein Arzttermin war schon vor Stunden! Wie willst du überhaupt Fortschritte machen wenn du nicht mehr auftauchst? So kann es nicht weitergehen, schaufele dir doch dein eigenes Grab, ich werde dabei nicht helfen! Morgen werde ich höchstpersönlich vorbeikommen und dich an deinen Ohren zum Arzt schleppen junger Mann!...' er schaltete auf die nächste Nachricht, er hatte seine Mutter in diesem Jahr schon zu oft um sein Leben bangen hören. Er konnte es nicht mehr ertragen. 'Hallo? Hey Nathan. Ich hoffe ich bin richtig, ich bin's ,Anna...' Nathan hielt in seiner Bewegung inne. 'ich wollte dich wirklich nicht stören. Und eigentlich ist der Grund weshalb ich anrufe echt dumm. Du wirst wahrscheinlich sowieso nicht antworten... Ich bin letzte Nacht auf dem Sofa eingeschlafen, und ... na ja ich habe von dir geträumt, es war nur so furchtbar real. Ich habe geträumt du hättest Schmerzen und Jemand müsse dir helfen. Du nimmst das vielleicht nicht ernst oder glaubst ich rufe eigentlich aus anderen Gründen an, aber bitte sag mir nur ob es dir gut geht... mehr brauche ich nicht zu wissen... Danke... Bye.' Nathan starrte den Anrufbeantworter an, sie hatte sich nicht verändert, sie machte sich immer noch viel zu viele Sorgen um alles und jeden. Aber sie hatte ihn angerufen... sollte er vielleicht...? Nein! Er durfte es nicht! Er konnte es nicht! Was sollte er ihr denn sagen? Nach einem Jahr? Er konnte es nicht...







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