Sie sah mich an...

Autor: Caro (2)
veröffentlicht am: 01.05.2005




...'meine Mutter, sie, sie hat nur noch 7 Jahre Zeit zu Leben. Es müssen nicht 7 sein, auch morgen kann sie schon...'
Ich spürte, was sie fühlte und ich spürte, dass sie jetzt nie wieder glücklich werden wollte.Ich nahm sie in den Arm und sagte ihr: 'Es kann heute sein, es kann morgen sein, aber es hätte genauso gut auch gestern sein können. Meinst du, es wäre dann für sie schön gewesen, wenn sie geht und weiß, dass du nie wieder glücklich würdest?'
'Aber... ich werde nie wieder glücklich sein können.'
'Und, wenn du es für deine Mutter tust?'
'Ich... ich kann nicht.'
'DU willst nicht, oder?'
'Stimmt, hast recht!'

Sie lächelte.
Sie weinte.
Sie war nicht glücklich.

'Ich möchte, dass du weinst, wenn du lachen willst. Ich möchte, dass du lachst, wenn du weinen willst. Denn dann kannst du glücklich sein, obwohl du traurig bist.'

Es war der Tag gekommen, an dem ihre Mutter starb. Es war ein grauer Nebeltag, ihr Vater sah sie an.

Sofort rannte sie zu mir: 'Soll ich jetzt glücklich sein?'

Ich antwortete: 'Nein, denn jetzt möchtest du glücklich sein.'

Sie war jeden Tag glücklich, sie war glücklich, als ihre Mutter traurig war. Als ihre Mutter traurig war, da wurde sie durch ihre Tochter glücklich.<bR>
Das letzte, was ihr Mutter zu ihr sagte war:
'Gott hat dir deine Augen zum Weinen gegeben, aber er hat dir sogleich zwei Dinge gebeben um das zu verhindern: Deinen Verstand und deinen Mund zum lächeln.'


'Als ich erfuhr, dass die Mutter einer sehr guten Freundin von mir Krebs hatte, da wurde mir klar, dass das Schicksal einen in der Hand hat und das du immer davon betroffen werden kannst.

Die Ärzte sagen, es sind maximal sieben Jahre, sieben Jahre noch zu Leben.
Wenn ich sie sehe, dann strahlt sie trotzdem, wenn ich sie sehe, dann lacht sie mich trotzdem an.
Wir kennen uns mittlerweile 2.Jahre.

Nächste Woche ist die OP, ich werde auf jeden Fall mit ihr gehen, weil ich sie nicht im Stich lassen werde.

Ich weiß nicht, ob es bei so einer Krankheit Hoffnung gibt, aber ich hoffe es. Ich hoffe, dass ihre Mutter die Chance hat zu überleben und ich hoffe, dass sie eine Chance auf ein glückliches Leben hat.

Ich hab dich ganz doll lieb mein Schatz.'









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