Sag, was du fühlst Teil 4

Autor: ***BlackHope***
veröffentlicht am: 07.11.2008




Der große runde Esstisch war festlich gedeckt, wie es sich für die Tafel einer gefeierten Innenarchitektin gehörte, aber zu essen gab es nur Spaghetti mit Fertigsauce. Mrs. Coulter lächelte Marc entschuldigend an. 'In der Küche bin ich eine Niete', sagte sie freimütig. 'Morgen kommt Lina, unsere Hauswirtschaftlerin wieder, und kocht auf für uns. Verhungern wirst du hier also nicht. Tut mir Leid, dass dieses Wochenende etwas karger, war aber auch eine Perle wie Lina muss ja mal Urlaub haben.'
Mr. Coulter verteilte mit einer silbernen Nudelzange die Spaghetti auf den Tellern. 'Und, wie gefällt es dir bis jetzt, Mark?' fragte er. 'Du hast ja schon einen etwas besseren Eindruck von unserem hübschen Cortez bekommen, nicht?' Marc zögerte einen Moment, dann sagte er: 'Sorry?'
'Na ja, wo dir Cecillia doch heute die Stadt gezeigt hat', meinte Mr. Coulter mit einem vielsagenden Blick auf seine Tochter, die mit gesenktem Kopf dasaß. 'Ich hoffe, ihr hattet viel Spaß.'
'Oh, ach so, äh, ja', murmelte Marc und griff dann schnell nach der Saucenschale, um sie am Tisch herumzureichen. 'Ja, es war sehr nett. Hier, darf ich ihnen Sauce auftun, Mrs. Coulter?'Mrs. Coulter strahlte, und ihre blauen Augen unter dem platinblond gefärbten, modisch gefönten Pony blitzten. 'Ach wie aufmerksam von dir, Marc. Wir hätten uns wirklcih keinen netteren Gast wünschen können. Aber willst du nicht übrigens dieses steife Mr. und Mrs. weglassen? Wir sind doch jetzt eine Familie! Also, nenn uns Jessica und Robert, ja?' Sie hob ihr Glas. 'Darauf lasst uns anstoßen! Eine Familie!'
'Ja, klar, schlimmer als die Addams Family', murmelte Cecillia.
Mr. Coulter sah sie scharf an. 'Was hast du gesagt, junge Dame?'
Cecillia verzog den Mund zu einer Grimasse, die man mit viel gutem Willen als ein Lächeln deuten konnte. 'Nichts, schon gut.Lasst uns endlich anstoßen.'


Cecillias Tagebucheintrag:
Sonntag, 29. August, abends
Entweder hat Marc wirklich nicht kapiert, was beim Abendbrot vor sich ging, oder er hat mich schon wieder gerettet. Dad musste natürlich gleich fragen, ob ihm denn unser Ausflug in die Stadt gefallen hat, aber Marc hat sich mehr oder weniger um die Antwort herumgedrückt und nur irgendwas von 'very nice' gemurmelt.
Na ja, ich hoffe mal, dass er die Frage gar nicht verstanden hat, sonst kommt er nacher noch auf die Idee, den Ausflug sozusagen 'nachzufordern'. Aber ab Morgen werd ich ihn ja sowieso kaum noch sehen.Umso besser, würd ich mal sagen. Ich bin ihn los und hab meine Ruhe, und er kann sich von den Tussis umschwärmen lassen. Schon hat alles wieder seine Ordnung.
Ich wünschte bloß, ich müsste morgen in der Schule nicht dabei sein, wenn er sich anbaggern lässt.


Marcs Mail vom Sonntagabend, 29. August:
Hallo Alter!
Also dieser Sonntag kann meinetwegen aus dem Kalender gestrichen werden. Dabei fing alles ganz easy an. Nach dem Brunch, wie sie das hier nennen, wenn alle zu lange geschlafen haben und die Köchin im Urlaub ist, so dass das Mittagessen ausfallen muss, also nach diesem Frühstück umd halb elf (!!!!) war ich noch guter Dinge.
Ich hbe mich mit dem Computer beschäftigt, Software installiert, bin im Internet rumgesurft und habe darauf gewartet, das Cecillia vielleicht etwas von der Gegend hier zeigt. Hätte ja sein können, das wir rein zufällig wieder diese Mädels getroffen hätten..=)
Ich möchte zu gern wissen, worum es da am Sonnabend ging! Aus der Oberlehrerin Cecillia ist ja kein Wort herrauszubekommen. Sie ist irgendwie komisch, dabei habe ich mir sogar vorgenommen, sie zu fragen, ob wir ein Eis essen gehen wollen. Ich hätte sie sogar eingeladen, und das soll schon was heißen, aber sie hat es vorgezogen zu verwinden.Wahrscheinlich hat ihr Zimmer einen zweiten Ausgang, und sie hat sich in der Stadt mit ihren Freundinnen getroffen und mich hier einfach hängen lassen. Jedefalls als ich an ihr Zimmer geklopft habe, war sie nicht da. Damit begann der langweilie Teil des Tages.
Der Höhepunkte kam dann am Abend'
Robert, also Mr. Coulter, hat beim Abendbrot gefragt, wie mir denn die Stadt gefällt. Du hättest Cecillia sehen sollen. Sie wäre fast in ihren Nudelteller gefallen. Wahrscheinlich hat sie ihrem Dad erzählt, dass sie mir die Stadt zeigt.
Ich habe nur was vor mich hingemurmelt, 'very nice' und so. Ich wollte Cecillia nicht bloßstellen, aber gemein finde ich es trotzdem, wie sie mich behandelt, und so gesehen war das 'very nice' eher an Cecillia gerichtet.
Na, sie hat mir wenigstens einen dankbaren Blick zugeworfen. Immerhin schon mal ein Anfang. Ich brauche jemanden, mit dem ich reden kann. Mein Computer hört mir zwar geduldig zu, hat aber bisher noch kein Wort gesagt =) (und das ist auch gut so).
Ich geh jetzt schlafen und bin gespannt auf die Schule morgen.
Machs gut, Toby, bis demnächst aus diesem Theater.
Marc


3. Kapitel

'Ha, da ist er ja!' Tonja warf ihr Haar in den Nacken und schaute Anne und Danielle mit blitzenden Augen an.'Wetten, dass ich den deutschen Wunderknaben in drei Minuten hier bei uns habe?'
'Das schaffst du auch in dreißig Sekunden', erwiderte Danielle gleichmütig. 'So wie´s aussieht, steht er da ziemlich allein in der Ecke rum und kommt sich etwas verloren vor.''Na ja, wahrscheinlich hat er auch schon herrausgefunden, dass es sich nicht gut macht, sich an Cecillias Seite blicken zu lassen. Aber er braucht ja nicht darunter zu leiden, dass er ausgerechnet im Haus der dümmsten Trine der Stadt gelandet ist. Also gut, Mädels, ich schlepp ihn jetzt für uns ab. Ist mein Make-up okay?'
Anne, wie immer ganz in edlem Schwarz, rollte die Augen hinter der Hornbrille. 'Pass lieber auf, dass Finn dich nicht sieht. Er ist wahrscheinlich nicht begeistert davon, wenn gleich am ersten Tag auf den Neuen zusteuerts, zumal der ja auch wirklich...', sie seufzte hingerissen, '...anbetungswürdig aussieht. Und dieser süße Akzent...Hach, da könnte man glatt...''Zu spät, Tonja hat ihn bereits für sich makiert', kommentierte Danielle trocken, als die blonde Miss Cortez abdampfte, ohne darauf zu warten,ob Anne ihren Satz beendet hatte. 'Hier, nimm einen Keks und genieß das Schauspiel', fuhr sie fort und hielt Anne die Packung Schokoladenkekse hin. 'Dahinten steht übrigens Finn, das dürfte interessant werden.'Danielle zupfte ihren mintfarbenen Stretchnicki-Anzug zurecht und ließ sich auf einer der Bänke nieder, wobei sie demonstrativ die Ellbogen auf die Oberschenkel stützte und das Kinn auf einer Hand. Die andere brauchte sie schließlich für die Schokokekse.
Abwesend griff Anne in die Packung und beobachtete fasziniert, wie Tonja den Schulhof überquerte. Nicht nur Finns, sondern die Blicke etlicher Jungs folgten ihr, was sichtlich auch daran lag, dass ihre knallengen Hüftjeans und das tief ausgeschnittene Top mehr zeigten als verbargen.
Selbst der neue Austauschschüler bekam große Augen, als die Schönheitskönigin der Stadt auf ihn zuschwebte, und tatsächlich waren die beiden sofort in ein offenbar intensives Gespräch vertieft. Vielleicht entstand der Eindruck aber auch nur deshalb, weil Tonja Marc immer wieder die Hand auf den Arm legte und perlend lachte.
'Na, den kann ich mir wohl abhaken', seufzte Anne.
'So schnell würde ich nicht aufgeben', meinte Danielle kauend. 'Hast du im Unterricht nicht aufgepasst? Ein gutes Theaterstück hat immer drei Akte. Vorhang auf für den zweiten: Auftritt Finn. Bin mal gespannt, ob es eine Komödie oder Tragödie wird.'
Tatsächlich näherte sich jetzt Finn, Tonjas Dauerfreund, von der anderen Ecke des Schulhofs. Der blonde blauäugige Junge, der der Schwarm aller Mädchen an der Cortez High hätte sein können, wenn irgendein Mädchen sich getraut hätte, Tonjas Eigentum anzuschwäremen, kam betont lässig heran, blickte aber finster drein.
'Au weia, da braucht sich was zusammen', hauchte Anne.
'Sag ich doch, spannender als ,Alias´', sagte Danielle.
Tonja hatte sich jetzt bei Marc untergehakt und schlenderte mit ihm im Schlepptau - denn genau so sah es aus, als zöge sie ihn halb hinter sich her - zu Anne und Danielle zurück. Dabei musste sie zwangsläufig Finns Weg kreuzen.
Als die drei zusammentrafen, blieben sie wie auf Komando stehen.
Anne hielt den Atem an, während Danielle ungerührt nach dem nächsten Keks griff.Finn sagte etwas zu Tonja, die jedoch nur die Achsel zuckte und Marc weiterzog. Der drehte sich noch einmal zu Finn um, der mit geballten Fäusten stehen geblieben war, doch dann hatten sie Anne und Danielle erreicht, und Finn stapfte, sichtlich wütend, davon.'Hi', sagte Danielle und streckte Marc statt der Hand die Keksschachtel hin.
'Begrüßungskeks? Das hier ist Anne, ich bin Danielle. Tonja und Finn kennst du ja schon. Die beiden gehen seit Urzeigen miteinander.'
Anne hob überrascht die Augenbraun. Es kam selten vor, dass jemand so offensichtlich Tonjas Absichten durchkreuzte, aber wenn, dann war es immer Danielle. Seltsamerweise schien Tonja von ihr hinzunehmen, was sie bei keiner anderen geduldet hätte.
Auch jetzt warf sie Danielle nur einen missbilligen Blick zu, schüttelte dann aber lachend den Kopf. 'Na ja, aber verheiratet bin ich nicht mit ihm. Ich werden ja wohl noch mit Marc reden dürfen, ohne dass Finn sich gleich künstlich aufregt.'
Als Cecilla ein paar Minuten später den Pausenhof überquerte, sah sie Marc umringt vom Tussi-Trio lässig auf der Lehne einer Bank sitzen und Schokoladenkekse essen. Es war auch nicht schwer zu erraten, worüber sie sich unterhielten, denn ihr Name fiel innerhalb kürzester Zeit drei Mal.
Hastig senkte sie ihren Kopf und kehrte ins Gebäude zurück, um den Rest der Pause auf dem Mädchenklo zu verbringen.


Cecillias Tagebucheintrag:
Montag, 30. August, abends
Ich sollte Hellseherin werden, da könnte ich eine Menge Geld verdienen. Heute in der Pause hat sich Tonja Marc geschnappt, und Anne, Danielle und sie haben die ganze Zeit auf ihn eingeredet und dabei kräftig über mich hergezogen. Ich meine gehört zu haben, wie Tonja mich einmal sogar Ce-silly nannte. Wie ich sie hasse!
Na ja, aber Marc bin ich jetzt wenigstens los, er hat mcih seitdem gemieden wie die Pest-so wie alle anderen Jungs in der Klasse, die Angst haben, an Ansehen zu verlieren, wenn sie sich auch nur zufällig in meiner Nähe blicken lassen. Wenn jetzt Mom und Dad noch aufhören, mir damit in den Ohren zu liegen, das ich mich um ihn 'kümmern' soll, kann ich so tun als wäre er gar nicht da.
Kümmern, dass ich nicht lache! Um den 'kümmert' sich Tonja schon, und nicht zu knapp! Ich hoffe bloß, dass er nicht anfängt mir ihr zu gehen, und sie dann auch noch hierher schleppt. Mir wird ganz schlecht, wenn ich mir das vorstelle. Allein mit anzusehen, wie Tonja ihn die ganze Zeit antatschte! Und ihm schiens auch noch zu gefallen, gewehrt hat er sich jedenfalss nicht gerade. Wahrscheinlich kommt er sich noch toll dabei vor, am ersten Tag gleich die Schönheitskönigin von Cortez abzuschleppen. Ist ja auch viel besser als mit dem anerkannten Doofie der Schule gesehen zu werden, oder?
Jedenfalls bin ich nach der Schule direkt abgehauen-ich musste mir ja nicht noch anschauen, wie Tonja und Co. ihn gleich für den Nachmittag verplanen. Nach Hause gefunden hat er dann wohl alleine, denn zum Mittagessen war er pünktlich da, hat mich aber wie Luft behandelt. Schade eigentlich, dass Mom und Dad das nicht gesehen haben, dann würden sie merken, wie voll ihr schöner Plan daneben gegangen ist.
Ich hab jedenfalls Lina gesagt, dass mir schlecht ist und ich deswegen nicht zum Abendessen komme. Sie wirds den beiden schon irgendwie verklickern, ohne das Dad sich künstlich aufrget.
Komisch nur, dass Lina, die sonst ja eigenlich wohl den Durchblick hat, mich nur mit einem Zwinkern angeschaut und gesagt hat: 'Na, jetzt schon Liebeskummer, er ist doch erst drei Tage hier?'
Aber selbst sie kann sich ja wohl mal täuschen. Liebeskummer, so ein Quatsch! Lieber geh ich ins Kloster!


Marcs Mail vom Montagabend, 30. August:
Hallo Toby,
also den ersten Schultag an der Cortez High habe ich überstanden. Hatte ein ganz blödes Gefühl heute Vormittag. Ich kam mir vor wie ein Affe im Zoo, der zum ersten Mal dem zahlreichen Publikum gezeigt wird.
Die Mitschüler warn zwar alle sehr höflich, als ich mein Sprüchlein aufgesagt habe, woher ich komme und was ich mir so vorstelle von dem Austauschprogramm und so. Es hat auch niemand dazwischengemurmelt oder gekichert, aber trotzdem, ich wurde das Gefühl nicht los, wie ein Tanzbär vorgeführt zu werden.
In der Pause dann stand ich anfangs ganz schön blöd auf dem Schulhof herum. Meine Zeitschwester Cecillia hatte es vorgezogen zu verschwinden, und die anderen bildetetn kleine Grüppchen und beäugten mich.
Aber dann änderte sich alles schlagartig. Die blonde vom Sonnabend kam auf mich zu und begann sich mit mir zu unterhalten. Sie heißt übringens Tonja, hat eine Traumfigur und war supersexy angezogen.
Sie wollte wissen, wie ich mit Cecillia klar komme, und gab mir zu verstehen dass Cecillia nicht grade ein Blitzmerker ist. Sie sagte auch, dass sie selbst immer versuche,
freundschaftlich mit ihr umzugehen, aber Cecillia gar nicht an Freundschaften interessiert sei und so weiter.
Tonja hatte ganz selbstverständlich ihre Hand auf meinen Arm gelegt, und zusammen mit ihrem Outfit und ihrem Lächeln hat mich das ganz schön angemacht. Ich glaube, Tonja hat das auch gespürt, denn ihre Finger lagen nicht einfach nur still auf meiner Haut, sondern sie bewegten sich streichelnd hin und her.
Aber ehe ich diese Gefühl richtig fassen konnte, begann es auch schon wieder zu verschwinden, hinweggespühlt von einem Redeschwall ohne Punkt und Komma.
Ich glaube, sie hat drei Minuten ununterbrochen geredet, ohne einmal Luft zu holen. Dann hat sie mich einfach hinter sich her gezogen zu den Mädels, die ich schon am Sonnabend gesehen hatte. Dabei streichelte sie immer noch meinen Arm.
Dann stand plötzlich ein Junge vor uns, die Hände leicht zur Faust geballt. Ein strafender Blick, erst auf Tonjas Hand, dann zu Tonja, dann zu mir. Er heißt Finn und ist Tonjas Freund.Er hat wohl mitbekommen, dass Tonja mich gerade für den Nachmittag eingeladen hatte, um mir etwas von der Stadt zu zeigen, wie sie sagte. Dabei sah sie mich sowas von anzüglich an, dass es mir schon fast peinlich war, und auch ihre Hand auf meinem Arm fühle sich plötzlich nicht mehr so angenehm an.
Ich habe dann schnell gesagt, dass ich am Nachmittag mit meiner Freundin in Deutschland telefonieren muss und keine Zeit habe. Finn schien das etwas zu beruhigen, aber Tonja war davon kaum beeindruckt. Nach kurzer Unterbrechung fing sie wieder an zu plappern wie ein Wasserfall.
Gestern habe ich dir geschrieben, dass ich jemanden brauche, mit dem ich mich unterhalten kann. Dabei hatte ich aber daran gedacht, auch selbst mal zu sprechen! Mit Tonja scheint das unmöglich zu sein. Eine Kreuzung aus Tonja und meinem Computer wäre wahrscheinlich die richtige Mischung.=)
Die Einzige, die irgendwie natürlich ist (im wahrsten Sinne des Wortes) ist Danielle, also die Miss Piggy. Sie hat in aller Seelenruhe Kekse gefuttert, mir sogar einen Begrüßungskeks angeboten und immer mal wieder eine Bemerkung fallen lassen zu dem, was Tonja da von sich gegeben hat. Miss Piggy hat was, sie ist mir irgendwie sympathisch, und das nicht nur wegen der Kekse.=)
Den Weg nach Hause musste ich alleine finden, denn Frau Oberlehrerin Cecillia hat nicht auf mich gewartet. Ich werde aus ihr nicht schlau. In der Klasse ist sie die Außenseiterin, wenn ich das richtig mitbekommen habe, sie hat keine beste Freundin oder so. Na gut. Aber warum behandelt sich mich so abweisend?
Jedenfalls habe ich beim Mittagessen dann auch so getan, als wäre sie Luft für mich, obwohl mir das reichlich schwer gefallen ist. Zum Abendessen ist sie gar nich erst erschienen. Na, vielleicht ergibt sich morgen auf dem Schulweg eine Gelegenheit, mal mit ihr zu reden.Machs erst mal gut, Toby!
LG Marc


4. Kapitel

'Hast du gut geschlafen? Hast du dich schon eingelebt? Wenn dir irgendwas fehlt, musst du es uns gleich sagen, ja?' Mrs Coulter war schon beim Frühstück wieder zur Höchstform aufgelaufen, währden Marc immer wieder beteuerte, alles sein in bester Ordnung, und Cecilla nur dann etwas sagte, wenn ihre Mutter direkt das Wort an sie richtete, was diese nach kurzer Zeit offensichtlich entnervt aufgab.
'Cecillia ist ein kleiner Morgenmuffel.' Sie lächelte entschuldigend in Marcs Richtung. 'Ich bekomme um dieser Zeit nie ein Wort aus ihr heraus, vielleicht ahst du ja mehr Glück?''Ich muss noch was für die Schule fertig machen', sagte Cecillia hastig und schob ihren halb vollen Teller zurück.
Mrs. Coulter runzelte die Stirn. 'Ist das nicht ein bisschen spät?'
'Ist mir grade erst wieder eingefallen', murmelte Cecillia. Zu Marc sagte sie 'Warte besser nicht auf mich' und verschwand in Richtung ihres Zimmers, bevor irgendjemand noch etwas sagen konnte.
Mrs Coulter blickte Marc ratlos an: 'So ist sie immer', sagte sie seufzend. 'Wir kommen einfach nicht an sie ran. Ich hoffe du nimmst es nicht persönlich.'
Marc gab eine unbestimmte Bemerkung von sich, warf einen Blick auf seine Armbanduhr und stand ebenfalls auf. 'Ich sollte besser los', murmelte er und folgte Cecillia, von der jedoch schon nichts mehr zu sehen war.
Er holte seine Tasche und blickte sich immer wieder suchend um, doch als Cecillia nicht auftauchte, verließ er schließlich das Haus alleine.







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