Für Mädels (und Jungs) die bisschen verückt sind trotzdem romatisch sind Teil 1

Autor: *Unbekannt*
veröffentlicht am: 14.09.2008




'Ich find ihn toll, ich find ihn toll, ich find ihn so toll…' wiederholte sich Kyra zum zehnten Mal.
'Dann ruf ihn doch an!', sagte Mila.
'Nein! Spinnst du! Dann weiß er, dass ich ihn mag.'
'Und warum darf er das nicht wissen?'
'Dann verliert er das Interesse.'
'Das hat doch keinen Sinn. Warum sollte er das Interesse verlieren, wenn er weiß das du ihn gern hast?'
'Das ist so bei Männern!'
'Hast du das wieder in der 'Glamour' oder der 'Julie' gelesen? Das sind bloß Zeitschriften dir…'
'Das Leben ist so unfair', unterbrach Kyra, 'da treffe ich mal einen netten Mann und kriege kein nettes Wort raus, sondern quatsche nur über das geschäftliche! Und er ist auch noch Single!'
'Er ist dein Kunde! Er ist zu dir in die Firma gekommen, um eine Frau zu finden…Du bist die Geschäftsleiterin einer Dating Agentur und sollst deine Kunden untereinander verkuppeln und nicht dich selbst!'
'Aber er ist so toll!'
'Ja das glaub ich dir auch. Aber er ist nicht der Richtige für dich. Du hast immer selbst gesagt, welcher Mensch ist denn bitte so hirnverbrannt und so verzweifelt, dass er zu einer Dating Agentur geht? Willst du etwa einen hirnverbrannten- verzweifelten Mann?', fragte Mila und machte ein fragendes Gesicht.
'Das ist mir egal! Er ist einfach zu toll. Er ist mein Traummann und Gott hat unsere Wege zusammen geführt!'
'Ja klar, ausgerechnet Gott', entgegnete Mila, denn sie wusste das Kyra eine totale Atheistin war.
'Er kann französisch und er spielt seit 15 Jahren Tennis und ist seit einem Jahr solo. Er kann kochen und liebt es eine Frau zu verwöhnen. Von dem würde ich mich zu gerne mal verwohnen lassen!', Kyra schlug sich ein Kissen vors Gesicht.
Mila kicherte vor sich hin. Sie kannte schon die unartigen Gedanken von ihrer besten Freundin. Sie konnte sich genau ausmalen, was Kyra gerade dachte.
Ihr letztes Date war aber auch schon Monate her. Sie konnte sich nicht einmal mehr richtig an den Typen erinnern, mit dem sie ausgegangen war. Sie wusste nur, dass sie ihn nie mehr wieder sehen wollte, weil er die ganze Zeit geredet hatte. Wer hält es schon mit einem Typen aus, der die ganze zeit am quaken ist? Und unterbrochen hat er sie sogar auch ein paar Mal (wenn sie mal mit reden dran war).
'Seine Stimme... er ist so männlich… wenn du ihn gesehen hättest, du wärst dahingeschmolzen…'
'Ruf ihn an!'
'Nein! Was soll ich ihm denn sagen? Ich find dich so toll, bitte heirate mich?'
Mila lächelte. 'Das ist typisch für dich, immer gleich mit der Tür ins Haus. Wie wäre es erst mal mit einem Schritt? Du kannst ihm einfach sagen, dass du ihn noch ein Mal sprechen möchtest wegen der Einzelheiten.'
'Einzelheit, aha… klingt nicht schlecht. Erzähl weiter.'
'Du müsstest wissen auf welchen Typ Frau er steht und was er bevorzugen würde und was eher ablehne.'
'So kann ich auch raus finden wie ich bei ihm lande!'
Mila schüttelte innerlich den Kopf. Genau das war ihre Absicht, aber sie ließ ihre Freundin in dem Glauben, selbst auf die Idee gekommen zu sein.
'Mila, du bist einfach der Hammer! Ich muss jetzt los, meine Pause ist vorbei.' Kyra gab Mila noch einen Bussi auf die Wange und verschwand auch schon mit ihrem selbstbewussten und sicheren Gang. Mila hat es immer gewundert, wie sie auf solchen Schuhen so laufen konnte, ohne sich die Beine zu brechen. Mila trug auch hohe Schuhe klar, sie gehörten schließlich zum Leben jeder Frau, aber so damit laufen, das konnte sie nicht. Mit einem Tiefen Seufzer, stand auch sie vom Bett auf und bewegte sich aus dem Möbelhaus raus zurück zu ihrem Laden, wo sie wieder Frauen, die sich wie Heidi Klum höchstpersönlich vorkamen, bedienen durfte.







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