Der Ruf des Todes

Autor: Abril
veröffentlicht am: 05.09.2008




Hi, ihr Lieben. Wieder ein Versuch eine geniale Geschichte zu schreiben. Ich hoffe, sie gefällt euch. Naja, diesmal übe ich mich an einem Liebeskrimi. Ob das gut geht? =D. Nun wünsche ich euch trotzdem viel Spaß beim Lesen. Eure, Abril

Mehrere Jahre nach den skrupellosen Ritualmorden, denen mehrere unschuldige Menschen zum Opfer fielen, wurde verboten, von den schrecklichen Geschehnissen der vergangenen Jahre zu sprechen. Der Täter wurde damals nicht gefunden und so hält man ihn für tot. Doch nach geraumer Zeit beginnen die mysteriösen Serienmorde erneut. Die junge Staatsanwältin, Michele Collins rollt den Fall erneut auf und bringt neue Beweise vor. Doch dies geschieht gegen den Willen der Verwandten der Opfer. Nicht lange und sie selbst gerät in große Gefahr, denn der Täter hat ein neues Ziel im Visier. Um jeden Preis trachtet er nach ihrem Leben. Doch damit nicht genug. Selbst ihre Schützlinge und Zeugen beginnen, ihr mit Gewalt zu drohen, um sie an ihren Ermittlungen zu hindern, da sie der Wahrheit viel zu nahe kommt. So auch der junge Inspektor, Allen Stark, der Sohn vom damaligen Inspektor, der zu seiner Zeit bei den ersten Ermittlungen dabei war, scheint beim genaueren Hinsehen nicht der zu sein für den er sich ausgibt. Schon bald werden grauenvolle Geheimnisse von damaliger Zeit enthüllt. Für Michele führt kein Weg an den schrecklichen Intrigen und Missverständnissen vorbei. Was als mörderisches, verrücktes Spiel eines Psychopaten beginnt, stellt sich bald als eine von langem, geplante, mörderische Idee heraus...

Der Ruf des Todes

Es war ein regnerischer Herbsttag wie jeder andere dieser Woche in San Francisco. Doch die Bezeichnung 'Regen' war für die Abermillionen Tropfen, die herabprasselten, eigentlich eine bodenlose Untertreibung. Seit Tagen hing eine Wolkendecke über der Stadt, die es kaum möglich machte, zwischen Tag und Nacht zu unterscheiden. Ständig hörte man ein lautes Donnern und Krachen, dass man glauben könnte, dass jemand Gottes Zorn hervorgerufen habe und fast ununterbrochen blitzte es so gewaltig, dass es so schien, als würde jeden Augenblick der Himmel explodieren. Dabei half es auch nicht weiter, dass die Wetterprognose keine Veränderungen für das Wochenende ankündigte, obwohl die Kanalisation den Wassermassen kaum noch Herr war. In wilden Bächen stürzten die Fluten die Hügel der Stadt hinunter. Naturgemäß waren bei diesem Wetter und der damit verbundenen Finsternis nicht viele Menschen unterwegs. Kein Tourist versuchte die Schönheit von Fishermans Wharf zu genießen und selbst die Polizisten der Nachtschicht versteckten sich in ihren Polizeiwagen, um missmutig durch den Wasserfall auf ihre Windschutzscheiben zu starren.

Der nasse Augustregen prasselte gegen die Fenster der kleinen aber dennoch gemütlichen Wohnung. Michele Collins machte wie jeden Abend einen Rundgang durch ihren kleinen Wohnraum um zu sehen, ob alle Fenster und Türen sicher verriegelt waren. In letzter Zeit wurde das bei ihr zu einer Gewohnheit, wie sie feststellen musste. Ihre Eltern, die noch vor wenigen Tagen aus Oakland zu Besuch waren, hatten sie anscheinend mit ihrer übertriebenen Vorsicht angesteckt. Man kann nie vorsichtig genug sein, predigte ihre Mutter stets. Die bereits siebzigjährige Frau und ihr um zwei Jahre älterer Gatte waren beide pensionierte Polizisten. Und natürlich waren sie mit dem Gesetz gut vertraut, wie mit dem Verbrechen einer Großstadt. Allein das war damals schon ein triftiger Grund für die Eltern gewesen, die Zukunft ihrer Tochter als Polizistin zu planen. Doch die Eltern hatten nicht mit der Sturheit und dem Durchsetzungsvermögen ihrer Tochter gerechnet. Denn Michele hatte ihr eigenes Leben schon längst in ihre eigenen Hände genommen und im Widerspruch der Eltern verfolgte sie ihre eigenen Ziele. Somit ging sie auf das Cogswell College und danach in die Golden Gate University. Dort studierte sie das Rechtswesen und schloss vor kurzem mit einem Ausgezeichneten Examen ihr Studium ab. Und nun bekam sie in der erfolgreichsten Rechtsanwaltskanzlei Fisher & Co eine Stelle. Doch ihre Eltern waren damit noch lange nicht zufrieden. Sie bekam nicht einmal die Chance, sich zu beweisen. Egal wie sie es anstellte um nur einmal ein Lob ihres Vaters zu ernten, er blieb bei seiner Meinung, dass sie die Familienehre beschmutzt habe und er sich wünschte, sie wäre ein Sohn. Als Michele daran dachte, musste sie einen lauten Seufzer unterdrücken. Noch immer bohrten diese Worte ein Loch in ihr bereits verwundetes Herz. Nun betrat sie die kleine Küche. Sie öffnete einen kleinen Schrank und schloss ihn im nächsten Moment wieder. Das Quietschen, das davon ausging, unterbrach die Todesstille, die in der Wohnung herrschte. Michele musste fluchen. In was hatte sie sich da nur wieder reingeritten? Diese Wohnung war eine Bruchbude, im wahrsten Sinn des Wortes. Wo man nur hintrat quietschte der Parkettboden unter den Füßen und die meisten Schränke ließen sich nicht öffnen und falls doch, nur unter Gewaltanwendung und diesem nervenaufreibendem quietschenden Geräusch. Sie hatte diese Wohnung, wenn man das hier als Wohnung bezeichnen durfte, billig gemietet und das war das Resultat. Eine Bruchbude wie sie im Bilderbuche steht. Sie kam nicht mehr dazu, ihren Gedanken zu vervollständigen, denn in diesem Moment läutete es an der Haustür. Bevor sie die Tür einen Spaltbreit öffnete sah sie auf ihre Uhr. Es war viertel nach sieben und eigentlich für jeglichen Besuch zu spät.
'Wer ist da?', fragte sie wie betäubt, ohne auch nur einen Blick von der Verriegelung ihrer Tür zu riskieren. Es kam keine Antwort. Als Michele die Tür wieder schließen wollte, stellte jemand sein Bein quer dagegen. Abrupt riss sie die Tür weit auf und starrte in sein lächelndes Gesicht.
'Du?' In ihrer Stimme klang Wut mit. Sein Lächeln wurde intensiver. 'Seit wann bist du wieder hier?', fragte sie ihn ernst. Michele musterte ihn. Ihre grünen Smaragdaugen blitzten auf, als müsse sie sich schützen und ihn in die Schranken weisen, weil nur durc seine Anwesenheit ihre Gereiztheit stieg.
'Freust du dich nicht mich zu sehen?' Michele zuckte bei diesen Worten regelrecht zusammen. Hatte sie eben richtig gehört? Hatte er wirklich geglaubt, dass nach allem was er getan hatte, sie ihm um den Hals fallen würde? Einige Minuten vergingen, ohne dass ein einziges Wort gefallen war. Michele stand stumm vor ihm. Eine seiner braunen Locken hing ihm ins Gesicht. Er strich sie mit einer Handbewegung fort. Um seine Mundwinkel zuckte es verdächtig.
'Wenn ich ehrlich sein soll, Nein!', erklärte sie fest. Während sie auf seine Antwort wartete, vergingen einige Minuten. Michele wurde nervös. Sie hatte ihren Exmann längere Zeit nicht mehr gesehen. Wenn sie ehrlich wahr, seitdem sie erfahren hatte, dass er sie betrogen hatte. Und dies geschah genau an ihrem Hochzeitstag, der nach der Offenbarung ein Desaster war. Michele erinnerte sich noch lebhaft an den Tag, der schon am Morgen mit viel Stress und Chaos verbunden war. Damals konnte sie gar nicht fassen, dass sie bald mit dem berühmtesten Mann in ganz San Francisco verheiratet sein würde. Doch auch diese Freude hielt nicht lange an. Kurz nachdem sie seine Eltern wirklich kennen gelernt hatte und diese sie als Schlampe und Hure beschimpft hatten, war nichts mehr wie es früher war.









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