Schließe deine Augen Teil 1

Autor: =O) Anila(O=
veröffentlicht am: 11.07.2008




Hey Leute mein Pc hat bei einem Absturz meine andere Geschiechte gefressen, also hab ich gleich mit einer neuen andern angefangen. Hoffe sie gefällt euch^^.
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Schreiend wach ich auf. Es war wie immer der gleiche Albtraum, jede Nacht ist es derselbe und immer wache ich an der gleichen Stelle auf.
Und wie immer wache ich in völliger Dunkelheit auf, vor drei Jahren ist der Tag für mich zur Nacht geworden. Seit dem ist alles für mich gleich und alles ist anders.
Ich bin blind und das seit genau drei Jahren, vier Monaten und elf Tagen. Wieso ich das so genau weiß? An diesem Tag ist mein Bruder gestorben und meine Welt unter gegangen und ich konnte noch nicht mal was dafür.

'Maya nun pass endlich auf! so lernst du die Blindenschrift nie'
'und wenn ich die gar nicht lernen will?'
'Wir können auch die ganze Sache hier abbrechen und du bleibst immer ein vorsichtiges blindes Huhn.'
Voller Wut springe ich auf und Stoß mir gleich das Knie am Tisch an.
' Ich hasse dich, dich und deine Blindenschrift.' Wenn ich könnte würde ich jetzt weg rennen aber rennen hat sich für mich auch erledigt, ich muss warten bis Harry gegangen is und kann mich dann erst meiner Wut hingeben.

Der Unfall war das schrecklichste was ich je erlebt habe, der Tod meiner Großmutter und die Krankheit meiner Freundin waren zwar schlimm aber haben nicht solche Narben hinterlassen.Mein ältester Bruder, Nico und ich waren auf der Rückfahrt von einem Konzert, als auf der Autobahn ein Tanklaster vor uns explodiert ist.
Ich saß hinten mit zwei andern Freunden von ihm und wurde aus der Seitenscheibe
geschleudert, durch die Spliter hab ich mir die Augen Verletzungen zugezogen.
Durch das Feuer bei der Explosion sind mein Bruder und seine Freundin verbrannt.
Dieses Bild war das letzte was ich gesehen habe und es hat sich in mein Gehirn eingebrannt.

'Wieso ist Harry schon wieder früher gegangen?'
'weil er mich beleidigt hat und ich diesen ganzen Kram nicht brauche.'
'Maya du musst wieder zurück ins leben finden und dazu brauchst du die Blindenschrift.''NEIN NEIN NEIN, weißt du was ich brauche! Meinen Bruder und die vergangenen drei Jahre zurück'
Meine Mutter kommt auf mich zu und umarmt mich, schluchzend falle ich in ihre Arme.'Ich weiß mein schatz, aber ich kann dir das nicht zurückgeben und auch niemand sonst, ich vermisse Nico auch und wünsche mir auch jede Nacht die Zeit würde rückwärts gehen, aber das geschieht nicht und ich muss jeden Morgen neu Anfangen.'
'Mama, ich will das alles nicht, niemand hat mich gefragt ob ich das durch halte.'

Könnt ihr euch vorstellen wie es ist einen Bruder zu verlieren und sein Augenlicht und danach normal weiter zu machen? Ich wünsche niemanden dieses Leid aber ich verfluche jeden der meint er versteht was sich durch mache. Den niemand kann dass nachvollziehen und niemand versteht mich.

Alles nimmt wie jeden Morgen seinen gewohnten Tagesablauf.
Jeden Morgen ist schweigen am Tisch, ohne essen steht mein Vater auf und geht zur Arbeit meine Mutter spricht auch nicht und putz wie verrückt das Haus, und ich, ja ich erwarte den verhassten Harry mit seiner noch verhassteren Blindenschrift.
'Na Maya hasst du dich wieder beruhigt?' ich murmel irgendeine Antwort und schmeiß mich in den Schreibtischstuhl.
'Ok fangen wir an….'
Und wie jeden Tag fängt die gleiche Tortur von vorne an.

'Kann ich dir helfen?' Von der plötzlichen rauen Jungen Stimme schrecke ich zurück.'Oh sorry das wollte ich nicht'
'Nein ist schon in Ordnung, ich … ich … hab eigentlich keine Ahnung was ich hier will.'
Gebe ich noch etwas zitternd als antwort.
Ich drehe mich der Jungenstimme zu und wie jeder normale Mensch hebe ich mein Gesicht, aber wie nicht jeder normale Mensch kann ich nicht sehen.
'Naja willst du dir einen Film ansehen oder vielleicht nur Popcorn kaufen oder was zum trinken?'
'Also das erste fällt schon mal weg, ich bin blind ich weiß nicht ob es dir aufgefallen ist' gebe ich etwas unfreundlich zurück.
'Mir ist es aufgefallen na und du kannst doch trotzdem in einen Filme gehen und ihn dir halt anhören' will der mich verarschen!!!
'ja klar und die Handlung is ja völlig egal, hey vielleicht kann ich ja im Dunkeln mehr sehen, nein danke'
'Ok gut ich wollte dir nur helfen.' Er sieht mich komisch an, ich spür es und nun geht er, er ist weg. Was will ich auch als Blinde in einem Kino, aber seine Stimme hat mir gefallen.







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