Ich liebe dich, doch ich darf nicht..... =( Teil 4

Autor: //BlueEyed//
veröffentlicht am: 28.06.2008




Kapitel 3

'Cathrine, schön das Sie wieder da sind. Geht es Ihnen besser?'
'Ja, Mrs. Smith. War nur eine kleine Infektion.'
'Das klingt gut. Und machen Sie heute nicht zu lange. Wir wollen ja nicht riskieren, dass Sie uns sobald wieder ausfallen.'
'Natürlich, Mrs. Smith.'

Mrs. Smith ist ein wahrer Engel. Sie kümmert sich immer rührend um uns und erkundigt sich nach uns. Sie verstand den Führungsstil ihrer beiden Männer nicht. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass die Mitarbeiter sich wohl fühlten in dieser Firma. Und da hatte sie natürlich total recht. Ich glaube mindestens jeder Dritte, würde gerne in dieser Firma kündingen. Aber da die meisten langjährige Mitarbeiter sind und auch nicht mehr gerade die Jüngsten bleiben sie. Oder weil sie Familien haben, die sie ernähren und für die sie eine Verantwortung haben. Ich mit meinen 22 Jahren, könnte natürlich noch einen anderen Job finden, aber nachdem ich während meines Krankenhausaufenthaltes viel nachgedacht hatte, habe ich mich dazu entschlossen auf gar keinen Fall freiwillig den Job aufzugeben. Er würde mich nicht unterkriegen! Nicht so ein arrogantes, hochnäsiges Arschloch, wie er es war. Ich machte heute früher Schluss, um in der Stadt noch nach einem passendem Geschenk für Emma zu suchen. Es waren nur noch zwei Tage und ich hatte noch keine Zeit gehabt ihr etwas zu kaufen. Ich verabschiedete mich noch von Mrs. Smith, die gerade das Büro wieder betrat, und fuhr mit dem Fahrstuhl in die Tiefgarage. Ich stieg in meinen Wagen und machte mich auf den Weg in die Innenstadt. Ich durchsuchte so ziemlich jedes Geschäft, bis ich ein kleines Schild entdeckte mit der Aufschrift: Du bist unbezahlbar. Ohja, das war Emma auf jeden Fall! Ich entschied mich sofort dafür und kaufte ihr noch ein Paar Silberohringe und ein Armband, dass sie vor drei Wochen beim bummeln entdeckt hatte. Ich war mit meiner Auswahl zu frieden und freute mich auf unser Essen am Mittwochabend.

Am Mittwochabend betrat ich top gestylt ein kleines aber schickes Restaurant einige Autominuten von meiner Wohnung einfernt. An unserem Tisch herrschte schon lustiges Treibes. Es wurde gelacht und Spaß gemacht. Unser Geburtstagskind saß am Kopfende des Tisches und ließ sich von allen Seiten betüdeln. Ich lief direkt auf sie zu und nahm sie ersteinmal in den Arm. Anschließend überreichte ich ihr meine Geschenke und sie freute sich wirklich. Vor allem über das kleine Schildchen. Ich sag ja, es passt perfekt zu ihr. Wir genossen ein richtig leckeres Drei-Gänge-Menü und machten uns anschließend auf den Weg zu unserer Lieblingsdiskothek. Anne war schon mal vorgefahren, um den VIP-Room auf unsere Ankunft vorzubereiten. Wir hatten uns alle auf diese besondere Überraschung geeignigt und etwas Geld zusammengeschmissen. Als wir die Tür des Restaurants öffneten stand eine schwarze Stretch-Limosine vor dem Eingang. Uns blieb die Luft weg. Emma hatte tatsächlich eine Limosine gemietet! Wir setzten uns alle gemeinsam in die Limosine und köpften erst einmal eine Flasche Sekt. Wir waren mit sechs Mädels unterwegs, Anne nicht mitgezählt. Die Fahrt zur Diskothek war sehr feucht fröhlich und als wir ankamen, waren wir schon total in Partystimmung. Anne begrüßte uns an der Tür und führte Emma mit verbundenen Augen Richtung VIP-Room. Als wir ihr die Augenbinde abnahmen, fiel ihr Kinnlade runter. Sie freute sich tierich über diese Überraschung. Wir tranken noch ein Glas Sekt und machten danach die Tanzfläche unsicher. Dort blieben wir auch nicht lange alleine, denn bereits nach kurzer Zeit gesellten sich die ersten Herren zu uns. Anne und Emma flirteten was das Zeug hielt und waren völlig in ihrem Element. Die restlichen Mädels und ich tanzten einfach weiter und genossen die tollen Beats. Nach einer Ewigkeit auf der Tanzfläche bekam ich Durst und verabschiedete mich kurz und ging rüber zur Bar. Ich bestellte mir einen Tequilla Sunrise und spielte mit dem kleinen Strohhalm im Glas, als mein Blick auf einen attraktiven Jüngling fiel. Er stand am anderen Ende der Bar und musterte mich. Ich spürte wie meine Wangen leicht rot anliefen, versuchte dies jedoch zu überspielen. Ich lächelte ihn an und er nahm es wohl als Einladung auf sich zu mir zu setzen. Er war wirklich total süß. Okay, okay süß sollte ich mit meinen 22 Jahren vielleicht nicht mehr sagen... Er hatte wunderschöne grüne Augen, in denen sich die Lichter reflektierten. Seine Lippen waren voll und luden praktisch zum küssen ein. Er hatte breite Schultern und durch sein Shirt konnte man seinen gut gebauten Körper erahnen. Und dann diese blonden Haare... Ein richtiger Sunnyboy. Wie frisch von einem Surfbrett entsprungen. Ich konnte meine Augen gar nicht von ihm lassen und starrte immer wieder seine Lippen an.

'Möchtest du sie nur angucken, oder auch spüren?', fragte er mich ziemlich direkt.
'Erm.. damit hast du mich jetzt überrumpelt.'
'Dich überrumpelt? Du starrst mir doch schon die ganze Zeit auf meine Lippen.'
'Ich würde nicht nein sagen..'
'Okay, das freut mich', antwortete er und beugte sich zu mir über.

Wow! Wow! Und noch mal Wow! Diese Lippen hauen einen ja förmlich um! Sein Kuss war einfach wunderschön. Ich war wie benebelt. Als er sich wieder von mir löste, hielt ich meine Augen immer noch geschlossen und ließ den Kuss noch einmal Revue passieren. Einfach nur Wow! Langsam öffnete ich meine Augen und sah ihn mit einem breiten Grinsen an. 'Das war wunderschön!', sagte ich ehe ich meine Lippen wieder auf seine legte. Mir war noch gar nicht aufgefallen, wie sehr ich solche Zärtlichkeiten vermisst hatte. Seitdem Luke vor sechs Jahren gestorben war, hatte ich wirklich keinen Jungen mehr an mich ran gelassen. Weder emotional noch körperlich. Ich nahm ihn an der Hand und führte ihn zur Tanzfläche, wo wir uns zu einigen Songs bewegten und immer weiter küssten. Wir blendeten all die Menschen um uns herum aus und waren in unserer eigenen kleinen Welt, in der es nur ihn und mich gab. Irgendwann wurde ich aus meiner schönen Welt gerissen, als ich spürte, wie mir jemand auf die Schulter tippte.

'Hey Süße, wir wollten los. Es ist wirklich schon spät.'
'Hast du was dagegen, wenn ich noch ein bisschen bleibe? Ich habe gerade einen total netten jungen Mann kennengelernt. Und wir verstehen uns total gut. Wenn du weißt, was ich meine.'
'Ah, okay ich verstehe. Aber nichts überstürzen! Und sei vorsichtig. Nimm dir nachher ein Taxi, wenn du nach Hause fährst und melde dich bitte morgen früh gleich bei mir.'
'Okay Süße. Ich hoffe dir hat dein Geburtstag gefallen?'
'Natürlich! Was gibt es denn besseres als ein lustiger Mädelsabend um den 25. Geburtstag zu feiern?!'
'Okay, dann bin ich beruhigt. Schlaft gut. Ich melde mich dann morgen bei euch, und berichte euch alles.'
'Aber sei bitte vorsichtig!'
'Ja, Mama! Bin ich!', sagte ich lachend.

Ich nahm Emma noch einmal in den Arm, um sie zu verabschieden und widmete mich dann wieder meiner Eroberung. Wir entschieden uns noch einwenig zu tanzen und blieben auf der Tanzfläche. Unsere Lippen fanden immer wieder den Weg zu einander und ich war erstaunt wir gut wir uns auf dieser Ebene verstanden. Er nahm mich an der Hand und zog mich mit sich raus vor die Tür. Er lehnte sich gegen die Hauswand und zog mich in seine Arme, sodass ich zwischen seinen Knieen stand. Seine Hände ruhten auf meinem Hintern und er konnte scheinbar gar nicht genug von ihm bekommen. Ich schmiegte mich enger an ihn und spürte die leichte Beule in seiner Hose. Ich sah ihn erstaunt an und sein Blick schien zu sagen, was hast du erwartet. Seine Hand wanderte langsam an meiner Seite hoch und bahnte sich ihren Weg zu meinen Brüsten. Okay, das wurde jetzt doch zu intim für die Öffentlichkeit. Ich hielt seine Hände fest und bat die Dame am Empfang uns ein Taxi zu rufen. Seine Hände suchten immer wieder meinen Körper und seine Lippen nahmen meine in Besitz. Nach zehn Minuten kam dann auch endlich unser Taxi und wir fuhren gemeinsam zu mir. Im Taxi setzte er seine Spielchen fort und machte mich immer heißer. Eine halbe Stunde später befanden wir uns im Treppenhaus meiner Wohnung. Ich musste immer wieder ein Stöhnen unterdrücken. Er merkte es und es machte mich wahnsinnig, dass er diese Situation ausnutze, um mich immer heißer zu machen. Er selbst war auch schon kurz vor der Explosion. Er hob mich hoch und setzte mich auf seine Hüften und küsste mich immer heftiger. Ich wunderte mich tatsächlich, wie wir es schaffte, die Wohnungstür zu öffnen. Er warf seine Schuhe in irgendeine Ecke und lief, mit mir auf seinen Hüften, direkt in mein Schlafzimmer, wo er mich auf meinem Bett platzierte und mich eine zeitlang betrachtete, wie ein Kunstwerk. Er kam auf mich zu, zog mir meine Sandaletten aus und öffnete mir den Reißverschluss meines Kleides. Seine Beule wurde immer deutlicher und er konnte es kaum erwarten, sich in mir zu entladen. Ich entledigte ihn seines Gürtels und zog ihm anschließend Hemd und Hose aus. Nun stand ich nur noch in Unterwäsche bekleidet vor ihm. Mit einer schnellen Bewegung hatte er meinen BH geöffnet und ihn in eine Ecke meines Schlafzimmers befördert. Kurze Zeit später folgte mein Slip und seine Boxershort. Nun lag er zwischen meinen Oberschenkeln und liebkoste meine Brüste und Brustwarzen. Als ich es nicht mehr aushielt, zwang ich ihn, mich endlich zu nehmen. Er kam dieser Aufforderung natürlich sofort nach und nahm mich anfangs gefühlvoll und zärtlich, dann wurde er immer wilder und ich ließ einen erlösenden Seufzer aus meiner Kehle entweichen, als das Beben meinen Körper überfiel. Wenige Sekunden später sank auch er über mir zusammen. Glücklich und zufrieden. Ich sah ihm in seine wunderschönen grünen Augen und küsste ihn zum Dank noch einmal. Ich war wirklich dankbar, endlich wieder dieses Gefühl gespürt zu haben. Es war der schönste Sex den ich jemals hatte. Ich wusste selbst nicht wirklich warum und ich würde mir auch keine Gedanken deshalb machen. Ich hatte es verdient, wieder etwas so schönes zu erleben. Ich sah ihm erneut in die Augen und musste anfangen zu lachen.

'Warum lachst du Süße?'
'Ist dir aufgefallen, dass wir gar nicht den Namen des Anderen wissen?'
'Nein, bis gerade eben ist mir das gar nicht aufgefallen. Du hast mich so sehr in deinen Bann gezogen, dass ich gar nicht an deinen Namen gedacht habe.'
'Da geht es uns ja beiden so. Aber wie heißt du denn? Ich mochte dem schönsten Sex meines Lebens auch einen Namen zu orden können.'
'Ich bin Zachery. Aber normalerweise nennen mich alle einfach nur Zac. Und wie heißt die hübsche Lady unter mir?'
'Das hättest du jetzt auch anders sagen können.', antwortete ich lachend. 'Ich bin Cathrine, aber sag ruhig Cathy.'
'Freut mich dich kennengelernt zu haben Cathy.'
'Freut mich ebenfalls Zac!', sagte ich mit einem breiten Lächeln auf meinem Gesicht.

Wir blieben noch eine Weile so liegen und ich spürte, wie die Müdigkeit mich überfiel. Zac wurde langsam auch müde. Er rollte sich von mir runter und lag anschließend nackt und überglücklich neben mir. Ich drehte mich zu ihm, stützte mich auf meinem Ellbogen ab und blickte ihm einfach nur in die Augen. Ich war wirklich fasziniert von ihm. Wie alt ist er eigentlich?, ging es mir durch den Kopf. Ich wusste rein gar nichts über ihn, nur das er Zac hieß und unglaubliche Qualitäten im Bett besaß.
'Wie alt bist du eigentlich?', fragte ich ihn nach einer Weile anstarrens.
'Bin heute 18 geworden.' Mir fiel die Kinnlade runter. 18 geworden? Ich hatte im Ernst mit einem 'Kind' Sex gehabt. Irgendwie fühlte ich mich plötzlich unwohl in seiner Nähe. Ich legte mich auf den Rücken, zog die Decke über mich und bedeckte damit meinen Körper.'Was ist denn los?'
'Nichts, ist schon in Ordnung. Bist du wirklich erst 18?'
'Natürlich, sonst würde ich es nicht sagen. Macht dir das etwas aus?'
'Nein... Ja.. Vielleicht.. ich weiß nicht. Ich finde die Vorstellung mit einem 'Kind' Sex gehabt zu haben komisch.'
'Ich bin wirklich kein Kind mehr. Das kannst du mir ruhig glauben. Oder war der Sex, wie Sex mit einem Kind?'
'Das kann ich doch nicht beurteilen. Aber der Sex war auf jeden Fall super. Du hast auf mich so erwachsen gewirkt. Deine ganze Art. Ich hätte dich nie auf 18 geschätz.'
'Das passiert mir nicht zum ersten Mal. Das kann ich dir sagen. Möchtest dudas ich jetzt gehe?', fragte er mich beinahe schüchtern, was gar nicht zu ihm passte. Wie ich fand.
'Nein, ich würde mich freuen, wenn du noch bleibst. Wenn es dir nichts ausmacht natürlich nur...'
'Ich würde mich freuen, wenn ich über Nacht bleiben kann.', antwortete er und gab mir einen letzten Kuss, bevor wir uns beide schlafen legten.

Ich wurde von starken Sonnenstrahlen geweckt, die mir genau ins Gesicht fielen. Langsam öffnete ich meine Augen und war froh, dass ich nicht alleine im Bett lag. Zac war immer noch da. So kam mir der Sex wenigstens nicht nur wie ein billiger und unbedeutender One-Night-Stand vor. Ich hob die Decke etwas hoch, um nachzusehen, ob das was ich heute Nacht für Wirklichkeit gehalten hatte, stimmte. Und es stimmte. Wir waren beide noch nackt. Ich musste lächeln. Sex mit einem Kind... das war auf keinen Fall Sex mit einem Kind. Dieser Junge hatte Qualitäten von denen so manch anderer Mann nur träumen kann! Ich schmiegte mich mit meinem Rücken enger an seine Brust und er reagierte sofort. Sein Arm, der vorher nach auf seinem Bauch lag, lag nun um mich und drückte mich noch näher an ihn. Ich drehte mich zu ihm und sah ihm wieder in seine wunderschönen grünen Augen. Wir hatten beide ein Lächeln auf den Lippen und unsere Haut war immer noch weich von den Berührungen und Liebkosungen der Nacht. Ich drückte im noch einen Kuss auf die Lippen, bevor ich meine Augen wieder schloss, um noch etwas zu schlafen. Während ich so an ihn geschmiegt lag, sog ich seinen Duft ein. Er roch einfach männlich. Ich konnte seinen Duft nicht beschreiben. Er passte einfach perfekt zu diesem jungen Mann.

'Cathy? Hey Cathy steh auf. Es hat geklingelt.'
'Hmm.. mach ich gleich. Noch zwei Minuten, bitte.'
'Es klingelt schon wieder. Der Besucher schein ungeduldig zu sein.'
'Kannst du nicht einfach aufmachen?'
'Hast du vergessen, dass wir in deiner Wohnung sind?'
'Nein, nein. Mach ruhig die Tür auf.'

Ich spürte wie sich die Matraze bewegte, das hieß er war aufgestanden. Gut, dann kann ich ja weiter schlafen. Ich hörte Zac mit jemandem reden, konnte mich aber nicht genau an die Stimme erinnern. Nach fünf Minuten öffnete er meine Schlafzimmertür.

'Cathy, dein Chef ist an der Tür. Er möchte von dir irgendwelche Informationen haben.'
'Jaja, sag ihm... WAS? Mein Chef. Scheiße, scheiße! Sag ihm ich bin sofort da.'
'Okay.'

Oh nein! Ich hätte heute ja arbeiten müssen! Verdammt! Ich schlüpfte schnell aus meinem Bett und lief nur mit meiner Bettdecke um meinen Körper geschlungen ins Bad. Ich warf einen Blick in den Spiegel und stellte mit einem Lächeln fest, dass man mir ansehen konnte, wie die Nacht gewesen war. Ich war auf der einen Seite zwar noch etwas fertig und müde, aber andererseits strahlte ich von innen. Da ich nicht vor hatte lange wach zu blieben, zog ich mir nur schnell meinen Bademantel über und ging zur Tür.

'Wie kann ich Ihnen helfen, Mr. Smith?'
'Ich bräuchte die Informationen für den Fall Hayden. Ich konnte die Akte nicht finden. Weder auf ihrem Schreibtisch noch in meinem Büro.'
'Ich habe die Akte Ihrer Mutter überreicht, sie wollte sich um alles weitere kümmern.'
'Wie zum Teufel, kommen Sie auf die Idee, meiner Mutter die Akte zu geben?! Sind Sie denn bescheuert!?!'
'Nein! Bin ich nicht. Ihre Mutter hat mich um die Akte gebeten.'
'Erlauben Sie sich so ein Vergehen nicht noch einmal!'
'Ganz gewiss nicht! Und jetzt gehen Sie bitte. Ich möchte weiterschlafen!'
'Aber verausgaben Sie sich nicht all zu sehr, ich brauche Sie morgen wieder im Büro. Und lassen Sie den Kleinen auch mal verschnauffen. Er hält noch nicht so lange durch.'

Ich war fassungslos. Er machte tatsächlich Andeutung zu meinem Sexleben. Ich weiß, dass man es mir ansehen konnte, aber musste er es so direkt ansprechen? Ich schlug ihm die Tür vor der Nase zu und verschwand mit rotem Gesicht im Badezimmer. Mir war die Situation verdammt peinlich. So viele Informationen musste mein Vorgesetzter nun wirklich nicht von mir haben. Ich ließ mir kühles Wasser über die Handgelenke laufen und spürte auch sofort, wie die Röte langsam aus meinem Gesicht wich. Kurze Zeit später klopfte es an der Badezimertür.

'Süße? Alles okay mit dir?'
'Ja. Ich komme auch sofort. Dann können wir frühstücken.'
'Soll ich schon mal den Kaffee machen? Ich kann nicht einfach so rumsitzen und warten, bis du raus kommst.'
'Ja. Von mir aus. Der Kaffee steht im zweiten Schränkchen links. Danke schön.'

Ich wusch mein Gesicht und putze mir die Zähne, ehe ich wieder im Bademantel bekleidet in die Küche ging. Dieser Junge passte perfekt in meine Küche. Er passte perfekt in mein Leben. Perfekt zu mir. Ich lief zu ihm und gab ihm einen Kuss. Ich lächelte ihn an und wir frühstückten gemeinsam. Ich war wirklich froh, nicht mehr alleine in meiner Wohnung zu sein. Aber egal wie gut er wirklich in all das passte, ich wollte meine Selbstständigkeit unter keinen Umständen aufgeben. Nachdem wir gegessen hatte und Zac sich angezogen hatte, ging er wieder. Ich stand in meiner Wohnungstür und blickte ihm mit einem weinenden und einem lachenden Auge nach. Jetzt war er also wieder weg. Ich wusste nicht, ob mir das gefiel oder nicht. Er hatte mich nicht nach meiner Nummer gefragt oder ich ihn nach seiner. Aber er wusste wo ich wohnte. Ich musste erst einmal Emma anrufen und ihr von alledem erzählen.







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