Ich liebe dich, doch ich darf nicht..... =( Teil 1

Autor: //BlueEyed//
veröffentlicht am: 20.06.2008




Hallo ihr Lieben! Das ist mal wieder eine Geschichte von eurer Blue. Ich komme bei meiner anderen Geschichte irgendwie gar nicht weiter und da habe ich diese einfach mal angefangen :D Hoffe sie gefällt euch! Ich werde mich auch jetzt (17:49, 20. Juni) gleich wieder dran setzen und weiter schreiben! Freue ich über jeden Kommentar von euch :D

Kapitel 1

'Mr. Smith, Ihr Vater möchte mit Ihnen sprechen.'
'Schicken Sie ihn nur rein, aber beim nächsten Mal verleugnen Sie mich. Verstanden?'
'Natürlich. Entschuldigen Sie.'

Ich ließ Mr. Smith Senior also das Büro betreten und setzte mich wieder an meinen Schreibtisch. Ich war noch nicht lange in dieser Firma. Ganz ehrlich, war ich mir auch nicht sicher ob ich noch lange bleiben würde. Mein Vorgesetzter Mr. Smith ist ein richtiges Ekel. Ihm kann man nichts recht machen. Wenn man es wagt, nicht sofort zu kommen wenn er nach einem ruft, kann er wirklich wütend werden. Mir ist dieser Fehler einmal unterlaufen. Seitdem ist er auf mich wirklich nicht gut zu sprechen. Er glaubt wohl, mein Leben dreht sich nur um seine Firma. Oder besser gesagt, die Firma seines Vaters. Der alte Mr. Smith ist nicht besser. Er ist genauso ein Ekel und nur auf das Geld aus. Wie seine Frau es bloß mit ihm aushält!

'Cathrine, bringen Sie sofort Kaffee für meinen Vater.'
'Natürlich.'

Nicht einmal höflich ist er! Ich erhebe mich also von meinem Schreibtisch, um den Kaffee zu holen. Auf halben Weg ruft er schon wieder nach mir. Ich überlege kurz, ob ich den Kaffee jetzt hole oder nicht. Mr. Smith muss warten, ich hole erst einmal den Kaffee. Als ich mit der Tasse in der Hand sein Büro betrete, ist er sichtlich genervt und gereizt. Die Tasse stelle ich schnell auf seinem Tisch ab und verlasse das Büro sofort wieder. Leise schließe ich die Tür und verziehe mich dann auf die Damentoilette. Die Tür hinter mir ist noch nicht einmal richtig geschlossen, da laufen mir schon die Tränen die Wangen runter. Ich hasste meinen Job von Tag zu Tag mehr, aber ich musste ihn weiter machen. Meinem Vater zu liebe. Meine Vorgesetzten wussten nicht wer ich war. Ich hatte den Mädchennamen meiner Mutter angenommen, bevor ich hier angefangen hatte zu arbeiten. Mein Vater war vor fünf Jahren bei einem Autounfall gestorben. Mr. Smith Junior hatte den Wagen gefahren. Er war einfach davon gefahren, hatte nicht einmal nach gesehen wie es meinem Vater ging. Mein Vater war in seinem Auto eingequetscht worden. Er hatte keine Chance zu überleben. Mr. Smith hatte eine Gefängnisstrafe absitzen müssen und war jetzt seit drei Monaten wieder frei. Für ihn ging sein Leben weiter als wäre nichts gewesen. Den Gefängnisaufenthalt scheint er völlig aus seinem Gedächtnis verbannt zu haben. Ihn hat es auch nie interessiert, wie es der Familie des Mannes ging, den er auf dem Gewissen hatte. Nicht eine kleine Karte oder ein kleiner Brief, in dem er sein Beileid aussprach. Nicht eine Erkundigung wie es der Familie ging. Nie. Bis heute nicht.

Ich habe einen tierischen Hass auf diesen Mann und werde diesen Hass wohl nie los. Als mein Vater verstarb war ich gerade 17 Jahre alt geworden. Wir wollten an dem Abend gemeinsam ins Restaurant und mit der Familie feiern. Ich wartete ewig auf meinen Vater und war enttäuscht, dass er einfach nicht kam. Meine Mutter meinte nur, er hätte sich mal wieder aufhalten lassen. In der Ehe meiner Eltern hatte es zu dem Zeitpunkt gekriselt, nachdem meine Mutter herausgefunden hatte, dass mein Vater eine Affäre mit seiner
Geschäftspartnerin hatte. Ich hätte mir gewünscht, dass mein Vater aufgehalten worden wäre, denn dann wäre er vielleicht noch am Leben. Mein Vater war für mich immer ein Held gewesen. Ich habe ihn vergöttert. Er hat mich als kleines Mädchen auf seine Schultern gesetzt und dann sind wir über die Wiesen gerannt und haben gespielt und gelacht. Meine Kindheit hätte gar nicht besser verlaufen können. Auch als ich langsam älter wurde, hat sich das Verhältnis zu meinem Vater nie verändert. Ich konnte mit ihm über alles reden, er hat mir zugehört und versucht zu helfen wo er nur konnte. Als er so plötzlich nicht mehr da war, ging für mich die Welt unter. Ich habe tagelang sogar wochenlang geweint und konnte nichts essen. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie es ohne meinen Vater sein würde. Mein Vater war der größte Halt in meinem Leben gewesen, nachdem ich meinen Freund ebenfalls bei einem Autounfall verloren hatte, als ich 16 Jahre alt war. Mein Freund war meine erste große Liebe gewesen. Mit ihm war ich überglücklich, mit ihm wollte ich für immer zusammen sein. Ich wollte keine anderen Jungs, nur um zu sehen, ob ich mit ihm alles hatte. Ich wusste das es so war. Mit ihm hatte ich mein erstes Mal. Mein erstes Mal in jeder Hinsicht. Meine ersten Schmetterlinge im Bauch, zum ersten Mal dieses Herz rasen wenn man einen Jungen sieht, meinen ersten Kuss, zum ersten Mal einen Jungen über Nacht bei mir in meinem Bett. Zum ersten Mal kuscheln mit einem Jungen, zum ersten Mal Petting und als es gar nicht mehr hätte besser werden können auch zum ersten Mal Sex mit ihm. Für meine Eltern war er, wie der Sohn den sie nie hatten. Für mich war er mein bester Freund und mein fester Freund. Wir waren ein Herz und eine Seele. Seine Eltern mochten mich immer total gerne und sahen mich als ihre Tochter. Sie freuten sich schon auf den Tag an dem wir heiraten würden. Das war zwar alles noch in weiter ferne aber alle wussten, dass diese Beziehung für die Ewigkeit war. Ich hatte mit meinen 17 Jahren schon zwei über aus wichtige und geliebte Menschen in meinem Leben verloren. Bis es mir wieder auch nur halbwegs gut ging, vergingen ganze zwei Jahre. Ich hatte ein mal die Klasse wiederholen müssen, weil meine Leistungen in den Keller gesunken waren. Mein Abitur schaffte ich nur mit größter Mühe und viel Fleiß. Ich saß wochenlang an meinem Schreibtisch und habe gelernt. Dafür war ich aber umso stolzer auf mich, dass ich so ein gutes Abitur hatte. Ich bewarb mich anschließend auch um einige Arbeitsplätze, bekam jedoch keinen. Als ich dann in der Zeitung sah, dass die Firma 'Smith & Son' nach einer Sekretärin suchte, wollte ich diesen Job unbedingt haben. Ich wollte wissen, wie dieser Mann lebte. Lebte mit der Gewissheit, dass er ein Menschenleben auf dem Gewissen hatte. Dass er eine ganze Familie in das Unglück gestürzt hat. Ich war wirklich entsetzt zu sehen, dass sein Leben ganz normal weiter ging. Für ihn hatte sich anscheinend nichts geändert. Als ich das feststelle, wuchs mein Hass auf ihn von Tag zu Tag mehr.

Nach einer halben Stunde auf der Damentoilette machte ich mich wieder auf den Weg an meinen Arbeitsplatz. Ich hatte mein Make-up noch aufgefrischt, damit ich nicht so verheult aussah. Ich war froh zu sehen, dass Mr. Smith Junior nicht in seinem Büro war. Ich warf einen Blick auf meinen Tisch und stellte fest, dass er mir noch mehr Arbeit gegeben hatte. Das machte er seit Tagen. Er lässt mich nichts zu Ende machen. Jedes Mal wandern neue Akten auf meinen Schreibtisch die ich durcharbeiten muss. Er sah es wohl nicht als seine Aufgabe, dass selbst zu tun. Es war gerade halb eins also beschloss ich erst einmal, meine Mittagspause zu machen. Ich schnappte mir meine Handtasche und machte mich auf den Weg zu den Aufzügen. Ich hatte sie aber noch nicht einmal wirklich erreicht, da kam mir Mr. Smith schon entgegen.

'Cathrine. Wo wollen Sie denn schon wieder hin?'
'Ich wollte meine Mittagspause machen.'
'Was haben Sie dann die letzte halbe Stunde getan?'
'Es ging mir nicht gut. Ich habe mich kurz frisch gemacht und meine Handgelenke gekühlt.''Und für so etwas benötigen Sie eine halbe Stunde? Ihre Mittagspause können Sie vergessen. Auf ihrem Schreibtisch wartet noch sehr viel Arbeit auf Sie. Wenn Sie die erledigt haben, können Sie für heute gehen!'
'Wie bi..'
'Sie haben mich schon verstanden. Und jetzt sehen Sie zu, dass sie in ihr Büro kommen! Und informieren Sie mich, wenn meine Freundin anruft!'
'Ja, natürlich.'

Dieses kleine, arrogante Arschloch! Das konnte er sich auch nur erlauben, weil sein Vater hinter jeder seiner Entscheidungen stand. Junior konnte machen was er wollte! Wütend machte ich mich also wieder auf den Weg in mein Büro, um mit der Arbeit anzufangen. Ich wollte nicht den ganzen Tag in diesem Gebäude verbringen. Durch meine Wut im Bauch arbeitete ich tatsächlich viel schneller und war schon um vier Uhr komplett fertig. Zufrieden legte ich ihm die Akten auf seinen Schreibtisch und fuhr anschließend nach Hause. Im Auto hörte ich lautstark Musik, um meine Laune auf dem Hochpunkt zu halten. Meine Freundinnen Anne und Emma würden heute Abend noch vorbei kommen. Es war mal wieder Freitagabend und somit unser Abend. Auf dem Weg nach Hause fuhr ich noch schnell in den Supermarkt und holte uns drei Flaschen Sekt. Pflicht für unsere Freitage. Den Film würde Anne mitbringen und das Knabberzeugs Emma. Als ich gegen halb fünf zu Hause ankam, sprang ich erst einmal unter die Dusche, um den ganzen Stress des Tages von mir zu spülen.

Als die ersten Tropfen auf mich fielen, fühlte ich mich wie bei einem starken Regen. Ein starker Regen nach zwei Wochen purer Hitze. Ich atmete tief aus und ließ mich von den Wassertropfen massieren. Je länger ich so unter der Dusche stand umso entspannter wurde ich. Gut gelaunt und singend schnappte ich mir mein Duschgel und massierte meine Haut damit ein. Anschließend noch Haare waschen und rasieren und schon war ich fertig. Mit einem Handtusch bekleidet lief ich ins Wohnzimmer um zu sehen, wie lange ich noch hatte. 15 Minuten! Das war ganz eindeutig zu wenig Zeit! Eilig lief ich in mein Schlafzimmer, um etwas passendes für den Abend auszusuchen. Ich hatte mich gerade entschieden als es bereits an meiner Tür klingelte. Verdammt! Mal wieder zu langsam gewesen! Ich öffnete also die Tür und ließ meine beiden Freundinnen rein kommen. Sie bereiteten mein Wohnzimmer schon mal auf den Abend vor, während ich mich noch schnell anzog und etwas Make-up auflegte. Wir sahen uns gemeinsam 'Dirty Dancing' an und schmachteten dahin. Wir lieben diesen Film, seit wir Teenager waren. 'Dirty Dancing' gehörte zu jedem guten Filmabend dazu. Während wir uns den Film ansahen, machten wir zwei der Sektflaschen leer und das Knabberzeugs war auch aufgegessen. Die letzte Sektflasche hoben wir uns für die Taxifahrt auf. Unser Taxifahrer kannte uns schon und freute sich jedes Mal wieder, wenn er uns durch die Gegend fahren durfte.

Gut gelaunt stiegen wir nach einer halben Stunde warten in unser Taxi. Wir nannten dem Fahrer unser Ziel und waren danach nur noch mit uns beschäftigt. Wir quatschten und lachten die ganze Fahrt. Als wir vor der Diskothek ankamen, war auch die letzte Sektflasche geleert. Wir gaben dem Fahrer sein Geld und machten uns dann auf zum Eingang. Es war gerappelt voll. Vor der Tür stand eine Schlange von Menschen. Wir sahen uns kurz an und fingen an zu lachen. Wären wir mal vorher losgefahren, schienen wir alle drei zu denken. Nach 15 Minuten anstehen konnten wir die Diskothek dann auch endlich betreten. Der DJ lockte die Menge mit heißen Sounds auf die Tanzfläche. Die ganze Halle bebte unter den Beats. Hier war ich genau richtig! Ich schnappte mir meine Mädels und ging direkt auf die Tanzfläche, wir hatten ja schon ein wenig Alkohol im Blut. Wir waren gar nicht mehr von der Tanzfläche zu kriegen. Wir ließen unsere Hüften kreisen und machten wohl den einen oder anderen Herren damit ziemlich an. Irgendwann fiel der Blick von Anne auf anscheinend ziemlich attraktiven Mann. Sie erstarrte für einen Moment in ihrer Bewegung und starrte dann total abwesend in Richtung Bar. Emma und ich sahen uns verwirrt an und versuchten Annes Blick zu folgen. Als ich jedoch sah, wenn Anne so fasziniert anstarrte konnte ich es gar nicht glauben. Es war natürlich Mr. Kotzbrocken himself. Das ist doch nicht ihr ernst!

'Anne, wen starrst du die ganze Zeit an?', fragte Emma.
'Richte deinen Blick mal unauffällig auf den gut aussehenden Mann dort hinten an der Bar.'
'Wie? Wo denn?'
'Ich kann doch jetzt nicht mit dem Finger auf ihn zeigen. Also er ist groß, hat dunkle Haare ein sehr hübsches und markantes Gesicht und ist sehr gut gebaut.'
'AAH, den meinst du! Cathrine was hältst du von ihm?'
'Ich halte gar nichts von ihm. Er ist ein Kotzbrocken!'
'Wie willst du das denn beurteilen können! Du kennst ihn doch gar nicht!'
'Und ob ich ihn kenne, dass ist Mr. Smith Junior, mein Vorgesetzter.'
'DER Mr. Smith?'
'Ja, genau der...', antwortete ich traurig, weil ich mich wieder an meinen Vater erinnerte.'Oh... tut mir Leid Cathy.'
'Ist schon in Ordnung. Lasst uns weiter feiern, das mach viel mehr Spaß!', sagte ich mit einem gespielten Lächeln auf meinen Lippen.

Wir tanzten also weiter, aber Anne konnte ihre Augen trotzdem nicht von ihm lassen. Als ich mich langsam aufregte fauchte ich sie an, sie solle zu ihm gehen und aufhören ihn so an zu starren. Ich hatte meinen Satz noch nicht einmal wirklich beendet, da war sie schon auf dem Weg zur Bar. Ich sah Emma fassungslos an. Das war mal wieder typisch! Meinerseits bestand nicht das geringste Interesse jetzt zu Anne zu gehen und damit wieder diesem Kotzbrocken unter die Augen treten zu müssen. Emma verstand mich und so blieben wir weiterhin auf der Tanzfläche. Als ich nach einer halben Stunde meinen Blick suchend durch die Diskothek gleiten ließ, war Anne nicht mehr zu sehen. Und Mr. Kotzbrocken auch nicht. Ich hoffte wirklich für Anne, dass es nicht so war, wie es den Anschein hatte.

'Emma, hast du Anne gesehen?'
'Nein, nicht seitdem sie zu diesem Typen gegangen ist. Warum?'
'Weil ich sie nirgendwo entdecken kann. Und ihn auch nicht.'
'Mach dir keine Sorgen, Anne ist schon ein großes Mädchen.', antwortete Emma lächelnd.

Sie hatte zwar Recht, aber ich war zusammen mit Anne hergekommen, dann möchte ich auch gemeinsam mit ihr und Emma wieder zurück fahren. Ich bat Emma mir zu helfen, bei der Suche nach Anne. Wir liefen durch die ganze Diskothek, konnten Anne aber nirgends sehen. Auf der Damentoilette war sie auch nicht. Langsam begann ich mir Sorgen zu machen. Wir entschieden uns draußen nach ihr zu suchen, vielleicht war ihr schlecht geworden. Wir ließen uns von der Frau an der Garderobe die Jacken geben und gingen nach draußen. Es war total kalt und ich konnte mir nicht vorstellen, dass Anne draußen war. Ihre Jacke hing immer noch in der Garderobe. Wir liefen vor dem Gebäude auf und ab und riefen nach Anne. Aber keine Antwort. Langsam aber sicher wurde ich nervös. Wir liefen einmal um das komplette Gebäude, nichts. Dann entschieden wir uns die Straße etwas hoch zu laufen, vielleicht lief sie ja irgendwo herum, um etwas aus zu nüchtern. Wir froren beide und kuschelten uns aneinander um uns zu wärmen. Nachdem wir ein Stückchen gelaufen waren hörten wir zum Glück endlich Annes Stimme. Beide atmeten wir hörbar auf.

'Was machst du da?'
'Ich zeig dir, wie sehr ich dich will!'
'Wer sagt dir denn, dass ich gewollt werden will?'
'Deine Blicke haben Bände gesprochen, Süße!'
'Ach, sind sie dir aufgefallen?'
'Wie hätten sie mir denn nicht auffallen sollen, so wie du mich angegafft hast.'
'Ich wollte doch nur, dass du mich endlich mal beachtest.'
'Genau das tue ich doch gerade.'

Ich dachte ich hörte nicht richtig! Anne war doch tatsächlich mit diesem Kotzbrocken abgehauen! Ich hätte sie erschlagen können, und das obwohl ich kurz vorher vor Sorge fast umgekommen wäre. Wie um Himmels Willen konnte sie mit ihm etwas anfangen?? Ich verstand Anne manchmal wirklich nicht.

'Cathy, komm lass uns wieder rein gehen.'
'Wie kann sie mir das antun! Sie weiß genau, was es mit ihm auf sich hat, verdammt noch mal!'
'Hey, Kleines. Nicht weinen. Komm, lass uns fahren.'
'O-Okay. A-Aber sa-sag Anne b-b-bescheid.'

Kurze Zeit später saßen Emma und ich in unserem Taxi auf dem Weg nach Hause. Anne wollte unbedingt noch da bleiben. Sie würde schon irgendwie nach Hause kommen. Ich wusste genau, wo sie am Ende des Abends landen würde: Im Bett von Mr. Kotzbrocken. Er war wirklich keine treue Seele und seine Freundin interessierte ihn eigentlich auch reichlich wenig. Er war einfach nur mit ihr zusammen um mit ihr Sex haben zu können. Wenn sie nicht da war, nahm er sich den Sex von irgendeiner daher gelaufenen Tussi. In den drei Monaten die ich inzwischen ja in der Firma arbeite habe ich schon so manchen 'Termin' in sein Büro laufen sehen. Irgendwelche blonden Tussis, total aufgestylt. Nach gut einer Stunde kamen sie meistens alle mit rötlichen Wangen und roten, geschwollenen Lippen, leicht zerzausten Haaren und einem Lächeln aus seinem Büro gewackelt. Er muss es wohl im Bett ziemlich drauf haben, sonst würden sie nicht alle mit einem Lächeln sein Büro verlassen. In dieser Zeit wünschte er unter keinen Umständen gestört zu werden. Ich hatte seiner Freundin deswegen auch schon oft etwas vorlügen müssen. Und jetzt wäre Anne die nächste Trophäe in seiner Sammlung. Das machte mich wütend! Meine beste Freundin war nicht einfach nur eine Trophäe! Sie war ein herzensguter Mensch, der es wirklich verdient hatte, behandelt zu werden als sei sie die Einzige. Das Taxi setzte mich vor meiner Haustür ab und fuhr anschließend Emma nach Hause. Ich schloss meine Wohnungstür auf, warf meine Schuhe in irgendeine Ecke, zog meine Jacke aus und hing sie zusammen mit meiner Handtasche an einen Hacken an der Wand. Im Bad schminkte ich mich noch schnell ab, bevor ich dann mit geputzten Zähnen in meinem Bett verschwand.







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