Holly - A dream comes true

Autor: //BlueEyed//
veröffentlicht am: 31.05.2008




Hallo ihr Lieben! Hier ist mal wieder eine neue Geschichte von mir! Wobei so ganz neu ist sie nicht, denn die Hauptpersonen sind auch die Hauptcharaktere aus meiner Geschichte 'Das erste Mal', also nicht wundern, wenn euch die Personen doch bekannt vor kommen ;) Mir ist die Idee schon länger im Kopf rumgeschwirrt, weil ich Holly einfach nicht so stehen lassen wollte mit ihrem schlechten Ruf. Ich hoffe ihr werdet die Geschichte mögen! Ich mache mich jetzt dann auch wieder dran, sie weiter zu schreiben, damit ich euch regelmäßig mit neuem Stoff versorgen kann! Bis dann eure Blue // Swetlana

Inzwischen ist ein Jahre vergangen seit ich die Schule beendet habe. Ich arbeite momentan sehr viel, weil ich mir meinen großen Traum erfüllen möchte: Für ein Jahr in die USA. Ich bin total begeistert von diesem Land und möchte es aus nächster Nähe erleben. Freundinnen von mir sind gerade in Amerika als Au-Pairs unterwegs und sind auch richtig begeistert. In ihren E-Mails schwärmen sie mir ständig von den tollen Stränden und den atemraubenden Sonnenuntergängen vor. Ich wäre am liebsten auch schon direkt nach dem ich mit der Schule abgeschlossen hatte in die USA gereist, aber meine Eltern konnten mir diesen Wunsch nicht finanzieren. Nach meinem letzten Schuljahr war ich sowieso viel zu sehr durch einander als dass ich mich hätte auf ein Auslandsjahr freuen können. Ich hatte meine große Liebe Hannes getroffen und ihn durch mein eigenes Fehlverhalten nach kurzer Zeit wieder verloren. Ich hatte noch nie so starke Gefühle für einen Menschen wie für Hannes. Ich war mir hundertprozentig sicher: Das ist er! Bis wir dann zusammen gekommen sind, hat es auch noch ein wenig gedauert. Denn ich fand nicht nur Hannes ganz toll, sondern auch seinen besten Freund Alex. Mit ihm konnte ich einfach über alles reden und wir haben uns von Anfang an super verstanden. Ich hatte aber meine Gefühle ihm gegenüber mit Liebe verwechselt und so hielt die Beziehung nicht lange. Nicht lange Zeit später kam ich dann endlich mit Hannes zusammen. Ich war wie gesagt der glücklichste Mensch auf dieser Welt und lief immer mit einem Strahlen durch die Straßen. Und als es nicht mehr schöner werden konnte, schlief ich auch mit ihm. Es war mein erstes Mal und ich bin mir sicher, es hätte keinen Besseren geben können. Er war einfach das beste was mir passiert ist.

Aber ich glaube ich konnte das mit meinen 17 Jahren noch nicht begreifen und bin dann irgendwann mit Erik, einem Freund von mir, im Bett gelandet. Ich hätte mich selbst im nachhinein dafür ohrfeigen können. Ich hatte meine große Liebe verlorgen und mich nach einigen Wochen auch wieder von Erik getrennt. Es war einfach vom Gefühl her nicht das gleiche und auch nicht richtig. Den Rest des Schuljahres verbrachte ich dann als Single und genoss es richtig. Ich war immer auf Achse und meine Familie bekam mich kaum noch zu Gesicht. Viktor, mein großer Bruder, hatte ja geheiratet und hatte gar keine Zeit mehr für mich. Ich war froh, wenn ich ihn einmal für 10 Minuten sprechen konnte. Vanny, seine Frau, ist eine wirklich total Liebe und inzwischen auch zu einer guten Freundin geworden. Jessy, meine beste Freundin macht gerade eine Ausbildung und so bekomme ich sie auch nur noch selten zu Gesicht. Meistens nur noch an den Wochenenden. Mit meinen alten Freunden habe ich eigentlich so ziemlich gar keinen Kontakt mehr, dass hat sich auseinander gelebt. Was ich persönlich schade finde, aber was nicht sein soll, soll wohl nicht sein. Aber es hat ja auch alles einen Vorteil, dadurch dass ich meine Freunde nicht mehr so oft sehe gehe ich viel öfter arbeiten und spare mir so mein Geld für ein Auslandsjahr an. Inzwischen habe ich auch schon eine ordentliche Summe zusammen, aber da ich in Amerika auch meinen Spaß möchte, muss noch etwas mehr Geld zusammen kommen.

Ich habe momentan 2 Jobs gleichzeitig. Vormittags arbeite ich als Kassiererin in einer Backerei und Abends und dann Wochenende in einer Bar bei uns im Ort. Und ich bin wirklich froh, dass ich nicht gleich richtig mit arbeiten angefangen habe, sondern erst einmal nur ein bisschen jobbe und dann für ein Jahr weggehe. So sammel ich Erfahrungen und bin hoffentlich nach meinem Amerika-Jahr erwachsener und vielleicht auch etwas reifer geworden. Meine Jobs machten mir richtig Spaß und ich freute mich jedes Mal, wenn ich zur Arbeit gehen konnte. Meine Kolleginnen mit denen ich in der Bar arbeite sind auch immer total super gelaunt. Wir machen uns jeden Abend zu unserem Abend. Manchmal fahren wir nach Feierabend auch noch zusammen ein wenig durch die Gegend oder setzen uns in den Stadtpark und quatschen einfach nur. Von meiner Idee mit Amerika sind sie aber nicht so begeistert, sie sagen sie werden mich vermissen. Was glauben sie denn wie es mir gehen wird? Ich werde sie auch alle vermissen. In einem Monat ist es auch endlich soweit und ich werde immer hibbeliger. Ich habe meine Koffer schon längst alle gepackt und lebe nur noch aus ihnen.

Zu Alex und Hannes hatte ich nach dem wir uns getrennt hatten auch eine Zeit lang gar keinen Kontakt mehr, habe es aber irgendwie nicht ausgehalten ohne die Beiden und sie einfach mal spontan angerufen. Ich wollte einfach nur gucken, ob und wie sie reagieren. Zu meiner Überraschung hatte Alex damit gar kein Problem und wollte sich auch gleich mit mir treffen. Ich war verwirrt. Ich hätte damit gerechnet, dass er mich hassen würde und mich nicht mehr wieder sehen wollen würde. Aber da hat sich mal wieder rausgestellt, wie schlecht meine Menschenkenntniss ist. Nachdem ich mich mit Alex getroffen hatte, war ich wirklich froh ihn angerufen zu haben. Wir verstanden uns auf Anhieb blendend und ich war wirklich erstaunt, wie locker er das ganze nahm. Als ich ihm von meinen Amerika Plänen erzählte, freute er sich zwar für mich fand es aber auch schade, dass ich für so eine lange Zeit weg sein würde. Während die Versöhnung mit Alex wirklich leicht gewesen ist, war die mit Hannes dafür umso schwerer. Er wollte mich immer noch nicht sehen. Und ich verstand ihn. Er wollte noch nicht einmal mit mir sprechen. Er wollte einfach gar keinen Kontakt. Alex sagte, dass wäre typisch für Hannes. Er sei sehr nachtragend und kann die Dinge, die ich gemacht habe nicht so einfach vergessen. Für ihn war das ein brutaler Vertrauensbruch und ein Schlag in die Fresse.

Nach langen Versuchen ist es nun endlich soweit und ich treffe mich morgen mit Hannes. Es hat mich wirklich große Mühe gekostet, ihn davon zu überzeugen sich mit mir zu treffen. In einer Stunde habe ich Feierabend und so haben wir uns in einem kleinen Cafe, um die Ecke verabredet. Ich bin schon total hibbelig, so wie ich es früher immer war, wenn ich ihn getroffen habe. Er war halt einfach der Beste! Und daran gab es wirklich für mich inzwischen keine Zweifel mehr. Aber ich würde es nicht noch einmal mit ihm probieren. Im Moment möchte ich erst einmal wieder einen normalen Umgang mit ihm. Ich starre alle 5 Minuten an die Uhr in der Bäckerei und bete, dass die Zeit schneller vergeht. Oder das meine Kollegin endlich kommt und mich ablöst. Nach einer halben Stunde ist es dann soweit und meine Kollegin kommt, um mich abzulösen. Ich ziehe mich erst einmal um und mache mich etwas frisch, bevor ich mich zu Fuß auf den Weg zum Cafe mache. Als ich in die Straße einbiege sitzt er schon am Tisch und wartet. Ich werfe einen schnellen Blick auf meine Armbanduhr und stelle fest, dass er und ich 15 Minuten zu früh sind. Ich muss lächeln. Ich laufe immer langsamer und merke wie die Nervosität in mir aufsteigt. Er hebt seinen Kopf, als ein kleines Baby zu weinen anfängt und sieht mich auf sich zu kommen. Ich würde in diesem Moment am liebsten wiede gehen. In dieser Sache habe ich mich bei Jungs immer noch nicht geändert. Ich kann einfach nicht locker mit ihnen reden, ich bin immer sofort total nervös und fange an zu stöttern. Noch einmal tief Luft holen, Lächeln aufsetzen und ab in den Kampf. Als ich näher komme steht er auf und gibt mir ein Küsschen zur Begrüßung. Und schon bin ich wieder völlig aus dem Konzept. Ein Küsschen? Ich muss wohl ziemlich bescheuert geguckt haben, denn er fragt was los sei. Ich starre ihn aber erst noch einen Moment an, ehe ich ihm sage dass mich das Küsschen verwundert hat. Für ihn sei es nichts besonderes, er begrüßt Bekannte auch immer mit einem Küsschen. Gehörte ich für ihn nur noch zu seinem Bekanntenkreis? Das traf mich mehr, als ich gedacht hätte. Wir setzen uns beide und bringe erst mal kein Wort mehr raus. Ich sehe diesen wunderschönen Mann vor mir sitzen und könnte mir eine Ohrfeige dafür geben, dass ich ihn für eine kleine lächerliche Affäre aufs Spiel gesetzt habe. Und immer noch peinliches Schweigen. Nach einer Ewigkeit bekommt er dann doch etwas über die Lippen.

'Du siehst gut aus.'
'Oh, danke. Du hast dich aber auch ganz schön gemausert. Siehst richtig erwachsen aus.'
'Ich sehe nicht nur so aus, ich bin es auch.'
'Es tut mir wirklich Leid, was ich dir angetan habe. Ich war so dumm...'
'Holly, ist in Ordnung. Ich bin drüber weg. Über das alles.' *Und diesmal ein Schlag in die Fresse für mich. Er war über alles hinweg, auch über mich.*
'Oh, das freut mich für dich, wirklich. Aber du sollst wissen, dass es mir wirklich Leid tut. Du warst das Beste was mir je passiert ist. Ich will das du das weißt.'
'Das weiß ich. Du hast es mir sehr oft gesagt. Und deshalb konnte ich dich auch nicht verstehen. Wie konntest du mit einem Anderem im Bett landen, wenn ich dein Ein und Alles war?'
'Ich weiß es wirklich nicht. Ich weiß nicht. Vielleicht war es der Reiz des Unbekannten. Oder auch einfach nur pure Dummheit. So abgedroschen das jetzt auch klingt, wenn ich könnte würde ich es rückgänging machen.'
'Es ist alles schon richtig gelaufen. So wissen wir beide, dass es einfach nicht hatte sein sollen.'
'Es sollte sein! Wenn ich nicht so dumm gewesen wäre, würde es uns jetzt bestimmt immer noch geben. Das weißt du auch!'
'Das mag sein, aber dann wäre ich wahrscheinlich nicht der, der ich jetzt bin.'
'Du wärst aber trotzdem immer noch meiner. Und damit wäre ich total zufrieden. Aber ich glaube auch es ist besser, wenn wir es so lassen wie es jetzt ist. Ich möchte gerne weiterhin den Kontakt zu dir. Besser gesagt möchte ich wieder den Kontakt zu dir. Du hast mir gefehlt.''Ach Holly... was machst du für Sachen. Du hast mir auch gefehlt. Ganz ehrlich. Die erste Zeit war wirklich schwer. Du hast dich amüsiert und mir ging es so dreckig wie noch nie zuvor.'
'Ich habe mich amüsiert um über den Schmerz hinwegzukommen.'
'Wenn du möchtest können wir gerne versuchen, wieder ein normales Verhältnis aufzubauen. Ich bin jetzt bereit dazu. Alex hat mir auch erzählt, dass ihr wieder Kontakt habt.'
'Ja, aber noch nicht so lange. Er war leichter zu knacken als du. Was mich wirklich überrascht hat. Aber ich bin wirklich froh, euch beide wieder in meinem Leben zu haben.'
'Du ja süß!'
'Ich bin nicht süß! Ich bin ehrlich!'









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