Fürst Rudolf und seine Gemalin Fürstin Sybille auf Schloss Rosenbeet

Autor: fairlynn
veröffentlicht am: 23.05.2008




Fürst Rudolf und seine Gemahlin Fürstin Sybille bewohnen das schöne Schloss Rosenbeet. Es ist umrankt mit wohlriechenden Rosen. Schade, dass sie so schnell verblühen. Die Fürstin dachte so manches mal, dass sie hier auf einem Dornröschenschloss wohnen.
Die Pflege der Rosen nahm viel Zeit in Anspruch, dafür hatte Graf Rudolf einen Gärtner eingestellt, der auch den Schlosspark sauber hielt.
Für die Fürstin war das jedes mal eine große Freude, wenn sie sich in ihrem wunderschönen Park auf halten konnte. Sie mochte sich auch nicht vorstellen ohne dieses aus zu kommen.
Ihr Gemahl Fürst Rudolf besaß ein großes Gestüt mit edlen Pferden, das weit über die Grenzen seines Landes bekannt war. Immerhin hatte er damit so manchen Preis gewonnen.
Die Fürstin hat ihr eigenes Pferd, Hella so heißt ihre Stute, das bald sein erstes Fohlen bekommt, daher konnte sie nicht mehr wie gewohnt mit ihm ausreiten.
Ihren Stallmeister hatte sie gebeten, dass er Hella jeden Tag auf die Weide führen sollte, damit sie grasen und sich auch bewegen kann. Und weiter sagte
die Fürstin: 'Bitte geben sie mir früh genug bescheid wenn meine Hella fohlen wird.' Denn auf ihren Stallmeister Herrn Schneider konnte sie sich immer verlassen.
Die Ehe des Fürsten Rudolf mit seiner Gemahlin, konnte man als gut bezeichnen. Nur etwas störte die Fürstin an ihrem Gemahl. Er war grundlos eifersüchtig, obwohl sie ihm dazu keinen Anlass gab. Er konnte seine Eifersucht einfach nicht im Zaum behalten.
Dann kam der Fürstin oft der Gedanke, ein Kind könnte ihrer Ehe nicht schaden, aber soviel sie aus den Reden ihres Gemahls heraus gehört hatte, wollte er seine Ehe mit einem Kind nicht teilen. Er hatte Angst dabei zu kurz zu kommen. Um seiner Gemahlin Sybille von ihrem Kinderwunsch ab zu bringen, gab der Fürst oft rauschende Feste.
Da unterbreitete der Fürst eines morgens seiner Gemahlin beim Frühstück, dass er über das Wochenende verreisen muss. Er wollte sich einen Zuchthengst kaufen. ' Und wenn du Lust hast Sybille, dann kannst du mich gerne begleiten um mich bei meinem Kauf auch gerne beraten. Wie du ja weist lege ich auf dein Urteil großen Wert.'
'Das weis ich doch zu schätzen lieber Rudolf, leider kann ich dieses mal nicht mit dir gehen' erwiderte seine Gemahlin, 'meine Stute kann jede Stunde ihr Fohlen bekommen, da möchte ich gerne dabei sein weil Hella ihr erstes Fohlen bekommt.'
'Aber Sybille, dafür haben wir doch unseren Stallmeister' antwortete der Fürst.
'Das mag ja alles stimmen Rudolf' erwiderte seine Gemahlin. 'Aber Hella ist bedeutend ruhiger, wenn ich bei ihr bin. Sie wird auch leichter ihr Fohlen bekommen.'
'Dann soll es mir recht sein Sybille, ich hätte dich zu gerne bei mir gehabt'. Er wusste genau, dass ihn dann seine Eifersucht quält.
Am Wochenende verabschiedete sich der Fürst von seiner Gemahlin nur schweren Herzens.Sie ermahnte ihren Gatten zur Vorsicht beim Kauf eines Hengstes. 'Und lass dich nicht übers Ohr hauen.'
Vorsichtshalber ging die Fürstin noch einmal zu ihrer Stute, um zu sehen ob schon die ersten Anzeichen einer bevorstehenden Geburt zu erkennen sind.
Der Stallmeister Herr Schneider war der Ansicht, dass Hella in den nächsten Stunden fohlen wird.'Dann geben sie mir umgehend Nachricht Herr Schneider' sagte die Fürstin.
'Ist recht Fürstin' erwiderte der Stallmeister: 'Ich werde sie früh genug darüber informieren.'In der Nacht schon lies der Stallmeister sich bei der Fürstin melden, um ihr zu berichten, dass die Stute sehr unruhig geworden ist.
Darauf kleidete sich die Fürstin an, um so schnell als möglich zu ihrer Stute zu eilen. Als sie zu ihrer Hella kam und ganz behutsam auf das verängstigte Tier ein sprach und ihr den Hals streichelte, wurde sie doch ruhiger, sie hatte
ihre Herrin wahr genommen.
Der Stallmeister brachte der Stute etwas Stroh als Unterlage für das Fohlen und sagte: 'Wenn weiter keine Schwierigkeiten eintreten, dann wird Hella die Geburt alleine schaffen' meinte der Stallmeister.
In den frühen Morgenstunden brachte Hella ein gesundes Fohlen zur Welt. Hella und ihr Fohlen ging es den Umständen entsprechend recht gut. Es stand auch kurz nach der Geburt auf, wenn auch noch auf etwas wackeligen Beinen und versuchte gleich bei Hella Milch zu bekommen, was immerhin schon ein gutes Zeichen war.
Da sagte die Fürstin zu ihrem Stallmeister: 'Auf das gute Gelingen, wollen wir mit einen Glas Sekt anstoßen' und vor Freude darüber gab sie ihm einen Kuss, denn er war für die Stute Hella und ihr Fohlen ein guter Geburtshelfer gewesen. Die Fürstin meinte: 'Wir sollten dem Fohlen auch einen Namen geben, wie wäre es wenn ich es Mona nennen würde. Sie ist ja am Montag geboren.''Das ist eine gute Idee' sagte Herr Schneider und sie hatten es kaum ausgesprochen da erschien ganz unverhofft der Fürst.
Er hörte das fröhliche lachen seiner Frau, das bei ihm tiefes Misstrauen ausgelöst hat. Nach allem Anschein nach sah es doch so aus, als ob seine Frau ein Verhältnis mit dem Stallmeister unterhielt.Und der Fürst in seiner großen Eifersucht schrie seine Frau an und fragte: 'Wie lange treibt ihr zwei das schon hinter meinem Rücken?'
Die Fürstin wollte ihrem Mann erklären, was sich hier abgespielt hat, dass Hella ihr Fohlen bekommen hat, das war hier ja auch deutlich zu erkennen.
Auch der Stallmeister wollte noch etwas dazu sagen.
Der Fürst aber war so voller Hass und Misstrauen seiner Gemahlin gegenüber, dass er nicht mit sich reden lies. Er kündigte seinem Stallmeister auf der Stelle und zu seiner Frau sagte er: 'Dich will ich hier nicht mehr sehen.'
Die Fürstin sagte: 'Rudolf du weißt ja gar nicht was du durch deine Eifersucht hier angerichtet hast.'Nach der hässlichen Auseinandersetzung, packte die Fürstin ihre Koffer. Keine Sekunde wollte sie noch länger bei ihrem Gatten bleiben. Obwohl sie eine durchwachte Nacht hinter sich gebracht hatte, müsste sie eigentlich ins Bett gehen. Bei ihrem Mann bleiben wollte sie auch nicht mehr, dafür hatte er sie zu tiefst verletzt, denn das Maas war endgültig voll.
Die Fürstin wollte zu einer ehemaligen Schulfreundin fahren, die nicht all zu weit von hier wohnt. Beide waren zusammen im selben Internat gewesen und hatten sich nie ganz aus den Augen verloren. Denn so viel die Fürstin noch wusste, lebt ihre Freundin nach dem Tod ihres Gatten alleine in ihrer großen Villa.
Als sie dann kurze Zeit später vor ihrer Freundin Irene stand, war sie über den frühen und unverhofften Besuch freudig überrascht und fragte: 'Sybille, was führt dich schon so früh zu mir, da stimmt doch etwas nicht, man sieht es dir ja direkt an.'
Da rollten bei der Fürstin schon die Tränen.
'Komm erst einmal rein, dann erzählst du mir der Reihe nach was passiert ist. Zuerst wollen wir zwei einmal frühstücken, mit einem vollen Magen läst es sich besser reden ich denke, dass du noch nichts gegessen hast.'
Nach der kleinen Stärkung erzählte Sybille ihrer Freundin Irene was sich an diesem Verhängnisvollen Morgen ab gespielt hatte und sagte: 'Meine StuteHella hatte ihr erstes Fohlen bekommen. Und unser Stallmeister Herr Schneider hatte mich gerufen, ich selber hatte ihn gebeten, wenn meine Hella unruhig wird, dass er mich umgehend verständigen sollte.'
Denn ich wollte doch bei der ersten Geburt mit dabei sein. Nachdem alles so glücklich verlaufen war, stießen wir auf das freudige Ereignis mit einen Glas Sekt an. Vor Freude darüber, gab ich unserem Stallmeister einen flüchtigen Kuss auf beide Wangen. Gerade zur selben Zeit erschien mein Mann. Er war außer sich vor Eifersucht.
'Er beschuldigte mich, dass ich ein Verhältnis mit unserem Stallmeister hätte, was natürlich nicht der Fall war. Daraufhin kündigte er ihm. Und ich sollte auch sofort sein Schloss verlassen.'
'Das hast du richtig gemacht' sagte die Freundin: 'Ich könnte mir zwar denken, dass dein Mann es schon bereut hat, dass er so böse zu dir war. So wie die Dinge hier liegen, kannst du selbstverständlich bei mir wohnen' sagte Irene. 'Wie du bereits weist, lebe ich ja alleine in meiner großen Villa.'
Dennoch konnte die Fürstin nicht damit nicht fertig werden, zu tief wurde sie von ihrem Gemahl enttäuscht, das schadete ihren angeschlagenen Nerven nur noch mehr.
Das fiel der Freundin sofort auf und sagte: 'Sybille gehe ein wenig an die frische Luft, du siehst mir ein wenig zu blass aus.'
Darauf erwiderte Sybille: 'Ich glaube, dass ich schwanger bin, mir ist es morgens immer speiübel.''Dann rate ich dir dringend einen Arzt auf zu suchen. Am besten du gehst gleich zum Frauenarzt, der kann bestätigen ob eine Schwangerschaft bei dir vorliegt und du bist beruhigt' sagte Irene.
'Da hast du recht' erwiderte Sybille 'ich werde morgen zum Frauenarzt gehen.'
Und richtig die Fürstin war im zweiten Monat schwanger. Der Arzt empfahl ihr, sich zu schonen und jegliche Aufregung zu vermeiden.
Irene konnte gar nicht abwarten, was die Untersuchung gebracht hatte,bis zu dem Moment als Sybille ihr gesagt hat, dass sie ein Kind erwartet.
'Das ist doch mal eine gute Nachricht Sybille' sagte Irene 'damit kommt doch wieder Leben in mein Haus.'
'Du meinst, dass ich dann mit meinem Kind bei dir wohnen darf?'
'Das ist doch selbstverständlich' erwiderte Irene.
'Das ist aber lieb von dir ich freue mich, dass ich bei dir wohnen darf' sagte Sybille, in meinem Zustand wüsste ich auch nicht wohin ich gehen sollte. Meine Eltern sind leider viel zu früh gestorben. Und zu den Verwandten meines Mannes möchte ich erst recht nicht gehen.
Irene war derselben Ansicht und sagte: ' Ich kann dich auch gut verstehen wie dir jetzt zumute ist. Mach dir darüber keine Sorgen, wir zwei werden das Kind schon schaukeln. Ich bin auch glücklich, dass du hier bist. Und es dauert nicht mehr lange Sybille dann sind wir schon zu dritt.'So vergingen die Monate, die Fürstin Sybille hatte sich bei ihrer Freundin eingelebt. Sie bereitete sich auf die Geburt ihres Kindes vor, dafür hatte sie ein schönes Kinderzimmer in der Villa eingerichtet. Beide Frauen freuten sich schon auf den neuen Erdenbürger, der ja bald das Licht der Welt erblicken wird.
An einem Sonntagmorgen, brachte die Fürstin einen strammen Jungen zur Welt. Seine schönen blauen Augen hatte er von seinem Vater geerbt, auch die dunklen Haare erinnerten die Fürstin an ihren Mann, was sie immer noch schmerzte. Noch liebt sie ihren Mann und konnte ihn einfach nicht vergessen. Zu einer Versöhnung mit ihm, dazu war sie noch nicht bereit, weil er sie zu tief verletzt und gekränkt hat.
Irene gratulierte Sybille zu ihrem Buben und meinte: 'Willst du deinem Mann nicht sagen, dass er Vater eines Jungen geworden ist.'
'Das kann und will ich jetzt noch nicht, er hatte mich in meiner Ehre als Frau zu tief verletzt, vielleicht später einmal.'
Und wieder verging die Zeit ohne, dass sich groß etwas geändert hatte. Nur der kleine Sohn der Fürstin, ist mittlerweile vier Jahre alt geworden, er machte seiner Mutter viel Freude.
Auch Irene mochte den kleinen Rudolf. Sie ging deshalb auch mit ihm und seiner Mutter öfters spazieren.
Aber heute wollten sie zum nahe gelegenen See gehen, wo der kleine Rudolf mit Freude die Enten fütterte.
Da sagte Irene: 'Wir könnten doch Morgen mit Rudolf in den Zoo gehen'
Als er das hörte, klatschte Rudolf voller Freude mit seinen kleinen Händchen und sagte: 'Mama darauf freue ich mich aber.'
Seine Mutter war damit einverstanden und sagte: 'Wenn du heute Abend zeitig ins Bett gehst Rudolf, dann gehen wir morgen in den Zoo. Es wird für dich ein anstrengender Tag werden.'Im Zoo konnte Rudolf sich dann nicht genug satt sehen, immer wieder sah er andere Tiere, vor allen hatten es ihm die vielen Affen und die Papageien angetan.
Aber so langsam zeigten sich bei der Fürstin und ihrer Freundin vom vielen herum laufen die ersten Müdigkeitserscheinungen, während Rudolf noch quietschvergnügt war.
Darüber mussten sich die beiden Frauen doch sehr wundern, dass Rudolf mit seinen fünf Jahren noch so munter war.
Da sagte die Fürstin: 'Wir wollen uns ein wenig ausruhen. Meine Füße schmerzen mir vom vielen Laufen.' Sie fanden nahe beim Spielplatz eine Bank.
Auch Irene war derselben Meinung und war froh, dass sie sich ausruhen konnte. Rudolf entdeckte gleich den Spielplatz, wo noch andere Kinder spielten. Die Schaukel hatte es ihm angetan.Seine Mutter ermahnte Rudolf und sagte: 'Lauf nur nicht weg, Tante Irene und ich ruhen uns ein wenig aus.'
Das hatte der kleine Rudolf schon bald vergessen. Und ging mit einigen Kindern zum nahegelegenen See. Dort wollte er zusehen wie sie die Enten und Schwäne füttern wollten.
Da auch Rudolf selber die Enten füttern wollte, bat er den größeren Jungen, dass er ihm doch etwas von seinem Futter ab geben sollte. Der hörte gar nicht darauf, im Gegenteil er schubste Rudolf an die Seite. Dabei verlor Rudolf, das Gleichgewicht und fiel ins Wasser. Durch das Schreien der Kinder; die in Panik geraten waren, wurde ein Fußgänger darauf aufmerksam gemacht. Er lief auf die schreienden Kinder zu. Da bemerkte der Mann erst was geschehen war, ein Kind war ins Wasser gefallen, das wie wild mit seinen Händen um sich schlug. Der Mann überlegte gar nicht lange und zog das hilflose Kind aus dem Wasser.
'Da haben wir noch einmal Glück gehabt mein Junge, ich konnte dich in letzter Minute vor dem ertrinken retten.'
Der Fürstin und ihrer Freundin Irene, die das Schreien der Kinder auch gehört haben, schwante nichts Gutes und sie dachten dabei an Rudolf. Sie hatten ihn schon vermist. Zu ihrem Erstaunen, sah die Fürstin, dass ein Mann ihren Jungen auf dem Arm hielt. Die Fürstin wollte sich schon auf den Mann stürzen, um Rudolf an sich zu reißen. Im selben Moment erkannte sie, dass es ihr Mann war.Auch der Fürst war nicht minder erstaunt, seine Gattin vor sich zu haben, damit hatte er am allerwenigsten gerechnet. Um so mehr freute er sich endlich seine Gemahlin wieder zu sehen.Es vergingen nur wenige Sekunden bis beide ihre Sprache wieder fanden. Die Fürstin sagte: 'Rudolf, du hast soeben dein Kind vor dem Ertrinken gerettet dafür möchte ich mich bei dir bedanken.'Dem Fürst verschlug es die Sprache, dass er Vater von so einem netten Jungen ist und wollte auch noch mehr darüber erfahren. Die Fürstin aber winkte ab und sagte: 'Erst muss ich unserem Sohn die nasse Kleidung aus ziehen, er braucht dringend trockene Wäsche sonst holt er sich am Ende noch eine Lungenentzündung.
Darauf sagte der Fürst: 'Mein Auto steht nicht weit von hier, denn es galt doch seinen Sohn vor einer Erkältung zu bewaren.'
In der Villa bereitete Irene für den kleinen Rudolf ein Bad und brachte ihm anschließend in sein Bett.Der kleine Rudolf fragte: 'Tante Irene, wer war der Mann, der hatte doch zu meiner Mama Du gesagt'
Tante Irene aber beruhigte ihn und sagte: 'Darüber reden wir morgen weiter, erst musst du schlafen, denn der Tag war sehr anstrengend für dich gewesen..' Mit einem zufriedenen Lächeln schlief Rudolf ein.
In der Zwischenzeit hatte der Fürst sich mit seiner Gemahlin ausgesprochen. Er sagte zu ihr: 'Ich glaube, das war eine Fügung Gottes gewesen, dass er uns auf etwas ungewöhnliche Art und Weise wieder zusammen geführt hat.'
'Das sehe ich auch so' erwiderte seine Gemahlin.
Auch Irene, die soeben dazu gekommen war sagte: 'Auf dieses freudige Ereignis wollen wir doch anstoßen, wir können auch eine kleine Stärkung gebrauchen' und deckte den Tisch.
Später wollte Irene sich dann diskret zurück ziehen, um dem Fürst und seiner Gemahlin die Gelegenheit zu geben, sich auszusprechen und sich wieder einander näher zu kommen. Immerhin lagen fünf Jahre dazwischen, dass sich die Fürstin von ihrem Gatten getrennt hatte.
Die Fürstin erzählte dann ihrem Gemahl, was sich in den letzten fünf Jahren abgespielt hatte.Daraufhin bat der Fürst seine Gemahlin ihm zu verzeihen. 'Ich hatte dich zu unrecht beschuldigt, weil ich angenommen hatte, dass du mit unserem Stallmeister ein Verhältnis gehabt hattest. Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Herr Schneider unser Stallmeister schrieb mir einen ausführlichen Brief, was an jenem verhängnisvollen Tag geschehen ist. Darauf hin wollte ich nach dir suchen.Aber du warst wie vom Erdboden verschluckt, dabei warst du gar nicht mal so weit von mir entfernt. Dass du bei deiner Freundin warst, daran hatte ich nicht gedacht, denn du hattest nie von ihr gesprochen.'
'Das ist richtig' erwiderte seine Gemahlin, 'nach dem wir geheiratet haben, hatten wir uns nur noch telefonisch mit einander gesprochen, wir haben uns aber nie ganz aus den Augen verloren. Ich war damals froh, dass ich bei ihr wohnen konnte. Sie hatte mir und unserem Sohn eine Heimat gegeben.''Dieses finde ich großartig von deiner Freundin was sie für dich und unseren Sohn getan hat. Du konntest dich doch bei mir melden' sagte der Fürst.
Seine Gemahlin aber sagte: 'Bitte Rudolf erinnere mich nicht mehr daran, du hast mich zu tief gekränkt mit deiner ewigen Eifersucht.'
'Bitte Sybille, verzeih mir noch einmal und komm mit unserem Sohn zurück. Schloss Rosenbeet wartet auf euch.'
'Nur wenn du mir versprichst, nicht grundlos eifersüchtig zu sein, dann erst können wir einen Neuanfang wagen.'
Der Fürst versprach seiner Gemahlin: 'Ich werde alles was in meiner Macht steht für dich tun, die Hauptsache ist doch, dass wir wieder eine glückliche Familie werden.'
Nach dem die Fürstin und ihr Gemahl, sowie der kleine Rudolf schweren Herzen Abschied von Irene genommen hatten, sagte Sybille zu ihrer Freundin 'Schloss Rosenbeet ist immer für dich offen, wir freuen uns, wenn du recht bald davon Gebrauch machst, um uns mit deinem Besuch zu erfreuen.'Irene versprach auch. 'Ich werde euch bald besuchen, alleine schon wegen Rudolf er ist doch meinem Patenkind '
Danach brachte der Fürst seine Gemahlin und seinen Sohn nach Schloss Rosenbeet, wo sie von dem Schlosspersonal auf das herzlichste empfangen wurden.
Die Köchin Liesa weinte Freudentränen, dass die Fürstin wider daheim ist. Immerhin war Liesa schon mehr als dreißig Jahre im Dienste der Fürstenfamilie tätig. Sie hatte schon bei den verstorbenen Eltern des Fürsten Rudolf gedient, von daher gesehen gehörte sie schon zum alten Inventar.Der kleine Rudolf war sehr glücklich, dass er einen Vater bekommen hatte so wie es die anderen Kinder auch haben. Noch mehr freute er sich, dass er in einem so großen Schloss wohnen sollte. Wichtiger war doch, dass Vater und Mutter sich vertragen hatten, obwohl er mit der Mutter bei Tante Irene auch ein gutes zu Hause gehabt hat, aber auf Schloss Rosenbeet war es noch viel schöner, das sagte er auch zu seinem Vater.
Der Fürst versprach seinem Sohn, dass er ein eigenes Pferd bekommt. 'Noch bist du zu klein dafür, aber im nächsten Jahr darfst du auf ein Pony reiten, ich selber werde dir Reitunterricht erteilen.'Darüber war Rudolf mehr als zufrieden, von nun an hatte er doch alles was sich ein Kinderherz nur wünschen konnte.
Vom heutigen Tag an, verlief das Leben auf Schloss Rosenbeet, wieder wie zuvor. Die Fürstin konnte sich wieder liebevoll um ihre Rosen kümmern.









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