Wenn ?rzte nicht mehr weiter wissen, kommt die Liebe Teil 20

Autor: sandy
veröffentlicht am: 13.03.2009




Rauch stieg in die Luft in den dunklen Gassen von Detroit und nur helle Vierecke an den W?nden der H?user liessen erkennen, dass hier ?berhaupt Leben existierte.
Von einem der Fenster eines Hauses, drang Musik die sich dann mit den Kl?ngen der Grossstadt vermischte und von aussen her, kaum Eindruck schindete oder st?rte. Im Gegenteil, sie passte dazu, und verlieh dem ganzen den letzen Schliff und den letzten Klecks schwarzer Farbe.
F?r alle die an dieser Stelle etwas verwirrt sind will ich nun erkl?ren wo man sich hier ?berhaupt befindet mit folgender Einleitung:
Ethan Gawlich war einer der Typen, mit denen man nur zu tun hatte, wenn man Stoff wollte. Er war auf der Partyszene f?r viele ein wichtiges Highlight geworden, was er selbst in vollen Z?gen auskostete. Wenn man ihm den Stoff abkaufen wollte, brauchte man schon Geld, denn er war einer der Menschen die nach dem Motto, Das Leben ist teuer, lebten.
Er war 20 Jahre alt und hatte die Highschool nie zu Ende gebracht. Als er das vorletzte Jahr zwei Mal wiederholen musste, gab er es auf und schmiss alles hin.
Seitdem ist er in der Drogen Szene t?tig und lebt auf Kosten der andren. Er geh?rte zu den Sorten von Menschen mit denen man sich besser nicht anlegt? Aber leider mussten es ein paar immer wieder darauf anlegen?
In einer der entlegensten Gassen von Detroit, in einem ziemlich runtergekommenen Haus brannte nun also in dieser M?rznacht immer noch Licht. Das Zimmer, dem es Licht spendete war so runtergekommen und sah so veraltet aus, das man meinen konnte, es w?re 200 Jahre alt. Die Holzdielen knarrten unter den F?ssen und ein von Motten zerfressener Teppich zierte das ganze. An dem rechteckigen Tisch sassen drei junge M?nner und blickten ernst in die Runde.
Ethan selbst sass zuoberst und trommelte mit dem Finger auf das Holz. Daumen und Zeigefinger waren gelb gef?rbt von Nikotin und der Fingernagel seines Zeigefingers war schwarz. Er sah m?de aus, allerdings kein bisschen schwach. Im Gegenteil die herabsinkenden Schultern und die Arme die er auf den Tisch ausgebreitet hatte, liessen ihn nur noch massiger wirken. Seine grossen schwarzen Augen blickten jeden genausten an, als ob er sie bei irgendetwas erwischen wollte. Wie seine Augen, waren auch seine Haare pechschwarz. Sie reichten ihm bis an die Ohren. Tiefe Ringe waren unter seinen Augen und er kneifte diese kurz zusammen nur um sie dann blitzschnell wieder aufzumachen.
'Also? Was ist nun?' seine Stimme war klar und deutlich und man konnte einen strengen Ton daraus herauslesen. 'Das war ein klares Angebot, kn?pft euch diese Mistkerle vor und bringt mir dann mein Geld. Sie schulden mit insgesamt 300 Dollar.' 'Ich w?rde vorschlagen dass wir das Geld einfach f?r uns behalten. Ethan es ist nicht mein Problem ob sie dir Geld schulden. Wir sind nicht billig und ich mache das sicher nicht umsonst.' Meldete sich ein ziemlich muskul?ser Kerl zu Wort. Ethan grinste. 'Jimmy? bedeutet es dir gar nichts das ich dir mal das Leben gerettet habe?' 'Fang nicht wieder damit an Ethan. Du wei?t genau dass diese Masche nichts mehr bringt. Du willst Rache? Dann ?berlass die Kohle mir, denn wenn ich es mir recht ?berlege, hatte ich bei dir sowieso noch was gut.' Ethan fuhr sich kurz durch sein Haar. 'Die H?lfte.' 'Drei Viertel.' Brummte Jimmy und seine Augen blitzen. Ethan seufzte und sah seine beiden Kollegen an. 'Na gut, aber daf?r will ich diese Penner tot sehen! Ist das klar?' Der Andere der neben Jimmy sass grinste und dr?ckte seine Zigarette aus. 'Nat?rlich.' 'Nicht so hastig! Wie sehen die Kerle aus und wo finden wir sie?'
Ein Foto wurde auf den Tisch geknallt das dann von ziemlich dicken Wurstfingern aufgehoben wurde. 'Sie sind recht bekannt und treiben sich gerne in der N?he der Schule auf. Wenn sie dort nicht sind, m?sst ihr nur ein paar der Leute fragen die dort ebenfalls rumh?ngen. Sie sind nicht schwer zu finden.' 'Namen?' 'Die sind nicht wichtig. Nur das sie die nicht mehr aussprechen k?nnen, liegt mir wirklich am Herzen.' Ein b?ses L?cheln umspielte seine schmalen Lippen. 'Wie sie diese Welt verlassen, ?berlasse ich euch. Seid kreativ. Sie sollen nur wissen, das man mit mir nicht spielt.'
Der darauf folgende Morgen brachte Sonnenschein und einen Freitag. Aufregung herrschte, denn man hatte ein l?ngeres Wochenende vor sich. Der Montag viel aus, weil da die Lehrer eine Weiterbildung hatten und so konnten sich die meisten auf vier Tage Erholung freuen.Am Morgen hatten sie nach Englisch, Sport. Das war Hannahs Lieblingsfach, denn sie spielten meistens Fussball und sie liebte diese Sportart. Aber an diesem Tag, wurde sie leider entt?uscht, wenn das ?berhaupt das richtige Wort war. Sie setzen sich alle hin und Mr. Jackson verk?ndete voller Motivation, das sie die n?chsten Stunden damit verbringen werden um Standartt?nze zu lernen. Hannah fiel die Kinnlade herunter. Es gab wenig Begeisterung, vor allem da man die Gruppen nicht selber machen durfte. Hannah sah verzweifelt zu Kate, die ebenso hilflos aussah. Neben ihnen schmiedete Mike schon einen Plan wie er sich unauff?llig aus der Halle schleichen k?nnte. Als Mr. Jackson eine Liste hervor nahm und die Gruppen vorlass, sank die Stimmung ins Bodenlose. Hannah aber wartete immer noch darauf, dass sie jemandem zugeteilt wurde. 'Hannah? du tanzt mit Anthony zusammen.' Ihr Herz begann zu pochen? Was??!! Nein! Sie konnte doch nicht tanzen! Da machte sie sich doch nur l?cherlich! Sie sah zu Anthony hin?ber der ihr kurz zuzwinkerte. Alle standen nun auf und bildeten zweier Gruppen. Sch?chtern ging Hannah zu Anthony hin und l?chelte ein wenig nerv?s. 'So ein Scheiss.' Brummte er ihr zu. Sie nickte nur. Als ihnen Mr. Jackson die Grundschritte vorgef?hrt hatte, versuchten sie es selber. Als Anthony seine Hand auf ihre H?fte legte, konnte sie nicht verhindern, dass ihr eine G?nsehaut den R?cken hinauf kroch.Er zog sie ein wenig n?her zu sich und ihr stockte f?r einen Moment der Atem. Sie sahen sich kurz direkt in die Augen und er l?chelte. 'Was m?ssen wir machen?' 'K- keine Ahnung. Beweg dich einfach.' Er grinste und sie bewegten irgendwie ihre F?sse. Hannah sah zu den anderen. Kate musste mit Charlie tanzen einem total durch geknallten Punk, mit gr?nen Haaren die er mit viel Gel nach oben gestreckt hatte. Sie warf ihr einen belustigten Blick zu. Mike musste mit Donna tanzen, der besten Freundin vom Ashley. Sie musste sich einen Lacher verkneifen als diese versuchte Mike mit einem schlecht dargestellten Bauchtanz zu beeindrucken, der aber nur die Nase r?mpfte. Auch Anthony hatte ihn gesehen und sch?ttelte den Kopf. 'Ich kann sie nicht ausstehen.' Sagte er leise. Hannah sah ihn erstaunt an. 'Echt?' Das sieht aber manchmal ganz anders aus.' Er grinste. 'Was machst du nachher?' Sie zuckte kurz mit den Schultern. 'Gehen wir was trinken? Ich lade dich ein.' Ihr Herz ?berschlug sich fast. 'Ja, klar! Gern!'
Die Turnstunde war die reinste Katastrophe! Jeder war froh als sie endete. Nur Hannah w?re am liebsten noch den ganzen Tag mit Anthony dort gestanden.
Als dann endlich die Schulglocke das Ede des Unterrichtes ank?ndigte, liefen alle hinaus.Hannah wartete draussen auf Anthony. Als er raus kam war er allerdings nicht allein. Ashley klebte neuerdings an ihm wie ein Warzenpflaster und vernichtete jede kleine Gelegenheit um mit ihm mal zusammen zu sein. Hannah rechnete schon damit, dass er sie versetzen w?rde, wegen dieser Schnepfe, aber da wurde sie von ihm zum ersten Mal ?berrascht. 'Sorry, ich hab schon was vor.' Er ging zu ihr und grinste. 'Kommst du?' 'Ja klar.' L?chelte sie und warf einen Blick zu Ashley sie aussah als h?tte man ihr gerade eine schallende Ohrfeige gegeben.Sie gingen in ein kleines Lokal Namens Joe's. Dort landeten sie immer fr?her oder sp?ter, wenn sie etwas unternahmen. Anthony wollte sich eigentlich ein Bier bestellen, als Hannah pl?tzlich Einspruch erhebte. 'Nein? du wei?t doch, dass du das nicht trinken darfst.' Sie f?hlte sich als w?re sie seine Ehefrau, die ihn ermahnte. Er sah sie verwirrt an. 'Wieso nicht?' 'Hast du nicht geh?rt, was Mr. Wood gesagt hat? Kein Alkohol.' Er grinste sp?ttisch. 'Ist doch egal. Ein Bier wird mich schon nicht umbringen.' 'Vielleicht schon? Bitte nimm was anderes!' sie sah ihn flehend an. 'Hannah tu jetzt nicht so! Es ist nur ein Bier.' 'Bitte.' Er biss sich kurz auf die Unterlippe. 'Cola.' Brummte er dann schliesslich und die Dame warf ihm einen belustigten Blick zu. Hannah l?chelte. 'Danke, ich bin stolz auf dich!' Er grinste. 'Na ja? wenn du meinst.' Er nahm eine Packung Zigaretten hervor und knallte sie wie immer auf den Tisch. Hannah runzelte die Stirn. 'Willst du etwa rauchen?' 'Was denn sonst?' er wollte zur Packung greifen, aber Hannah war schneller und schnappte sie weg. 'Du sollst das doch nicht mehr! Oder willst du etwa wieder im Krankenhaus landen?' Er sah sie etwas erstaunt an. Niemand hatte sich bisher getraut ihm einfach eine Sache vor der Nase wegzuschnappen! 'Ich kann nicht von heute auf Morgen aufh?ren! Ich hab heute Morgen nicht und das ist ein Erfolg, aber jetzt brauch ich eine. Und zwar schnell!' Sie presste kurz die Lippen aufeinander. 'Kannst du nicht noch warten?' Er musste grinsen. 'Nein, kann ich nicht. Komm schon Hannah!' Sie gab ihm die Packung zur?ck. 'Aber nur eine!' 'Ja, ja.' Er z?ndete sich eine Zigarette an und zog gen?sslich an ihr. 'ohh? das tut gut.' Brummte er und lehnte sich gelassen zur?ck. Hannah r?mpfte die Nase, was ihm nicht entging. 'Hey ich reiss mich echt zusammen? ist halt schwer, davon loszukommen, also mach du es mir nicht auch noch schwer!' 'Ist ja gut. Ich meine es ja nur gut. Ich will dich nicht wieder im Krankenhaus sehen.' Murmelte sie und sah auf ihre H?nde auf der Tischplatte. 'Ja, wegen der Sache?' brummte er, zog nochmals an seiner Zigarette, blies den Rauch in die Luft und stellte sie in den Aschenbecher vor ihm. '... Bin ich eigentlich hier. Ich will dir was geben.' Hannah sah erstaunt auf. 'Was mir?' 'Nein, dir.' Grinste er und griff in seine Jackentasche. Er nahm ein winziges P?ckchen hervor, das in schlichtes, weisses Papier eingepackt wurde. 'Sorry? ich hatte nichts zum einpacken.' Lachte er. Hannah l?chelte. 'Kein Problem. Oh vielen Dank!' Sie beugte sich ?ber den Tisch und umarmte ihn. Er lachte. 'Ja, mach es doch zuerst auf, ich weis ja nicht ob es dir gef?llt.' Sie sah ihn gl?cklich an. 'Wie komme ich denn zu dieser Ehre?' faltete die H?nde auf dem Tisch und beugte sich vor. 'Du warst eine der wenigen die fast jeden Tag im Krankenhaus waren. Als es mir ?bel ging warst du da? und das fand ich echt s?ss.' Sie l?chelte ihn an und er konnte das funkeln in ihren grossen, gr?nen Augen sehen. Sie machte sich daran vorsichtig das Papier von dem viereckigen Ding zu l?sen. Eine kleine Schachtel aus Karton kam zum Vorschein, die Hannah oben ?ffnete.
Ihre Augen weiteten sich. Darin lag eine goldene, feine Halskette mit ihrem Anfangsbuchstaben. H. Sie kippte die kleine Schachtel und sie viel ihr in die Hand. Sie war ganz fein und das H war nur so klein wie ein Fingernagel, aber das ganze reichte um ihr Herz wie verr?ckt klopfen zu lassen. 'Oh Anthony es ist wundersch?n! Vielen, vielen Dank!!' Sie umarmte ihn gleich nochmals und er musste lachen. 'Schon okay Kleines.' 'Ist die etwa echt?' Er sch?ttelte den Kopf. 'Nein! Das k?nnte ich mir niemals leisten! Ich hoffe die hier tut es auch.' 'Sicher.' L?chelte sie und zog sie gleich an. 'Vielen Dank Anthony!'Hannah war seit langem wieder richtig gut drauf! Sie lachte und scherzte mit Anthony und genoss jeden Moment den sie mit ihm hier verbrachte. Schliesslich wusste sie nur zu gut, dass sie lange warten konnte bis sie so ein Ereignis wieder erleben durfte. Die zwei waren so besch?ftigt, dass sie nicht merkten wie sich zwei Gestalten aus dem Lokal schlichen.Der muskul?sere Kerl warf noch einen Blick auf Anthony bevor er dann schliesslich mit seinem Kumpel auf die Strasse ging. Dort setzten sie sich in den Wagen und der einte nahm l?ssig seine Sonnenbrille ab. 'Den einten Scheisskerl h?tten wir.







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