Wenn Ärzte nicht mehr weiter wissen, kommt die Liebe Teil 13

Autor: sandy
veröffentlicht am: 04.09.2008




Hannah liess sich wütend und deprimiert auf ihr Bett fallen und schnappte sich ihr Handy um Kate anzurufen. Es ging keiner ran! Also versuchte sie es bei ihr zu Hause.
Ihre Schwester Laura nahm ab. 'Hey hier ist Hannah!' 'Oh hallo Han! Wie geht's dir?'
'Gut danke. Dir?' 'Nicht schlecht eigentlich. Du willst bestimmt Kate oder?'
'Ja…' 'Warte kurz. Kate!!' rief Laure wahrscheinlich quer durch die Wohnung.
'Was?!' ertönte die schwache Stimme von Kate aus der Küche. 'Es ist Hannah!'
'Schrei doch nicht so rum!' nun war Kates Stimme näher.
'Man könnte meinen es sei der Papst der gerade am anderen Ende sitzt.' Sie nahm ihr den Höher ab und Laura grinste. Sie war das krasse Gegenteil ihrer Schwester.
Braune lange Haare, dunkle Augen, etwas mehr Rundungen und ein wenig grösser.
Kate hätte ihre kurzen blonden Haare, gerne mit denen ihrer Schwester getauscht. Aber leider waren bei, die Gene ihrer Mutter stärker gewesen. Mist!
'Hey Han!' 'Hallo! Hast du kurz Zeit?' 'Wir essen so in zehn Minuten… aber meine Schwester kommt sicher ohne mich besser zu recht. Was gibt's?'
'Es geht um Anthony.' Kate spürte wie ihr eine Gänsehaut empor kroch. Ängstlich blickte sie in der Wohnung herum. 'Wieso was fehlt ihm?!' fragte sie sofort und biss sich auf die Lippen. 'Gar nichts! Ihm geht's wieder blendend!' sagte Hannah, doch es klang nicht wirklich so als würde sie sich darüber freuen. Kate jedoch fiel ein Stein vom Herzen. Sie atmete tief aus. Sie hatte sich schon das schlimmste ausgemalt. 'Oh sehr gut… aber, warum bist du denn so down?' 'Ashley war heute bei ihm… sie ist aus dem Fahrstuhl ausgestiegen, als ich reingehen wollte.' 'Hat sie dich gesehen?' Kate hatte angefangen mit dem Telefon Kabel zu spielen. Sie wickelte ihn sich um die Finger.
'Ja… aber wir haben beide so getan als gäbe es denn anderen nicht. Ich ging zu Anthony rein und dann…' Hannah erzählte was sie miteinander besprochen hatten. Kate war aber überhaupt nicht verwundert.
'Das war ja so klar.' 'Was??' 'Das die sich wieder einschleimt um bei ihm wieder gut da zu stehen.' Hannah stutze. Sie wusste schon. Nur dass er ihr das einfach so sagen würde, damit hatte sie nicht gerechnet. Es war schon schlimm genug zu wissen, das er es jede Nacht mit einer anderen tat. Das er es jetzt wahrscheinlich noch in einem Hinterzimmerchen von dem Krankenhaus mit Ashley treiben würde um nicht ein zu rosten, das brauchte sie wirklich nicht zu wissen. 'Hannah??' Kates Stimme riss sie wieder in die Wirklichkeit.
'Hmm??' 'Ich muss aufhören… Das Essen ist fertig… Aber wir sehen uns morgen okay?''Ja, okay bye!' 'Bye!'
Ein Knacken in der Leitung dann hupte es. Hannah legte ihr Handy weg und blickte zum Fenster.
Auf dem Fensterbrett war ein kleines schwarzes Buch. Eine Bibel. Hannah hatte sie nicht angerührt. Sie betrachtete das Goldene Kreuz. Ihre Mutter und ihr Vater glaubten sehr an Gott. An den Allmächtigen, an den Schöpfer. Nur Hannah konnte nie so recht was mit diesen Sachen und mit dem Geschwafel von Jesus und Engel und Himmel und Hölle anfangen. Sie glaubte sie sei schon in der Hölle. Gefesselt an ihre eigenen Gefühle zu einem Jungen der sie nicht so sieht wie sie ihn. Wohnhaft in einer Stadt, aus der sie am liebsten geflohen wäre. Und in einem Land, an das sie sich gar nicht so recht gebunden fühlte. Sie sah die Bibel lange nachdenklich an. Gibt es dich wirklich? flüsterte sie in Gedanken und sah hinaus zu dem schon dunkelblauen Himmel.

Am nächsten Tag wurde sie von einem Geräusch geweckt das sich halb nach einem Motor, halb nach einem sterbenden Tier anhörte. Sie sah auf ihren Wecker. Es war erst sechs Uhr! Eigentlich hätte sie noch eine Stunde schlafen können! Die Schule fing ja erst um acht statt!Ärgerlich erhob sie sich und schlurfte hinunter in die Küche.
Ihre Mutter war dabei beschäftigt, Bananen in einem Mixer mit Milch zu vermischen. Sie lächelte kurz als sie Hannah sah. 'Hey. Hab ich dich geweckt?' sie hatte anscheinend wieder gute Laune und Hannah war sich ganz sicher, das sie ihr Vater ein wenig beruhigt hatte.'Jah… was machst du denn da? Das machst du doch sonst nicht?'
'Oh… das… das ist für deinen etwas zu rundlichen Vater! Der Arzt meint schon lange er müsse ein wenig abnehmen… also gibt es heute Bananen für ihn zum Frühstück!' sie hörte die Schritte ihres Vater die Treppe hinunter kommen. Er murmelte etwas Unverständliches vor sich hin wie: Bananen… bin doch kein Gorilla obwohl sie immer meint ich sehe wie einer aus… lächerlich…. Nur um mich zu ärgern… Arzt ist doch ein Idiot…'
Hannah kicherte und ging wieder raus, nicht ohne ihm ein wenig auf den Bierbauch zu tätscheln. Ihr Vater tat so, als fände er das unglaublich amüsant.
Sie schaltete das Handy an und warf es so gleich in ihre Schultasche um danach duschen zu gehen. Als sie die Tür hinter sich geschlossen hatte und der Wasserstrahl anfing Lärm zu machen, konnte sie kaum den verpassten Anruf einer unbekannten Nummer erahnen, der nun von ihrem Handy angezeigt wird…
Als sie fertig war, zog sie sich an, schnappte sich ihre Tasche und ging nach unten um noch etwas zu frühstücken….
Auf dem Weg in die Schule, wurde sie dann aus ihren Gedanken gerissen. Ihr Handy klingelte. Sie nahm ab. 'Hey Kate!' 'Hannah! Komm bitte schnell zum Krankenhaus!' Kate klang völlig durcheinander. Hannah blieb abrupt stehen und sah wie vom Blitz getroffen auf die Strasse. 'Kate… was… was ist passiert??' 'Es geht um Anthony!' schluchzt sie.'Er… er- hatte so was wie einen Anfall!' 'WAS??!!' Hannah war so als ob ihr Gehirn keine Luft mehr bekäme. Irgendjemand zerrte ihr den Boden unter den Füssen weg und ihr wurde kurz schwindelig. 'Kate… wie geht's ihm??' sie faste sich schnell an den Kopf. Ihr Herz raste und ihr war es als ob ihr jemand heisses und kaltes Wasser nacheinander, den Rücken runter spülen würde. 'Ich… ich weis es auch nicht! Hannah bitte komm bitte zum Krankenhaus!' 'Bist du dort??' 'Nein… noch nicht. Kristine, hat mich versucht anzurufen… ich hab es aber nicht gesehen. Ich glaube es ist in der Nacht passiert!' 'Ich- ich… ' Ein dicker Klos bildete sich in ihrem Hals und hinderte sie am reden. Nein!!! BITTE NICHT!!! NIMM IHN MIR NICHT WEG!!' ging es ihr nur durch den Kopf.
'Komme!' brachte sie mir Mühe und Not heraus, legte auf und rannte so schnell sie nur konnte, in Richtung des Krankenhauses…







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