Wenn Ärzte nicht mehr weiter wissen, kommt die Liebe Teil 2

Autor: sandy
veröffentlicht am: 23.05.2008




Am Nächten Tag erwachte sie erst um elf Uhr. Sie sah an sich herunter und bemerkte dass sie mit ihren Kleidern eingeschlafen war. Ihre Haare waren ganz zerzaust und ihre Kleidung zerknittert.„Na fantastisch…“ murmelte sie. „Okay… immer positiv denken Hannah. Immer positiv denken!“ sie stand auf und ging ins Bad. Dort verschwand sie erstmal für eine Viertelstunde unter der Dusche.Danach bürstete sie sich ihre Knöpfe aus den Haaren, bis sie ihr wieder schön glatt und elegant in ihrer vollen Länge über die Schultern fielen. Sie warf ihre Kleider in den Waschkorb, ging wieder zurück in ihr Zimmer und zog sich an. Eine Jeans mit einem weissen länglichen T-Shirt das ihr bis zur Hüfte reichte. Sie fuhr sich mit ihren Fingern nochmals durch die Haare und schlurfte in die Küche.„Morgen.“ Sagte sie und setzte sich an den Tisch. Ihr Vater las wie immer die Sonntagszeitung und blickte kaum auf. „Na Schätzchen! Hast du gut geschlafen?“ sie biss in einen Toast den ihr ihre Mutter Carmen auf den Teller gelegt hatte und nickte. „Jahh.“ „Gestern ist es wieder spät geworden Schätzchen… hast du dich wieder mit Anthony abgegeben?“ fragte ihre Mutter besorgt und setzte sich gegenüber von ihr. „Jah, aber nachher bin ich ja gleich nach Hause gekommen.“ Murmelte sie.Ihre Mutter wischte ein paar imaginäre Krümel von der Tischplatte. Ihr Äusseres hatte Hannah von ihr geerbt. Schöne lange rote haare und mandelförmige Augen. Manche Menschen die Hannahs Mutter kannten, verwechselten die zwei oft. Sie sahen sich wirklich sehr ähnlich.
Ihr Vater hingegen hatte braune Haare und kastanienbraune Augen. Er hatte einen kleinen Bierbauch und trug eine Brille. Er hatte ein wenig ein rundliches Gesicht, mit dem er nun von seiner Zeitung aufsah. „Hannah du weißt-„ „Ja, ich sollte mich nicht mehr mit ihm abgeben, aber er ist gar nicht so schlimm, wie ihr ihn haltet!“ „Aber-„ „Können wir bitte über was anderes reden?“ murrte sie und ihre Mutter erhob sich seufzend. „Na gut… Also ich war gestern im Supermarkt und das glaubst du nicht! Die haben das Brot um fünf Cent erhöht!“ empört stellte sie ihrem Mann eine Tasse Kaffee hin. Er schüttelte den Kopf. „Bald musst du hier einen Kredit aufnehmen, wenn du hier was kaufen willst.“ Brummte er und vertiefte sich wieder in seine Zeitung.
Hannah ass ihren Toast zu Ende, trank ihren Orangen Saft aus und verdrückte sich wieder in ihr Zimmer.
Was jetzt der Preis von einem Brot war, interessierte sie überhaupt nicht.
Was sollte sie nur den Rest des Tages machen? Sie nahm ihr Handy hervor und wählte die Nummer von Kate. Kate war schon seit Jahren ihre beste Freundin und die einzige die wusste was für Gefühle sie für Anthony empfand.
„Ja?“ ertönte eine Stimme vollkommen verschlafen am anderen Ende.
„Hey! Bist du noch nicht auf?“ sagte Hannah aufgestellt und machte einen Schneidersitz auf ihrem Bett.
„Doch jetzt schon.“ Murrte Kate zurück. „Was machst du heute so?“
„Nicht viel…eigentlich hab ich keine Ahnung…“ „Wie schön, ich zufälligerweise auch nicht. Also wollte ich fragen ob wir uns zusammen langweilen könnten.“
„keine schlechte Idee… Wieso kommst du nicht zu mir. Ich habe gestern von meiner Schwester einen neuen DVD bekommen. Der ist echt lustig. Den können wir uns ja ansehen.“
„Klasse okay…. Wann soll ich kommen?“
„Komm wann du willst. Mom und Das sind ja zusammen zu meiner verrückten Tante nach Missouri, und meine Schwester hat bei ihrem Freund übernachtet.“
„Okay bis dann.“ Sagte Hannah und legte auf.
Sie warf sich ein Jäckchen über, weil es gar nicht so kalt war, schliesslich war es schon März, und machte sich auf den Weg. „Ich bin bei Kate!“ rief sie ihren Eltern zu.
Zehn Minuten später klopfte sie auch schon bei Kate an die Tür. „Hallo! Komm rein!“ begrüsste sie ihre Freundin. Hannah zog sich die Schuhe aus und die zwei liessen sich vor den Fernseher nieder.„und was hast du gestern gemacht?“ fragte K„Nicht viel… wie immer. Ich bin mit Anthony rausgegangen.“
„Gestern Abend hat mir Mike ein SMS geschrieben. Er hat wieder eine Neue. Ich will gar nicht wissen, wo er es dieses Mal mit ihr getrieben hat. Wahrscheinlich auf dem Klo. Wie immer.“ Hannah versetze es einen Stich ins Herz und sie sah schnell auf ein paar DVDs die auf dem Tisch vor ihr lagen.Sie nahm sie und tat so als würde sie die Titel betrachten.
Kate wusste nichts davon dass sie in Anthony verliebt war. Niemand wusste es, ausser sie selbst und manchmal würde sie alles dafür tun, damit sie selbst ebenfalls keinen blassen Schimmer davon hatte.Kate wollte ihre kurzen blonden Haare versuchen zu einem Rossschwanz zusammen zu binden, aber es ging nicht. Ihre braunen Augen schweiften zum Fenster, dann zu Hannah. Sie runzelte kurz die Stirn.
„Alles klar mit dir?“ Hannah sah schnell auf. „Ja, ja klar. Alles bestens…“
Kate griff nach einem DVD. Die Braut, meine Schwiegereltern und ich. Mit einem Grinsen im Gesichte sagte sie: „Wollen wir den gucken? Der ist lustig.“ „Ja, klar!“ lächelte Hannah ein wenig gezwungen.Ich brauche sowieso etwas was mich ein wenig ablenkt.
Sie sahen sich den Film an und lachten zusammen darüber. Das tat Hannah echt gut, vor allem mit Kate die ständig ihre Kommentare dazu gab. „hey! Du sagst so nichts. Sonst bist du immer die, die ihre Komments zum Film dazu gibt! Was ist los?“ „Gar nichts. Ich… bin wohl heute einfach nicht in der Stimmung um Spässchen zu machen.“ „Was ist denn passiert?“ Kate sah sie etwas besorgt an.„Gar nichts wirklich! Mir geht es gut. Echt mach dir keine Sorgen Kate.“ „Ganz sicher?“ „Ja.“ Lächelte sie. Nach dem Film unterhielten sie sich noch über dieses und jenes, bis Hannah dann nach Hause ging.
Der Nachmittag mit Kate hatte ihr echt gut getan. Sie war nun viel fröhlicher und aufgestellter als sonst. Wie die alte Han.
Zuhause angekommen stellte sie sich vor den Spiegel. „du wirst nicht mehr heulen! Du wirst dich jetzt zusammen reissen und, wenn du ihn siehst nicht mehr Herzklopfen bekommen! Hörst du?!“ Sie sah sich ernst an.
Sie hatte keine Lust mehr jeden Abend weinen zu müssen. Wie viele Male sie sich das schon versucht hatte einzureden, wusste sie nicht. Aber nie hatte es gewirkt. Sie lies sich auf das Bett fallen, als plötzlich ihr Handy vibrierte. Sie hatte eine SMS bekommen. Als sie sie öffnete, erkannte sie das sie von Anthony war. Ohne es zu wollen, begann ihr Herz zu klopfen. Sie öffnete sie.

Hej Kleine was machst du gerade? =) hab gerade an dich gedacht und wollte wissen ob du mal raus kommst… kommst du? Kommst du nicht? Hähähähä?? Sag schon?!!

Hannah musste lachen. Typisch Anthony so eine SMS konnte nur von ihm kommen.

Hey Mister Stress! Ja, ich komme raus. Wo treffen wir uns?

Ein paar Sekunden später, kam die Antwort.

Komm doch zu mir!
Okay

Sie setzte sich auf und ging. Anthony wohnte nur zwei Blocks von ihr, deshalb ging sie zu Fuss.Bei ihm angekommen klingelte sie. Ein Geräusch ertönte als hätte jemand bei einer Frage falsch geantwortet und die Tür öffnete sich.
Er wohnte im dritten Stock. Als sie bei seiner Tür angekommen war, stand er schon davor und hob eine Seite seiner Lippen zu einem Lächeln. „Heyyy.“ Sie lächelte zurück. „Hi.“ Sie trat ein, zog sich Schuhe und Jacke aus und sie gingen in sein Zimmer. Es war auch nicht besonders gross. An den Wänden waren überall Poster von Hip- Hop Bands. Es war wie ein Tarnmuster. Wenn Anthony sich an eine Wand gedrückt hätte, hätte man ihn praktisch auf den ersten Blick gar nicht gesehen.Sie setzte sich wie immer auf das Pult, das voller Zeugs war. Kleider, Schulsachen, Stifte, Blätter… Alles verteilt wie Kraut und Rüben. Er setzte sich auf das Bett.
„und wie war es gestern.“ Fragte sie obwohl sie es gar nicht wissen wollte. Er zuckte mit den Schultern. „Nicht schlecht. Wie immer eigentlich.“ „und hast du wieder eine Neue.“ Fragte sie mit abschätzender Stimme. „Nein.“ Sie sah überrascht auf. „Was?“ „Nein.“ Er musste grinsen, weil er ihren überraschten Gesichtsausdruck bemerkt hatte. „Du hast es nicht einmal mit einer gemacht?“ Er schüttelte den Kopf und Hannah fielen tausend Steine vom Herzen. „Aber Mike hat Kate geschrieben, dass du wieder ein paar hattest.“ „Der Typ erzählt viel wenn der Tag lang ist, das weißt du…“ murmelte er. Er zog sich sein Jäckchen aus und machte es sich auf dem Bett bequem. „Und was hast du gestern so gemacht?“ „Nicht viel…ich war zu Hause.“ Er zuckte kurz mit dem Kopf. „Aha…sehr interessant.“
Sie musste lachen und er grinste kurz. „Das findest du wohl komisch, wenn du zu einer herumsitzenden, alten Oma wirst was?“ „Was soll ich denn werden? Eine Tussi die jedem Idioten, alle Wünsche erfüllt? Hay ich bin Hannah und ich werde für heute Abend deine Bettdecke sein.“ Anthony musste anfangen zu lachen. „und ich bin das Kissen oder was?“ „Ja, klar. Und Mike kann ja die Matratze sein.“
Lachend erhob sich Anthony und schloss das Fenster seines Zimmers.
„Oh Han… Du und deine Fantasie.“ Heute war er wieder wie Hannah ihn kannte.
Aufgestellt und lustig. Wenn er mit anderen zusammen war, versuchte er das krampfhaft zu verbergen und lies den lässigen, gefühlskalten Rüpel raushängen. Sogar wenn Hannah in seiner Nähe war.
Bei Hannah war Anthony meistens anders, als wenn er mit anderen unterwegs war. Bei ihr war er ein verdammt guter Freund, der sie zum lachen brachte und der nicht krampfhaft darauf achtete, cool und machomässig zu sein. Wenn Hannah bei ihm war, war er... er war einfach Anthony. So wie er eben immer sein sollte.
„Was hast du denn hier? Ein Vergammeltes Jäckchen oder was?“ grinste sie und hob mit Zeigefinger und Daumen eines hoch. „Tja… ich kann es mir eben leisten neue zu kaufen.“ Grinste er. Sie warf ihm das Jäckchen zu. „Ja, sicher gerade du, du…du…“ „Ja?“ Er nahm das Jäckchen und zielte auf sie. „Komm schon sag’s ruhig.“ Grinste er. Sie musste lachen. „Glatzkopf, ich wette der Winter der kommt, sterben bei dir ein paar Hirnzellen ab. Und zwar die letzen die noch übrig sind bei dir.“ Er warf ihr das Jäckchen wieder zu und kitzelte sie aus.
„Wird nicht frech kleine!“ lachte er. Sie wand sich lachend. „Nein, hör auf, das ist unfair!“
Er hob sie plötzlich auf den Arm. Sie sah ihn ein wenig überrascht an und ihr Herz fing ein wenig schneller an zu schlagen. „Du bist ja voll leicht. Bekommst du nichts zu essen zu Hause oder was?“ Sie streckte ihm die Zunge heraus. „und du kriegst eindeutig zu viel.“ Er tat so als würde er sie los lassen und sie schrie kurz auf. Er musste lachten und lies sie runter. „Angsthase.“
„Wenigstens kein Hornochse.“ Grinste sie und schon hatte sie ein Kissen im Gesicht. Sie musste lachen. „Du fieser kleiner-„ „Ja?“ frage er schelmisch dreinblickend und grinste. Sie nahm das Kissen und warf es zurück. Leider traf sie ihn nicht. Er fing es auf und sie hatte schon das nächste am Kopf.So begann eine heitere Kissenschlacht, bei dem Hannah eindeutig verlor.
Er grinste und lies sich mit zufriedener Mine auf seine Kissenburg fallen. „Ach ist das schön, diese viele Kissen.“ Sie betrachtete ihn. Er lag da mit geschlossenen Augen und seine schmalen Lippen waren zu einen Lächeln gezogen. Sie betrachtete seine Arme, an denen man die Muskeln erkenne konnte und auch eine kleine, feine Narbe, die auch von einer Schlägerei stammte. Er sah so gut aus!„Bin ich so interessant?“ fragte er plötzlich. „Was?“ Hannah blinzelte kurz. Er hatte die Auen gar nicht ganz geschlossen, wie es aufgesehen hatte. Ein Hauch von Rosa stieg ihr ins Gesicht und sie sah schnell weg. „nein, es gibt eindeutig bessere.“ Log sie sich aus der Sache heraus.
Er setze sich auf. „Wann musst du nach Hause?“ „ich sollte jetzt gehen.“ Sie setzte sich auf und er ebenfalls. „ich begleite dich.“ Sagte er. Sie sah ihn etwas überrascht an. „Wie?“ „Ja, es ist schon dunkel. Ich begleite dich nach Hause.“ „Aber das tust du doch sonst nicht?“ „Sei nicht albern. Sicher tu ich das immer. Nur nicht wenn es noch hell ist. Aber jetzt ist es schon dunkler, also nicht mehr hell und deshalb kommen Anthony mit, du kapieren?“ Sie grinste. „Gestern hast du mich aber auch nicht nach Hause gebracht.“ „Ja, weil es da noch hell war.“ Sie musste lächeln.
Das war wieder ein solcher Moment, bei denen er zeigte dass er sie doch gern hatte.
Er begleitete sie nach Hause bis vor die Haustür. „Also dann bis morgen in der Schule!“ „Ja, bis morgen Kleine! Gute Nacht!“ Als sie die Tür hinter sich abgeschlossen hatte, sprang sie kurz in die Luft.
Sie war überglücklich. Das war heute so schön mit ihm gewesen! Überglücklich ging sie rauf in die Wohnung. Heute war ein Abend, der auf ihrem Kissen sicherlich keine Tränen hinterlassen würde.







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Kommentare

Carolin♥

19.04.2011 11:29:30

Ich glaube deine Geschichte wird echt cool ;)


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