Watkins - Leidenschaft eines Piraten Teil 2

Autor: Angel of Summer
veröffentlicht am: 23.05.2008




Tut mir leid, dass ich nicht viel geschrieben habe, ich hoffe in nächster Zeit schaff ich mehr! achso: ich freu mich natürlich über jeden kommentar und ich bin für jede kritik/verbesserungsvorschläge offen. ich hoffe es gefällt euch! glg Karin

„Es macht mich froh zu sehen, dass dir die Kleider passen.“, schmunzelte Watkins. „Hatten alle Frauen, die du hier gefangen gehalten hast, die gleiche Größe oder was?“
„Nein, du bist mit Abstand die zierlichste.“, er biss schmatzend in einen Apfel, „Wobei du trotzdem einen schönen, nicht zu kleinen Busen besitzt.“, er grinste breit. „Du Ferkel! Du hast meine Hilflosigkeit gestern ausgenutzt!“
„Das stimmt nicht ganz. Ich hätte sie ausnutzen können, hab ich aber nicht. Ich hab dich lediglich deiner unbequemen Sachen befreit. Oder wolltest du in einem Korsett schlafen?“
„Ne...“
„Na, also! Jetzt iss anständig.“, er stand auf und schnallte sich sein Pallasch, ein 100cm langer Degen, um, „ich halte es für besser, wenn du heute hier unten bleibst. Was sich draußen in wenigen Minuten abspielen wird ist nichts für eine Lady.“
„Warum? Was genau hast du vor?“ „Bleib einfach hier unten, Okay?“, er trat aus dem Raum. Beleidigt griff Nairima nach einem Stück Weißbrot und kaute wild darauf rum. /jetzt geh ich erst recht hoch! Der glaubt doch nicht wirklich, er könnte mir Befehle erteilen?!/
Plötzlich ein lauter Knall. Die Obstschüssel fiel vom Tisch und der Kerzenleuchter schwenkte hin und her. Nairima klammerte sich an einen der Holzbalken fest. Was war da oben los? Herrschte dort Krieg? Ein Schlag nach dem anderen folgte. Sich überall festkrallend schlängelte sie sich vor bis zur Treppe und zog sich nach oben. Ein vorsichtiger Blick aufs Deck:
Fremde Männer waren auf das Schiff gekommen und lieferten sich mit Captain Watkins Crew einen erbitterten Kampf. Man hörte nur noch die Schreie von Schmerz erleidenden Männern und aneinander prasselnden Klingen. Dazu das laute Krachen der Kanonen. Nairima war entsetzt. Schnell wollte sie in den Bauch des Schiffes zurück, doch sie wurde am Handgelenk festgehalten. „Wer bist du denn?“, von einem fremden, bewaffneten Mann wurde sie gepackt und nach oben gezerrt. „Lass mich los!“, Nairima krisch aus voller Kehle. „Komm, zier dich nicht so.“, er hielt sie am Genick fest und schliff sie mit sich in Richtung der Enterhaken, mit deren Hilfe sie auf das Deck gekommen waren. Er umfasste ihren Bauch und schnappte sich eines der Seile. Nairima zappelte und räkelte sich und biss ihm schließlich so fest wie möglich in den Unterarm. Schmerzerfüllt ließ er sie auf den Boden fallen. „Du Miststück!“, mit einem Klirren zog er sein Schwert und hielt es ihr an die Kehle. Sie versuchte nach hinten weg zu rutschen, doch sie saß direkt am Geländer. Der Mann holte aus, verkrampft kniff sie ihre Augen zusammen und schloss innerlich mit ihrem Leben ab. Auf einmal hörte sie wieder das Geräusch, wenn die Klingen aneinander schlagen. Zaghaft öffnete sie ein Auge und erblickte Captain Watkins schützend vor ihr stehen. Sie machte auch ihr zweites Auge auf und musste direkt mit ansehen, wie der Mann mit durchschnittener Kehle auf den Boden sank. Watkins riss sie am Handgelenk wieder auf die Beine. „Schnell nach unten mit dir!“, er stieß sie in Richtung Eingang. Wie in Trance lief sie an den kämpfenden Männern vorbei. Wieder sah sie etliche Blut überströmte Leichen. Laut schreiend rannte sie weiter. Die rettende Tür schien sich immer weiter zu entfernen. Sie spürte regelrecht, wie sich die schrecklichen Bilder in ihr Hirn einbrannten. „Pass doch auf!“, wieder stellte sich Watkins vor sie und wehrte einen Angreifer ab. Nairima bekam alles nur noch in ihrem Unterbewusstsein mit, das blieb auch Watkins nicht verborgen. Er zog sie hinter sich her und richtete schützend seine Klinge auf. Sie fühlte nicht mal mehr ihre Beine sich bewegen. Mit einem erneuten Schubser befand sie sich wieder drinnen. Der Captain schlug die Tür zu.Nairima fiel auf ihre Knie und begann kläglich zu wimmern. Nie hatte sie so etwas erlebt. Um sich zu beruhigen verschanzte sie sich in ihrem Gemach und zog das Tagebuch aus der Kommode. Mit zitternden Händen suchte sie die Seite, wo sie zuletzt aufgehört hatte. Sie kauerte sich neben ihr Bett und versuchte die mörderischen Geräusche zu überhören. Aufgewühlt konzentrierte sie sich auf den nächsten Eintrag:

7.Mai 1858
Heute werde ich ihm meine Liebe gestehen. Es gibt kein zurück, ich muss es tun. Ständig träume ich davon, wie ich an seiner Seite über die Karibik segle. Es gibt für mich keine schönere Vorstellung mehr. Ich würde ihn heiraten, die anderen Männer müssten ihre Finger von mir lassen. Ich träumte mein Leben, doch heute werde ich beginnen meinen Traum zu leben. Wenn ich ihn sehe, werde ich mein Herz für ihn öffnen...Wünsche mir viel Glück!

Der letzte Eintrag. /Was ist mit ihr passiert? Was hat er mit ihr getan, nachdem sie ihm ihre Liebe gestanden hat? Ist sie nun frei? Hat er sie umgebracht? Was hat er getan?/
Erst jetzt fiel ihr auf, dass alles um sie herum still war. War es vorbei? Unschlüssig schlich sie auf leisen Sohlen wieder nach draußen. Die Stille war Furcht einflößend. Sie schob die schwere Holztür auf, irgendetwas schien davor zu liegen und trat nach draußen. Watkins stand am Steuerrad, anmutig. Sie atmete tief durch. Er hatte die Schlacht gewonnen.
Nairima stellte sich an die Rehling und stierte ins Wasser. Mehrere Holzplatten, Stoff, Fässer und andere Gegenstände folgten ruhig dem Seegang. Dazu war Blut zu erkennen und hungrige Hammerhaie, die dieses gewittert hatten. „Hatte ich dir nicht aufgetragen drinnen zu bleiben?!“Sie zuckte zusammen und drehte sich um: „T-tut mir Leid ich...“, immer noch war sie schockiert von dem was sie gesehen hatte. „Wo ist das andere Schiff? Und wer war das?“
„Das Schiff liegt am Meeresgrund und das waren Freibeuter, die waren schon seit Wochen hinter uns her. Gestern haben sie unseren Standort anscheinend ermittelt.“
„Freibeuter? Also auch Piraten?“
„Nicht ganz.“
Nairima sah ihn schief an. War das nicht das selbe?
„Freibeuter haben eine offizielle Genehmigung zu kapern. So zu sagen also eine staatlich lizenzierte Piraterie.“, Watkins lehnte sich ebenfalls an das Geländer, wieder hatte er einen Zahnstocher im Mundwinkel hängen. „Warum holst du dir nicht auch so eine Genehmigung? Dann könnte man dir wenigstens nichts mehr tun für das, was du verbrockst.“
Er begann herzhaft zu lachen, drehte sich um und lehnte sich nach hinten: „Das ist doch nicht dein Ernst? Du glaubst doch nicht, dass ich so eine Lizenz bekommen würde? Außerdem wäre ja dann das ganze spannende an der Sache ruiniert.“
„Muss man denn immer die Regeln brechen?“
„Hm...Joar...“, er lächelte sie freundlich an und stieß sich von der Rehling ab. „Wenn du dich waschen willst, dann sag bescheid, dann lass ich dir ein Bad einlaufen.“
„Bescheid!“, leise kicherte sie. Ein neues Lächeln huschte über sein Gesicht. „Brad? Lass ihr ein Bad einlaufen.“
„Ai, Kapitän!“, schon spurtete dieser Mann los.
„Captain Watkins? Darf ich dich was fragen?“
„Nur zu.“
„Was ist mit der Frau passiert, die dieses Tagebuch geschrieben hat?“
„Hm?...achso die...Sie ist tot.“
Geschockt hielt sich Nairima eine Hand vor den Mund: „Woran ist sie gestorben? Du hast sie doch nicht etwa...?“
„Was wäre wenn?“
„Du bist ein gewissenloser Mörder!“
„Hab ich etwa gesagt, dass ich sie getötet habe?!“. Nairma schüttelte mit ihrem Kopf. „Du solltest jetzt dein Bad entgegen nehmen.“, ohne sie noch einmal an zu sehen setzte er seinen Hut auf und lief zum Bug des Seegefährtes. Nairima zuckte mit den Achseln und suchte diese Wanne.„Hier lang, Lady.“, Brad, der Pirat, der das Wasser einlassen sollte, winkte ihr zu, „ich bringe dich hin.“
„Dankeschön!“
Sie fand eine große Holzwanne vor.
Brad ging wortlos wieder. Prüfend steckte Nairima einen Finger in das Badewasser, obwohl man am Dampf schon sehen konnte, das es ziemlich warm war. Sie ließ das Kleid von ihrem Körper gleiten und setzte sich in die Wanne. Der warme Inhalt um schmiegte sanft ihren Körper. Sie legte ihren Kopf nach hinten und schloss ihre Augen. Das hatte sie jetzt gebraucht. Sie wusste genau, dass sie damit rechnen musste, dass solche Bilder nun zu ihrem Alltag gehören würden. Dazu war sie schon sehr verblüfft, in welch kurzer Zeit die Schlacht entschieden gewesen war.
/Ist das nun wirklich mein zu Hause? Wenn ich so drüber nachdenke, ist es schon sehr lange her, dass ich ein zu Hause hatte. Seit zwei Wochen bewohnte ich das Gebäude von Sir Taylor. Und was war davor? Ja, ich lebte mit.../
„Du scheinst es ja zu genießen.“, unterbrach die bekannt tiefe Stimme ihre Gedanken. Sie öffnete ihre Augen wieder und zog ihre Knie dicht vor ihre Brust. „Verschwinde!“ „Was denn? Hab dich doch eh schon nackt gesehen.“
„Was?!“
„Na, letzte Nacht. Mir war es leider nicht möglich dich mit verbundenen Augen um zu ziehen, tut mir Leid.“
„Ja, sollte es auch.“, bockte Nairima und drehte ihren Kopf weg. Plötzlich hörte sie ein leichtes Plätschern und die Wellen wurden höher. „Spinnst du! Raus da!!!“, sie war entsetzt, Captain Watkins hatte sich einfach in die Wanne gesetzt. „Die ist groß genug für uns beide.“, grinste er breit. „Ja und? Kannst ja baden gehen, wenn ich fertig bin!“. Er drückte sich am Wannenboden nach vorne und stoppte ganz nah an ihrem Gesicht: „Ich habe noch nie eine Frau erlebt, die so mit mir redet! Völlig respektlos.“
„Und ich habe noch keinen Mann erlebt, der so hochnäsig ist!“
Mit leuchtenden Augen blickte er auf ihre wohl geformten Brüste. Sie folgte seinem Blick. „Hey!!!“, wieder verdeckte sie alles mit ihren Armen. „Wehe, du sabberst ins Wasser!“
„Was wäre dann?“
„Ei...ach, du bringst mich echt zur Verzweiflung. Ich starr dir ja auch nicht sonst wo hin!“
„Kannst du ruhig, wenn du willst.“, wieder setzte er sein Zahncremelächeln auf und posierte mit seinem muskulösen Oberkörper. „Du bist so ein Angeber!...Was machst du denn jetzt?!“, er war ins Wasser untergetaucht und schwamm auf sie zu. Sie zog ihre Füße ein und drückte ihn an seinem Kopf weg. Er tauchte wieder auf: „Du bist ganz schön verklemmt. Wie alt bist du denn?“
„19 und ich bin gar nicht verklemmt!“
„Ach wirklich? Dann beweise es doch.“
„Das hab ich nicht nötig.“, sie drehte ihr Gesicht weg, er lehnte sich zurück gegen die andere Wannenwand. „Erwischt! Du zierst dich, weil du nicht küssen kannst.“, herzhaft lachte er auf. „Das ist doch gar nicht wahr!“ „Aha...glaub ich dir nicht.“
Genervt verdrehte sie die Augen und kam auf ihn zu. Sie nahm sein Gesicht zwischen ihre Hände und berührte zart seine Lippen. Er legte seine Hände in ihre Taille.
Sie zog sich wieder zurück, zog ihre Augenbrauen in die Höhe: „Und was sagst du?“
Er schmatzte zwei mal: „Hm...Ich würde sagen...Dir fehlt ein bisschen die Leidenschaft, das Feuer!.“„So? Findest du? Dann mach's doch besser!“
„Liebend gern. Pass auf, hier kannst du noch was lernen.“, er zog sie mit ihrem Rücken zu erst zu sich, legte ihren Kopf sachte in ihren Nacken und stützte sie dabei mit seinem Oberarm ab. „Schließ die Augen und genieße!“, er kam mit seinem Gesicht auf sie zu und glitt mit seiner Zunge über ihre vollen Lippen, bis sie diese ein kleines Stück öffnete. Er umkreiste die ihre und strich wieder zart um ihre Lippen. Dann wurde er leidenschaftlicher, er legte eine Hand auf ihren Busen und umkreiste genauso ihre Brustwarze. Als sie diese Hand von sich wegnehmen wollte, hielt er sie einfach mit der anderen fest und streichelte unbeeindruckt weiter. Danach strich er zaghaft über ihren Bauch. Sie öffnete ihre Lider wieder und rückte von ihm weg. „Hat's dir nicht gefallen?“
„Kein Stück!“, log sie, denn sie war schon so mächtig aufgeputscht, dass sie sich selber zwang aufzuhören. Sie stieg aus der Wanne und griff nach einem Handtuch, womit sie ihren Körper umschloss. „Wie alt bist du denn, Captain?“ „Dreiundzwanzig.“ „Oh...“
„Was?“ „Du musst auch noch ganz schön üben!“, sie streckte ihm frech die Zunge raus und ging. Er kicherte auf, er hatte genau gespürt, dass es sie angemacht hatte...genauso wie ihn.







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