Searching the Light

Autor: Belladonna
veröffentlicht am: 30.01.2010




Also erst einmal muss ich mich mal wieder für die lange Wartezeit entschuldigen. Ich hoffe wirklich inständig, dass Ihr mir verzeihen könnt. Tja, irgendwie weiß ich nicht so recht, was ich von diesem Teil halten soll, im Grunde genommen, weiß ich nicht mal, was ich überhaupt noch davon halten soll. Meine Geschichte und meine Figuren entwickeln mehr und mehr ein Eigenleben und ich habe kaum noch Kontrolle über das, was geschieht. Scheint fast so, als hätten meine Protagonisten das Zepter an sich gerissen und tanzen jetzt auf den Tischen rum, sinnbildlich gesprochen. Mal sehen, was ich noch so fabriziere, aber bildet Euch doch einfach selbst ein Urteil! Bin für Kritik und Anregungen immer offen, hoffe Ella und Co. sind es auch. xD
Eure Belladonna!


'Was ist denn damals schief gegangen?' fragte ich, nun neugierig geworden.
'Wie bitte?' irritiert sah mein vermeintlicher Bruder mich an.
'Beim Tausch der Seelen. Was ist dabei schief gelaufen?' präzisierte ich.
'So genau weiß ich das nicht, aber den Tod kann man wohl nicht recht überlisten. Vielleicht haben wir den Alten damals auch einfach nur falsch verstanden. Wir sind davon ausgegangen, dass ich meine Seele opfere und du dafür sofort zurück ins Reich der Lebenden kommst. Da lag vermutlich unser Fehler. Bis dato wurde so ein Versuch noch nie gewagt und keiner kannte die Risiken. Ich begegnete später einem sehr klugen Alchemisten, der sich mit dieser Thematik auseinander gesetzt hatte. Seine Tochter war einem Attentat zum Opfer gefallen, welches ihm gegolten hatte. Er wollte mit dieser Schuld nicht leben und den Missstand ausgleichen, dabei hat er genau das versucht, was auch Raffael und ich probiert haben. Deswegen konnten wir auch miteinander kommunizieren. Alessandro Bruni hieß er, aus Padua. Seiner Meinung nach, bleibt die eingeforderte Seele so lange im Totenreich, bis es dem Fürsten der Unterwelt beliebt, sie zurück zu schicken. Das kann mitunter sehr lange dauern. Ich musste zweieinhalb Jahrtausende auf deine Rückkehr warten. Ich bin halb wahnsinnig geworden.'
'Raffael wartet seit 2500 Jahren auf mich?' fragte ich völlig verblüfft nach. Eine so lange Zeit konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ich war schon halb irre vor Sehnsucht nach ihm, nach nur ein paar Stunden. Wie schrecklich musste es ihm erst vorgekommen sein?
'Ja. Und ich auch.'
'Hm. Moment mal. Du wanderst seit 2500 Jahren als Geist und unsichtbar obendrein durch die Weltgeschichte, aber, wie macht Raffael das?' Warum hatte ich diese Frage eigentlich nicht schon eher gestellt?
'Naja, er wandelt auch seit deinem Tod über den Erdball.' Hätte ich jetzt ja nicht gedacht! Ha! Ironie, komm raus, du bist umzingelt!
'Naja, aber ein Mensch muss doch auch mal sterben. Wurde er dann immer wieder wiedergeboren?'
'Ähm. Wer hat denn gesagt, dass Raffael ein Mensch ist?' verwundert sah Leonard mich an.'Was soll er denn bitte sonst sein?!' Also ehrlich mal. Ein Geist war er ja wohl nicht. Obwohl, bis vor kurzem hatte ich ja auch noch gedacht, dass es nicht mal die gibt. Vom Gegenteil hatte mein Bruder mich ja überzeugt. Himmel, einen Bruder hatte ich auch noch! Einen zweitausendfünfhundert Jahre alten Bruder. Aber wer weiß, vielleicht wache ich ja auch Morgen früh auf und stelle fest, dass ich das alles nur geträumt habe. Mein Liebesgeständnis an Raffael, meine Flucht, der unheimliche Wald, mein Bruder, diese haarsträubende Geschichte...
'Nun ja, ein Mensch ist er jedenfalls nicht. Ella, bist du wirklich sicher, dass du das wissen willst?'
'Ja klar. Wieso sollte ich es nicht wissen wollen?' Völlige Verständnislosigkeit meinerseits.'Weil es dein ganzes bisheriges Leben auf den Kopf stellen würde.'
'Du meinst, mehr noch als jetzt auch schon?' fragte ich Leonard sarkastisch. Darin war ich gut, im sarkastisch sein. Wie viel schlimmer und verworrener konnte es denn eigentlich noch kommen? Ehrlich mal. Ich hatte Raffael meine Liebe gestanden, war fluchtartig vor ihm davon gerannt, weil er mir nicht geantwortet hatte. Ich stand in einem Wald, den ich nicht kannte, redete mit einem Mann, der vorgab ein Geist und obendrein noch mein Bruder zu sein und der sagt mir allen Ernstes, man könne mein Leben noch weiter auf den Kopf stellen. Das ich nicht lache!
'Du glaubst mir nicht, hab ich recht?' Mit schief gelegtem Kopf sah mich mein überirdisch schöner Verwandter an.
'Ich bin verwirrt. Das darf ich doch sein, oder? Ich meine, bis eben bin ich davon ausgegangen, ich sei ich selbst. Und dann kommst du daher, erschreckst mich zu Tode, willst mein 2500 Jahre alter Bruder sein und behauptest mein Leben auf den Kopf stellen zu können, mit Verlaub, aber das hast du schon!'
'Ich mache dir ja auch keinen Vorwurf. Natürlich klingt das alles haarsträubend, aber spürst du denn nicht diese Vertrautheit zwischen uns?'
'Ja, schon. Aber das kann doch rational überhaupt nicht erklärbar sein. Geister, Seelentausch und das alles. Wie soll das denn gehen?' Ich war und bin nun mal ein sehr kopflastiger Mensch. Entscheidungen aus dem Bauch heraus treffe ich so gut wie nie. Okay, mein Liebesgeständnis war eine Ausnahme. Hätte ich vorher meinen Kopf befragt, dann wäre das alles wahrscheinlich nicht geschehen. Ob das nun gut oder schlecht ist, dass es passiert, das bleibt wohl abzuwarten.
'Natürlich ist es mit dem Verstand nicht zu erklären. Aber was meinst du, was tagtäglich für merkwürdige Dinge auf der Erde geschehen, die man so nicht begreifen kann? Ella, du musst anfangen an das Übersinnliche zu glauben und auf dein Herz zu hören.'
'Das Übersinnliche… Du meinst solche Dinge, wie Jesus, der über das Wasser laufen konnte? Kannst du das eigentlich auch? Du bist doch ein Geist, kann ich dich eigentlich anfassen, oder so?' Das würde mich wirklich mal interessieren. Haben Geister Körper? Ich meine, ich sah ihn als normalen Menschen vor mir und irgendwie spürte ich seine Präsenz auch, aber war er auch wirklich da? Also wirklich materialistisch vorhanden oder einfach nur ein Trugbild oder so etwas? Maximale Verwirrung. Die beiden Worte beschreiben recht treffend, was ich gerade fühlte. Mein Kopf schwirrte und langsam wusste ich nicht mehr weiter. Mein Verstand schien in den Streik getreten zu sein, empört von so vielen, schier unmöglichen neuen Dingen. Tatsache war aber, dass ich mit Leonard redete, ob jetzt körperlich oder nicht, eine Stimme hatte er unleugbar.
'Probieren wir es einfach aus, oder?' fragte er mich, nun selbst mit leichten Zweifeln in der Stimme.
'Oh, okay.'
Vorsichtig trat ich einen Schritt auf ihn zu. Nun doch leicht befangen. Irgendwie, obwohl so vertraut, blieb er ja doch ein Fremder für mich. Zögernd hob ich eine Hand und ließ sie einige Sekunden in der Luft verharren, bis ich mich schließlich doch überwand und sanft seine Wange streichelte. Wie von der Tarantel gestochen zuckte ich zurück.
Er war wirklich und wahrhaftig und stand vor mir! Ich hatte ihn tatsächlich gespürt!'Hast du… Hast du das auch gemerkt?' stotterte ich panisch und leicht paralysiert.'Ja…' seine Stimme klang auch leicht belegt. Anscheinend hatte Leonard selbst nicht damit gerechnet. Oh Gott, was war hier nur los? In was war ich da nur hinein geraten?'Ich glaube wir sollten jetzt hier verschwinden!' rief Leonard auf einmal und sah sich hektisch nach allen Seiten um.
'Was ist denn los mit dir?' Die Verwirrung muss mir riesengroß auf der Stirn gestanden haben und ich wette mehrere überdimensionale rotleuchtende Fragezeichen schwebten sekundenlang über meinem Kopf und zwar so deutlich, dass selbst ein Blinder sie nicht hätte übersehen können, nur Leonard, der bemerkte nichts.
'Komm mit Ella, wir müssen hier weg!' Und schon packte er mich am Handgelenk, rannte los und schleifte mich hinter sich her. Seine Berührung war ungewohnt, nicht unangenehm, aber seltsam. Wer kann schon von sich behaupten, einen Geist angefasst zu haben?Als ob der Leibhaftige persönlich hinter ihm her wäre hetzte mein Bruder durch den nächtlichen Wald, ich dicht hinter ihm. Mehr als einmal hätte ich fast Bekanntschaft mit einem Baum geschlossen oder mit dem feuchten Waldboden. Es war dunkel, Herr Gott noch mal, wie soll ich denn da sehen, wo ich hin laufe? Leider nahm mein vergeisteter Bruder darauf überhaupt keine Rücksicht.
Ich weiß nicht mehr genau, wie lange wir wirklich durch das dichte Gestrüpp des Waldes liefen, manchmal eher kriechend, denn aufrecht, aber mir kam es wie eine Ewigkeit vor. So plötzlich wie die Nacht über mich hereingebrochen war, verschwand sie auch wieder. Und als mein Bruder endlich stehen blieb blendete die helle Morgensonne meine an Dunkelheit gewöhnten Augen und fuhr wie tausend Nadelstiche in meine Netzhaut. Im Angesicht des gleißenden Schmerzes, der meinen Kopf durchströmte, schloss ich meine gepeinigten Augen und sank schließlich erschöpft auf den weichen, moosigen Boden der Lichtung. Wenig später, wagte ich es dann ganz vorsichtig wieder meine Augen zu öffnen und war heilfroh, dass keiner einen Spiegel dabei hatte. Ehrlich, ich muss fürchterlich ausgesehen haben. Da hatte ich mir gestern so viel Mühe mit meinem Outfit gegeben, um Raffael zu beeindrucken und jetzt? Sah ich gelinde gesagt aus, wie eine Vogelscheuche!
Meine Haare waren zerzaust und gespickt mit Blättern und Tannennadeln, die Haut an meinen bloßen Beinen verschrammt und dreckig, meine Hände zerkratzt und mein Gesicht sah wahrscheinlich nicht besser aus. Mein Make-up war sicherlich längst verlaufen und hatte schwarze Spuren auf meinen Wangen hinterlassen.
Und zum ersten mal seit vielen Jahren verfluchtet ich mich dafür, immer sexy aussehen zu wollen. Meine Hotpants waren nicht unbedingt für den Wald geeignet und sicherlich total staubig, wie auch meine dunkle Jacke, die aber immer noch besser für einen Waldspaziergang taugte, als meine blauen Pumps. Hätten die Schuhe keine Riemchen gehabt, ich hätte sie längst verloren. Mehr als einmal, war ich wegen der dünnen Absätze über Wurzeln gestolpert und auf feuchtem Laub gerutscht. Der Lack war zerkratzt und eigentlich waren meine Schuhe nicht mehr blau sondern jetzt von einer undefinierbaren Farbe, die schon wieder als Tarnfarbe durchgehen konnte. Oh man, wenn mich so jemand sehen würde! Ich würde mich zum Gespött der Leute machen.
'Sag mal, Leonard, warum noch mal sind wir jetzt so schnell weggerannt?' fragte ich, nachdem ich wieder zu Atem gekommen war.
'Das ist etwas komplizierter…'
'Also, ich schätze mal, ich habe Zeit.'
'Okay.' seufzte er schließlich gottergeben. 'Also, eigentlich darf ich dir das gar nicht so genau sagen. Und außerdem könnte Raffael dir das viel besser erklären, weil, ich kenne die genauen Umstände auch nicht so gut wie er und überhaupt…'
Wenn ich gedacht hatte, eine Erklärung zu bekommen, so hatte ich mich gewaltig getäuscht.'Also soll ich Raffael fragen, warum genau wir jetzt vor was auch immer weggerannt sind?' hakte ich reichlich entnervt nach.
'Äh.. naja, ich denke, das wäre besser.' Wenigstens hatte er ehrlich geantwortet.
'So.' Ich wette man sah mir meine Missmutigkeit fünf Meilen gegen den Wind an, denn auf einmal sprudelte es nur so aus meinem vermeintlichen Bruder hervor.
'Ella, es tut mir leid. Ich glaube mittlerweile, dass wir besser daran getan hätten, uns nie mit dem Fürsten der Unterwelt einzulassen, aber wie habens nun mal getan und jetzt haben wir den Salat.' Leonard sprach so schnell, dass ich ihn kaum richtig verstehen konnte, nun, auch wenn ich die Worte auseinander halten konnte, der Sinn erschloss sich mir nicht.
'Ja was habt ihr denn nun genau gemacht? Ich denke ihr wolltet nur deine Seele gegen meine eintauschen?' Hab ich schon erwähnt, dass ich verwirrt bin?
'Naja, das war ja auch der Gedanke dabei, aber der Teufel hat uns über den Tisch gezogen. Beziehungsweise, wir wollten ihn über's Ohr hauen, aber er hat das rausgekriegt und uns jetzt ziemlich viele Steine in den Weg gelegt.'
Noch kryptischer ging's wohl echt nicht, oder? Auffordernd sah ich meinen Bruder an, der schließlich tief seufzte. 'Du solltest das wirklich besser alles mit Raffael besprechen.''Ich weiß ja nicht mal, ob der jetzt noch mit mir reden will. Immerhin bin ich ja quasi vor ihm weggelaufen, naja, eigentlich mehr vor mir selbst, oder… Ach, jetzt hast du mich vollständig kirre gemacht!' schnaufte ich frustriert. Ja, vor wem war ich eigentlich davon gelaufen? Vor Raffael, eigentlich, aber irgendwie auch vor mir selbst, oder? Hatte ich nicht vielleicht nur Angst vor den Konsequenzen meiner Worte gehabt? Angst, dass er mich zurück weisen könnte? Aber würde er das überhaupt? Ich meine, wenn er zweieinhalb Jahrtausende auf mich gewartet hat, dann wird er mich doch jetzt nicht wieder gehen lassen wollen? Aber wer weiß, was, wenn er in der Zeit eine andere gefunden hat?
Im Nachhinein betrachtet kam ich mir ziemlich albern vor. Mein Sprint in den Wald war eine ganz schön dumme Kurzschlussreaktion gewesen, genauso eine dämliche Sache, wie mein Liebesgeständnis. Klar, dass ihn das überrumpelt hatte. Wen auch nicht? Damit hatte er bestimmt nicht gerechnet und ich dumme Kuh renne dann einfach weg. Statt Hals über Kopf zu flüchten hätte ich mir besser mal seine Antwort anhören sollte.
Von Minute zu Minute kam ich mir immer blöder vor. Was hatte ich mir nur dabei gedacht? So kannte ich mich gar nicht. Das alles hätte viel besser zu Vanni gepasst, die traf nämlich öfters mal so verrückte Entscheidungen. Aber ich doch nie, ich, die Rationale, ich, der Kopfmensch. Was geschah nur mit mir? Seit ich Raffael kannte, veränderte ich mich immer mehr. Nur, tat ich das wirklich? War es nicht eher so, als würde ich endlich zu meinem wahren Ich zurückfinden? Hatte ich mich möglicherweise all die Jahre über nur verstellt? War das gar nicht ich gewesen? War Seraphina nicht vielleicht ein Gefühlsmensch gewesen mit einem impulsiven zu Übertreibungen neigenden Wesen?
Es gab nur einen Weg das heraus zu finden.
'Leonard, was war Seraphina für ein Mensch?' fragte ich, aus meinen Gedanken auftauchend.'Nun, sie war etwas ganz besonderes. Bildhübsch, so wie du, Ella, sehr gebildet und wissbegierig. Sie hat unsere Eltern immer mit Fragen gelöchert und nie ein Blatt vor den Mund genommen, aber dabei war sie so charmant und liebenswürdig, dass man ihr niemals böse sein konnte. Innerhalb von Sekunden hat sie es geschafft jeden um den Finger zu wickeln, aber sie war ein ziemlicher Dickkopf. Seraphina hat sich nie etwas vorschreiben lassen und sie ist immer ihren eigenen Weg gegangen, manchmal auch etwas rücksichtslos. Aber egoistisch war sie nie. Meine kleine Schwester hat sich sehr für ihre Mitmenschen interessiert und wollte stets nur Gutes tun, allerdings ist sie manchmal ganz schön weit übers Ziel hinausgeschossen. Böse hat sie es aber nicht gemeint, das war einfach ihre Art. Sie war sehr impulsiv und was sie auch tat, sie tat es mit Leidenschaft und Überzeugung. Wenn sie in etwas keinen Sinn sah, dann hat sie es nicht gemacht. Und sie konnte sehr überzeugend sein und manchmal ganz schön manipulativ. In heutiger Sicht würde man wohl sagen, dass sie eine sehr gerissene Geschäftsfrau hätte werden können. Sie hätte Karriere gemacht. Aber warum willst du das wissen, Ella?'
'Ich möchte wissen, ob ich ihr vielleicht ähnlich bin.'
'Du hast sehr viel von ihr, nicht nur das gleiche göttliche Aussehen, aber vom Wesen her ähnelst du ihr stark. Und ich habe das Gefühl, dass du deinem früheren Selbst immer ähnlicher wirst. Wirklich, du bist fast wie sie, doch egal wie du auch bist, du bist meine Schwester und ich liebe dich, wie meine Schwester. Du bist Seraphina und vergiss nicht, Menschen ändern sich.'
Damit hatte er mir jetzt mal wieder ganz schön was zum Nachdenken gegeben. Ob Raffael das auch so sah? Hatte er vielleicht nur so viel Zeit mit mir verbracht, weil ich Seraphina so ähnlich sah? War ich gar nicht Mercedes Elisabeth Cambridge, sondern nur die Wiedergeburt von Leonards Schwester?
'Ella, denk am besten nicht zu viel darüber nach. Auch wenn du Seraphina sehr gleichst, du bist Ella und du wirst es immer bleiben. Du bist die Reinkarnation meiner Schwester, aber trotzdem eine eigenständige Persönlichkeit. Du spürst vielleicht Seras Geist in dir erwachen, aber du bleibst, wer du bist und das kann dir keiner nehmen. Du hast dein Leben, deine Freunde, deine Familie, aber wenn du es zulässt, dann würde ich gerne wieder ein Teil davon sein. Du musst das akzeptieren, dass du ein früheres Leben hattest und dich mit deinem früheren Ich irgendwie arrangieren. Ein Schritt in die Richtung ist doch schon mal, dass ihr beide Raffael liebt und er liebt dich, da bin ich mir sicher.'
Leonard gab sich wirklich Mühe, mir das alles verständlich zu machen, und doch plagten mich jetzt die Selbstzweifel.
'Leonard, woher weiß ich, dass ich wirklich noch ich bin und woher weiß ich, dass Raffael mich liebt, um meiner Selbstwillen und nicht Seraphina, die irgendwie ja ein Teil von mir ist?'







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