Ich und Lidl Teil 3

Autor: >Lena
veröffentlicht am: 23.05.2008




Hey!
So, nach langen hin und her, habe ich es doch ncoh geschafft weiter zu schreiben. Ich denke mal, dass es beim naechsten Mal nicht so lange dauert! Ich hoffe er gefaellt euch!
LG Lena

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Am späten Vormittag machte ich mich auf den Weg zum PK 24.
Ein einfach grauer Bau an einer Hauptstraße.
„Guten Tag, Ich habe eine Vorladung von HK Köster erhalten!“
„Ahh. Ja, der erwartet Sie schon.“ Stehen den alle Frauen auf Blondie – Macho? So gut sieht er doch auch wieder nicht aus.
„Also, Sie gehen den Gang runter, dann rechts und dann wieder rechts und davon die 2. Tür.“ Sind wir hier im Irrgarten?! Dieser Blondie – Macho wollte mich doch in die Irre führen.
Vorsichtig klopfte ich an die Tür.
„Herein.“ Schallte es von Innen.
„Guten Tag, Frau Schermer.“
„Ja, Hallo. Was wollen Sie jetzt genau von mir wissen?“
„ Nicht so hastig. Setzen Sie sich erstmal.“ Ich nahm auf dem Stuhl gegenüber von ihm Platz.
„So. Wir müssen erstmal Ihre vollständigen Daten aufnehmen.“
„Charlotte Auguste Schermer.“
„Auguste? Das ist doch nicht ihr ernst?!“
„Doch. Was kann ich den dafür, dass ich Auguste heiße?! Außerdem haben ist der Name gar nicht so schlimm.“
„Also, Geburtsdatum und Geburtsstadt.“
„23.03.1978 in Dallas/Texas“
„Oh, ein Cowgirl“
„Müssen Sie jetzt immer einen bescheuerten Kommentar abgeben?“
„Wie Sie wollen! Familienstand ist ja klar: Ledig.“
„Was soll das jetzt heißen. Wollen Sie etwa sagen, dass ich keinen Mann abbekomme?!“
„Nein, nein! Weiter: Beruf. Kassiererin bei Lidl?“ Er musste anfangen zu lachen und ich war wieder kurz davor ihm eins reinzuhauen.
„Hören Sie auf zu lachen oder es…“
„Sie wollen mich wieder schlagen? Mein Gott, Sie haben keine Chance, wie oft habe ich ihnen das schon gesagt.“
„Ohhhhhh.“ Ich glaube ich sollte zu einem Selbstverteidigungskurs für Frauen, die von Polizisten belästigt werden, gehen.
„So, woran können Sie sich noch erinnern, als der Brand geschah?“
„Ich hatte die ersten 2 Valium mit dem Single-Malt Whiskey runtergespült. Dann wurde es langsam schwarz vor meinen Augen. Joa…und den Rest wissen Sie selber!“
„Sie sind verrückt. Guten Whiskey für den Selbstmord zu Opfern!“
„Ach, das hatten wir doch schon mal besprochen. Ich kann mich so umbringen, wie ich will! Und was hätte ich von dem Whiskey denn gehabt, wenn ich sowieso nicht mehr leben könnte?“
„Dann hätte ich ihn mir unter den Nagel gerissen. So, weiter zur Vernehmung! Hatten Sie vorher Besuch?“
„Nein.“
„Haben Sie irgendetwas geraucht?“
„Warum sollte ich rauchen! Nein, ich habe an dem Tag des Brandes nichts geraucht!“
Haaalllo, wenn ich mir mal ab und zu einen Joint genehmige, geht ihn das ja wohl gar nichts an.Aber eigentlich bin ich strikte Nichtraucherin und will das auch bleiben. Das fing damals an, kurz bevor ich ein Jahr in die USA gegangen bin. Dort durften wir nämlich auch nicht ‚kiffen’ und somit habe ich aufgehört. Oh mein Gott wie lange das jetzt schon her ist. 14 Jahre mittlerweile. Manchmal telefoniere ich noch mit meiner Gastmum Gaby. Damals hatte ich noch einen Gastbruder, Jake. Ja Ja, der Jake. Das war schon eine Kanone. Er war der Quarterback in den Team unserer Schule, und das Beste war, als ich seine Begleitung für die Prom/ Abtanzball sein durfte. Ihr hätte mal die Mädchen sehen sollen, wie die geglotzt haben. Mittlerweile ist Jake mit Veronica, einer Anwältin verheiratet und lebt mit ihr in Boston. Veronica ist eine gute Freundin von mir…die könnte mich jetzt hier raus holen!
„Haallo… Frau Schermer. Schlafen Sie?“
„Nein. Aber wenn Sie mich weiterhin mit Ihren bescheuerten Fragen und Kommentaren langweilen, schlaf ich. Kann ich jetzt gehen?“
„Nein. Wir müssen noch Fingerabdrücke nehmen.“
„Warum denn das? Sie verdächtigen mich doch nicht der Brandstiftung?!“
„ Wir können nichts ausschließen.
„Sie…Sie, Arschloch. Warum sollte ich meine eigene Wohnung in Brand setzten und meinen Vogel töten?“
„Wir wollen ja auch nur ausschließen, dass sie den Brand gelegt haben.“
Schnell ließ ich mir die Fingerabdrücke abnehmen. Ich will hier endlich weg. Warum sollte ich meine gottverdammte Wohnung in Brand setzten?! Ich hatte dort mein ganzes Hab und Gut gelagert. Wohl, der denkt sich das bestimmt, weil ich mich umbringen wollte.
„Kann ich jetzt gehen?“
„Ja. Auf wiedersehen.“
„Das will ich nicht hoffen.“ Schon war ich aus der Tür heraus gebraust. Das war jetzt echt zu viel. So wurde ich von noch keinem Menschen beleidigt. Als hätte ich das nötig. Auch wenn ich wenig Geld besitze, zünde ich nicht gleich mein Wohnhaus an!
So eine Versicherungssumme wäre schon nicht schlecht, aber… Ich will mal nicht so sein. Eigentlich bin ich nicht Geldgierig.

Heute habe ich noch einen langen Arbeitstag vor mir. Meine Schicht bei Lidl geht bis 20h. Es geht, aber ich muss die ganze Zeit an der Kasse sitzen und da ich mit meinen dreißig Jahren schon einen kaputten Rücken habe, geht das überhaupt nicht.
Doch ich mache die Arbeit an der Kasse gerne, da ich dort mit Geld rumhantieren darf. Da ich ja kaum Geld besitze, ist das schön einmal am Tag sich damit zu beschäftigen und ein wenig Kohle in der Hand zu halten. Am Ende des Monats bekomme ich von meinem Verlag einen Vorschuss. Gott sei Dank. Bei mir hat sich gestern auch eine Zeitung gemeldet, ob ich nicht für sie Kolumnen schreiben möchte!
Wenn ich diesen Job als Kolumnisten bekommen würde, müsste ich nicht mehr bei Lidl arbeiten.

Lilly ist heute mit Fred aus. Fred ist ihr neuer Freund, somit habe ich mal wieder Sturmfrei. Den Alkohol hat sie trotzdem wieder weggestellt. Ha, die hat wohl noch nicht bemerkt, dass ich alt genug bin um mir selber etwas kaufen kann. Vor allem in ich auch noch stolze 2 Monate älter als sie. Und warum sollte ich mich auf die gleiche Tour wieder umbringen. Dann beschwert sich Blondie Macho gleich wieder, dass ich ihm nichts übrig gelassen hätte.

Genau heute, wo ich es mir mit meinem Wein gemütlich machen wollte, klingelt es wieder mal an der Haustür. Schon wieder.
Vorsichtig luge ich durch den Spion. Schon wieder mein neuer Freund, Blondie Macho.
„Frau Schermer, ich weiß das sie da sind! Sie stehen direkt hinter der Tür und wenn sie nicht auf machen, trete ich die Tür ein.“ Langsam öffne ich die Tür.
Bevor ich überhaupt was sagen konnte stürmte Blondie -Macho auf mich zu drückt mich an die Flurwand und legt seine samtig weichen Lippen auf meine. Schon wieder. Das kann doch nicht wahr sein. Langsam drang seine Zunge in meinen Mund. Mhh…schmeckt nach Schokolade und Kaffee. Der hat echt zu viel Koffeinintus, sonst würde er nicht den größten Fehler seines Lebens begehen.Ich stieß ihn weg von mir und guckte ihn mit großen Augen an!
„Was sollte das schon wieder? Sind Sie Gehirnamputiert.“
„Also, ich fand den Kuss ganz schön. Achso, ich bin Victor. Ab jetzt können wir uns ja duzen.“
„Warum sollte ich Sie duzen? Ich kenne Sie doch nicht einmal.“
„Ich kenn dich aber.“
„Warum sind Sie hier.“
„Es wurde ein Haftbefehl erlassen. Tut mir Leid, sie kommen in die U –Haft, wegen Brandstiftung.“„WAS?“
„Kommen Sie bitte…“Ich bin noch ganz benebelt.
„Aber…warum haben Sie mich geküsst…was wollen Sie von mir.“
„Ich hab Sie einfach so geküsst!“ Was für ein Arschloch!
„Kommen Sie.“
Langsam ziehe ich mir die Schuhe an, schreibe Lilly einen Zettel, nehme meine Tasche und folge HK Köster. Das kann doch nicht war sein! Ich dachte jetzt würde alles wieder gut werden.
„Warum???“
„Was Warum?“
„Warum?“
„Frau Schermer, es tut mir Leid, aber der Verdacht gegen Sie hat sich verstärkt. Sie können nachher Ihren Anwalt anrufen.“
„Das ist alles ein Traum. Das kann nicht wahr sein! Kneifen Sie mich!“ Es war die Realität. Ich muss ins Gefängnis! Vorher erhänge ich mich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Warum muss so was ausgerechnet mir immer passieren. Und ich dumme Tante dachte es wäre alles vorbei, vielleicht würden der „nette Kommissar“ und ich uns „anfreunden“. Meine Mutter hätte bestimmt gesagt: „Kindchen, lass dich einfach mal drauf ein! Außerdem bist du schon 30 und der junge Mann würde gutes Geld mit nach Hause bringen.“ Und jetzt geh ich in den Knast für etwas was ich nicht getan habe und verliere meine ganze Existenz. Ich stehe echt kurz vor einem Heulanfall.Nach einer halben Stunde Fahrt finde ich mich in einer grauen Zelle wieder.







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