Der Dron

Autor: *** Anna Sternchen *** ©


Als hätte ein Dorn mich gestochen,
hat der Schmerz in mir angefangen zu pochen,
ich wusste das war nicht deine Schuld,
doch auch ich hatte kaum noch Geduld.

Das Blut lief runter an meiner Hand,
leider gebrauchte auch ich nicht meinen Verstand,
ich stand da und schaute dir zu,
und du verschwandest im nu.

Ich weinte laut doch das half nicht,
aber es tut ja auch sehr weh wenn das Herz zerbricht,
ich schwor dir dich nie zu verletzen,
und doch musste ich dich nicht über die Brückenlehne hetzen.

Das Papier rollte sich zusammen,
und ich erschrak als sie auf mich zukamen,
ganz in schwarz und so voller Zorn,
mich durchfuhr ein Schmerz wie damals beim Dorn!

Ich nahm die Tinte und tauchte sie ein,
sie war rot wie unser letztes gemeinsames Glas Wein,
das war das Blut was du vergossen hast,
als ich unsere Liebe aufgehängt hab auf nem Mast.

Ich biss in den Apfel den wir früher zusammen aßen,
als du und ich noch zusammen an diesem Tisch hier saßen,
der Saft läuft an meinem Mund hinunter,
doch leider macht auch das mich nicht munter.

Die letzte Rose im Garten verwelkt,
und mein Herz sagt das es gleich zusammen fällt,
der Mund ist geschlossen, die Ohren taub,
und du bist nur noch ein Häufchen Staub.

Der Zeiger tickt,
und ich seh immer noch wie er mich zum Einkaufen schickt,
ich schreie meine Wut heraus,
klatscht nicht dafür was ich getan habe verdiene ich keinen Applaus.

Der Regen prasselt gegen das Fenster,
und meine Augen tränen denn ich sehe Gespenster,
mir stockt der Atem und ich kriege Gänsehaut,
du kommst auf mich zu, deine Schritte sind laut.

Deine Hand kommt hinterm Rücken hervor,
und ich sehe die Rose mit dem Dorn,
ich strecke meine Hand aus und will sie nehmen,
doch ein Blick in deine Augen und ich fange an mich zu schämen.

Die Musik spielt die alte Melodie,
und im Haus herrscht wieder Harmonie,
du kniest vor mir nieder,
und ich bereue den Tag wo du schlosst deine Augenlider.

Das Meer rauscht,
und am liebsten hätte ich mit dir die Plätze getauscht,
ich müsste jetzt fort sein,
denn ich fühl mich sooo allein.

Der Wind flüstert mir leise zu,
du bist nicht mehr weit; gleich kommst du,
ich fasse mit der Hand nach links,
und ich fasse die Rose an mit dem Dorn, was ich jetzt brauch sind ein paar Drinks.

Die Kehle ist rau und es kommt kein Wort,
und immer wieder denk ich dran; du bist fort,
ich weiß ich liebe dich,
aber ich weiß auch du hasst mich!

Die Nacht bricht aus,
und dunkel ist unser gemeinsames Haus,
kein Licht mehr zu sehen,
und ich denk auch ich muss jetzt gehen.

Die Tür ist geschlossen,
mein Kummer verflossen,
und wieder erinner ich mich an den Schmerz,
als zerbreche mein Herz.

Die Rose werfe ich voller Hass in den Müll,
verdrehe die Augen und hol sie wieder heraus,
sie gehört zu mir wie du,
denn ich denk an dich immer zu.

Ich flehe Tag und Nacht verzeih mir,
denn so kann ich nicht weiterleben hier,
die Schuldgefühle plagen mich Tag und Nacht,
wie oft hab ich an dich gedacht.

Die Brücke auf der ich stehe sieht so harmlos aus,
ich würde kaum bemerkbar sein im Meer wie eine kleine Maus,
das Wasser rauscht unter mir, ich fühl mich wie ein kleines Kind,
ich stehe auf der Brücke und denke bloß, du und dein Gewissen LOS SPRINGT!

Denn meine Schuld ist es gewesen das er gesprungen ist,
was hab ich getan was fürn Mist,
auf der Brückenlehne mit beiden Beinen,
jetzt hör ich endlich auf zu leiden.

Als hätte ein Dorn mich gestochen,
hat der Schmerz in mir angefangen zu pochen,
die Augen schlossen sich,
und ich wusste sogar als ich versank nur eins ICH LIEBE DICH!

DENN DER DORN HAT MICH GESTOCHEN,
und der Schmerz der Liebe hat angefangen in mir zu pochen!!!