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Samstag, 15. Juli 2017, 12:48

Tana

Naveen wusste, wie er mich berühren und küssen musste, damit ich dahinschmolz. Allmählich schwirrte mir der Kopf. Ich drückte mich an ihn, genoss seine intensive Nähe und gab mich den berauschenden Gefühlen hin. Dieses Mal war es ein bisschen anders. Noch tiefer, verbundener. Schließlich holten mich die Feuerwerke ein und brachten mein Innerstes zum Leuchten. Ich fühlte mich vollkommen. Eins mit diesem wunderbaren Mann.

Alvaro

Es war die reinste Qual, nichts tun zu können, während Thekla litt. Die Geburt schien ihr viel Kraft abzuverlangen. Sie schwitzte, war hochrot im Gesicht und hatte ein bisschen Schwierigkeiten beim Pressen. Wenigstens half ihr Anyche bei dieser schweren Geburt. Andernfalls hätte Thekla viel mehr gelitten.
Mein Herz klopfte unruhig im Brustkorb. Dann zerriss der erste Schrei die angespannte Ruhe, es folgte der zweite. Ich bekam Gänsehaut. Die Zwillinge waren auf der Welt. Sie waren kerngesund. Entgegen meiner Erwartung baute sich ein Druck in meinen Augen auf. Oh nein, ich würde ganz bestimmt nicht sentimental werden. Nicht jetzt, nicht vor den Frauen.
Ich räusperte mich mehrmals, um den dicken Kloß im Hals loszuwerden und näherte mich Thekla, die völlig erschöpft, aber glücklich dalag. > Hey zorra, du hast das ganz wunderbar gemacht.< sagte ich sanft und griff nach ihrer Hand, drückte diese leicht.
Die Älteste tauchte mit unseren beiden Kindern ein. Sie hatte sie gewaschen und in frische Leinentücher eingewickelt. > Ein Junge und ein Mädchen.< verkündete sie feierlich.
Just keep swimming...

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Samstag, 15. Juli 2017, 13:47

Thekla


Alvaro kam und als er meine Hand ergriff, fühlte ich mich sogleich viel besser trotzt der Erschöpfung. Ich küsste auf seiner Hand und schloss einen Moment zufrieden die Augen. Dann hörte ich die Schritte und ich konnte die Zwillinge riechen. Es war ein süßer, unschuldiger Duft mit eine Mischung von unseren beiden Düften, damit man wusste, dass es unsere Kinder waren. Ich öffnete die Augen und atemlos starrte ich auf die kleine Geschöpfe der ältere Dame. Ein Junge und ein Mädchen! Mein Herz klopfte aufgeregt und dann endlich hatte ich die Babies auf meine Arme. Mit große Augen sah ich auf die zerknauschte Wundern, in denen ich mich sofort unsterblich verliebte. "Sie sind wunderschön", hauchte ich ergriffen und mir kamen die Tränen der Freude. Vergessen waren die schmerzhafte Wehen. "Welchen Namen sollen sie tragen?", fragte die Älteste. "Ich würde gerne unsere Tochter den Namen Bjelle geben", fragend schaute ich zu meinem Alvaro: "Wenn es für dich in Ordnung ist und ich möchte, dass du unseren Sohn einen Namen gibst."

Naveen


Mein Herz klopfte in dem schnellen, gleichen Takt wie ihr Herz und unser Atem vermischten sich. Wir waren einst und unsere Seelen schienen miteinander verbunden zu sein. Dann überwältigte mich dieses unbeschreibliches und unglaubliches Gefühl. Ich gab mich diesem Gefühl hin und mich erfüllte das pure Glück. "Ich liebe dich", murmelte ich dicht an ihrem Ohr und war ergriffen von ihrer Schönheit. Für mich war Tana vollkommen. Und ich war überglücklich, dass sie jetzt meien Ehefrau geworden war. Mit ihr würde ich ein schönes und erfülltes Leben haben.


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Sonntag, 16. Juli 2017, 18:23

Tana

Vor Glück kamen mir fast die Tränen. > Ich liebe dich auch.< flüsterte ich zurück und blieb dicht an ihn geschmiegt. Ich wollte mich gar nicht fortbewegen. Nie wieder. Seine Wärme, sein kräftiger Herschlag, sein wundervoller Duft... Das wollte ich nicht missen.
Mit einem seligen Lächeln auf den Lippen streichelte ich seine Brust, malte kleine Herzchen und Kreise. Worte gab es nicht, die das beschreiben könnten, was ich gerade fühlte, also hoffte ich, dass er alles Unausgesprochene fühlte.

Alvaro

Auch wenn Thekla total abgekämpft aussah, war sie in diesem Moment die schönste Frau der Welt. Wirklich. Ich verliebte mich gleich nochmal in sie. Heftiger, intensiver. Vor allem als sie unsere Kinder in den Arm nahm, sprang mir mein Herz fast aus der Brust.
> Bjelle ist ein schöner Name. Dann soll unser Sohn den Namen Kain erhalten.< Dieser Kerl verdiente es einfach weiterzuleben. Er verdiente es, dass sein Name in der Welt blieb. Durch ihn hatte ich damals echte Freundschaft kennengelernt, jetzt bedankte ich mich hiermit bei ihm.
Lächelnd setzte ich mich nahe Thekla und fuhr ihr sanft durchs widerspenstige Haar. Die feuchten Strähnen, die ihr auf der Stirn klebten, schob ich beiseite. > Ich liebe dich. Euch.<
Just keep swimming...

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Sonntag, 16. Juli 2017, 19:13

Thekla


"Kain toller Name", lächelte ich und wusste, woher dieser Name kam. Auch den Namen Bjelle hatte für mich eine besondere Bedeutung, denn diesen Namen hatte meine Mutter getragen und das war meine Art sie in Ehren zu halten. Durch uns lebte sie weiter. Einen Moment schloss ich meine Augen, als er durch mein Haar strich und genoss in volle Zügen diese Zärtlichkeit. Meine Augen öffneten sich schimmernd und ich flüsterte gerührt: "Wir lieben dich auch!" Ich hob mein Kopf etwas an und küsste ihn sanft. Die Babies regte sich und erregte sofort meine Aufmerksamkeit. Kain öffnete kurz die Augen, zerknautschte das Gesicht und mit einem kurzen Quaken schlief er weiter. Bjelle hingegen schlummerte friedlich und hatte ihre kleine Hände zu Fäustchen geballt, dabei schmatzte sie leise. Voller Liebe betrachtete ich unsere Babies. Bei Kain sah man schon einen schwarzen Flaum auf seinem Kopf und bei Bjelle war es eher rötlich. "Möchtest du sie auch halten?", strahlte ich Alvaro an. Wir waren jetzt eine Familie und das fühlte sich toll an.

Naveen


Glücklich lächelte ich und legte mich dicht neben ihr, dabei zog ich sie fest an meinem Brustkorb. Ich spürte ihren Finger auf meiner Haut und schloss zufrieden meine Augen. So würde es fortan immer sein. Und ich konnte mir nicht Schöneres vorstellen. Ich spürte deutlich ihre Liebe und dass sie glücklich war, so wie ich.Langsam schlief ich ein und freute mich auf unser Abeneteuer.


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Montag, 17. Juli 2017, 14:23

Das Glück der beiden frischgebackenen Eltern blieb nicht lange verborgen. Die erfreuliche Nachricht, dass die Geburt problemlos verlaufen war, breitete sich wie Lauffeuer aus. Sie erreichte sogar die andere Welt, in der Tana und Naveen sich auf den Rückweg in ihr Zuhause machten. Dort erwartete sie eine glückliche Zukunft, aber auch viele kleine, süße Kätzchen, die ihren harmonischen Alltag versüßten.
Thekla und Alvaro blieben die ersten Monate in Anyches Welt, um ihren kleinen Wirbelwinden ihre freie Entfaltung zu ermöglichen. Wie erwartet, schlummerten große Kräfte in ihnen. Die Sorge, sie könnten Ziel irgendeiner bösen Macht werden, blieb den Eltern stets im Gedächtnis, aber es hinderte sie nicht daran, eine wundervolle Zeit in ihrer Heimat zu verbringen.
Schließlich reisten sie öfters in die Menschenwelt, wo all ihre Freunde lebten. Tana und Naveen, in ihrer Rolle als Pateneltern, kümmerten sich hier und da um die Zwillinge, während Alvaro und Thekla weiterhin ihren Arbeiten nachkommen konnten. Tanz, Kunst, sogar ein Sandwich-Café, all das bauten sie gemeinsam auf. Niemand war mehr allein auf sich gestellt. Jeder half jedem. Alle Wesen erholten sich vom Krieg und bauten eine sichere Zukunft auf, in der alle friedlich leben konnten. Verlorenes Leben blühte zu neuem Leben auf. So kam es, dass eines Tages in der Welt von Anyche zwei besondere Eier gelegt wurden, die eine neue Ära einläuteten.
Die des Glücks und des Friedens.


Ende
Just keep swimming...









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